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Heute — 02. Februar 2026

Widerstand oder Innere Emigration?

02. Februar 2026 um 07:00

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Werner Bräuninger legt im Metapol-Verlag sein 664-seitiges Buch mit dem Titel „In Minenfeldern“ vor. Mit mehr als einem Dutzend Buchveröffentlichungen zu zeitgeschichtlichen Themen, aber auch mit einem erzählerischen Werk, hat er sich in 35 Jahren Autorenschaft einen Namen gemacht. Sein Schreiben zeichnet sich stets durch treffende Analysen und ein umfangreiches Wissen zur Zeitgeschichte aus, dabei ist die Zeit des Nationalsozialismus mit seinen internen und äußeren Widerstandsformen ein Schwerpunkt seines Schaffens. Aber auch die Fehlentwicklungen und der Niedergang des politischen Systems der Bundesrepublik waren und sind sein Thema. Seine Forschungen zum Thema haben Geschehnisse offenbart, die in den Mainstream-Geschichtswissenschaften nicht zu finden sind. Das hat ihm viele Anfeindungen, mit den bekannten Ausgrenzungen, beschert. Seine Schriften polarisieren, deshalb bezeichnet man ihn oft als „umstritten“ dabei ist er nichts anderes als ein Warner und Mahner. Dieses Buch gibt Aufklärung darüber, was ihm auf seinem kritischen Lebensweg so alles passiert ist. Der Leser erkennt sehr schnell, dass der Titel „In Minenfeldern“ treffend gewählt ist.

Die Entscheidung dieses autobiographische Werk zu schaffen traf der Autor, weil er weiß, dass „Viele zwar mein Werk kennen, aber nur wenig über mich selbst wissen, wer ich wirklich bin, woher ich komme und welche Grundkenntnisse mich leiten.“ Beginnend mit Schilderungen über seine Herkunft, Kindheit und Jugend zeigen, dass die früh erlebten Verwerfungen ihn dazu brachten ein „politischer“ Mensch zu werden. Nach seiner Schulzeit im Großraum Frankfurt absolvierte Bräuninger eine Lehre im Verlagsbuchwesen. Grundsteine seiner literarischen Bildung wurden gelegt, wobei er dabei eigenständig, außerhalb eines Schullehrplanes vorgehen musste. Er las Thomas Mann, Fallada, Kafka, Benn, Zuckmayer und andere.  Nach der Ausbildung leistete er einen 15monatigen Wehrdienst was ihm einen Einblick in der Wehrbeschaffenheit der Bundesrepublik und das Soldatenleben gab.

Bereits in der Schulzeit, der Ausbildung und der Zeit bei der Bundeswehr war er stets mit dem linken Zeitgeist konfrontiert, den er destruktiv erlebte. Er konnte sich nie damit anfreunden und trat früh deren verkündeten Verheißungen entgegen. Erste Begegnungen mit innerer Emigration, die ihm auch später nie loslassen sollte.

Bräuninger war früh ein „politischer“ Mensch aber mit dem Zugang zu einer politischen Organisation tat er sich schwer. Wo engagieren? CDU, SPD, FDP und Grüne waren für ihn nie eine Option, eine einflussreiche „Alternative für Deutschland“ gab es 1987 noch nicht, so streckte er als 22jähriger seine Fühler bei der NPD aus, wo er 4 Jahre deren Mitglied war. Er erkannte, dass die Partei eine „Sammlung der Erfolglosen“, ihr öffentliches Auftreten von Konzeptlosigkeit geprägt war und ihr Agieren ohne politische Strategie stetiges Chaos erzeugte. 

Dennoch hatte er schon in jener Zeit Begegnung mit prägenden Figuren der Konservativen Revolution, namentlich Armin Mohler, Hans-Dietrich Sander, Günter Maschke, die seine Weltsicht formten. Auch Ernst Jünger und Carl Schmitt waren ihm Vorbilder, mit dessen Werken er sich intensiv beschäftigte. Spannend und einfühlsam beschreibt er die verschiedenen Treffen mit diesen konservativen Denkern.

Ausfühlich beschäftigte sich Bräuninger über Jahrzehnte mit dem NS-Staat, wobei die systemimmanente Opposition sein Schwerpunkt war. Heute muss er als unerreichte Kapazität für diesen Zeitabschnitts gesehen werden.  Auch seine Analyse zu Claus von Staufenberg und dem Kreis der Verschwörer des 20. Juli 1944 schildert er beeindruckend, indem er auf die führenden Köpfe ausführlich eingeht und deren Handeln mit all ihren Hoffnungen, aber auch deren Fehleinschätzungen behandelt. Über Staufenberg schrieb er ein Buch, das Alain de Benoist als das „beste Buch zum Thema Staufenberg“ bezeichnete.

