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Der Mann, der in Dortmund nach einer Schlägerei auf eine Straße gestürzt und überfahren worden war, ist gestorben. (Symbolbild). Rolf Vennenbernd/dpa
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Der Mann, der in Dortmund nach einer Schlägerei auf eine Straße gestürzt und überfahren worden war, ist gestorben. (Symbolbild). Rolf Vennenbernd/dpa
Hamburg (dpa/lno) –
Der städtische Grundbesitz in Hamburg ist im vergangenen Jahr um 43,5 Hektar gewachsen. Das geht aus dem Jahresbericht der Kommission für Bodenordnung hervor, die dem Senat bei seiner wöchentlichen Sitzung vorgelegt wurde. Die Beschlüsse der Kommission ermächtigen die Verwaltung, beschlossene Grundstücksgeschäfte abzuschließen.
Demnach wurden 2025 städtische Grundstücke im Rahmen des Erbbaurechts vergeben und 32 bestehende Erbbaurechte verlängert. Dadurch sei der Bau von 470 neuen Wohnungen ermöglicht worden, teilte die Finanzbehörde mit. 153 Wohnungen hätten zudem langfristig gesichert werden können.
Auch für Einfamilienhäuser und für den Gemeinbedarf – etwa für Kitas oder Feuerwehrwachen – seien Erbbaurechte neu vergeben oder verlängert worden.
41 Millionen Euro Einnahmen erzielte die Stadt den Angaben zufolge durch die Ablösung und Verlängerung von Wiederkaufsrechten. Dabei sei die Kommission der politischen Vorgabe gefolgt, Wiederkaufsrechte insbesondere im Geschosswohnungsbau möglichst zu verlängern oder in Erbbaurechte umzuwandeln.
«Die verstärkte Nutzung von Erbbaurechten und Wiederkaufsrechten ist ein zentrales Element unserer Bodenpolitik», sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). «So sichern wir langfristig städtische Steuerungsmöglichkeiten und schaffen zugleich bezahlbaren Wohnraum.»
Laut Jahresbericht wurde von der Kommission 2025 über Grundstückgeschäfte der Stadt mit einem Finanzvolumen von insgesamt 259 Millionen Euro entschieden – was in etwa dem Vorjahresniveau (261 Millionen Euro) entsprach. Die Einnahmen aus Grundstücksgeschäften beliefen sich demnach auf 211 Millionen Euro, die Ausgaben auf 48 Millionen Euro.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974614/1
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Hamburg (dpa/lno) –
Mehr als 17.000 Jungen und Mädchen wechseln im kommenden Schuljahr in Hamburg auf ein Gymnasium oder in eine Stadtteilschule. «Die Zahl der neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler steigt im nächsten Schuljahr erneut um 384 Kinder», sagte Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD). Im Jahr zuvor habe das Plus bereits bei 490 Kindern gelegen.
Die neuen 5. Klassen der weiterführenden Schulen starten in der Regel am Montag, 24. August, in den Unterricht. Alle anderen Kinder und Jugendlichen müssen bereits am 20. August nach sechs Wochen Sommerferien wieder in die Schule.
An den 67 staatlichen Gymnasien werden den Angaben zufolge voraussichtlich 8.721 Fünftklässler eingeschult – 251 mehr als im Vorjahr. An den 66 staatlichen Stadtteilschulen werden es voraussichtlich 8.412 Kinder sein – 154 mehr als im Vorjahr. 8.432 künftige Gymnasiasten kommen dabei laut Schulbehörde in ihre Wunschschule, bei den Stadtteilschülerinnen und -schülern seien es 8.192.
In Hamburg können Eltern drei Wünsche für die Lieblingsschule der Kinder abgeben. Nur wenn keiner der Wünsche erfüllt werden kann, weist die Behörde den Kindern eine Schule zu. Beispielsweise seien am Gymnasium Rotherbaum auch Kinder aufgenommen worden, die eigentlich an überangewählte Schulen wie das Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium oder Gymnasium Altona wollten.
Die meisten Aufnahmen bei den Stadtteilschulen übernehmen den Angaben zufolge die Julius-Leber-Schule in Schnelsen und die Stadtteilschule Niendorf mit je 207 Kindern. Dahinter folgen die Gyula Trebitsch Schule Tonndorf mit 184 Aufnahmen sowie die Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude und die Goethe-Schule-Harburg mit je 183 Aufnahmen.
