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Gestern — 05. Juni 2026Presse

Marcel Rapp ist neuer Trainer des FC St. Pauli: Das sagt der Ex-Kieler zum neuen Job

05. Juni 2026 um 13:01

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Einen Tag nach der Trennung von Alexander Blessin steht Marcel Rapp bei FC St. Pauli als Nachfolger fest. Monate nach seiner Entlassung bei Holstein Kiel, wil er die Hamburger auf Aufstiegskurs bringen.

(Auszug von RSS-Feed)

„Viel Tatendrang“: Was sich St. Pauli vom neuen Trainer Marcel Rapp verspricht

05. Juni 2026 um 12:22

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Drei Wochen lang geschah (gefühlt!) wenig, jetzt geht es Schlag auf Schlag. Einen Tag nach der Trennung von Trainer Alexander Blessin hat der FC St. Pauli offiziell den Nachfolger präsentiert. Den Neustart der Kiezkicker nach dem Abstieg aus der Bundesliga wird Marcel Rapp gestalten, der zuletzt Favorit für den Job und sich mit dem Verein bereits einig geworden war (MOPO berichtete). Der Mann weiß, wie Aufstieg geht…

Rapp wird mit der herausfordernden Mission der Neuausrichtung in Liga zwei betraut. Der 47-Jährige steht als Trainer für aktiven Ballbesitzfußball und taktische Variabilität und gilt als jemand, der eine Mannschaft formen und Spieler entwickeln kann, auch junge Talente. Das war im Bundesliga-Klassenkampf bei Blessin zu kurz gekommen.

FC St. Pauli präsentiert Marcel Rapp als neuen Trainer

Der Neue ist Feuer und Flamme. Für Rapp, der zuletzt Holstein Kiel trainiert hat, ist St. Pauli der bislang größte Klub und damit eine große Herausforderung und auch Chance, die er unbedingt nutzen will. Wie gut es tatsächlich passt zwischen St. Pauli und dem Familienvater (zwei Töchter) aus Baden-Württemberg, muss und wird sich noch zeigen.

„Beim FC St. Pauli wartet eine sehr spannende Aufgabe und ich habe große Lust, sofort in die Vorbereitung auf die neue Saison einzusteigen“, wird Rapp in der offiziellen Mitteilung zitiert. „Der Verein ist ambitioniert, hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Jetzt möchte ich die nächsten Schritte an der Kollaustraße und im Millerntor aktiv mitgestalten. Das Stadion und die Fans kenne ich bereits aus meiner Kieler Zeit als Gast, umso mehr freue ich mich darauf, die Atmosphäre bald als Heimtrainer zu erleben.“

Gut für St. Pauli: der Vertrag von Rapp in Kiel ist nach der Trennung im Februar aufgelöst worden, weshalb der neue Coach den Kiezklub keine Ablöse kostet.

Bornemann: Veränderte Ausrichtung und mehr Entwicklung

St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann sieht in Rapp den passenden Mann für die kommenden Aufgaben im Unterhaus. „Wir freuen uns, dass wir in Marcel Rapp einen Trainer gewinnen, der Erfahrung im deutschen Profifußball mitbringt und bereits bewiesen hat, dass er sowohl Teams formen als auch Spieler weiterentwickeln kann.“

Leidenschaft: Marcel Rapp ist neuer Chefcoach des FC St. Pauli. Zuletzt trainierte er Holstein Kiel. WITTERS
Trainer Marcel Rapp schreit während eines Spiels an der Seitenlinie
Leidenschaft: Marcel Rapp ist neuer Chefcoach des FC St. Pauli. Zuletzt trainierte er Holstein Kiel.

