Donald Trump war lange Zeit die Hoffnung vieler patriotisch gesinnter Menschen im Wertewesten, weil er gegen all die Dummheiten auftrat, durch die wir hierzulande langsam aber sicher ruiniert werden.
Von FRANZ FEERDINAND | Trump ist ein Kämpfer gegen illegale Zuwanderung, den Klimaschwindel, den LGBTQ-Schwachsinn und dem linken Meinungsterror. Obendrein tritt er für die Beendigung des Ukrainekonfliktes ein und akzeptiert den russischen Anspruch auf den russischsprachigen Donbass. Somit hatte 2026 sich Vieles in die richtige Richtung bewegen können.
Leider zeigte es sich, dass er nicht nur gegen die dummen Regeln, bzw. Paradigmen des Wertewestens, sondern grundsätzlich gegen jede Regel ist, die er nicht selbst festgelegt hat. Selbst bei Letzteren ist nicht sicher, ob er sie wieder ändert. Insbesondere ignoriert er jede Form des Völkerrechts. Die UNO will er sowieso abschaffen. Auch die amerikanische Verfassung interessiert ihn nicht mehr. Er will Kriege vom Zaun brechen, ohne den Kongress zu befragen!
Obendrein hat er sich noch keineswegs von der Vorstellung einer unipolaren Weltordnung verabschiedet, wie es zeitweise den Anschein hatte. Seine Strategie, diese unipolare Ordnung durchzusetzen hat sich lediglich geändert. Der Schwerpunkt ist nun nicht mehr die Ukraine, wie für seine Vorgänger. Er hat eingesehen, dass ein Krieg gegen Russland nicht gewonnen werden kann und will daher diesen Krieg möglichst rasch, auch unter Umständen gegen die Ukraine, beenden. Ein unnötiger Krieg ist nur eine Kostensenke und bindet Ressourcen für einen neuen Konflikt.
Sein neues geopolitisches Hauptziel ist, wie an dieser Stelle schon dargelegt (https://www.unser-mitteleuropa.com/186366) wurde, der Iran. Die Kontrolle des Irans ermöglicht die strategische Einkreisung sowohl Russlands als auch Chinas. Russland soll die wichtige Nord-Süd-Verbindung vom Kaspischen Meer zum Indischen Ozean und China seine neue Seidenstraße nach Europa auf dem Landweg verwehrt werden. Obendrein soll die Ölversorgung Chinas mit billigem iranischem Öl auf dem Landweg außerhalb des Dollarorbits unterbunden werden.
Sturz des Mullah-Regimes für China und Russland völlig inakzeptabel
Ein Sturz des Mullah-Regimes ist daher für China und Russland völlig unakzeptabel. Der Iran ist für beide Länder noch wichtiger als die Ukraine. Sollte das Mullah-Regime wanken, wäre ein Eingreifen Chinas und Russlands unvermeidlich. Momentan halten sich diese beiden Länder eher zurück, weil sie offenbar so einen Kollaps für unwahrscheinlich halten. Trotzdem gibt es laufende Kontakte zur aktuellen Lage, wie der aktuelle Besuch vom obersten Sekretär des nationalen Sicherheitsrates Ali Ardeschir Laridschani bei Putin zeigte.
Der Iran sieht die USA zusammen mit Israel als seinen Erbfeind an, nachdem sich die USA seit dem Zweiten Weltkrieg regelmäßig im Iran, aber auch im Übrigen Nahen und Mittleren Osten eingemischt hat. Man erinnere sich beispielsweise an den Sturz von Mossadegh 1953 wegen der Verstaatlichung der iranischen Ölfelder und danach die Inthronisierung des Schahs, den die USA am Ende dann auch nicht mehr wollte, oder die beiden Kriege gegen den Irak und Afghanistan. Die Kontrolle über diese Weltgegend ist essentiell für die Rolle der USA als Welt Hegemon. Würde sich die USA mit der Kontrolle des amerikanischen Kontinents begnügen, wäre die Vorherrschaft in Westasien entbehrlich!
Deshalb fährt die USA seit Jahrzehnten einen unerbittlichen Wirtschaftskrieg durch Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Die aktuellen Unruhen im Iran wurden durch eine Spekulationsattacke auf die iranische Währung ausgelöst, die zu einer galoppierenden Inflation im Iran führte. Das Gutmenschengeheul Über die armen Iraner in den westlichen Medien ist daher pure Heuchelei.
