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Gestern — 05. Juni 2026

Finale! Hamburgs Zverev kurz vor Grand-Slam-Traum – seine Oma feiert mit

05. Juni 2026 um 15:44

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JA! Hamburgs Tennis-Star Alexander Zverev ist ins Finale der French Open eingezogen und nur noch einen Sieg vom ersehnten ersten Grand-Slam-Titel entfernt. Der 29-Jährige gewann sein Halbfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) mit 7:5, 6:2, 3:6, 6:3 und könnte sich nun am Sonntag seinen großen Karriere-Traum erfüllen. Und seine Oma könnte ihren Enkel dann noch einmal kräftig feiern.

In seinem zweiten French-Open-Finale trifft der Hamburger auf Flavio Cobolli oder Matteo Arnaldi. Die beiden Italiener bestreiten im Anschluss auf dem Court Philippe Chatrier das zweite Halbfinale. Unabhängig vom Gegner ist Zverev der große Favorit im Titel-Duell. Der Weltranglistendritte hat im Turnierverlauf erst zwei Sätze abgegeben und dem Titeldruck auch gegen Mensik nervlich standgehalten.

Er habe gewusst, dass es „die schwierigste Herausforderung“ bisher im Turnier werden würde, sagte Zverev: „Ich habe es geschafft, habe gewonnen – ich bin glücklich.“ Und mit Blick aufs Finale ergänzte der Hamburger: ”Ich hoffe, ich spiele am Sonntag ein weiteres großartiges Match.“

French Open: Zverev stürmt gegen Mensik ins Finale

Seine drei vorherigen Finals auf der Grand-Slam-Bühne hatte Zverev alle verloren: 2020 bei den US Open fehlten ihm gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem zwei Punkte zum Sieg. 2024 in Paris musste er sich im Fünfsatzkrimi dem Spanier Carlos Alcaraz geschlagen geben. Und im Vorjahr war er bei den Australian Open gegen den Italiener Jannik Sinner chancenlos. Sinner ist früh in Paris gescheitert, Alcaraz ging verletzt erst gar nicht an den Start.

Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev imago/Hasenkopf
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev

Zverev hatte im Turnierverlauf vier Stunden weniger auf dem Platz gestanden als sein Halbfinalgegner, der zudem mit Krämpfen zu kämpfen hatte – sogar in einer Pressekonferenz. „20 Jahre jung, zwei Tage frei – der wird fit sein wie ein Turnschuh“, hatte Eurosport-Experte Boris Becker vor dem ersten Aufschlag prophezeit.

Zverev verwandelt direkt den ersten Matchball

Doch Mensik agierte deutlich weniger druckvoll als noch bei seinem Viertelfinalsieg gegen João Fonseca, außerdem unterliefen ihm viele leichte Fehler. Die Nervosität über das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere war ihm deutlich anzumerken – und der deutlich erfahrenere Zverev schlug daraus eiskalt Kapital.

Man on a mission ?#RolandGarros pic.twitter.com/uqdN47TUrp

— Roland-Garros (@rolandgarros) June 5, 2026

Im dritten Satz brauchte der Tscheche eine medizinische Auszeit, in der er im Nacken- und Schulterbereich behandelt wurde. Mensik war danach besser im Spiel, nahm Zverev den Aufschlag zum 4:2 ab und schöpfte nach dem Gewinn des dritten Durchgangs neue Hoffnung. Doch die nahm ihm Zverev mit dem Break zum 2:0 im vierten Satz schnell wieder. Nach rund drei Stunden beendete der Olympiasieger von 2021 die Partie mit seinem ersten Matchball. Und Oma Natalia im Publikum konnte erneut kräftig jubeln.

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Vor der Heim-WM: Bundestrainer fliegt raus!

05. Juni 2026 um 11:55

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Neuer Bundestrainer für die Heim-WM im nächsten Jahr: Nach der verpatzten Weltmeisterschaft haben sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und Harold Kreis (67) „einvernehmlich“ getrennt.

Der eigentlich bis 2027 laufende Vertrag des Deutsch-Kanadiers werde „mit sofortiger Wirkung“ beendet, wie es in einer Mitteilung am Freitag hieß. Nun soll ein unbelasteter Bundestrainer das DEB-Team auf das Turnier in Deutschland im nächsten Jahr vorbereiten, ein Nachfolger für Kreis steht aber noch nicht fest.

