NDS-News

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Gestern — 01. Februar 2026

Eisbären werden dicker – und das trotz schmelzendem Eis

01. Februar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

Offensichtlich werden die Eisbären fetter, schwerer und auch gesünder. Auf Spitzbergen, dem norwegischen Archipel Svalbard, zeigt eine neue Langzeitstudie ein Bild, das so gar nicht zur gängigen Klimakatastrophen-Erzählung passen will.

Seit Jahren wird den Menschen erzählt, der Klimawandel und das angeblich wegschmelzende arktische Eis würden den Eisbären schaden. Doch die Realität will sich der permanenten Panikmache einfach nicht anschließen. Statt ausgemergelter Symboltiere des Weltuntergangs präsentieren sich die Tiere robuster denn je – und das seit den frühen 1990er-Jahren, während die Zahl eisfreier Tage seitdem zugenommen hat.

Die Forscher des Norwegischen Polarinstituts hatten eigentlich das Gegenteil erwartet. Schließlich gilt das Meereis als zentrale Jagdplattform der Eisbären, ohne die sie angeblich kaum überlebensfähig sind. Doch offensichtlich sind die Tiere anpassungsfähiger als gedacht. Zwischen 1992 und 2019 wurden 770 erwachsene Tiere vermessen und gewogen – mit einem klaren Ergebnis: Die Fettreserven haben signifikant zugenommen. “Je fetter ein Bär, desto besser”, sagt Studienleiter Jon Aars.

Die Bären haben sich neue Nahrungsquellen erschlossen. Statt ausschließlich vom Eis aus auf Robbenjagd zu gehen, nutzen sie vermehrt landbasierte Beute. Rentiere und vor allem Walrosse stehen inzwischen häufiger auf dem Speiseplan. Letztere sind seit den 1950er-Jahren streng geschützt, ihre Bestände haben sich erholt – und liefern nun reichlich energiereiches Fett.

Hinzu kommt ein weiterer, wenig beachteter Effekt: Weniger Eis bedeutet nicht zwangsläufig weniger Beute. Wenn sich Robben auf kleinere Eisflächen konzentrieren müssen, werden sie für Eisbären leichter erreichbar. Statt endloser Jagden über große Distanzen ergeben sich punktuelle, effiziente Nahrungsquellen. Auch das passt schlecht zur These vom hilflos verhungernden Eisbären, der angeblich schon heute kurz vor dem Aus steht.

Natürlich versuchen die üblichen Mahner sofort gegenzusteuern. Umweltorganisationen und begleitende Kommentatoren betonen, es handle sich nur um einen kurzfristigen Effekt. Langfristig sei der Untergang unausweichlich, heißt es. Körperfett sei nur “ein Teil des Puzzles”. Positive Neuigkeiten passen eben nicht ins alarmistische Bild.

Dabei wird ein zentraler Punkt gern unter den Tisch gekehrt. Die Eisbärenpopulation auf Svalbard erholt sich seit dem Ende der intensiven Bejagung in den 1970er-Jahren. Jahrzehntelanger Schutz, steigende Beutetierbestände und ökologische Anpassungsfähigkeit ergeben ein Gesamtbild, das mit der simplen Erzählung vom angeblichen CO2-getriebenen Artensterben nicht vereinbar ist.

(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

Wie gespalten ist heutige Gesellschaft der USA?

30. Januar 2026 um 13:06

Vorschau ansehen

Neben der US-Außenpolitik wird die politische Landschaft der USA auch von wachsenden innenpolitischen Spannungen erschüttert. Die Fronten verhärten sich, wie zuletzt nach Straßenkämpfen, die Michigan betrafen.

Scott Ritter kommentiert ein jüngstes Posting von Bridget
Brink, der vormaligen Botschafterin der USA in der Ukraine

Von REDAKTION | Bridget Brink war mit Wirkung vom 21. April 2025 von ihrem Posten als US-Botschafterin in der Ukraine zurückgetreten. Ihr Schritt fand vor dem Hintergrund politischer Differenzen im Zuge der Neuausrichtung der US-Außenpolitik unter der Administration-Trump hin zu Russland statt.