Steht ein neuerlicher Angriffskrieg der USA und Israel auf den Iran bevor
Wesentliches Hindernis für die Niederringung des Irans ist sein umfangreiches Atom- und Raketenprogramm, durch das sich der Iran vor der Unterwerfung durch die USA schützen will. Folglich zielt die USA auf eine Beseitigung eben dieser Programme ab, was aber für den Iran eine Aufgabe seiner Souveränität bedeuten würde. Völkerrechtlich haben solche Forderungen keine Basis, aber um das Völkerrecht hat sich die USA seit ihrer Unabhängigkeit von England noch nie gekümmert. Man erinnere sich nur an die gnadenlose Ausrottung der nordamerikanischen Indianer!
Betrachtet man die Geographie, so ist der Versuch der USA den Iran zu unterwerfen völlig aussichtslos. Der Iran hat Russland, China und Pakistan als befreundete Nachbarn. Auf der westlichen Seite wollen sich die arabischen Staaten an einem Krieg gegen den Iran nicht beteiligen. Sogar der Irak steht den Mullahs nahe. Die USA hat lediglich einige Stützpunkte in Saudi-Arabien. Irgendein Feldzug gegen den Iran kann daher hauptsächlich vom Meer und aus der Luft geführt werden. Eine Besetzung oder ein Landkrieg gegen den Iran ist daher völlig ausgeschlossen.
Man hofft daher durch eine Luftkampagne das Mullah-Regime zum Sturz zu bringen!
Eine derartige Vorstellung ist aber vollkommen blödsinnig. Hatte man das Nazi-Regime in Deutschland durch jahrelangen Flächenbombardements zum Kollabieren gebracht? Natürlich nicht! Hitlerdeutschland wurde nur durch blutige Kämpfe mit „boots on the ground“ mit Millionen Toten niedergerungen. Der Grund war einfach: Trotz zunehmender Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit dem Verlauf des Krieges, die auch durch die Feindsender geschürt wurde, war der Nationalsozialismus in Deutschland von ganz oben bis unten tief verwurzelt. Irgendwelche Enthauptungsschläge wären völlig sinnlos gewesen, da für jede eliminierte Führungspersönlichkeit sofort Ersatz bereitgestanden wäre.
Ähnlich ist die Situation im Iran. Es wäre naiv zu glauben, dass man den Iran niederringen könnte, in dem man Ajatollah Ali Chamenei eliminieren würde. Abgesehen davon, dass er jetzt sicher in einem Bunker sitzt, wäre sein Tot unerheblich, da irgendein anderer Ajatollah sofort nachrücken würde. Trotz vieler unzufriedener Bürger, hat das Mullah-Regime auch noch viele Anhänger. Der Versuch, dieses Regime von außen mit militärischer Gewalt stürzen zu wollen, wirft auch ein bezeichnendes Licht auf das Demokratieverständnis des Wertewestens! Im Gegensatz zu Nazi-Deutschland hat das Mullah-Regime noch keinen einzigen Krieg gegen einen Nachbarn begonnen.
Einen gewissen Erfolg hatte die USA und Israel im sogenannten „Zwölftagekrieg“ lediglich bei der Ermordung von Wissenschaftlern und einzelnen militärischen Führungspersönlichkeiten, die in normalen Wohngegenden residierten. Diese Leute hatte man dann samt allen ihren Nachbarn ausgelöscht! Solche Husarenstücke werden sich wohl in einem weiteren Krieg nicht wiederholen lassen, da man viele Spione, die den Aufenthaltsort dieser Zielpersonen verraten hatten, in der Zwischenzeit auch aus dem Verkehr gezogen hat.
Auch war der Iran mit Hilfe Russlands darin erfolgreich Starlink auszuschalten und die Betreiber von Starlinkempfänger ausfindig zu machen. Man kann daher davon ausgehen, dass das Agentennetzwerk Israels und der USA im Iran stark geschwächt ist.
Was für den angedrohten Überfall auf den Iran bleibt, ist die beeindruckende Ansammlung von Kriegsschiffen vor der Küste des Iran. Wahrscheinlich handelt es sich um die größte Ansammlung von Kriegsschiffen seit der Landung der Alliierten in der Normandie vor 82 Jahren. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Auf den Schiffen befinden sich keine Landungstruppen!