„Wir sind nach einer intensiven Analyse zu diesem Entschluss gelangt“, sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast über die Trennung: „Harold Kreis hat sich mit großer Hingabe in den Dienst der Nationalmannschaft gestellt und bedeutende Verdienste um das deutsche Eishockey erworben.“ Allerdings sei man „der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls braucht.“

Drittes enttäuschendes Turnier in Folge unter Kreis

Kreis hatte zuletzt in Zürich mit dem erneuten Vorrunden-Aus und Platz zehn in der Endabrechnung das dritte enttäuschende Turnier in Folge zu verantworten. Argumente für eine Weiterbeschäftigung lieferte der 67-Jährige nicht, nachdem er mit dem DEB-Team schon vor einem Jahr in Dänemark das WM-Viertelfinale verpasst hatte und auch die Olympischen Spielen in Italien nicht zufriedenstellend gelaufen waren.

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Bei seinem ersten Turnier 2023 hatte Kreis mit Deutschland noch WM-Silber gewonnen.

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„Die vergangenen drei Jahre mit der Nationalmannschaft waren eine besondere Zeit, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke“, sagte Kreis zum Abschied: „Ich wünsche dem Verband und der Mannschaft für die kommenden Aufgaben alles Gute.“(sid/ggg)

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„Froh, noch am Leben zu sein“: Das ist Zverevs Halbfinal-Gegner Mensik

05. Juni 2026 um 08:00

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Ein Halbfinale gegen Alexander Zverev (Freitag, 14.30 Uhr, Eurosport live) war für Jakub Mensik in diesem dramatischen Moment der ersten French-Open-Woche meilenweit entfernt. Der 20 Jahre alte Tscheche hatte zwar gerade den Matchball in der zweiten Runde verwandelt, doch der mehr als viereinhalbstündige Kraftakt bei 31 Grad forderte seinen Tribut: Mensik sackte auf dem Platz zusammen, Krämpfen geschüttelt gab er mit der Hand Zeichen, dass er Hilfe benötigt.

„Da war ich einfach nur froh, noch am Leben zu sein“, sagte Mensik später: „Wenn mir direkt da jemand erzählt hätte, dass ich physisch in der Lage sein werde, weitere drei, vier, vielleicht fünf Matches zu bestehen, hätte ich es nicht geglaubt.“

Mensik-Aufstieg in Paris: Jetzt wartet Zverev

Als der Weltranglisten-27. dann im nächsten Match den ersten Satz gegen den australischen Top-Ten-Spieler Alex de Minaur mit 0:6 verlor, glaubte kaum noch jemand an Mensik. Er selbst aber schon. Mit eisernen Willen und größter Anstrengung bei der Regeneration kämpfte er sich bis in die Runde der besten Vier beim Sandplatz-Spektakel in Paris. Dort trifft er am Freitagnachmittag auf Zverev – und der Hamburger sollte gewarnt sein.

Mensik stand zuletzt zwar etwas im Schatten der nur ein Jahr jüngeren und im Viertelfinale ausgeschiedenen Rafael Jódar (Spanien) und João Fonseca (Brasilien). Doch spielerisch ist er schon etwas weiter als die Teenager.

John McEnroe schwärmt von Mensik

„Er verfügt über enormes Ballgefühl und große technische Klasse. Er wird in den nächsten zehn Jahren ein ganz unangenehmer Gegner sein“, sagte Tennis-Idol John McEnroe: „Mir war nicht bewusst, wie schnell Mensik bei dieser Körpergröße ist.“

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Doch der Gewinner des Miami-Masters von 2025 ist nicht nur schnell, sondern auch bärenstark beim Return. Außerdem macht er bei seiner Größe von 1,93 Meter mit seinem wuchtigen Aufschlag viele freie Punkte. „Er ist ein wirklich guter Tennisspieler, weil er einfach alles beherrscht“, meinte Ex-Profi Mats Wilander. Aber spielt der Körper mit? Immer mal wieder hat Mensik mit Krämpfen zu kämpfen – so auch bei der Pressekonferenz nach seinem Viertelfinalsieg gegen Fonseca. (dpa/sil)

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