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Gestern — 27. Februar 2026

Bergbauindustrie benötigt 1,1 Billionen US-Dollar Investitionen bis 2040 zur Deckung der Nachfrage

27. Februar 2026 um 08:05

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Investitionen in der Bergbauindustrie bis 2040 notwendig

Hamburg (ots) – Die Bergbauindustrie benötigt weltweit 1,1 Billionen US-Dollar (USD) an Investitionen bis 2040, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Risiken und Anlass

Etwa 800 Milliarden US-Dollar entfallen auf den Ausbau der Kapazitäten, um den Nachfrage-Boom durch KI und grüne Technologien abzudecken. Weitere rund 450 Milliarden USD sind erforderlich, um die Branche selbst nachhaltiger zu gestalten. Diese Informationen stammen aus einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Allianz Trade.

Position und Zitate

„Der Nachfrage nach kritischen Mineralien boomt“, sagt Dr. Markus Zimmer, Senior Volkswirt und ESG-Experte bei Allianz Trade. „Ein doppelter Wandel treibt den Bedarf nach Mineralien in die Höhe, da Dekarbonisierung und Digitalisierung gleichzeitig die industrielle Basis neu gestalten.“

Dr. Zimmer erläutert weiter, dass sich Energiesysteme in Richtung Elektrifizierung und erneuerbare Energien verlagern, während die Investitionen in Rechenzentren und Computerinfrastruktur durch künstliche Intelligenz gesteigert werden.

Anstieg der Nachfrage

Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass die Nachfrage nach Lithium bis 2040 fünffach ansteigen könnte, während Graphit und Nickel sich verdoppeln. Bei Kobalt und Seltenen Erden wird ein Anstieg um 50 bis 60 Prozent erwartet, und bei Kupfer um etwa 30 Prozent. Um diesen Anstieg zu bewältigen, sind neben neuen Minen auch erweiterte Verarbeitungskapazitäten und qualifizierte Arbeitskräfte nötig.

„Die Industrie hat Mühe, mit dieser rasanten Nachfrage Schritt zu halten“, sagt Zimmer.

Nachhaltigkeit als entscheidender Faktor

Neue Projekte stehen vor Herausforderungen in Bezug auf Genehmigung und Finanzierung sowie steigenden ökologischen und sozialen Standards. Dies führt dazu, dass das Wachstum der Förder- und Verarbeitungskapazitäten behindert wird.

„Gleichzeitig ist der Bergbau für etwa 4-7 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sowie für die Abholzung von Waldflächen“, betont Zimmer.

Von 2001 bis 2023 wurden fast 20.000 km² Wald abgeholzt, was zu etwa 0,75 Gigatonnen CO2 führte. Strengere Betriebsvorschriften und Maßnahmen zur Renaturierung könnten helfen, die Auswirkungen zu verringern.

„Es sind erhebliche Investitionen erforderlich“, sagt Zimmer. „Wir schätzen den kumulierten Investitionsbedarf bis 2040 für zusätzlichen und nachhaltigen Bergbau auf rund 1,1 Billionen US-Dollar.“

Eine Unterinvestition könnte dazu führen, dass die Gesellschaft für ausgebliebene Stilllegungsrückstellungen aufkommen muss. Verbesserte nachhaltige Praktiken könnten hier Abhilfe schaffen und die Glaubwürdigkeit der Genehmigungen erhöhen.

Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

Original-Content: news aktuell

Der Artikel Bergbauindustrie benötigt 1,1 Billionen US-Dollar Investitionen bis 2040 zur Deckung der Nachfrage erschien zuerst auf Nordische Post

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