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Gestern — 05. Juni 2026

Messerangriff auf 70-Jährigen in Bremen-Findorff – 28-Jähriger festgenommen

05. Juni 2026 um 12:10

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Polizei stellt mutmaßlichen Messerangreifer in Bremen-Findorff

Bremen (ots) – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in Findorff zu einem Messerangriff auf einen 70-Jährigen, der schwer verletzt wurde. Ein 28 Jahre alter Tatverdächtiger konnte kurz nach der Tat festgenommen werden.

Tatablauf

Um circa 00:45 Uhr stieg der 70-Jährige in der Neukirchstraße aus seinem Fahrzeug. Plötzlich näherte sich ihm ein Mann, der ihn ohne Vorwarnung mit einem Messer angriff. Im Anschluss flüchtete der Angreifer in Richtung Bürgerpark.

Beteiligte und Verletzte

Der 70-Jährige rief um Hilfe, während Passanten Polizei und Rettungsdienste informierten. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte leisteten umgehend Erste Hilfe und kümmerten sich um die verletzte Person, die mit schweren, jedoch nicht lebensgefährlichen Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Ermittlungsstand

Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen gelang es den Beamten, einige Straßen weiter einen 28-jährigen Verdächtigen festzunehmen. Dieser wies Blutanhaftungen an seiner Kleidung und seinen Händen auf. Der Tatverdächtige wird im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat aufgenommen. Nach ersten Informationen sollen sich die beiden Männer gekannt haben.

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Original-Content: news aktuell

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Mentale Gesundheit auf Social Media: Woran man seriöse Posts erkennt

05. Juni 2026 um 12:00

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Depression, ADHS, Trauma: Auf Social Media sprechen viele offen über psychische Gesundheit. Doch nicht jeder Post ist seriös – und Selbstdiagnosen können problematisch sein.

Mentale Gesundheit ist längst kein Tabuthema mehr. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram sprechen viele Menschen offen über Depressionen, Burn-out, Angststörungen, Traumata und Neurodivergenz. Für Betroffene kann das hilfreich sein. Sie fühlen sich weniger allein. Auch das allgemeine Bewusstsein für psychische Gesundheit wächst.

Doch nicht alle Inhalte zu Mental Health auf Social Media sind seriös. Davor warnt Petra Beschoner, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. „Psychische Erkrankungen dürfen nicht zu Lifestyle-Begriffen verkommen oder in kurzen Videos abgehandelt werden“, sagt sie.

Mentale Gesundheit auf Social Media: Warum Selbstdiagnosen riskant sind

Die wachsende Zahl von Selbstdiagnosen sieht Beschoner kritisch. Denn psychische Erkrankungen lassen sich nicht mit kurzen Checklisten sicher erkennen. Skeptisch sollte man werden, wenn Posts nach dem Muster funktionieren: „5 Zeichen, dass du traumatisiert bist“ oder „Daran erkennst du ADHS“. So einfach und eindeutig sind psychische Erkrankungen nicht.

Auch wenn Creator stark zuspitzen oder Angst schüren, ist Vorsicht geboten. Solche Inhalte sollte man nicht für bare Münze nehmen.

Das macht seriöse Accounts aus

Seriöse Accounts drängen nicht vorschnell zu Diagnosen. Sie erklären ein Thema, ohne zu behaupten, dass einzelne Anzeichen automatisch eine psychische Erkrankung bedeuten. Wichtig ist auch, dass sie Grenzen benennen. Seriöse Inhalte verweisen auf professionelle Hilfe und machen deutlich, dass einzelne Symptome immer im Zusammenhang betrachtet werden müssen.


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Damit unterscheiden sie sich klar von Posts, die komplexe Erkrankungen stark vereinfachen. Gerade bei Themen wie Depression, Trauma, Burn-out, Angststörungen oder Neurodivergenz ist Einordnung entscheidend.

Mentale Gesundheit: Nicht jedes Tief ist eine Diagnose

Beschoner warnt außerdem davor, jede Befindlichkeit sofort zu pathologisieren. Es geht jedem Menschen mal nicht gut. Erschöpfung, Gereiztheit oder Verunsicherung gehören zum Leben dazu.

„Menschen dürfen traurig oder überfordert sein, ohne sich sofort krank fühlen zu müssen“, sagt die ärztliche Leiterin der Akutklinik Bad Saulgau. Wer das eigene Verhalten ständig analysiere, könne schnell das Vertrauen in normale emotionale Schwankungen und die eigene Widerstandskraft verlieren.

Soziale Medien können aus Sicht der Ärztin sogar Druck erzeugen. Nämlich dann, wenn Menschen das Gefühl bekommen, sich ständig um ihre mentale Gesundheit kümmern zu müssen. Besonders Teenagerinnen seien davon betroffen. „Der Fokus auf innere Stabilität sollte entlasten, nicht zusätzlichen Leistungsdruck erzeugen“, sagt Beschoner.

Wann professionelle Hilfe wichtig ist

Trotz ihrer Kritik sieht die Psychiaterin die neue Offenheit in sozialen Medien grundsätzlich positiv. Sie kann dazu beitragen, dass Betroffene sich bei psychischen Problemen früher Hilfe suchen. Gerade junge Menschen finden online Halt, Orientierung und Austausch. Entscheidend sei aber, dass digitale Communitys unterstützen – und fachliche Hilfe nicht ersetzen.