Bei den Gymnasien wiederum liegen das Gymnasium Rahlstedt und das Gymnasium Ohmoor in Niendorf mit jeweils 196 Aufnahmen vorn. Danach folgten das Gymnasium Grootmoor in Bramfeld mit 193 Aufnahmen sowie das Albrecht-Thaer-Gymnasium in Stellingen mit 173 Aufnahmen.
Seit 2019 seien bereits zwölf weiterführende Schulen neu gegründet worden, sagte Bekeris. «Zusätzlich werden überall in der Stadt weiterführende Schulen saniert, modernisiert und baulich erweitert.» Insgesamt habe das Schulausbauprogramm ein Volumen von bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974562/1
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Die Polizei bittet mögliche Zeugen oder Hinweisgeber sich zu melden. (Symbolbild). Rolf Vennenbernd/dpa
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Kiel (dpa/lno) –
Fußball-Zweitligist Holstein Kiel muss im Abstiegskampf auf Kapitän Steven Skrzybski verzichten. Der 33-Jährige werde im Saison-Endspurt nicht mehr zur Verfügung stehen, teilte der Club mit. Insgesamt stehen noch vier Spiele bevor.
Der Angreifer hatte sich beim erlösenden 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Sehnenverletzung an der Wade zugezogen. Der Routinier, der in der vergangenen Premierensaison der Kieler in der Bundesliga mitmischte, fiel in dieser Saison schon jeweils zweimal für mehrere Partien verletzt aus. Von 30 möglichen Ligapartien bestritt er 20.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974469/1
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Der Landwirt ist vor dem Landgericht wegen versuchten Mordes angeklagt. (Symbolbild). David Inderlied/dpa
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Hamburg (dpa/lno) –
Ein Hundehalter ist nach einer Beißattacke auf seine zweijährige Nichte zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 32-Jährige wurde vom Amtsgericht Hamburg-Wandsbek wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen. Als Halter eines gefährlichen Hundes habe er seine Sorgfaltspflichten nicht beachtet, stellte das Gericht nach Angaben eines Sprechers fest.
Der Angeklagte hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Frühjahr 2022 seinen Hund, einen American-Staffordshire-Terrier-Mischling, seiner Mutter in Obhut gegeben und war in den Urlaub gefahren. Die Mutter sei aber im Umgang mit gefährlichen Hunden weder erfahren noch besonders geschult gewesen, hieß es. Am 6. Juni 2022 fiel der Hund plötzlich die zweijährige Enkeltochter der Frau an. Mehrere Minuten lang verbiss er sich in den Kopf des kleinen Mädchens.
Nach damaligen Angaben der Polizei hörten Anwohner des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Rahlstedt Hilfeschreie und wählten den Notruf. Auch die Mutter des Mädchens kam hinzu, doch erst mit Hilfe der alarmierten Beamten gelang es, das Kind zu befreien. Es erlitt tiefe Wunden an Gesicht und Kopf und ein offenes Schädelhirntrauma. Durch eine Notoperation wurde das Leben der Zweijährigen gerettet. Nach Angaben des Gerichts geht es dem Mädchen inzwischen wieder gut.
Zum Auftakt des Prozesses hatte der 32-Jährige die Tat gestanden und sich für sein Versagen entschuldigt, wie der Gerichtssprecher mitteilte. Strafverschärfend wertete das Gericht die hohe Gefährlichkeit des Hundes und die erheblichen Folgen für die Nichte des Angeklagten. Er habe gewusst, dass bereits im Jahr 2019 einen Vorfall mit dem Tier gegeben habe. Damals hatte der Hund nach Angaben der Staatsanwaltschaft unvermittelt ein siebenjähriges Kind gebissen und verletzt.
Nach der zweiten Attacke wurde der Mischling ins Tierheim gebracht und eingeschläfert. Die Hunderasse steht den Angaben zufolge auf der Liste der gefährlichen Hunde nach dem Hamburger Hundegesetz. Das Halten solcher Tiere ist nur mit behördlicher Erlaubnis möglich.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im Juni soll wegen der Beißattacke ein weiterer Prozess vor dem Amtsgericht Wandsbek stattfinden. Dann wird gegen die Mutter und die Großmutter des Kindes verhandelt. Gegen beide wurden Strafbefehle erlassen, gegen die sie Einspruch eingelegt haben.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974329/1
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Braunschweig (dpa/lni) –
Mit einer auffälligen Kampagne sollen Schutz und Sicherheit in Braunschweiger Schwimmbädern erhöht werden. «Fest steht: jeder Fall sexualisierter Gewalt ist einer zu viel», sagte Stadtbad-Geschäftsführer Tobias Groß bei der Vorstellung. Die gut sichtbaren Plakate, Videos und Flyer richten sich an Personal und vor allem Kinder und Jugendliche. «Hilfe holen ist kein Petzen», lautet die Botschaft.