Am 18. Juni 2025 gab Brink bekannt, bei den Vorwahlen der Demokraten für das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten im 7. Kongresswahlbezirk von Michigan kandidieren zu wollen, um bei den kommenden Wahlen im Jahr 2026 den amtierenden Republikaner Tom Barrett im Repräsentantenhaus abzulösen.

Bridget Brink gilt als Ukraine-Versteherin, was sie auch auf ihrem Social-Medienkanal bei X, selbst nach ihrem Rücktritt als Ukraine-Botschafterin, in regelmäßigen Abständen und stets ähnlichem Lay-out, immer wieder deutlich macht:

Postings von Bridget Brink vom 15.8.2025 & 21.11.2025 im Kampf gegen Russland | Quelle: Screenshots X @AmbBridgetBrink

Sie schreibt in den oftmals wortgleichen Einleitungen Ihrer Postings:

„Ich war US-Botschafterin in der Ukraine und lebte drei Jahre lang unter Putins Raketen und Drohnen. Ich trat zurück und sprach mich dann gegen Trumps Regierung aus, weil wir für unsere Werte im In- und Ausland einstehen müssen.“

Danach folgen spezifische Kritikpunkte von Bridget Brink, wie beispielsweise:

    • Meine Gedanken vorab zum Trump/Putin Treffen…
    • Hier folgt, warum der Trump/Putin «Friedensplan» ein Desaster ist…

Am 28. Januar 2026 postete Bridget Brink vor dem Hintergrund ihres, wie sie schreibt – „unbeugsamen Kampfes seit 28 Jahren gegen Diktatoren“ – einmal mehr ihre Kritik an der gegenwärtigen US-Außenpolitik, was Scott Ritter zu einer Entgegnung auf seinem Telegram-Kanal veranlasste:

Bridget Brink schrieb am 28.1.2026:

„Nachdem ich drei Jahre lang als Botschafterin in der Ukraine unter Putins Raketen und Drohnen gearbeitet hatte, trat ich zurück, während Trump weiterhin Putin beschwichtigte.

 Das Amerika, dem ich 28 Jahre lang stolz gedient habe, beugt sich nicht vor Diktatoren. Das entspricht nicht unserem Wesen. Aber die Trump-Regierung tut genau das.“

Die Antwort von Scott Ritter am 29.1.2026 auf besagtes Posting von Bridget Brink vom Tag zuvor

Scott Ritter schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

Zitat

 Die Amerikaner, denen Sie 28 Jahre lang gedient haben, …

  • … haben die Garantien, die sie hinsichtlich der Erweiterung der NATO gegeben hatten, verletzt.
  • Sie haben eine europäische Hauptstadt bombardiert und das Hoheitsgebiet eines souveränen Staates (Kosovo) illegal annektiert.
  • Sie sind in einem souveränen Staat, Afghanistan, eingefallen und haben ihn besetzt, um einen Regimewechsel herbeizuführen.
  • Sie haben einen illegalen Angriffskrieg gegen den Irak geführt und einen souveränen Staat auf der Grundlage von Lügen und gefälschten Geheimdienstinformationen besetzt.
  • Sie sind aus einem fundamentalen Rüstungskontrollvertrag (ABM) ausgestiegen und haben damit die globale Sicherheit destabilisiert.
  • Sie haben verdeckte Operationen gegen einen souveränen Staat (Iran) durchgeführt, um diesem die Rechte zu verweigern, die ihm gemäß Artikel 4 des Atomwaffensperrvertrags zustehen.
  • Sie haben Georgien ermutigt, Kampfhandlungen gegen Russland zu beginnen und
    haben illegale Operation zum Regimewechsel in Libyen, welche die Maghreb-Region destabilisierte, durchgeführt.
  • Sie haben eine massive und verdeckte Operation gegen Syrien, bei der Al-Qaida und islamische Extremisten mit Waffen versorgt wurden, durchgeführt.
  • Sie haben einen Staatsstreich in der Ukraine, durch den ukrainische Nationalisten an die Macht kamen, deren Ideologie mit Hitler verbunden ist, durchgeführt.
  • Sie haben legitime Friedensprozesse als Deckmantel, um die Ukraine zu einem NATO-Stellvertreter zu machen, mit dem Ziel Krieg gegen Russland zu führen, genutzt.
  • Sie haben sich aus einem zweiten fundmentalen Rüstungskontrollvertrag (INF) zurückgezogen und damit die globale Sicherheit weiter destabilisiert.
  • Sie haben illegale Morde mit Drohnen und andere Militäroperationen gegen zahlreiche souveräne Staaten durchgeführt und damit gegen das Völkerrecht verstoßen.