In Liga zwei werde St. Pauli die fußballerische „Ausrichtung erneut ein Stück weit anpassen müssen“, wie Bornemann sagt. Heißt: eine aktivere Spielweise, wenngleich eine stabile Defensive die Basis bleiben dürfte. „Marcel hat uns in einem offenen Austausch mit seinen Ideen, Vorstellungen und viel Tatendrang absolut überzeugt.“

Rapp leistete erfolgreiche Arbeit bei Holstein Kiel

Rapp war fünf Jahre (2021 bis 2026) Trainer von Holstein Kiel, hatte die „Störche“ 2024 in die Bundesliga geführt und auch nach dem direkten Abstieg weitergemacht. Im Februar dieses Jahres war der gebürtige Pforzheimer jedoch in sportlich prekärer Lage beurlaubt worden. Sein Nachfolger in Kiel: Ex-HSV-Trainer Tim Walter.

Kiel war Rapps erste Cheftrainer-Station im Männerbereich. Zuvor war der Ex-Profi (u.a. Karlsruher SC, Stuttgarter Kickers, Carl Zeiss Jena) kurzzeitig Co-Trainer bei der TSG Hoffenheim und einige Jahre im dortigen Jugendbrereich als Trainer tätig.

„Viel Tatendrang“: Was sich St. Pauli vom neuen Trainer Marcel Rapp verspricht wurde gefunden bei mopo.de

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St. Pauli mit Würdigung und Wünschen für Blessin – doch etwas fehlt

05. Juni 2026 um 11:08

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Einen Tag nach der offiziell vermeldeten Freistellung von Chefcoach Alexander Blessin gab es vom FC St. Pauli ein weiteres Statement auf der vereinseigenen Homepage zur braun-weißen Trainer-Frage Aber es betraf nicht etwa die Nachfolge. Statt der Verkündung, dass Marcel Rapp neuer Trainer der Kiezkicker wird, was zeitnah passieren soll, wurde noch einmal Blessin zum Thema gemacht. Es gibt viel Lob für sein Arbeitsethos, aber etwas anderes fehlt.

Der Neue muss noch auf seine Inthronisierung warten. Der Vorgänger hat noch einmal eine ausführliche Würdigung seiner Arbeit erhalten unter der Überschrift: „Vielen Dank für Deinen Einsatz und alles Gute, Alex!“. In epischer Breite werden noch einmal die zwei Jahre des 53-jährigen Schwaben beim Kiezklub chronologisch nacherzählt – angefangen mit der Verpflichtung.

FC St. Pauli würdigt die Arbeit von Trainer Blessin

Als Erfolge werden neben dem Klassenerhalt im ersten Bundesligajahr und die starke Defensivleistung, der „im zweiten Jahr leider nicht wiederholt werden konnte“ auch das Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal sowie die zurückgewonnene „Stadtmeisterschaft“ durch den 2:0-Derbysieg im Volkspark hervorgehoben.

Explizit gelobt wird seine Arbeitseinstellung und -weise. „Blessin verlangte von seinen Spielern immer höchste Einsatzbereitschaft und die lebte er beim Training und bei den Spielen auch vor“, heißt es. Dass er im Februar 2025 für ein Spiel gelb-gesperrt war, wird als „Folge seines leidenschaftlichen Coachings“ bezeichnet.

Dem „starken Start“ folgt „umfassende Niederlagenserie“

Bei der Zusammenfassung der zweiten gemeinsamen Bundesligasaison mit einem „starken Start“, einer folgenden „umfassende Niederlagenserie“, dem „Zwischenhoch“ im Frühjahr sowie der Sieglos-Serie bis zum Saisonende wurde bilanziert, dass die Mannschaft ein Tor mehr als in der Spielzeit zuvor erzielt, aber auch 19 Gegentore mehr kassiert hat. „Es waren zu viele, um ein drittes Jahr in der Bundesliga mitzuspielen. Nun steht fest, dass unser FCSP und Blessin getrennte Wege gehen werden.“

Gute Wünsche für Blessin, aber keine Worte von Blessin

Am Ende gibt es noch nette Worte. „Für die Zukunft wünschen wir Alex und seiner Familie nur das Beste.“