US-Flotte durchaus verletzlich
Ein weiterer Unterschied ist der, dass der Iran die Fähigkeit besitzt, mit Hilfe von Hyperschallraketen diese Schiffe zu versenken, oder zumindest schwer zu beschädigen. Fällt ein Flugzeugträger aus, muss der ganze Feldzug abgeblasen werden. Auch Drohnenschwärme könnten dieser Armada stark zusetzen, da den Schiffen in Kürze die Abwehrraketen ausgehen werden!
Hoffnung auf Enthauptungsschlag
Trotzdem hofft Donald Trump mit einem „Enthauptungsschlag“ alle wichtigen industriellen und militärischen Einrichtungen mit Hilfe von Raketen und Marschflugkörper in einer kurzen Kampagne auszuschalten und so die iranische Führung zur Kapitulation zu zwingen!
Das Ganze ist einfach lächerlich: man erinnere sich was denn alles im Zwölftagekrieg angeblich zerstört wurde! Da wurden alle Atomanlagen und Raketenproduktionen, selbst die ganz tief in der Erde liegenden, zerstört. Man erinnere sich, wie Donald Trump im Brustton der Überzeugung die Zerstörung der Anreicherungsanlage Fordow in 90 Meter Tiefe verkündete! In einem Artikel wurde an dieser Stelle nachgewiesen, dass die Zerstörung von Fordow in dieser Tiefe aus physikalischen Gründen unmöglich war (siehe dazu https://www.unser-mitteleuropa.com/170748)!
Jetzt, 7 Monate später ist plötzlich alles wieder da und offenbar noch gefährlicher! Die Iraner müssen wirklich unglaubliche Wunderwuzzis sein, wenn sie all das, was in diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg so erfolgreich zerstört wurde, in so kurzer Zeit wieder aufgebaut hätten! Dieser Widerspruch ist selbst einigen westlichen Kommentatoren aufgefallen!
Leidet Donald Trump nach der erfolgreichen Entführung von Maduro nun unter Größenwahn?
Ein neuerlicher völkerrechtswidriger Angriffskrieg mit vielleicht noch mehr Raketen, Marschflugkörper und Bombenflugzeugen wird kaum erfolgreicher sein, da der Iran in der Zwischenzeit mit Hilfe Russlands und Chinas seine Luftabwehr aufgerüstet hat. Auch soll er noch viel mehr Raketen haben, wie im letzten Krieg.
Die Anzahl der Iranischen Raketen und Drohnen, die im Zwölftagekrieg auf Israel niedergingen, war beachtlich. Der viel gerühmte Iron Dome war völlig überlastet. Dabei hatten sich die Iraner nicht einmal bemüht, maximalen Schaden anzurichten. Was wäre beispielsweise, wenn der Iran im nächsten Krieg das israelische Kernkraftwerk Dimona in der Negev-Wüste attackieren würde? Bei einer Kernschmelze könnten dann große Teile Israels unbewohnbar werden.
Auch könnte der Iran die Straße von Hormus blockieren. Es reicht, einen einzigen Öltanker zu versenken und keine Versicherung der Welt wird ein Schiff versichern, dass durch dieses Nadelöhr muss. Die Auswirkung auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf die Finanzwelt wäre katastrophal.
Sollte Donald Trump tatsächlich den Abzug betätigen, könnte er die Tore zur Hölle öffnen. Man kann nur hoffen, dass dieses ganze Theater nur eine der üblichen Trump-Shows ist, mit der er die ganze Welt beeindrucken will. Ob er die iranische Führung damit beeindrucken kann, darf bezweifelt werden.
Daher fragt es sich, was gedenkt Donald Trump überhaupt zu erreichen?
Sollte er mit der iranischen Regierung über das iranische Atom- und Raketenprogramm verhandeln wollen, wird er auf taube Ohren stoßen, nachdem es Trump war, der das letzte völkerrechtlich verbindliche Abkommen zwischen dem Iran und dem Wertewesten in der Luft zerrissen hatte. Die Rede ist vom JCPOA- Abkommen (siehe dazu https://www.unser-mitteleuropa.com/172773).
Trump hat gegenüber dem Iran jedes Vertrauen verspielt und eine weitere Debatte zwischen ihm und der iranischen Führung würde auf eine Kapitulation Letzterer hinauslaufen. Trump hat einfach den Bogen Überspannt!
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