Die Dauer Ihrer Amtszeit fällt mit dem Niedergang der Vereinigten Staaten als Kraft des Guten in der Welt und deren Verwandlung in eine globale Hegemonialmacht, welche ihre Macht nur durch rechtswidrigen Einsatz von Gewalt aufrechterhalten kann, zusammen.

An Ihrer Stelle würde ich um Vergebung bitten und versuchen, Ihre lange Liste von Sünden wiedergutzumachen, anstatt sich als Leuchtturm der Legitimität darzustellen.

Sie sind genau der Urheber derjenigen Politik, gegen die Sie sich heute stellen!

Ihnen fehlt jede moralische Grundlage, um darüber Predigten halten.

Machen Sie sich davon!

Sie sind das Problem, nicht die Lösung.

Zitat Ende

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

*** 

Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
UNSER MITTELEUROPA + kritisch + unabhängig + unparteiisch +

UNSER-MITTELEUROPA-Beiträge unter „Zeitgeschichte und Globalpolitik“ mögen deutschsprachigen Lesern wie auch Historikern als ergänzende Zeitdokumente dienen, nachdem die gängige Massenberichterstattung im deutschen Sprachraum zu politischen Themen oftmals von Tendenzen einer mehr oder weniger lückenhaften Darstellung, wenn nicht immer stärker werdenden Zensurbestrebungen geprägt ist.

Beiträge von Gastautoren und die Übernahme von Artikeln anderer Medien müssen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

The post Wie gespalten ist heutige Gesellschaft der USA? appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

(Auszug von RSS-Feed)

Pfizers todsichere Genspritze? Krebs-Promoter aus dem Labor

30. Januar 2026 um 12:00

Vorschau ansehen

Eine im Dezember 2025 auf PubMed veröffentlichte Untersuchung kanadischer Wissenschaftler weist nach: In Pfizer/BioNTechs mRNA-Genspritze finden sich Reste des SV40-Promoters, eines genetischen Schalters, der in der Krebsforschung gezielt eingesetzt wird, um Tumore bei Labormäusen auszulösen.

Die Studie von David J. Speicher und Kollegen analysierte originale Chargen von Pfizer/BioNTech- und Moderna-Impfstoffen. Mithilfe präziser Methoden wie Fluorometrie und qPCR quantifizierten die Forscher residuale Plasmid-DNA, Überreste des bakteriellen Produktionsprozesses, die eigentlich weitgehend entfernt werden sollten. In Pfizer-Dosen lagen die Werte bei bis zu 1.548 ng DNA pro Dosis, spezifisch der SV40-Promoter-Enhancer bei bis zu 23,72 ng. Moderna fiel hier deutlich weniger auf, doch bei Pfizer überschritten zwei von sechs getesteten Chargen sogar die ohnehin großzügigen Grenzwerte der FDA und WHO für den SV40-Abschnitt.