Mit der Kampagne soll allen klar werden, dass Anfassen ohne Einverständnis im Wasser oder Anstarren in Dusche und Sauna nicht akzeptabel ist. Es sei gewünscht, solche Situationen dem Personal zu schildern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden laut Geschäftsführer Groß in den vergangenen Monaten geschult, um Vorfälle dieser Art noch zuverlässiger zu erkennen und entsprechend handeln zu können.
Die Kampagne mit dem Titel «Ich sag´s» sei vor etwa zwei Jahren in Köln angestoßen worden, sagte Groß. Erfahrungen aus der Großstadt in Nordrhein-Westfalen zeigen nach Angaben des Badchefs, dass das Thema deutlich wahrnehmbarer ist. «Es wird mehr gemeldet», berichtete Groß. Nur wenn solche Situationen früh berichtet werden, könnten mögliche Vergehen oder schlimmere Eskalationen verhindert werden.
Für das Projekt haben sich die Verantwortlichen mit dem Kinderschutzbund Braunschweig, dem Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt «Sichtbar» und dem Präventionsteam der Polizei zusammengetan. Es gehe darum, sich schon bei Unwohlsein oder Unklarheiten Hilfe zu holen, sagte Ines Fricke von der Braunschweiger Polizei. Die Frage, ob eine strafbare Handlung vorliege, müssten Betroffene nicht selbst beantworten, das sei Aufgabe der Ermittler.
Die Kampagne sei keine Reaktion auf hohe oder steigende Fallzahlen, betonte Geschäftsführer Groß. Es gehe vielmehr darum, einem Gefühl von Verunsicherung entgegenzuwirken, wenn etwa auf Social-Media-Kanälen oder anderen Medien über Ereignisse spekuliert werde. Für die Materialien und Schulungen des Personals sei eine niedrig fünfstellige Summe investiert worden.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974302/1
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Kiel (dpa/lno) –
Um die Vorgaben der Krankenhausreform auf Bundesebene umzusetzen, hat die Landesregierung Schleswig-Holsteins einer Änderung des Landeskrankenhausgesetzes zugestimmt. Ziel sei es, die Krankenhausversorgung im Land zukunftsfähig und krisenfest zu gestalten, erklärte das Gesundheitsministerium in Kiel. Der Entwurf umfasse zudem Anpassungen am Krebsregistriergesetz, die unter anderem strengere Datenschutzregeln vorsehen.
«Mit dem Gesetzesentwurf stellen wir die Weichen, um die tiefgreifenden Veränderungen der bundesrechtlichen Vorgaben, die das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz und das Krankenhausreformanpassungsgesetz mit sich bringen, im Land umzusetzen», sagte Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU). Die Krankenhausreform des Bundes greife tief in die bestehenden Versorgungsstrukturen ein. So verändere sie Finanzierungsmodelle, schaffe neue Rahmenbedingungen und schränke die bisherigen planerischen Freiheiten der Länder ein, hieß es.
«Unser Ziel ist klar: Wir wollen auch unter den neuen bundesrechtlichen Vorgaben eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftlich tragfähige Krankenhausversorgung sicherstellen», betonte die Ministerin. Das gelinge nur mit einer Neufassung des Landeskrankenhausgesetzes, um Planung, Finanzierung und Versorgungspraxis besser aufeinander abzustimmen. Nach Anhörung der Verbände will die Regierung den Gesetzesentwurf nach einer zweiten Kabinettssitzung im Landtag beraten lassen.
Die Krankenhausreform war Ende 2024 von der Ampelregierung und dem damaligen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegen Proteste durchgesetzt worden. Ziele sind, den finanziellen Druck zu immer mehr Behandlungsfällen zu mindern und mehr Spezialisierung bei komplizierten Eingriffen herbeizuführen. Die aktuelle schwarz-rote Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag Nachbesserungen vereinbart.
