Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Zweifel an der Einsatzfähigkeit des angeschlagenen Manuel Neuer ausgeräumt. Der Nationaltorhüter werde nach der Ankunft am Montag im WM-Quartier in Winstom-Salem mit dem Teamtraining beginnen und beim Auftaktspiel gegen Curaçao am 14. Juni im Tor stehen, bestätigte Nagelsmann nach der Generalprobe der DFB-Auswahl am Samstag gegen die USA in Chicago (2:1).
Manuel Neuer spielte beim WM-Viertelfinale zum letzten Mal für Deutschland
Der 40-jährige Neuer hatte vor der Partie in den USA schon das Länderspiel gegen Finnland (4:0) verpasst. Sein bisher letztes Spiel in der DFB-Auswahl bestritt Neuer im Viertelfinale der Heim-EM 2024 gegen Spanien (1:2 n.V.). Gegen Curaçao wartet ein Kaltstart auf den Münchner, nachdem er vor drei Wochen eine Wadenverletzung erlitten hatte.
„Ihm geht es gut, er ist auf dem Weg zur besten Fitness“, hatte der Bundestrainer bereits am Freitag gesagt und betont: „Er muss sich in seinem Alter nicht eingewöhnen. Er kommt mit einer Drucksituation klar.“ (sid/mp)
Metallsplitter auf der Radstrecke haben beim Ironman in Hamburg für einen Zwischenfall gesorgt. Zahlreiche Teilnehmer mussten ihr Rennen wegen Raddefekten unterbrechen. Die Polizei ermittelt, hält sich zu den Hintergründen aber zurück.
Beim Ironman in Hamburg ist es am Sonntag zu Problemen auf der Radstrecke gekommen. Auf einem Teilabschnitt im Raum Kirchwerder lagen mehrere Metallsplitter auf dem Asphalt.
Ironman in Hamburg: Metallsplitter sorgen für Raddefekte
Nach Angaben der Polizei handelte es sich um millimetergroße Kleinstteile. Sie sorgten offenbar dafür, dass zahlreiche Reifen beschädigt wurden.
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Etwa 50 Ironman-Teilnehmer seien durch Raddefekte gestoppt worden, teilte die Polizei zunächst mit. Nach Medienberichten mussten sogar bis zu 150 Ironman-Triathleten ihr Rennen unterbrechen. Wie viele Athleten wirklich durch Splitter fahren mussten, wird sich laut den Ermittlern erst nach der Veranstaltung zeigen, wenn alle Betroffenen sich gemeldet haben.
Anschlag beim Ironman? Polizei spricht von „Spekulation“
Das Profifeld war von dem Vorfall nicht betroffen. Im Rahmen des Ironman in Hamburg wird bei den Frauen der EM-Titel vergeben. Zu den Hintergründen wollte ein Polizeimitarbeiter keine Angaben machen. Mutmaßungen, es könne sich um einen Anschlag handeln, nannte er „Spekulation“.
Ermittelt wird zunächst nur wegen Sachbeschädigung – der Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr fällt nach Polizeiangaben weg, da die Straße für die Veranstaltung gesperrt ist und dem Straßenverkehr nicht zur Verfügung steht. Ob noch weitere Straftatbestände hinzukommen werden, werde sich zeigen, so der Sprecher.
Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht. Der Vorfall sorgte dennoch für erhebliche Probleme auf der Radstrecke. Und diese sorgt seit Jahren für Diskussionen: In den Vier- und Marschlanden waren 2023 ein Begleitmotorrad und ein Radfahrer kollidiert. Der Triathlet wurde schwer verletzt, der Motorradfahrer starb. Auf dem Teilstück am Deich passierten hin- und zurückfahrende Teilnehmende einander direkt.
Triathlon-Strecke sorgt seit längerer Zeit für Diskussionen in Hamburg
In den Folgejahren wurde die Streckenführung zu einem Rundkurs ohne direkten Gegenverkehr verändert. Das aber löste massive Beschwerden der Anwohner aus, zwischenzeitlich stand sogar die Durchführung des Ironman auf der Kippe. Erheblich weniger Menschen würden „in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt“, erklärte der CDU-Lokalpolitiker Jörg Froh, nachdem die aktuelle Streckenführung in der Bezirksversammlung beschlossen worden war.
Laut Berichten des „Tri-Mag“ protestierten Anwohner auch mit Schildern gegen die Veranstaltung am Sonntag – darauf standen Sprüche wie „Ihr raubt uns unsere Freiheit“. Andere Anwohner seien den betroffenen Sportlern aber auch zur Hilfe geeilt.
Die Strecke sieht folgendermaßen aus: Im Westen der Stadt verläuft der Parcours über Palmaille, Königstraße und Elbchaussee bis zum Jenischpark. Im Osten der Stadt geht es für die Triathleten über Hammerbrook, Rothenburgsort und die Vier- und Marschlande bis zum Zollenspieker Fährhaus. Von dort geht es im Gegenverkehr zurück. Zwei Runden sind für die volle Distanz nötig. (mp)
Die gelungene WM-Generalprobe der deutschen Nationalmannschaft gegen Co-Gastgeber USA in Chicago (2:1) hat RTL eine starke Einschaltquote beschert. Wie der Sender am Sonntag verkündete, verfolgten am Samstagabend bis zu 9,31 Millionen Fans den letzten Härtetest des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Free-TV. Im Schnitt schalteten 8,53 Millionen Zuschauer ein.
Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 40,6 Prozent. In der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen erreichte die Übertragung einen Marktanteil von 51,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 62,0 Prozent. RTL erzielte damit nach eigenen Angaben in allen drei Zielgruppen mit weitem Abstand die besten Länderspiel-Marktanteile des Jahres.
Einschaltquote: Länderspiel im Quoten-Ranking hinter Handball und ESC
Die DFB-Auswahl startet am 14. Juni in Houston gegen Außenseiter Curaçao in die WM. Das Fieber scheint nun zumindest in Teilen der Bevölkerung entfacht. Für höhere Einschaltquoten hatten in diesem Jahr nur zwei TV-Übertragungen gesorgt. Das Handball-EM-Finale zwischen Deutschland und Dänemark hatten 12,82 Millionen Zuschauer im ZDF gesehen. Das ESC-Finale wurde insgesamt von 8,94 Millionen Menschen verfolgt, diese verteilten sich allerdings auf zwei Sender (Das Erste plus One).
Diese Zahlen dürften vermutlich schon mit dem Spiel gegen Curaçao überboten werden. WM-Übertragungen sorgen seit Beginn der Quotenmessung für TV-Rekorde in Deutschland. Das meistgesehene Spiel ist dabei das deutsche WM-Finale gegen Argentinien 2014. 34,65 Millionen Menschen sahen damals den deutschen 1:0-Triumph. Fünf Tage zuvor hatten beim legendären 7:1-Sieg im Halbfinale gegen Brasilien 32,57 Millionen Menschen zugeschaut. (sid/fa)