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Heute — 07. Juni 2026Presse

Nach Karl-Schock: Ausgerechnet Sané rettet DFB-Stars die WM-Generalprobe

06. Juni 2026 um 20:44

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Matchwinner Leroy Sané zeigte ein spitzbübisches Lächeln, die gelungene WM-Generalprobe schien den Siegtorschützen zufrieden zu stellen. Kein Wunder: Der Karl-Schock ist verdaut, die deutsche Nationalmannschaft startet mit einer historischen Siegesserie im Rücken ins Turnier. Einen Tag nach dem Turnier-Aus für den Jungstar bezwang der viermalige Weltmeister Co-Gastgeber USA in Chicago mit 2:1 (1:1). Eine gute Woche vor dem WM-Auftakt gegen Außenseiter Curacao bleibt für Julian Nagelsmann aber noch Arbeit.

„Neuner“ Kai Havertz bescherte der DFB-Elf mit seinem Treffer nach 100 Sekunden einen Blitzstart. Die USA kamen durch ein Traumtor von Antonee Robinson (37.) zurück. Karl-Ersatz Leroy Sané (57.) machte den neunten Sieg in Folge perfekt – mit einer solch langen Serie ging eine deutsche Mannschaft noch nie in eine Weltmeisterschaft.

„Wir haben alles in allem ein gutes Spiel gemacht. Wir sind in einer guten Form“, sagte Havertz bei RTL und ergänzte: „Wir brauchen jeden Einzelnen, wir brauchen die Euphorie, das Selbstbewusstsein – und gehen mit breiter Brust ins erste Spiel.“

63.636 Fans im ausverkauften Soldier Field sahen einen echten Härtetest – auch vom Wetter her: Zum Anstoß um 13.30 Uhr Ortszeit war es schwül-warm und regnete. „Das ist ein guter Einstieg in die klimatischen Bedingungen“, sagte Bundestrainer Nagelsmann.

Nagelsmann: „Fühlt sich ein bisschen wie WM an“

Obwohl Chicago kein Turnierstandort ist, fühlte es sich für ihn „schon ein bisschen nach WM an“. Auch, was die typisch amerikanische Show betraf, inklusive leicht verspätetem Fliegergeschwader über der Arena.

Auf dem Rasen standen vier Personalien im Fokus: Oliver Baumann vertrat im Tor erneut Rückkehrer Manuel Neuer, der noch immer nicht voll belastbar ist. Auf der Position des Linksverteidigers hat Nathaniel Brown seinem Konkurrenten David Raum offenbar den Rang abgelaufen, auf der Doppelsechs Felix Nmecha den Platz neben Aleksandar Pavlovic erobert. Und Sané ist rechts vorne der Ersatz für Karl.

Havertz bringt DFB-Auswahl früh in Führung

DFB-Präsident Bernd Neuendorf erhoffte sich nach dessen Ausfall eine „Trotzreaktion“, Sportdirektor Rudi Völler, „dass wir noch mehr Sympathiepunkte sammeln. Die Spieler müssen einfach brennen.“ Das taten sie – Havertz, nach dem Champions-League-Finale verspätet zur Mannschaft gestoßen, traf nach einer Freistoßflanke von Joshua Kimmich per Kopf.

Nur vier Minuten später fiel das vermeintliche 2:0 durch Havertz, doch der Ball war bei Sanés Flanke zuvor im Toraus gewesen. Dann kam die Sonne zurück, das DFB-Feuer aber glimmte nur noch, ein ums andere Mal brannte es im deutschen Strafraum.

USA erzielen Traumtor

Größter Hingucker blieb einstweilen aber der T-Shirt-Wechsel von Nagelsmann – bis Robinson zuschlug. Nachdem Jonathan Tah einen Eckball in die Mitte geklärt hatte, hämmerte der Amerikaner die Kugel aus 18 Metern volley unter die Latte. Angetrieben von Christian Pulisic wurden die Gastgeber stärker und stärker, Tah (44.) verhinderte gegen den Ex-Dortmunder das 1:2.

„Zeitumstellung, Witterung – nach drei, vier Tagen ist es nicht möglich, in den Rhythmus zu kommen“, zeigte sich RTL-Experte Lothar Matthäus gnädig, monierte aber „zu viele Fehler im Aufbau“. Der bis dahin nicht überzeugende Sané leitete immerhin mal eine Chance ein, die Nmecha (49.) vergab. Sanés Freistoß (54.) ging weiter über das Tor. „Passt zu seinem Spiel“, sagte Matthäus streng, „aber vielleicht kommt er noch.“

Spiel verflacht nach Wechseln

Und er kam, trat den Ball nach Jamal Musialas und Havertz‘ Vorbereitung ins linke Toreck. Die letzte halbe Stunde nutzte Nagelsmann, um weitere Alternativen zu testen – unter anderem Waldemar Anton rechts hinten für Kimmich.