Pfizer/BioNTech nutzt für die kommerzielle Produktion der Genspritze Plasmide als Vorlage für die mRNA-Transkription. Diese enthalten den SV40-Promoter, einen starken Aktivator aus dem Simian-Virus 40, der die Genexpression in Säugetierzellen extrem effizient antreibt. In der klinischen Erprobungsphase kam noch ein anderer Prozess zum Einsatz, doch für den Massenmarkt wechselte man zu dieser Methode, und offenbar gelang die vollständige Entfernung der DNA-Reste nicht. Die Fragmente sind klein und verkapselt in Lipid-Nanopartikeln, die genau dafür designt sind, Zellmembranen zu durchdringen und den Inhalt in den Zellkern zu transportieren.

In der Krebsforschung wird der SV-40-Promoter seit Jahrzehnten gezielt eingesetzt, um transgene Mäuse zu erzeugen, die zuverlässig Tumore entwickeln. Sein virales großes T-Antigen deaktiviert Tumorsuppressoren wie p53 und Rb, was die Krebsunterdrückung verhindert, ein Standardmodell für Prostata-, Gehirn- oder Pankreastumore. Wer sich in der onkologischen Literatur umsieht, stößt überall auf diese Anwendung. Der Promoter treibt die Expression onkogener Gene in Mäusen so effektiv voran, dass Forscher ihn als Werkzeug wählen, um die Krebsentstehung und ihre möglichen Therapien zu studieren. In der Impfstoffherstellung wurde SV40 deshalb seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt. Bis jetzt.

Die Verwendung des SV40 zur Produktion der mRNA-Genspritzen lässt sich mit Fahrlässigkeit kaum noch erklären. Die Autoren der Studie sprechen von „significant safety concerns“ (gravierenden Sicherheitsbedenken) und weisen auf die erhöhte Transfektionsrate (= das Einbringen von Fremd-DNA und RNA) durch die Lipid-Nanopartikel sowie auf kumulative Effekte durch Mehrfachimpfungen hin. Die mögliche Integration ins menschliche Genom, Entzündungsreaktionen (Autoimmunerkrankungen) oder langfristige onkogene Risiken, all das blieb ununtersucht und unberücksichtigt. Die staatlichen Regulierungsbehörden wie EMA und FDA winkten die mRNA-Genspritzen trotzdem durch, obwohl bereits frühere Analysen von Kevin McKernan und anderen auf ähnliche Kontaminationen hinwiesen.

Wie konnte eine Substanz, die in Labors gezielt zur Krebserzeugung verwendet wird, in einem Produkt landen, das als „sicher und wirksam“ vermarktet wurde? Die Verantwortlichen bei Pfizer/BioNTech und den Behörden schweigen dazu eisern. Die Studie aus Ontario ist ein weiterer Beleg dafür, dass Patientensicherheit in der Plandemie keine Priorität war.

Wobei, Patienten wären ja kranke Menschen. Mit der Genspritze wurde alle „behandelt“, Kinder, Gesunde, „symptomlos Erkrankte“. Hier wurde an gesunden Menschen ohne Not mit Substanzen experimentiert, deren langfristige Folgen niemand abschätzen kann. Unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes. Profitiert hat die Pharmaindustrie, deren Gewinne astronomisch waren. Die mit der Pharmaindustrie verbandelte Politik, deren Macht ins Unermessliche wuchs. Und die Medien, die hunderte Millionen von Staat und Pharmaindustrie erhielten, um das Plandemie-Narrativ zu pushen.

(Auszug von RSS-Feed)

Wie die USA ihren Angriffskrieg gegen den Iran als «Staatskunst» verpacken

29. Januar 2026 um 13:36

Vorschau ansehen

Jeffrey Sachs, Autor, Ökonom und Professor an der Columbia Universität zeigt am Beispiel der Iran-Krise, dass die Massenmedien des Westens ihrer Aufgabe als vierte Säule zur Kontrolle des Staates nicht gerecht werden – das heißt de facto versagen und so zum Staatsverfall im Westen beitragen.

