Ein französisches Gericht hat erstmals bestätigt, dass Windkraftanlagen erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen können. Betroffene Anlieger hatten über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und psychische Belastungen geklagt.
Straßburger Richter entschieden kürzlich, dass Windradmonster mit gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang stehen können, berichtet die Tageszeitung „Le Figaro“. Windkraftanlagen können demnach „direkt und gewiss“ gesundheitliche Schäden hervorrufen.
Geklagt hatte eine Frau aus einem Dorf im nordfranzösischen Département Somme, in dessen Nähe ein Windpark mit zwölf Anlagen steht. Das Gericht stellte fest, dass der Betrieb der Anlagen unmittelbare und eindeutige Ursache für Stress und Ängste der Betroffenen sei.
Der Anwalt der Klägerin, Philippe Bodereau, zeigte sich zufrieden: „Zum ersten Mal wird ein Zusammenhang zwischen dem Betrieb von Windkraftanlagen und körperlichen sowie psychischen Gesundheitsstörungen anerkannt.“
Die Klägerin, eine ehemalige Lehrerin, lebt mit ihrem Mann seit 1985 auf dem Land. Ihren Angaben zufolge traten die Symptome 2009 nach Inbetriebnahme des Windparks auf. Die Lichter an den Masten – tagsüber weiß, nachts rot – störten das Ehepaar so stark, dass es zeitweise überlegte, in einem anderen Haus zu nächtigen.
Infraschall , die lautlose Gefahr
Die Störungen seien aber überwiegend akustischer Natur, konkretisierte Anwalt Philippe Bodereau. Obwohl der Windpark mehr als 500 Meter entfernt liege, habe er die Klägerin erheblich belastet. Ein Neurologe hatte der Frau attestiert, dass sie an Kopfschmerzen leide, die immer dann spontan verschwanden, wenn sich die Patientin nicht in der Nähe der Windräder befand oder die Anlagen abgeschaltet waren. Die Klägerseite hatte diesbezüglich Untersuchungsergebnisse zur Rolle von Infraschall im Zusammenhang mit Windrad-Turbinen vorgelegt. Diese Töne liegen unter 20 Hertz, sind für Menschen nicht hörbar, aber spürbar.
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