Professionelle Hilfe ist wichtig, wenn Belastungen über längere Zeit anhalten. Auch wenn sie den Alltag bestimmen oder Schlaf, Arbeit, Schule oder Beziehungen leiden, sollten Betroffene Unterstützung suchen. Das gilt besonders dann, wenn man aus dem Zustand aus eigener Kraft nicht herausfindet. Als erste Anlaufstelle empfiehlt Beschoner die Hausarztpraxis. Sie kann bei Bedarf weitervermitteln. (dpa/mp)


Hilfe in schweren Stunden

Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Hier finden Sie Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111, 0800 – 111 0 222 oder 116 123 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an junge Menschen. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 116 111. Es gibt auch ein Elterntelefon, das unter 0800 – 111 0550 erreichbar ist. Samstags nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Viele sprechen Türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Unter suizidprophylaxe.de gibt es eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland.


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25 Millionen für Schwimmbäder: Diese sechs Orte in Schleswig-Holstein profitieren

05. Juni 2026 um 09:34

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Eine Jury hat in Schleswig-Holstein sechs von 17 Bewerbungen für Neubau oder Sanierung von Schwimmbädern ausgewählt. Die Projekte sollen bis 2030 umgesetzt werden.

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Schwarze Würstchen vom Grill? Warum das besonders für Kinder riskant sein kann

05. Juni 2026 um 09:45

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Wenn Fleisch oder Würstchen auf dem Grill zu dunkel werden, können gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Vor allem Kinder sollten verkohlte Stellen nicht essen, da Grill-Schadstoffe bei Kindern riskanter sind, als bei Erwachsenen.

Mariniertes Fleisch und Würstchen gehören für viele zum Grillen dazu. Doch wenn das Grillgut zu dunkel wird, kann es problematisch werden. Dann können krebserregende Substanzen auf dem Teller landen – und in den Körper gelangen.

Besonders vorsichtig sollten Eltern sein, wenn Kinder mitessen. Davor warnt Prof. Steffen Pistorius, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Asklepios-ASB Klinik Radeberg. Der Mediziner verweist auf Studien, nach denen ein hoher Konsum von stark gegrilltem, gebratenem und intensiv verarbeitetem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs verbunden ist.

Grill-Schadstoffe: Welche Stoffe entstehen können

Beim Grillen können unter bestimmten Bedingungen gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Dazu zählen hohe Temperaturen, tropfende Marinade oder Fleischprodukte, die sich nicht für den Grill eignen. Bei starker Hitze über 150 Grad können in Fleisch heterozyklische aromatische Amine entstehen. Diese sogenannten HAA stehen im Verdacht, Krebs auszulösen.

Ein weiteres Problem entsteht, wenn Fett oder Marinade vom Fleisch in die Glut tropfen und dort verbrennen. Dabei bilden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Über den Rauch gelangen sie auf das Grillgut und können sich dort ablagern. Einige dieser Stoffe gelten Pistorius zufolge als krebserregend.

Auch gepökeltes Fleisch ist problematisch. Dazu gehören etwa Bockwürste, Wiener, Kasseler oder Speck. Werden solche Produkte bei hohen Temperaturen gegrillt, können Nitrosamine entstehen. Die meisten dieser Verbindungen haben sich laut Bundesinstitut für Risikobewertung im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen.

Grill-Schadstoffe bei Kindern: Warum sie stärker wirken

Kinder sind durch solche Stoffe besonders gefährdet. Der Grund ist ihr geringeres Körpergewicht. Schadstoffe wirken in ihrem Körper dadurch deutlich intensiver als bei Erwachsenen. Hinzu kommt laut Pistorius: Das Entgiftungssystem von Kindern ist noch nicht so ausgereift. Schadstoffe werden daher langsamer und weniger effektiv abgebaut.


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Umso wichtiger ist es, Kinder vor diesen Stoffen zu schützen. Stark gebräuntes oder verkohltes Grillgut sollte deshalb nicht auf ihrem Teller landen.

Grill-Schadstoffe bei Kindern: Was Eltern beim Grillen beachten sollten

Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken. Schwarze Stellen enthalten eine hohe Konzentration an Schadstoffen. Verkohltes oder stark gebräuntes Fleisch und entsprechende Würstchen sollten Kinder deshalb nicht essen. Am besten sorgen Eltern dafür, dass das Grillgut gar nicht erst zu starke Hitze abbekommt. So lässt sich verhindern, dass Fleisch oder Würstchen zu dunkel werden.

Ein weiterer Tipp: Fleisch in einer Grillschale garen. Dann kann kein Fett und keine Marinade in die Glut tropfen. Manche fragen sich dabei, ob bei Alu-Grillschalen Aluminium auf das Grillgut übergehen kann. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist das zwar zu erwarten. Der gelegentliche Gebrauch sei bei Abwägung der Risiken aber vertretbar, so die Behörde.