Ende März wurde dabei der Weg für Änderungen frei. So ließ der Bundesrat ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das mehr Spielraum bei der Umsetzung vor Ort geben soll. Geschaffen werden damit längere Übergangszeiten und mehr Möglichkeiten für Ausnahmen von Vorgaben zur Behandlungsqualität.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974312/1
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Durch eine rücksichtslose Raserei unter Drogeneinfluss kam eine Radfahrerin in Neuss ums Leben. (Archivbild). Martin Höke/dpa
Hamburg (dpa) –
Der Hamburger SV muss im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf seinen nächsten Leistungsträger verzichten. Abwehrspieler Miro Muheim fällt voraussichtlich für die restlichen anspruchsvollen vier Saisonspiele aus, wie der norddeutsche Club nach Untersuchungen des 28-Jährigen mitteilte.
Der Nationalspieler der Schweiz hat sich am Samstag beim 1:3 im Nordderby bei Werder Bremen eine Verletzung der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen. Bislang kam Muheim in 28 von 30 Bundesliga-Partien zum Einsatz.
Die Hamburger müssen in den kommenden zwei Spielen außerdem auf Winter-Zugang Philip Otele verzichten. Der ausgeliehene Flügelspieler erhielt nach seiner Roten Karte im Derby eine Sperre von zwei Spielen wegen rohen Spiels gegen den Gegner, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.
Co-Trainer Loic Favé kassierte wegen unsportlichen Verhaltens ein Innenraumverbot für das nächste Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Er hatte in der Nachspielzeit des Derbys die Rote Karte gesehen.
Sowohl Muheim als auch Otele dürfte der Club schmerzlich vermissen. Auch die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Abwehrchefs Luka Vuskovic zur schwierigen Partie gegen Hoffenheim ist noch fraglich. In Bremen fehlten zudem Mittelfeldspieler Albert Sambi Lokonga, Jean-Luc Dompé und Yussuf Poulsen.
Nach Hoffenheim warten auf die Hanseaten in Eintracht Frankfurt, dem SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen weitere schwierige Gegner. Der HSV steht aktuell fünf Punkte vom Abstiegsrelegationsrang entfernt. Von den vergangenen neun Spielen gewannen die Hamburger nur eine Partie.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974179/1
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Sylt/Berlin (dpa/lno) –
Weniger wartende Sylt-Pendler und mehr Platz auf den Gleisen: Den seit Jahren störungsanfälligen Betrieb auf der Marschbahnstrecke von und nach Westerland wollen das Land Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn (DB) jetzt leistungsfähiger und robuster machen. Dabei soll vor allem ein zusätzlicher 15-Minuten-Puffer für den Regionalexpress zwischen Niebüll und Westerland für deutlich mehr Pünktlichkeit sorgen. Vereinbart wurde ein neuer Fünf-Punkte-Plan.
«Die mehr als 400.000 Menschen an der Westküste brauchen endlich eine Marschbahn, auf die sie sich verlassen können. Wir alle kennen die seit langem anhaltenden Probleme, und die gehen wir jetzt an», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einem Gespräch am Mittag in Westerland. Die Verbesserungen müssten «im Alltag unmittelbar spürbar werden». Dazu sei es wichtig, den Ausbau der Strecke voranzutreiben.
«Die Marschbahn braucht einen Neustart – und genau den bringen wir jetzt gemeinsam auf den Weg. Mit dem Trassentausch schaffen wir kurzfristig mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit für unsere Fahrgäste», sagte DB-Chefin Evelyn Palla auf Sylt. Gleichzeitig wolle die Bahn weiter konsequent in Infrastruktur, moderne Stellwerkstechnik und eine stabilere Betriebsführung investieren. Klar ist aber auch: «Wir brauchen mehr Kapazität auf der Strecke. Deshalb treiben wir den zweigleisigen Ausbau mit dem Land weiter voran», sagte sie.
Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sagte die Unterstützung des Bundes für den Ausbau zu, sofern das Land weiterhin die Planungskosten vorfinanziere. «Wir arbeiten daran, dass die Deutsche Bahn mit dem Ausbau der Strecke Ende dieses Jahrzehnts starten kann», so Schnorr.
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) begrüßte den neuen Plan: «Vor allem der heute beschlossene zusätzliche Zeitpuffer für den RE 6 durch einen Trassentausch ist ein enorm wichtiger Schritt», so Madsen. Entscheidend sei, dass aus fachlichen Konzepten nun verbindliche und überprüfbare Verbesserungen für die Pendler würden.