Was in der Vereinsmitteilung fehlt, sind Aussagen von Blessin selbst. Die hatte es bei vergleichbaren Abschieds-Würdigungen für Nikola Vasilj, Karol Mets und Danel Sinani gegeben, in denen die scheidenden Kiezkicker zu Wort kamen. Auch in der offiziellen Mitteilung zur Freistellung Blessins am Donnerstag waren Sportchef Andreas Bornemann und Präsident Oke Göttlich zitiert worden, nicht aber der Coach selbst. Blessin wiederum hatte seinen offiziellen Instagram-Account gewählt, um sich zu verabschieden und zu bedanken, auf Englisch und nicht unbedingt episch, und es dabei belassen.

St. Pauli mit Würdigung und Wünschen für Blessin – doch etwas fehlt wurde gefunden bei mopo.de

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Kommentar zum Trainerwechsel: St. Pauli braucht einen echten Aufbruch!

05. Juni 2026 um 04:19

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Wer noch die Worte der Saisonabschluss-Runde zwei Tage nach dem Abstieg im Ohr hat, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen der FC St. Pauli und Trainer Alexander Blessin den gemeinsamen Weg fortsetzen wollten, dem muss in den vergangenen Tagen klar geworden sein: ein Weiter-so war nach nunmehr drei Wochen kaum möglich, eine Trennung fast schon folgerichtig. Es wäre indes naiv zu glauben, dass nur Blessin über St. Paulis Trainerfrage entschieden hat und der Verein in der passiven Warteposition war. Beide Seiten waren einerseits im Austausch, haben aber auch ihren Spielraum genutzt.

Zur Erinnerung: „Es geht nur mit hundert Prozent“, hatte Sportchef Andreas Bornemann zur unmissverständlichen Voraussetzung gemacht, dass Blessin die Mannschaft auch im Unterhaus führt. Je mehr darüber bekannt wurde, dass der Schwabe beim VfL Wolfsburg am Ende einer von zwei Topkandidaten war, desto eindeutiger war, dass die geforderte „hundertprozentige“ Überzeugung gar nicht mehr erreicht werden konnte. Die Saison nach einem Abstieg ist extrem herausfordernd bis brutal. Da braucht es einen Trainer als Überzeugungstäter und keinen (auch in der Außenwirkung) zögernden Frontmann, für den St. Pauli die maximal zweitbeste Lösung ist.

St. Pauli hätte Blessin-Verbleib nicht begründen können

Es war angesichts des laufenden Vertrages logisch, dass der Verein seinem Coach Bedenkzeit eingeräumt hatte, die St. Pauli im Übrigen ja auch selbst genutzt hat für weitere Analysen, Überlegungen, Gespräche sowie einen Plan B. Das ist nur professionell. Und hätte sich Wolfsburg am Ende für Blessin und nicht für Tobias Strobl entschieden, dann wäre eine Ablösesumme fällig geworden. Aber: Es ist jetzt zu viel passiert. Ein Verbleib von Blessin wäre nicht mehr als positive Stabilisierungs-Maßnahme zu verkaufen gewesen. Das Zeitfenster dafür gab es anfangs, aber es war seit einigen Tagen zu.

Bei einem Neustart nach einem Abstieg ist Aufbruchstimmung unerlässlich. Mit Signalwirkung, nach innen und außen. Da geht es nicht um Parolen und Behauptungen, sondern um Überzeugung und Glaubwürdigkeit. Das wäre mit Blessin nicht mehr möglich gewesen.

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St. Pauli braucht einen echten Aufbruch. Etwas Neues. Jemand Neues, der diesen verkörpert. Möglichst jemanden, für den ein FC St. Pauli in Liga zwei kein Abstieg ist, sondern eine Chance, und der so sehr brennt, dass er in der Mannschaft und auch bei den Fans wieder das Feuer entfachen kann.