Wichtig dabei: erst am Ende salzen und würzen. Denn Salz und Säuren können dazu führen, dass sich Aluminium besser löst und auf Lebensmittel übergeht. Alternativ können Grillschalen aus anderen Materialien genutzt werden, etwa aus Edelstahl.

Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Rost

Bestimmte Fleischprodukte sollten am besten gar nicht auf den Grill. Dazu zählt gepökeltes Fleisch. Erkennen lässt es sich an der Zutatenliste. Stehen dort Angaben wie Nitritpökelsalz, Natriumnitrit oder E 250, sollte das Produkt nicht auf den Rost.

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Der Grund: Bei hohen Temperaturen können aus solchen gepökelten Fleischprodukten Nitrosamine entstehen. Eltern sollten deshalb besonders genau hinschauen, bevor Würstchen, Kasseler oder Speck auf den Grill kommen. (dpa/mp)

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Ganz entspannt: Rückenyoga gegen Schmerz - und Stress

05. Juni 2026 um 09:16
dpa

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Yoga kann Rücken und Schultern stärken – und zugleich Stress abbauen. Wie gezielte Übungen helfen, Verspannungen im Alltag vorzubeugen. Plus: Drei Asanas für Einsteiger.

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Homburg: Der Corona-Mythos darf nicht ins Schulbuch

05. Juni 2026 um 08:13

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Stefan Homburg warnt vor einer staatlich geglätteten Corona-Geschichte für kommende Schülergenerationen. Sein Vorwurf: Grundrechtseingriffe, Schäden bei Kindern und offene Impffragen werden verdrängt.
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ADHS im Alter: Warum die späte Diagnose das ganze Leben verändern kann

05. Juni 2026 um 07:20

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Viele Erwachsene leben jahrzehntelang mit ADHS, ohne es zu wissen. Eine späte Diagnose kann entlasten – und neue Wege für Alltag, Familie und Behandlung eröffnen.

Jahrelang vergesslich, sprunghaft, schnell überfordert. Dazu das Gefühl, sich doppelt so sehr anstrengen zu müssen wie alle anderen. Viele Menschen halten das für eine Charaktersache. Oder für Stress.

Dass dahinter ADHS stecken könnte, kommt ihnen oft nicht in den Sinn. Auch das Umfeld denkt häufig nicht daran. Und selbst Ärztinnen und Ärzte erkennen die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen nicht immer. ADHS wird noch immer vor allem mit Kindern verbunden. Dabei sind nach Schätzungen von Fachleuten mindestens zwei Millionen Erwachsene in Deutschland betroffen. Gerade ab 40 ist eine Diagnose oft schwierig.

So zeigt sich die Störung bei Erwachsenen

ADHS hängt mit einem gestörten Stoffwechsel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn zusammen. In der Regel besteht die Störung von Kindheit an. Man bekommt ADHS also nicht plötzlich im Erwachsenenalter.

Bei Erwachsenen zeigt sich ADHS aber oft unauffälliger als bei Kindern und Jugendlichen. Das Portal „gesundheitsinformation.de“ beschreibt typische Probleme: den Alltag oder die Arbeit organisieren, Termine einhalten, sich längere Zeit konzentrieren. Das gelingt oft nur dann gut, wenn Betroffene ein Thema wirklich interessiert.

„Das Schwierigste bei ADHS ist diese Prokrastination“, sagt Astrid Neuy-Lobkowicz, Fachärztin für Psychotherapie und Psychosomatik. „Ich weiß, was ich tun soll, aber ich kann den ersten Schritt nicht machen. Ich kann nicht anfangen.“

Auch Vergesslichkeit, innere Unruhe und Gedankenspringen können typisch sein. Hinzu komme „eine enorme emotionale Auslenkbarkeit“, sagt Neuy-Lobkowicz, ADHS-Expertin und Autorin des Buchs „AD(H)S in der zweiten Lebenshälfte“. Betroffene seien schnell gekränkt, reagierten heftig oder fühlten sich rasch angegriffen.

Wenn solche Belastungen den Alltag über längere Zeit beeinträchtigen, ist eine fachärztliche Abklärung ratsam. Für eine Diagnose braucht es eine ausführliche Anamnese und eine Beurteilung nach Leitlinien. Zuständig sind etwa Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, ärztliche Psychotherapeuten oder psychologische Psychotherapeuten.

Warum ADHS bei vielen Erwachsenen lange unerkannt bleibt

Lange war ADHS vor allem ein Thema bei Kindern. Dieser Blick wirke bis heute nach, sagt Neuy-Lobkowicz. Es gebe weiterhin eine große Diagnose- und Versorgungslücke.

Eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigte zuletzt zwar: Deutlich mehr Erwachsene in Deutschland erhalten heute eine Erstdiagnose für ADHS als noch vor zehn Jahren. Trotzdem gehen Fachleute von einer hohen Dunkelziffer aus. Ein Grund: Viele Betroffene haben seelische Begleiterkrankungen. Manchmal werden dann Depressionen oder Angststörungen behandelt, ohne dass eine mögliche ADHS als Ursache oder Mitursache betrachtet wird.