Seine Bestrebungen die zersplitterte konservativen Kräfte in Deutschland zu mehr gemeinsamen Handeln zu bewegen, beispielhaft wie in Frankreich die „Novelle Droite“ um Alain de Benoist und Guillaume Faye. Am Ende erntete er damit mehr Konfrontationen als Zustimmungen. Beispielhaft steht dafür sein Zerwürfnis mit der Jungen Freiheit. Das Gegeneinander am rechten Rand, aber mehr noch die weiter herrschende linke gesellschaftliche Hegemonie im Mainstream mit all den publizistischen Ächtungen und staatlichen Schikanen führten bei Bräuninger in einen Entfremdungsprozess. „In all den Jahren hatte ich mich gewissermaßen in die innere Emigration begeben. Irgendeine Beteiligung am Leben dieses Staates, sei er politisch oder kulturell, war für mich vollkommen ausgeschlossen“.

Nie verlor er aber den Glauben an seine innere Kraft und so kämpfte er weiter, nach dem Motto „… aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als immer wieder das Richtige zu sagen, immer wieder“ (Günter Maschke). Er verlegte sich von nun an ganz auf eine Autorentätigkeit, quasi mit dem Nimbus eines Privatgelehrten, was er ja tatsächlich auch war.

Im Buch erzählt er wie er einen Artikel oder auch ein Buch schreibt, wie er das Thema findet und dazu recherchiert. Christentum, Islam und Judentum sind Themen mit denen er sich im Buch beschäftigt.

Kompromisslos rechnet er mit der Kaste der Berliner Republik ab. Die zerstörenden Verwerfungen die die Politik der Masseneinwanderung nicht erst seit 2015, mit den unerträglichen Folgen für die Menschen unseres Volkes haben ein politisches Trauma hinterlassen, dass das Potential hat irreparabel zu sein. In diesen Kontext stellt der Autor sowohl die Ereignisse der Silvesternacht 2015 in Köln, als auch diverse Attentate im öffentlichen Raum. Ein ausschließliches Konzentrieren nur noch auf die Vereinigung Europas ist für ihn „verlorene Außenpolitik“, deren Inhalt von Selbsthass und Verachtung geprägt ist. Er stellt Fragen auch zur endlich bestehenden Alternative für Deutschland, der AFD, „ist sie Türöffner und Tabubrecher“? und vergleicht die Situation in Deutschland mit anderen Erneuerungsbewegungen in Europa.

Um dieses beachtliche Werk abschließend zu bewerten lassen wir am besten den Autor selbst zu Wort kommen. „Somit ist dieses Buch, keine ideengeschichtliche, historische, philosophische oder gar weltanschauliche Abhandlung, sondern eher auf dem „Gefechtsstand“ entstandene Bestandsaufnahme und schonungslose Abrechnung mit den Herrschenden in der Berliner Republik und jenen unseligen Kräften, die uns als Volk und Nation dem Untergang überantworten wollen.“  Dagegen gilt es aufzustehen und das ist Bräuninger mit diesem Buch gelungen.

In Minenfeldern

Werner Bräuninger

Metapol-Verlag

2025 € 28,00

664 Seiten

Zu beziehen:

MetaPol-Verlag & Medien

Charlottenstrasse 34, 01099 Dresden

[email protected]

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Höllenfahrt der Republik

23. Januar 2026 um 09:00

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In dem im Metapol-Verlag erschienen Buch seziert der Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens die in der Bundesrepublik Deutschland voranschreitende Fäulnis des politischen Systems, das ihm dem Tode geweiht scheint.

In einem handwerklich hervorragend gestalteten Buch, das bereits beim Durchblättern zum sofortigen Lektürebeginn auffordert und den Leser durch 80 Jahre Geschichte voller Irrungen und Fehlentscheidungen führt.

Das sinkende Schiff, auf dem Cover das an den Untergang der Titanic erinnert, ist eine Metapher für das Navigieren der Republik in schweren Fahrwassern. 

Den Titel des Buches der eine Anlehnung an Worte, des patriotischen Denkers Hans-Dieter Sander, dem Verfasser des Buches „Nationaler Imperativ“ ist, der schon vor langer Zeit den abschüssigen Weg des deutschen US-Vasallen als Höllenfahrt bezeichnete.  

Die vorgelegten Aufsätze wurden über mehrere Jahrzehnte geschrieben und dokumentieren die Entwicklungen fortschreitender Zersetzung. Sie sind nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet, beginnend mit der Vorgeschichte Deutschland nach 1945. Clemens sieht die Ursachen der Fehlentwicklungen bereits zu Anfang gelegt. Unmittelbar nach Gründung der CDU und das politische Durchsetzen der Führungsrolle von Konrad Adenauer in der Partei, war der Weg vorgegeben, der sich in einer Politik der Abkehr von der Einheit und dem Setzen falscher Prioritäten manifestierte. Im wirtschaftlichen Aufbau des zerstörten Landes wurden auf einen rein wirtschaftspolitischen Kurs gesetzt, was insofern als erfolgreich bezeichnet werden kann, da er zu einer Etablierung und Steigerung von Wohlstand im Volk führte. Die CDU konnte sich deshalb in den folgenden Wahlen behaupten. Der Preis dafür war der Verlust nationaler Identität.