Hintergrund des Dialogs war laut Madsen die nicht länger hinnehmbare Lage auf der Marschbahn mit Pünktlichkeitswerten – an einigen Tagen im Winter – von lediglich 50 bis 60 Prozent. Die durchschnittliche Pünktlichkeit lag demnach 2025 bei 80,3 Prozent.
Bei dem Treffen in Westerland verständigten sich die DB-Spitze mit der Landesregierung zudem auf verbesserte Konzepte, um Störungen vorzubeugen und eintretende Probleme schneller abzuarbeiten.
Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke bleiben ebenfalls mittelfristige Ziele, wie bei dem Treffen deutlich wurde. Der Bund wird demnach die Weichen dafür stellen, dass der Ausbau der teils maroden Strecke Anfang der 2030er Jahre beginnen kann.
Eingeladen zu dem rund zweieinhalbstündigen Treffen mit rund 60 Teilnehmern hatten das Land Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums mit.
Mit dabei waren neben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident außerdem unter anderen DB-Chefin Evelyn Palla, Philipp Nagl, Chef der Infrastruktur-Gesellschaft DB InfraGo, weitere DB-Vertreter und Vertreter anderer Verkehrsunternehmen, Bundesverkehrs-Staatssekretär Stefan Schnorr, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU), Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen, Mitglieder der Sylter Pendlerinitiative, Sylter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Bundesnetzagentur-Vizepräsidentin Daniela Brönstrup sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete.
Vier sogenannte Marschbahngipfel hatten in der Vergangenheit in Nordfriesland stattgefunden, alle diese Veranstaltungen auf Einladung des Kreises Nordfriesland waren laut einem Kreissprecher öffentlich. Zuletzt gab es ein Treffen im Oktober 2024 mit großem Podium. Bei dem nicht öffentlichen Treffen am Dienstag handele es sich laut Verkehrsministerium aber um ein anderes Format: Im gemeinschaftlichen Dialog sollten dabei Lösungen erarbeitet werden. Es war das erste Mal, dass der Ministerpräsident sowie Bahnchefin bei einem Treffen dieser Art dabei waren.
Der Bahndamm nach Sylt gilt als Lebensader für die Insel – wird aber oft zum Nadelöhr. Tausende Pendlerinnen und Pendler sind auf die Bahn für ihren Arbeitsweg angewiesen. Betriebe auf Sylt stellen wegen der schlechten Erreichbarkeit eine Abwanderung von Fachkräften fest. Auch ein Einbruch der Gästezahlen wird befürchtet.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974142/1
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Hannover (dpa/lni) –
Tausende Microsoft-365-Lizenzen für Schulen in Hannover sind wegen eines Vertragsfehlers vorerst nutzlos. Das bestätigte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Nach aktuellen Informationen der Verwaltung geht es um 75.000 Lizenzen im Wert von ungefähr 342.000 Euro. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine» Zeitung berichtet.
Den Angaben nach ist die Vereinbarung über die Datenverarbeitung nicht streng genug. Sie stehe damit im Widerspruch mit den Datenschutzregeln der Stadt. Die Nutzung von Word, Powerpoint und Co. an Schulen sei daher vorerst gestoppt worden.
Wie es zu dem Fehler kommen konnte, der kurz vor Ostern bekanntgeworden sei, werde derzeit geprüft. Es ist auch noch offen, ob das investierte Geld verloren ist. Die Ein-Jahres-Lizenzen sind laut der Stadt noch bis Anfang September gültig. Es werde untersucht, ob die Verträge so angepasst werden können, dass die Lizenzen wieder nutzbar werden.
Im laufenden Schulbetrieb werde der Nutzungsstopp nicht direkt zu Problemen führen. «Bestehende Systeme und Plattformen stehen unverändert zur Verfügung und decken die wesentlichen Anforderungen des Schulalltags ab», teilte die Verwaltung mit. Wo es nötig sei, würden Verträge verlängert.
Microsoft 365 sei zunächst lediglich als Ergänzung vorgesehen gewesen. Die zugehörigen Programme sollten zur Kommunikation und zum gemeinsamen Arbeiten genutzt werden. Unter anderem die Office-Anwendungen wie Word, Powerpoint oder Excel sollten dafür genutzt werden.