Mit zunehmendem Alter kann das Symptombild zudem mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Wenn Menschen Anfang 50 vergesslicher werden, sich schlecht konzentrieren können und sich ausgebrannt fühlen, denken Betroffene oder Behandler womöglich an eine beginnende Demenz. „Aber viele von ihnen haben eine ADHS, die man gut behandeln kann“, sagt Neuy-Lobkowicz.

Hinzu kommt: Manche Menschen mit ADHS kaschieren ihre Symptome lange. Gerade betroffene Frauen passen sich oft stark an. Teilweise so lange, bis sie im Burnout landen. Eine Diagnose bekommen sie deshalb häufig erst spät.

Welche Fragen Betroffene sich stellen können

Zu erkennen, dass man womöglich schon sein Leben lang ADHS hat, ist nicht leicht. „Das ist schwierig, weil ADHS keine erworbene Störung ist – man kommt damit zur Welt und hat keinen Vergleich, weil man sich ja nie anders erlebt hat“, sagt Neuy-Lobkowicz.

Sie empfiehlt, sich gezielt Fragen zu stellen: Gab es schon immer Konzentrationsprobleme – außer bei Dingen, die wirklich interessieren? Fällt es schwer, Ordnung zu halten oder sich zu organisieren? Fühlt man sich schnell gekränkt oder verletzt? Auch rasche Stimmungsschwankungen können ein Hinweis sein. Ebenso die Frage, ob man Dinge immer auf den letzten Drücker erledigt. Entscheidend ist dabei: War das schon immer so?

Entsteht das Gefühl, dass vieles zutrifft, rät Neuy-Lobkowicz: „Erst lesen – aber bitte nicht nur im Internet, wo 50 Prozent der Inhalte über ADHS falsch sind.“ Sie empfiehlt stattdessen Bücher oder geprüfte Quellen. Dazu zählen etwa Internetauftritte von Fachgruppen wie adhs.info vom Zentralen ADHS-Netz. Auch viele Krankenkassen informieren über ADHS im Erwachsenenalter.

ADHS-Diagnose im Alter: Der Weg zur fachärztlichen Abklärung

Der nächste Schritt führt zum Facharzt oder zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Dabei lohnt es sich, gezielt nach Erfahrung mit ADHS bei Erwachsenen zu fragen. Nicht alle Praxen bieten entsprechende Diagnostik an. Bei Menschen über 50 empfiehlt Neuy-Lobkowicz zusätzlich eine internistische Abklärung, bevor etwa eine Medikation begonnen wird. Einen passenden Facharzt für die Diagnostik zu finden, bleibt aber schwierig.

„Viele Psychiater trauen sich nicht an ältere Patientinnen und Patienten heran“, sagt Neuy-Lobkowicz. Man müsse nachfragen und hartnäckig bleiben. „Das Interessante ist: Wenn ADHS-Betroffene sich wirklich für etwas interessieren, können sie auch Berge versetzen. Das erlebe ich immer wieder.“


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Im nächsten Schritt können auch Selbsthilfegruppen helfen. Neuy-Lobkowicz verweist etwa auf die Plattform „adhs-deutschland.de“. Dem „Infoportal ADHS“ zufolge werden bei der Diagnose in der sogenannten Exploration aktuelle Probleme, Belastungen und einzelne Symptome genau erfragt. Auch die Lebensgeschichte und die Entwicklung der Probleme bis zur Gegenwart werden erhoben.

Unter Umständen werden Partner, Eltern oder andere Bekannte einbezogen, die die Person lange kennen. Sie können berichten, wann ihnen bestimmte Verhaltensweisen aufgefallen sind. Außerdem können Fragebögen, Verhaltensbeobachtungen oder körperliche Untersuchungen zum Einsatz kommen. Die Abklärung dauert üblicherweise mehrere Sitzungen.

Warum die ADHS-Diagnose im Alter entlasten kann

Eine späte Diagnose ändert nichts an der Vergangenheit. Sie kann aber verändern, wie Betroffene auf ihr Leben blicken. „Viele Patienten sind allein schon mit dem Wissen unglaublich entlastet“, sagt Neuy-Lobkowicz.

Nicht jeder Mensch mit ADHS-Diagnose braucht zwingend eine Therapie. Wenn der Leidensdruck groß ist, kann eine individuell abgestimmte Kombination helfen: Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie und medikamentöse Unterstützung. Das sagt Petra Beschoner, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin.

Medikamente können vielen Patientinnen und Patienten helfen, Konzentration und Impulskontrolle zu verbessern. „Wenn die Diagnose stimmt und die Medikation passt, können wir Menschen auch mit 60 oder 70 noch einmal neu auf die Beine stellen“, sagt Neuy-Lobkowicz.

Sie berichtet von Patientinnen und Patienten, bei denen Medikamente auch bei tiefer Erschöpfung und zunehmender Vergesslichkeit eine deutliche Wirkung haben. „So mancher Patient steht dann wieder wie Phönix aus der Asche auf und findet wieder eine neue Lebensqualität und Lebensmut.“

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Auch in Familien kann sich durch eine Diagnose etwas verändern. ADHS ist genetisch veranlagt. Oft sind auch Kinder oder Enkelkinder betroffen. Dadurch kann neues Verständnis entstehen. Konflikte, die sich über Jahre aufgebaut haben, bekommen manchmal eine Erklärung. Angehörige, die sich nie ernst genommen fühlten, weil Dinge vergessen oder überhört wurden, verstehen plötzlich besser, warum das so war.

