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Heute — 03. Februar 2026

Plan International betont Rolle von Männern in der Aufklärung gegen Genitalverstümmelung

03. Februar 2026 um 13:10

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Plan International fördert Einbindung von Männern in die Aufklärungsarbeit gegen FGM/C

Hamburg (ots) – Anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) am 6. Februar hebt die Kinderrechtsorganisation Plan International die Bedeutung der aktiven Einbindung von Männern in die Aufklärungsarbeit hervor.

Risikofaktoren und Betroffenheit

Weltweit sind mehr als 230 Millionen Mädchen und Frauen von Beschneidung betroffen. In Deutschland leben Schätzungen zufolge fast 104.000 Betroffene, darunter etwa 20.000 Mädchen, die als gefährdet gelten. Die meisten dieser Frauen leiden ihr Leben lang unter den Folgen des Eingriffs.

Position/Zitate

„Weibliche Genitalverstümmelung ist in den betroffenen Gemeinden ein Tabuthema,“ sagt Edell Otieno-Okoth, Referentin für FGM/C bei Plan International Deutschland. „Wir können das Vertrauen der Menschen dort jedoch nur gewinnen, wenn wir mit ihnen sprechen. Das gilt für Frauen ebenso wie für Männer. Auch sie müssen in der Aufklärung für ihre Verantwortung sensibilisiert werden: Ob Vater, Ehemann, Bruder, religiöser Führer oder Dorfvorsteher – sie alle können ihren Einfluss nutzen und dazu beitragen, die schädliche Praktik in ihren Familien und Gemeinden zu beenden.“

Angebot/Hintergrund

Um in Deutschland gegen weibliche Genitalverstümmelung vorzugehen, arbeitet Plan International in Kooperation mit regionalen Beratungs- und Anlaufstellen am Ausbau eines bundesweiten Netzwerks. Die Paneldiskussion „Männer zwischen Religion und Tradition – gemeinsam gegen FGM/C“ findet am 5. Februar um 14:00 Uhr in Hamburg statt. In der Veranstaltung tauschen sich männliche Podiumsgäste über Herausforderungen im Umgang mit FGM/C in ihren Gemeinden aus. Der Livestream ist für alle Interessierten zugänglich, sodass Fragen an die Panelteilnehmer gestellt werden können.

Plan International setzt sich seit über 20 Jahren weltweit gegen weibliche Genitalverstümmelung ein, unter anderem in Ägypten, Äthiopien und Senegal. Ziel der Informationsveranstaltungen ist es, Eltern und Gemeindemitglieder über die schwerwiegenden Folgen der Menschenrechtsverletzung aufzuklären und sie für ihre Verantwortung zu sensibilisieren. Fachkräfte im Gesundheitsbereich werden zudem im Umgang mit Betroffenen geschult.

Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

Original-Content: news aktuell

Der Artikel Plan International betont Rolle von Männern in der Aufklärung gegen Genitalverstümmelung erschien zuerst auf Nordische Post

(Auszug von RSS-Feed)
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