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Blessin äußert sich zu Abschied von St. Pauli – wer sein Nachfolger wird

05. Juni 2026 um 06:57

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Lange zog sich die Nummer um die Trainerposition beim FC St. Pauli, zumindest nach Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Derweil wurden intern längst Weichen gestellt. Knapp drei Wochen nach Beendigung der Saison 2025/26 mit dem Abstieg in die 2. Liga erblickte im Laufe eines turbulenten Donnerstags das Ergebnis das Licht der Welt, am Nachmittag machte es der Verein offiziell: Das Kapitel FC St. Pauli ist für Alexander Blessin vorbei.

Man habe Blessin „von seinen Aufgaben entbunden“ und werde „mit einem neuen Cheftrainer“ in die kommende Saison gehen, teilte der Verein mit. Wer dies sein werde, ließ er vorerst unerwähnt. Die Vorstellung von Ex-Kiel-Coach Marcel Rapp als Nachfolger steht aber nach MOPO-Informationen zeitnah bevor.

Bornemann dankt Blessin für „seine gute und leidenschaftliche Arbeit“

Der Freistellung vorausgegangen war laut Verein „eine umfassende interne Analyse der gerade beendeten Saison“. Blessins Qualitäten als Trainer seien unbestritten, wurde Sportchef Andreas Bornemann zitiert. „Wir sind nach unserer Analyse aber zu dem Schluss gekommen, dass eine Trennung und ein frischer Start mit voller Überzeugung in diesem Sommer der richtige Weg sind.“ Man sei „Alex für seine gute und leidenschaftliche Arbeit in den vergangenen beiden Jahren dankbar“, sagte Bornemann.

Blessin selbst kam in der Vereinsmitteilung nicht zu Wort, stattdessen wandte er sich nach der Mitteilung auf Instagram an Fans und Weggefährten. Er danke ihnen für alles, schrieb er auf Englisch und fuhr fort: „Für die frühen Morgen, für die späten Abende, die Siege und Niederlagen. Ihr habt mich jeden Tag stolz gemacht“, schrieb er. Fußball sei nur ein Spiel, „aber was wir hier aufgebaut haben – der Respekt, der Kampf, die Familie –, das bleibt für immer“.

Blessins Abschied erfolgt indes nicht, weil ere ein schlechter Coach gewesen wäre. Aber zwei extrem belastende Saisons in der Bundesliga mit dem Abstieg Mitte Mai haben unter dem Strich Spuren hinterlassen. Beim Übungsleiter, der mehrfach eingeräumt hatte, dass es bei ihm an die Substanz gehe. Aber auch beim Verein und deren Verantwortlichen, die sich gleichermaßen die Frage gestellt hatten, ob man noch daran glaube, in der Konstellation mit 100 Prozent Engagement und Überzeugung in die nächste Zweitliga-Saison zu gehen. Die Antwort lautete schließlich: nein.

Wolfsburg-Gerüchte sollen bei Aus von Blessin bei St. Pauli keine Rolle gespielt haben

Dabei hat es dem Vernehmen nach keine Rolle gespielt, dass Blessin gerüchteweise in Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg gestanden hat, ehe sich der Klub für Tobias Strobl als Nachfolger von Dieter Hecking entschied. Für die direkt Beteiligten – also neben Blessin noch Sportchef Andreas Bornemann und Boss Oke Göttlich – zählte vor allem der ehrliche, direkte Umgang. Und da gab es dem Vernehmen nach keinerlei Misstrauensbekundungen von irgendeiner Seite.

Dennoch entschloss man sich schlussendlich zur Trennung. Gleichwohl Blessin keinen neuen Verein vorzuweisen hat, der bereit wäre, dem FC St. Pauli eine Ablöse für den im Business angesehenen Trainer zu zahlen. Bis auf Weiteres ist er nun freigestellt.

Eichner war Kandidat, Rapp setzte sich durch

St. Pauli hatte natürlich nicht erst vor Kurzem angefangen, sich mit der Thematik eines eventuellen Nachfolgers auseinanderzusetzen. Vielmehr haben die Verantwortlichen bereits viel Vorarbeit geleistet. Man war sich im Klub einig, dass generell nur Kandidaten infrage kommen, die firm sind mit dem, was im Unterhaus auf Braun-Weiß wartet. Entsprechend waren Überraschungskandidaten aus dem Ausland eher auszuschließen, vielmehr landete man bei den logischen Verdächtigen.