Betroffene können zudem lernen, ihrem Umfeld zu erklären, was sie brauchen. Neuy-Lobkowicz nennt das eine Art „Gebrauchsanweisung“ für andere. (dpa/mp)

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Fahrer in Scheeßel mit über 2 Promille und positivem Kokaintest gestoppt

05. Juni 2026 um 05:21

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Scheeßel (ots) – Bei einer Verkehrskontrolle am Abend des 3. Juni 2026 zeigte ein 42-jähriger Fahrer in der Harburger Straße mehr als 2 Promille und einen positiven Urin-Vortest auf Kokain.

Die Kontrolle fand am 03.06.2026 statt. Der Mann stammt aus dem Landkreis Harburg.

Gegen den 42-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Zur Beweissicherung wurde Blut entnommen und der Führerschein beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Bildunterschrift: Foto von Jonas Augustin auf Unsplash

Original-Content: Polizeiinspektion Rotenburg, übermittelt durch news aktuell

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Mentale Gesundheit: Was seriöse Social-Media-Posts ausmacht

05. Juni 2026 um 05:00
dpa

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„5 Zeichen, dass du ...“ - so einfach sind Diagnosen für psychische Krankheiten nicht gestellt. Warum Inhalte über mentale Gesundheit problematisch sein können und woran man seriöse Accounts erkennt.

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Zu kräftig gegrillte Würstchen: Gesundheitsrisiko für Kinder

05. Juni 2026 um 04:00
dpa

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Ups, Würstchen oder Grillfleisch sind echt dunkel geworden? Dann sollte man sie nicht servieren - insbesondere nicht Kindern, warnt ein Mediziner. Was Eltern über Grill-Schadstoffe wissen sollten.

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Mann in Hemmoor mit rund 3,4 Promille am Steuer angehalten

05. Juni 2026 um 03:11

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Cuxhaven (ots) – Ein 47-jähriger Hemmoorer wurde am 3. Juni 2026 gegen 06:10 Uhr in Hemmoor mit rund 3,4 Promille am Steuer kontrolliert.

Nach Angaben der Polizei wurde der Mann mit seinem PKW Skoda angehalten. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht einer deutlichen Alkoholbeeinflussung und ergab einen Wert von knapp 3,4 Promille.

Dem 47-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt.

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Original-Content: Polizeiinspektion Cuxhaven, übermittelt durch news aktuell

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Oldenburg: Drei mutmaßliche Darknet-Drogenhändler festgenommen

04. Juni 2026 um 22:46

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Oldenburg (ots) – Drei mutmaßliche Darknet-Drogenhändler sind nach groß angelegten Durchsuchungen festgenommen worden, die Ermittler beschuldigen sie, in mehr als 1000 Fällen Drogen über das Darknet und Messenger-Dienste verkauft zu haben.

Die Ermittlungen stehen unter der Sachleitung der Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen (ZCN) der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg; die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg führt das Verfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Beihilfe. Betroffen sind vier Männer im Alter von 31 bis 37 Jahren, von denen drei als Hauptbeschuldigte aus Oldenburg, Bad Zwischenahn und dem Bereich Hamburg benannt werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die drei Hauptbeschuldigten zwischen Februar 2019 und April 2026 mehr als 1000 Mal Drogen wie Cannabis, Amphetamin, Kokain und Ecstasy über Darknet-Marktplätze und Messenger verkauft und per Post an Käufer versandt haben. Den Angaben zufolge arbeitete das Trio arbeitsteilig: Ein Beschuldigter, dem zufolge ein Zollbeamter zugerechnet wird, soll die Ware beschafft und zentral im Bereich Bad Zwischenahn gelagert haben, ein anderer verpackte und verschickte die Sendungen, ein dritter kümmerte sich um die Zahlungsabwicklung. Gegen einen weiteren Beschuldigten, einen Polizeibeamten, wird wegen des Verdachts der Beihilfe ermittelt; er soll Lagerräume bereitgestellt haben.

Am 3. Juni 2026 durchsuchten Einsatzkräfte unter Leitung der ZCN zehn Wohn- und Bürogebäude in Oldenburg, Bad Zwischenahn, Wilhelmshaven und Hamburg. Dabei wurden Vermögensarreste und Untersuchungshaftbefehle für die drei Hauptbeschuldigten vollstreckt. Ermittler sicherten unter anderem schriftliche Unterlagen, Datenträger, Kommunikationsmittel, mehrere Kilogramm Cannabis- und Amphetaminprodukte, mehrere tausend Ecstasy-Tabletten, Geräte zur Herstellung und Verpackung von Betäubungsmitteln sowie Vermögenswerte wie Bargeld im hohen fünfstelligen Bereich und hochwertige Uhren. Der Zugriff erfolgte teilweise mit Spezialeinheiten; die Maßnahmen wurden von Bereitschaftspolizei, dem Landeskriminalamt Hamburg sowie Diensthundestaffeln aus Hamburg und Niedersachsen unterstützt.