Fragen der Souveränität Deutschlands wurden zurückgestellt, stattdessen setzte Kanzler Adenauer auf konsequente Westbindung, Bestrebungen zu einer Politik mit dem Ziel des Erreichens der Wiedervereinigung wurden behindert und ausgegrenzt. Dazu gesellte sich die starke antikommunistische Motivation, die davon ausging Asien beginne an der Elbe. Die 1952 vorgelegte „Stalin-Note“, die ein souveränes neutrales wiedervereinigtes Deutschland vorschlug, was brüsk zurückgewiesen wurde. Dies führte Deutschland außenpolitisch in die Unbeweglichkeit und machte eine Politik der nationalen Interessen unmöglich und führte in den 1980er Jahren gar zu einer Quasi Anerkennung der DDR, die mit Milliarden von DM-Zuwendungen am Leben gehalten wurde.

Mit den Ereignissen 1989/90, die zu Anfang die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Sackgasse zu eröffnen schien, setzte sich aber die weitere Verabschiedung von einer Politik zu mehr nationaler Identität verstärkt fort. Mit der Förderung eines deutschlandfeindlichen Zeitgeistes richtete man nun alles auf die Vereinheitlichung Europas aus. Im Prinzip wurde dadurch das Vasallentum der Deutschen mit Brüssel erweitert. Eigene Standpunkte zu geopolitischen Veränderungen waren nicht vorhanden.

Zum 40 Jahrestag des Kriegsendes am 08.Mai 1985 verkündete der damalige Bundespräsident Richard Weizäcker, den Tag der Deutschen Kapitulation zum „Tag der Befreiung“. Ein weiterer Meilenstein Deutscher Geschichte, der der fehlenden nationalen Identität eine „Schuldidentität“ verordnete, der alle folgenden Entscheidungen unterzuordnen sind, so die Politik zu grenzenloser Zuwanderung, fehlendem Wehrbewusstsein, gesellschaftliche Stellung der Soldaten und umfassende Kollektivschuld für alle Missstände der Welt. Für diejenigen die dazu eine andere Sichtweise haben wurde nicht nur der Ausschluss aus Debatten organisiert, vielmehr wurden gesetzliche Rahmen zur Verfolgung installiert, die im Buch völlig zurecht als Gesinnungsjustiz bezeichnet werden. Durchgesetzt wurde, dass auf allen Ebenen der Rechtsprechung dies zur Anwendung kam. So wird bis zum BVerG heute die Verwendung des Begriffs ethnischer Volksbegriff als „rechtsextrem“ angesehen. Gemäß einer Opferpyramide wird in allen gesellschaftlichen Angelegenheiten heute das Fremde oben verortet, das Deutsche dagegen unten. Inzwischen hat dies für alle Lebensbereiche zu gelten.

Clemens zeigt auch wie in der Diskussion um die Menschenrechte eine doppelte Moral vorherrscht, so sollen diese universalen Rechte allen Menschen zustehen und unverletzlich sein, in der Corona Politik der Regierung Merkel zeigte sich jedoch, dass man weder von Menschenrechten noch von Menschenwürde wenig hielt. Auch hier gab es den Schulterschluss von Regierung und Gerichtsbarkeit. Verweigerer des Maskentragens trotz ärztlichem Attest wurden ausgegrenzt und schikaniert, Ärzte verfolgt, Demonstrationen verboten, Teilnehmer niedergeknüppelt und verhaftet. Einzelne Festgenommene mussten viele Monate in U-haft verbringen. 

Eine besondere Erwähnung verdienen auch die Berichte eigenen Erlebens, welche die geschilderten Entwicklungen deutscher Geschichte plastisch machen. Das waren die Jahre der Wiedervereinigung, die Besuche des WGT „Wave-Gotik-Treffen“ mit seinen Darbietungen Deutscher Kultur. Clemens zeigt Lichtblicke, die für Tage eine Befreiung von alltäglichem Multikult-Berieselung möglich machen.

Zum Schluss zieht der Autor Parallelen zur Reformation und zu Luther. Der Reformator hat seine Thesen entwickelt, weil es ein Unbehagen an den herrschenden Verhältnissen gab.  Der Unterschied zu heute ist darin zu sehen, dass es damals ein Bewusstsein zur Fremdherrschaft gab. Man wollte nicht von Rom und der katholischen Kirche regiert werden. Das fehlt heute umfassend, was heißt ein Volksbewusstsein muss erst geschaffen werden.

Um das zu erreichen muss eine grundlegende Neubestimmung erfolgen, wie sie 1990 ausgeblieben ist. „Jeder Tag, der abläuft, wird sie überfällig“. Das kann nur mit mehr Wir-Gefühl geschehen. Mit lediglich kosmetischen Eingriffen wird es nicht getan sein.


Erstmalig veröffentlicht auf www.synergon-info.blogspot.com

Die Höllenfahrt der Republik

Björn Clemens

Metapol-Verlag

2025; € 23,00

356 Seiten

Zu beziehen: MetaPol Verlag & Medien, Charlottenstraße 34, 01099 Dresden

E-Mail:

info(at)gegenstrom.org

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