Er ist immer noch sehr neu auf St. Pauli – und immer noch sehr wichtig. Tomoya Ando ist für den Kiezklub ein wertvoller Faktor im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt. Auch weil der 27-Jährige jede Menge Erfahrung diesbezüglich mitbringt.
„In Japan habe ich oft gegen den Abstieg gespielt und weiß, was das bedeutet“, ließ Ando in einer Medienrunde am Dienstag via Zeugwart und Übersetzer Kenta Kembara mitteilen. Darum wirkt er nicht nur im Gespräch wie die Ruhe selbst, sondern strahlt das auch auf dem Rasen aus. Völlig egal, wie bedeutsam so eine Partie auch mal sein kann.
St. Paulis Tomoya Ando bleibt entspannt
„Ich spüre keinen besonderen Druck“, sagte St. Paulis Innenverteidiger in Bezug auf das bevorstehende Duell bei Schlusslicht 1. FC Heidenheim. Klar, es sei schon ein sehr wichtiges Spiel, „für Heidenheim ist es die letzte Chance. Deswegen werden sie wahrscheinlich alles geben, darauf müssen wir uns einstellen, darauf müssen wir vorbereitet sein“.
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Mit dem Blick in den Rückspiegel hat es Ando hingegen nicht so. Auch dann nicht, wenn es wie zuletzt gegen Köln einen späten Ausgleich des Gegners durch einen mindestens strittigen Strafstoß gegeben hat. „Das Spiel ist vorbei, wir können es nicht mehr ändern“, stellte er ebenso lapidar wie richtig fest. Deswegen sei es umso wichtiger, sich gleich wieder auf die nächste Partie zu konzentrieren. Dann wieder mit Landsmann Joel Chima Fujita, der gegen Köln gesperrt gefehlt hatte, vor ihm im Mittelfeld.
Joel Chima Fujita darf wieder für St. Pauli spielen
„Es ist natürlich ein großer Vorteil für mich, wenn ich nah an Joel auf dem Platz spielen kann“, räumte St. Paulis bester Winter-Zugang ein. Denn sprachlich hapert es verständlicherweise nach wie vor, auch wenn Ando einmal pro Woche Englisch zu erlernen versucht. Rudimentäre fußballerische Kommunikation sei auch ohne reden möglich, sagte er, „aber taktische Anweisungen sind immer noch schwierig für mich“.
WM ist noch kein Thema bei Kiezkicker Tomoya Ando
Die verstünde er natürlich besser, wäre er ausnehmend von Landsleuten umgeben wie bei der Nationalelf. Die Reise zu Japans Auswahl hatte er zuletzt ausfallen lassen müssen wegen einer leichten Adduktorenverletzung, die Weltmeisterschaft hat der 1,90-m-Mann aktuell noch nicht im Fokus. „Erst einmal will ich mich voll und ganz auf St. Pauli konzentrieren“, unterstrich er. „Und dann wird man sehen, was passiert.“
Erstes St. Pauli-Tor als nächstes Ziel
Das trifft auch auf einen eventuellen Ausfall von Eric Smith zu. Der sei zwar „ein Schlüsselspieler“ beim FC St. Pauli, „aber meiner Meinung nach ist jeder Spieler bei uns wichtig“. Er selbst zum Beispiel zählt natürlich ebenfalls, daran gibt es keinen Zweifel. Elf Einsätze hat er bereits angehäuft in der Bundesliga, seine Tauglichkeit bewiesen – fehlt noch ein Tor. Gegen Köln wäre es fast soweit gewesen, da wurde sein Kopfball noch von der Linie gekratzt. Heidenheim, das steht fest, wäre es passender Zeitpunkt für das Debüt. „Wenn sich das nächste Mal die Chance ergibt“, versprach er, „greife ich zu!“
Ando verspricht St. Pauli: „Beim nächsten Mal greife ich zu“ wurde gefunden bei mopo.de