Die drei Festgenommenen wurden am 4. Juni 2026 dem Haftrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen der ZCN und der ZKI Oldenburg dauern an.

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Original-Content: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg, übermittelt durch news aktuell

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Ältere Beiträge

Pflegereform: Berlin will wieder an die Taschen der Beitragszahler

04. Juni 2026 um 16:30

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Die Pflegeversicherung steht unter Druck. Doch statt Ausgaben zu kürzen, diskutiert Berlin höhere Beiträge und neue Belastungen. Die AfD spricht von einem Ausgabenproblem des Staates.
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Schlechte Standortbedingungen: Pharmakonzerne ziehen sich aus Deutschland zurück

04. Juni 2026 um 16:14

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Die großen Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim reduzieren ihre Investitionen in Deutschland. Der hiesige Markt gilt den Unternehmen nicht ...

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Mikrozensus 2025 Viele Deutsche leiden unter Übergewicht und anderen chronischen Krankheiten

04. Juni 2026 um 09:52

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Übergewicht und andere chronische Erkrankungen plagen die Deutschen (Symbolbild).

Deutschland ist krank. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Deutschen übergewichtig. Fast jeder Fünfte ist sogar adipös. Auch psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Das hat Auswirkungen auf das Arbeitsleben und die Wirtschaft.

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Krankenkassen Warkens Sparpaket stößt auf massiven Widerstand

04. Juni 2026 um 14:18

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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt ihr Sparpaket gegen Widerstand aus den Ländern. IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Nina Warken will im Gesundheitswesen Milliarden sparen. Doch Länder und Verbände laufen gegen das Paket Sturm. Die Krankenkassen warnen dagegen vor immer weiter steigenden Kosten.

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Diskussion zu gesundheitspolitischen Weichenstellungen im deutschen Gesundheitswesen in Hamburg

04. Juni 2026 um 13:35

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Medizinische Innovationen und Herausforderungen für den Gesundheitsstandort Deutschland

Hamburg (ots) – Medizinische Innovationen entwickeln sich rasant weiter, jedoch setzen regulatorische und geopolitische Veränderungen den Gesundheitsstandort Deutschland unter Druck. Bei dem AstraZeneca-Medien-Event „VORschung voraus – Gesundheit2030“ diskutieren Experten aus Wissenschaft, GKV und Industrie die Stärkung von Innovationskraft, Versorgungssicherheit und Gesundheitssouveränität.

Regulatorische Herausforderungen

Die aktuelle Debatte findet in einer Zeit statt, in der gesundheitspolitische Entscheidungen getroffen werden. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zielt darauf ab, die GKV-Finanzierung zu sichern, während Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Forschung, Investitionen und den Zugang zu medizinischen Innovationen wachsen. Es wird beobachtet, dass bereits über 30 Prozent der in den USA verfügbaren neuen Medikamente nicht mehr in Europa zur Zulassung gelangen. Ferner könnte eine Zunahme an Regulierungen Deutschland unattraktiver für die Einführung neuer Therapien machen. Im globalen Wettbewerb um Forschung und Investitionen hat Deutschland zwar das Tempo erhöht, es besteht jedoch weiterhin Verbesserungsbedarf.

Medizinische Fortschritte

„Gleichzeitig erlebt die Medizin derzeit eine Innovationswelle, die sowohl die Patient:innenversorgung als auch die Forschung grundlegend verändert“, bemerkt Alexandra Bishop, Geschäftsführerin von AstraZeneca Deutschland. AstraZeneca arbeitet an einer breiten Palette neuer therapeutischer Ansätze, mit dem Ziel, bis 2030 insgesamt 20 neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Für Bishop stellt sich hierbei die strategische Frage, ob Deutschland als Wissenschaftsstandort eine führende Rolle übernehmen oder zunehmend von Innovationen abhängig werden wird, die andernorts entwickelt werden. „Neben exzellenten Universitäten, international anerkannter Forschung und industrieller Expertise brauchen wir international wettbewerbsfähige und verlässliche Rahmenbedingungen, die eine begründete Erwartung schaffen, dass medizinische Innovationen die Patient:innen in Deutschland schnell erreichen.“

Onkologie und patientenorientierte Ansätze

In der Onkologie wird deutlich, wie sehr Patient:innen von medizinischen Innovationen profitieren können: „In den vergangenen zwanzig Jahren ist es gelungen, die Krebssterblichkeit kontinuierlich zu senken. Bei Brustkrebs erreichen wir heute teilweise Fünf-Jahres-Überlebensraten von über neunzig Prozent“, erklärt Dr. Niko Andre, Head of Oncology & Hematology bei AstraZeneca Deutschland. Personalisierte Therapien, wie die CAR-T-Zell-Therapie, eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten. „Wenn wir wollen, dass Deutschland bei Zelltherapien wie der CAR-T-Zell-Therapie und anderen Zukunftstechnologien eine führende Rolle spielt, müssen wir Forschung als Teil der Versorgung begreifen und Versorgung als Voraussetzung für Forschung verstehen“, fügt Andre hinzu.