Dabei würden grundsätzlich personenbezogene Daten an Microsoft und Subunternehmen übermittelt. Um einen Datenschutzvorfall wie etwa bei einem Hackerangriff handele es sich deshalb nicht, «sondern um eine unzureichende vertragliche Grundlage», hieß es von der Stadt.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974059/1
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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zählt vor der Landespressekonferenz auf, welche Themen ihn derzeit am meisten bewegen. Rolf Vennenbernd/dpa
Hannover/Bremen (dpa/lni) –
Der Iran-Krieg hinterlässt Spuren in der niedersächsischen und bremischen Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen in Niedersachsen sind einer Blitzumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammer (IHK) zufolge aktuell von der Krise am Persischen Golf betroffen. In Bremen und Bremerhaven sind es nach Angaben der dortigen Handelskammer rund 75 Prozent.
Dabei gehe es nicht nur um höhere Energie- und Logistikkosten, sondern zunehmend auch um knapper werdende Vorprodukte – von chemischen Rohstoffen über Metalle bis hin zu Elektronik und Halbleitern, sagte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, Maike Bielfeldt, in Hannover.
«Was wir im Moment sehen, ist erst der Anfang», sagte Bielfeldt. Für die kommenden Monate sei damit zu rechnen, dass es bei vielen weiteren Produkten zu Lieferschwierigkeiten kommt. Viele der inzwischen knappen Produkte stammen nicht unmittelbar aus der Golf-Region. Aber die Logistik sei ausgehend von der Lage am Persischen Golf weltweit großen Verwerfungen ausgesetzt.
So seien erhebliche Warenvolumen auf dem Weg nach Europa «gestrandet». Inzwischen herrsche auch ein großer Mangel an Containern. Grund sei die hohe Anzahl an Lieferungen, die nicht in ihren Bestimmungshäfen gelandet seien, sondern an anderen Orten «zwischengeparkt» worden seien. Selbst wenn die Straße von Hormus sofort und dauerhaft geöffnet würde, werde es noch viele Monate dauern, bis die Logistik wieder relativ normal laufe, hieß es.
Am stärksten ist der Umfrage zufolge das Verkehrsgewerbe von der Nahost-Krise betroffen: 96 Prozent aller Unternehmen spüren die Auswirkungen. Gestiegene Fracht- und Transportkosten sowie höhere Energiekosten gehören zu den am häufigsten genannten Folgen.
Für den Hafen- und Logistikstandort Bremen und Bremerhaven seien die Folgen besonders hart, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, Matthias Fonger. Stabile Handelsrouten und eine sichere Energieversorgung seien für exportorientierte Standorte wie Bremen und Bremerhaven Grundvoraussetzung.
Im Baugewerbe klagen laut IHK Niedersachsen 84 Prozent der Unternehmen über stark gestiegene Rohstoff- und Materialkosten. Im Gastgewerbe wiederum verzeichnen knapp zwei Drittel der Firmen Nachfrage- und Auftragsrückgänge.
Derzeit herrsche noch keine flächendeckende Knappheit bei Rohstoffen und Vorprodukten. Darüber klagen über alle Branchen hinweg bislang 12 Prozent der Unternehmen. Am stärksten ist bislang die Industrie betroffen, hier klagen 18 Prozent der Unternehmen über Knappheiten. In der bremischen Wirtschaft seien solche Engpässe bislang kaum spürbar, hieß es.
Zu den knappen Produkten gehören neben Kunststoffen und Polymeren auch chemische Rohstoffe, rohölbasierte Produkte wie Öle, Schmierstoffe, Bitumen, Düngemittel sowie Metalle und kritische Rohstoffe wie Aluminium, Wolfram oder Kupfer. Auch an Elektronik und Halbleitern mangele es.
53 Prozent der befragten Unternehmen in Niedersachsen reagieren mit Preisanpassungen auf die Situation. Davon machen der Umfrage zufolge vor allem der Verkehrssektor, der Handel, das Baugewerbe und die Industrie Gebrauch.
Weitere Maßnahmen seien unter anderem die Verzögerung von Projekten und Investitionen. Etwa ein Fünftel der Unternehmen erhöhe die Lagerhaltung oder passe die Lieferkette an.
«Die Bundesregierung muss jetzt die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland spürbar verbessern – durch niedrigere Energiekosten, konsequenten Bürokratieabbau und schnellere Verfahren», sagte der Chef der IHK Bremen, Matthias Fonger.
© dpa-infocom, dpa:260421-930-974029/1
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