Marcel Rapp (l.) im November 2022 zu Kieler und Christian Eichner zu Karlsruher Zeiten – die Chancen stehen gut, dass einer von beiden bald St. Pauli trainiert. IMAGO/Eibner
Marcell Rapp und Christian Eichner lachend an der Seitenlinie
Marcel Rapp (l.) im November 2022 zu Kieler und Christian Eichner zu Karlsruher Zeiten: Die Chancen standen gut, dass einer von beiden bald St. Pauli trainiert – es wird Rapp.

Das Rennen unter ihnen machte am Ende Marcel Rapp. Wie Christian Eichner, an dem St. Pauli vor zwei Jahren schon einmal Interesse gezeigt hatte und der zurzeit noch ohne Verein ist, hatte der Ex-Kieler auch in Wolfsburg auf dem Zettel gestanden. Allerdings hinter dem neuen Coach Tobias Strobl und auch hinter Blessin. In Hamburg hat man vom 47-jährigen Rapp, der die KSV Holstein bis Ende Februar viereinhalb Jahre lang und dabei zeitweise auch Hauke Wahl coachte, eine hohe Meinung. Zudem war er in den vergangenen Tagen schon beim Verlassen der Geschäftsstelle am Millerntor gesichtet worden.

Dort wird er künftig häufig ein- und ausgehen. Worauf man sich einstellen muss, wenn man ihn verpflichte, erklärte Rapp in einem Interview mit dem „Kicker“: „Ich habe eine Idee von Fußball, die von Ballbesitz geprägt ist. Das passte auch zu Holstein Kiel. Die Idee darf aber nie von Sturheit geprägt sein, ich muss als Trainer immer Dinge anpassen und kann das auch. Ich passe in keine Schublade. Es gibt bei mir kein Dogma“, sagte der gebürtige Pforzheimer.

Vor Kiel war Rapp lange bei der TSG Hoffenheim

Als Spieler hatte es Rapp bis in die 2. Liga geschafft, für den KSC war er achtmal im Unterhaus im Einsatz. Zu seinen weiteren Vereinen zählten die Stuttgarter Kickers, Rot-Weiß Oberhausen, Carl Zeiss Jena, der SC Pfullendorf und schließlich der FC Nöttingen, wo er als spielender Co-Trainer erstmals auf die andere Seite schaute.

Offensichtlich gefiel ihm, was er dort wahrnahm, denn bei der TSG Hoffenheim schlug Rapp die Trainer-Laufbahn ein. Zunächst unter Ex-St. Pauli-Profi Jens Rasiejewski als Co-Trainer der U17 anno 2013, bis er schließlich 2017 als Cheftrainer die U19 übernahm. Im März 2019 baute er seinen Fußballlehrer – und wurde kurz darauf auch schon ins kalte Wasser geschmissen: Am Ende der Saison 2019/20 war er Teil des Interimstrainerteams, das die Profis der TSG mit drei Siegen in den letzten vier Spielen in die Europa League führte.

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Im Oktober 2021 wagte er den Schritt in den hohen Norden. Bei den Kieler Störchen schlug er voll ein, wurde 2023/24 Vizemeister in der 2. Liga und stieg in die Beletage auf – zusammen mit seinem neuen Arbeitgeber. Für Holstein ging es direkt wieder runter. Und wie schwer eine Zweitliga-Saison als Absteiger ist, weiß keiner besser als Marcel Rapp. Lange musste die KSV in der abgelaufenen Spielzeit um den Klassenerhalt zittern. Auch, als er schon von Tim Walter beerbt worden war. Nun wird es also die Aufgabe von Rapp sein, es mit dem FC St. Pauli besser zu machen.

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