Geopolitische Aspekte

Mit dem medizinischen Fortschritt wächst die Konkurrenz: Die USA investieren erhebliche Summen in KI, Biotechnologie und Datenmedizin, während China strategisch Produktions-, Forschungs- und Datenkapazitäten aufbaut. Dr. Jasmina Kirchhoff vom Institut der deutschen Wirtschaft bemerkt, dass Deutschland nationale Preisentscheidungen nicht unterschätzen sollte, da diese globale Innovationsströme erheblich beeinflussen. „Gesundheitspolitik ist längst auch Technologie-, Industrie- und Geopolitik“, konstatiert sie.

Finanzierungsfragen und politische Rahmenbedingungen

Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, weist auf die Wichtigkeit finanzieller Stabilität hin. Der Spagat zwischen Kostendämpfung, Versorgungssicherheit und Innovationsfähigkeit lässt sich nicht nur mit kurzfristiger Sparpolitik lösen. „Wenn der Staat seinen eigenen Finanzierungsbeitrag reduziert, entsteht eine gravierende Glaubwürdigkeits- und Akzeptanzlücke“, sagt Storm. Neuartige Strukturreformen, wie mehr Ambulantisierung und Investitionen in Prävention und Digitalisierung, werden als notwendig erachtet.

Zukunftsausblick

Die Diskutierenden sind sich einig, dass die gesundheitspolitischen Entscheidungen der kommenden Jahre weitreichende Folgen haben werden, die nicht nur die Versorgung betreffen. Diese Entscheidungen werden Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Forschung, Technologie und medizinische Innovation im Jahr 2030 prägen. Schnelligkeit, verlässliche Rahmenbedingungen und der politische Wille zur gemeinsamen Förderung von Innovation, Versorgungssicherheit und Finanzierbarkeit sind entscheidend.

Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

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Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 in Cappeln – hoher Sachschaden durch möglichen Sekundenschlaf

04. Juni 2026 um 11:55

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Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden auf der Autobahn 1 in Cappeln

Delmenhorst (ots) – Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 in Cappeln ist am Donnerstag, 04. Juni 2026, gegen 05:05 Uhr, hoher Sachschaden entstanden.

Ein 45-jähriger Mann aus Mönchengladbach fuhr mit einem Kleintransporter in Richtung Hamburg. Zwischen den Anschlussstellen Vechta und Cloppenburg kollidierte er ungebremst mit einem Sattelzug eines 51-Jährigen aus Hagen.

An der Front des Kleintransporters traten erhebliche Schäden in Höhe von mindestens 10.000 Euro auf, wodurch eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Die Schäden am Sattelanhänger wurden auf etwa 5.000 Euro geschätzt.

Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen, verzichtete jedoch auf eine medizinische Behandlung. Zeugen berichteten, dass der 45-Jährige während der Fahrt möglicherweise eingeschlafen sein könnte, was zu dem Unfall führte. Daher wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Bildunterschrift: Pkw

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Mit Krebsdiagnose geschockt: Betrüger erbeuten 100.000 Euro von Seniorin

04. Juni 2026 um 11:49
afp

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Eine angebliche Krebserkrankung eines Angehörigen hat eine Seniorin dazu verleitet, ihr Erspartes aufzugeben und es für das vermeintlich lebensrettende Medikament auszugeben. Am Ende stellte sich heraus: Es war eine perfide Betrugsmasche.

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Zeckenspray oder Armband? Osnabrücker Apothekerin sagt, was gegen Blutsauger schützt

04. Juni 2026 um 09:23

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Zecken sind auf dem Vormarsch: An Wochenenden kommen regelmäßig Patienten mit Wanderröte und Antibiotika-Rezept aus der Notdienst-Ambulanz zur Apotheke am Klinikum in Osnabrück. Filialleiterin Sabrina Kettelmann erklärt, welche Sprays vorbeugen – und warum Armbänder keine sichere Lösung sind.

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Verkehrsunfall in Bremerhaven-Lehe: Pedelec-Fahrer leicht verletzt

04. Juni 2026 um 10:35

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Verkehrsunfall in Bremerhaven-Lehe: Pedelec-Fahrer leicht verletzt

Bremerhaven (ots) – Ein Pedelec-Fahrer hat am Mittwochabend, 3. Juni, bei einem Verkehrsunfall in Bremerhaven-Lehe leichte Verletzungen erlitten.

Tatablauf

Nach ersten Informationen der Polizei war der 48-Jährige gegen 21.45 Uhr auf der Cherbourger Straße in westlicher Richtung unterwegs. Gleichzeitig beabsichtigte eine 61-jährige Autofahrerin, von der Dr. Franz-Mertens-Straße nach rechts in die Cherbourger Straße abzubiegen.

Beteiligte und Beschreibung

Bei diesem Manöver übersah die Autofahrerin den vorfahrtberechtigten Pedelec-Fahrer, was zu einer Kollision führte. Infolge des Zusammenstoßes stürzte der 48-Jährige und zog sich leichte Verletzungen zu.

Folgen des Unfalls

Durch den Unfall entstanden an dem Auto sowie am Pedelec leichte Sachschäden.