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Das Spiel verflachte zusehends, und die USA waren kaum mehr in der Lage, die deutsche Mannschaft in Verlegenheit zu stürzen. Der eingewechselte Jamie Leweling (73.) vergab nach einem feinen Pass von Musiala, der sich im Verlauf der Partie steigerte, eine weitere Gelegenheit. Baumann (87.) verhinderte mit einer Flugparade den Ausgleich, ehe Nico Schlotterbeck in einer hitzigen Nachspielzeit noch eine Rudelbildung provozierte. (sid)

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Gestern — 06. Juni 2026Presse

HSV-Sprinter Ansah stellt neuen Rekord über 100 Meter auf

06. Juni 2026 um 19:51

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Owen Ansah hat einen neuen deutschen Rekord über 100 Meter aufgestellt. Der HSV-Sprinter unterbot beim Meeting in Regensburg seine eigene Bestmarke um eine Hundertstelsekunde und posierte im Anschluss an seinen Super-Lauf sichtbar stolz vor der Stoppuhr. Den Erfolg widmete er seinem verletzten Trainer.

„Superglücklich“ sei er, strahlte Ansah im Anschluss an seinen Rekordlauf in 9,98 Sekunden beim Leichtathletik-Meeting „Sparkassen-Gala“ in Regensburg. „Ich wusste, dass ich schnell bin. Ich wollte es heute unbedingt auf die Bahn bringen. Und ich meine, die Zeit spricht für sich.“ Vor fast genau zwei Jahren war Ansah der erste Deutsche, der unter zehn Sekunden lief. Jetzt hat er seine Bestzeit noch einmal verbessert.

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Seinen Sprint widmete er seinem frisch an der Schulter operierten Trainer. Ich habe mich gut gefühlt. „Die Konkurrenz war da. Das ist das, was man als Sprinter braucht. Ich bin superglücklich“, sagte der 25-Jährige. Zur Einordnung: Usain Bolts Weltrekord von 2009 hat mit 9,58 Sekunden noch immer Bestand. Die Weltjahresbestzeit lief der Nigerianer Kayinsola Ajayi Ende Mai in Lexington (USA), als er nach 9,84 Sekunden ins Ziel kam.

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„Ein Fiebertraum“: Traumlos für HEBC! Hamburger Pokalsieger empfängt Dortmund

06. Juni 2026 um 16:38

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Der Jubel war groß im Vereinsheim in der Tornquiststraße. Als Deniz Aytekin das Los mit dem lila-weißen Logo des HEBC zog, war die Spannung groß. Dann zog die Schiedsrichter-Legende den absoluten Knaller. Borussia Dortmund war hinter der Profi-Kugel versteckt. Damit sichert sich der Sieger des Hamburger Lotto-Pokals ein absolutes Traumlos. „Weltklasse“, jubelte Trainer Philipp Obloch. Gespielt wird eigentlich zwischen dem 21. und 24. August. Da der BVB aber am 22. August im Supercup gegen den FC Bayern München spielt, wird die Partie am 1. oder 2. September stattfinden und es winkt sogar eine Liveübertragung im Free-TV. Wo der HEBC den Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer empfängt, ist völlig offen.

„Ein Fiebertraum“, jubelte HEBC-Verteidiger Jorma Eggers: „Das muss erstmal ein paar Tage sacken. Was passiert hier gerade im Verein?“ Nur wenige Wochen nach dem Triumph im Finale des Lotto-Pokals gegen Vorwärts Wacker Billstedt das nächste Highlight. „Wir spielen seit Jahren zusammen. Wenn es einen Fußballgott gibt, dann hat er uns zu recht belohnt“, jubelte Eggers weiter, nachdem das Los gezogen wurde.

HEBC gegen Dortmund im Volksparkstadion?

Die Hamburger Vertreter waren in der jüngeren Vergangenheit nicht unbedingt gesegnet mit Traumlosen in der ersten DFB-Pokalrunde, auch wenn Eintracht Norderstedt mit dem FC St. Pauli in der vergangenen Saison sicherlich zufrieden war. Aber auch Greuther Fürth oder die nicht für eine spannende Fanszenen bekannten Klubs RB Leipzig und VfL Wolfsburg waren schon zugelost worden.

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Das interessiert die Eimsbütteler nun wahrlich nicht. Borussia Dortmund ist nach dem FC Bayern München das absolute Traumlos. Entsprechend kannte der Jubel im Klubheim, wo der Verein die Auslosung zeigte, keine Grenzen mehr. Nicht auszuschließen, dass HEBC die Schwarz-Gelben sogar im Volksparkstadion empfängt. Das tat Phoenix Lübeck in der ersten Runde 2024/25 ebenfalls, musste sich dem Favoriten im Volkspark mit 1:4 geschlagen geben. Ob es wieder zu einem Spiel in der größten Hamburger Arena kommen wird, ist aber völlig offen. Ligamanager Stilianos Vamvakidis dazu: „Wir müssen gucken, wie groß die Bereitschaft der Dortmunder Fans ist, unter der Woche nach Hamburg zu kommen.“

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