Ermittlungsstand

Aktuell sind keine weiteren Informationen zu den Ermittlungen verfügbar. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

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Verkehrsunfall in Oldenburg – 68-jähriger Fahrradfahrer lebensgefährlich verletzt

04. Juni 2026 um 10:15

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Verkehrsunfall mit lebensgefährlich verletztem Fahrradfahrer in Oldenburg

Oldenburg (ots) – Bei einem Verkehrsunfall ist am Mittwochabend ein 68-jähriger Fahrradfahrer schwer verletzt worden. Die Polizei sucht nach Zeugen des Vorfalls.

Unfallhergang

Am Mittwochabend, gegen 20:25 Uhr, wurden Polizeibeamte im Bereich der Kreuzung Ziegelhofstraße / Elsässer Straße durch Passanten auf einen verletzten Mann aufmerksam gemacht. Der 68-Jährige lag auf dem Gehweg, hatte eine blutende Kopfverletzung und war nur eingeschränkt ansprechbar. Neben ihm stand ein Fahrrad.

Verletzter Mann

Der betroffene Mann stammt aus Oldenburg. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisteten die Polizisten Erste Hilfe.

Details zum Unfall

Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr der 68-Jährige mit seinem Pedelec den rechtsseitigen, für Radfahrer freigegebenen Gehweg der Ziegelhofstraße stadtauswärts. An der Kreuzung bog er nach rechts auf den Gehweg der Elsässer Straße ab. Wenige Meter hinter der Kreuzung kollidierte er aus bislang ungeklärten Gründen mit einem Pfosten eines Verkehrszeichens und prallte mit dem Kopf dagegen.

Folgen des Unfalls

Der 68-jährige Oldenburger erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Zeugenaufruf

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0441-7904115 zu melden.

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

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Mann unter Betäubungsmitteleinfluss mit Audi auf Bundesstraße 213 bei Dötlingen kontrolliert

04. Juni 2026 um 09:45

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Mann unter Betäubungsmitteleinfluss in Dötlingen unterwegs

Delmenhorst (ots) – Polizeibeamte aus Wildeshausen kontrollierten am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, gegen 16:30 Uhr ein hochpreisiges Fahrzeug der Marke Audi auf der Bundesstraße 213 bei Dötlingen.

Kontrolle und Feststellung

Im Verlauf der Verkehrskontrolle entstand der Verdacht, dass der 29-jährige Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Drogenvortest ergab ein positives Ergebnis bezüglich Kokain.

Folgen der Kontrolle

Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
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Zeckenspray oder Armband? Osnabrücker Apothekerin sagt, was gegen Blutsauger schützt

04. Juni 2026 um 09:23

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Zecken sind auf dem Vormarsch: An Wochenenden kommen regelmäßig Patienten mit Wanderröte und Antibiotika-Rezept aus der Notdienst-Ambulanz zur Apotheke am Klinikum in Osnabrück. Filialleiterin Sabrina Kettelmann erklärt, welche Sprays vorbeugen – und warum Armbänder keine sichere Lösung sind.

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Dank natürlicher Heilkraft der Mariendistel: Gesunde Leber, gesunder Körper, mehr Lebensqualität!


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Mit zunehmendem Alter wird es immer wichtiger, den Körper gezielt zu unterstützen. Viele Menschen wünschen sich mehr Energie im Alltag, mehr Beweglichkeit, ein starkes Immunsystem und das gute Gefühl, aktiv am Leben teilnehmen zu können. Eine gesunde Leber unterstützt zahlreiche Stoffwechselprozesse und trägt dazu bei, dass der Körper seine natürlichen Funktionen optimal erfüllen kann. Die […]
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Von welchen Kopfhörern HNO-Ärzte abraten

03. Juni 2026 um 22:05
dpa

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Musik an, Welt aus! Wer viel Zeit mit Kopfhörern verbringt, fördert ein feuchtwarmes Klima im Gehörgang. Warum das zum Problem werden kann - und wie man sich vor Entzündungen dort schützt.

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Was eine ADHS-Diagnose in der zweiten Lebenshälfte bedeutet

03. Juni 2026 um 22:05
dpa

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Eine späte ADHS-Diagnose kann vieles verändern – von der Selbstwahrnehmung über neue Behandlungschancen bis zum Alltag. Was Betroffene und Angehörige wissen sollten.

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Raus mit dem Schmalz! Wie viel Ohrenpflege muss sein?

03. Juni 2026 um 22:05
dpa

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Ohrenschmalz finden viele eklig und gehen ihm mit Wattestäbchen an den Kragen. Warum man stattdessen lieber zum Duschkopf greift - und wie viel Aufmerksamkeit die Ohren überhaupt brauchen.

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Internationale Gesundheitsvorschriften: Strafanzeige gegen drei Richter des Bundesverfassungsgerichts gestellt – wegen Rechtsbeugung

03. Juni 2026 um 15:15

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Rund 200 Bürgerinnen und Bürger haben vergangene Woche Strafanzeige wegen des Verdachts der Rechtsbeugung gegen die Richterinnen Prof. Dr. Christine Langenfeld und Dr. Rhona Fetzer sowie Richter Thomas Offenloch von der Zweiten Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts gestellt. Hintergrund war die Abweisung einer im Februar von 628 Patenten eingereichten umfangreichen Verfassungsbeschwerde gegen das Zustimmungsgesetz zu […]
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