Judge Napolitano und Jeffrey Sachs diskutieren die Rolle
der USA gegen den Iran und die steigende Kriegsgefahr

Judge Napolitano (li) befragt Jeffrey Sachs zur umstrittenen Rolle der USA im Krieg gegen den Iran | Quelle: Screenshot Judging Freedom, YouTube

[…]

Napolitano: … Ich möchte nun zu einem Ihrer anderen Fachgebiete übergehen, nämlich der Wirtschaft. Bevor ich Ihnen die Frage stelle, werde ich etwas einspielen: US-Finanzminister [Scott] Bessent prahlt schamlos über das wirtschaftliche Chaos im Iran, doch welches er verursachen ließ – sehen Sie sich das an:

20.01.2026 – Maria Bartiromo spricht am WEF in Davos Scott Bessent auf den Wirtschaftskrieg gegen den Iran an | Quelle: Screenshot Judging Freedom, YouTube

Maria Bartiromo: Was möchten Sie zu den Sanktionen [gegen den Iran] sagen? Woran arbeiten Sie bzw. was planen Sie diesbezüglich gegen den Iran und welche Auswirkungen [wären zu erwarten]? Funktionieren die Sanktionen überhaupt und auch die 500% Sekundär-Sanktionen bzw. Tarife gegen Länder, welche Energieprodukte aus Russland kaufen?

20.01.2026 – Der US-Finanzminister brüstet sich mit dem Wirtschafts-Chaos im Iran | Quelle: Screenshot Judging Freedom, YouTube

Scott Bessent: Okay, also zwei Dinge: Es gibt Sanktionen des Finanzministeriums! In meiner Rede, die ich im März letzten Jahres im Economic Club of New York gehalten habe, ging ich davon aus, dass die iranische Währung kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Im Fall, dass ich iranischer Staatsbürger wäre, würde ich mein Geld abheben. Präsident Trump hat das Finanzministerium und unsere Abteilung, das Office of Foreign Asset Control [OFAC] angewiesen, maximalen Druck auf den Iran auszuüben, was funktioniert hat. Denn im Dezember ist Irans Wirtschaft zusammengebrochen. Wir haben gesehen, wie eine große Bank unterging. Ihre Zentralbank begann, Geld zu drucken. Es gibt einen Dollar-Mangel. Sie sind nicht in der Lage, Importe zu tätigen. Deshalb sind die Menschen auf die Straße gegangen:

Das ist ökonomische Staatskunst!

Es wurden keine Schüsse abgefeuert und die Dinge entwickeln sich da sehr positiv.

Judge Napolitano: Diesen Kommentar [Bessents] in Davos gegenüber meiner Bekannten und vormaligen Kollegin, Maria Bartiromo gab es einen Tag nachdem Sie selbst einen Artikel veröffentlicht hatten und darüber enthüllten, was das amerikanische Finanzministerium mit der Wirtschaft in Venezuela wie auch im Iran anrichtete. Hier [in Davos] gibt Bessent unmissverständlich und wie Sie sagen, schamlos zu, welches Elend er verursacht habe!

Jeffrey Sachs: Das ist wirklich wichtig! Es ist sehr wichtig, dass die Menschen verstehen, was sie gerade erfahren haben. Ich möchte wirklich an die Reporter der New York Times, die jeden Tag falsch bzw. unehrlich berichten, sowie an die Reporter der Washington Post, des Wall Street Journals und an die von MSNBC und andere, die darüber berichten, appellieren, sich das anzusehen, was Herr Bessent von sich gab:

Die Vereinigten Staaten haben mit wirtschaftlichen Mitteln Chaos im Iran verursacht!

Er hat das klar erklärt. Er begann seine Rede mit den Worten: „Ich glaube, die iranische Währung wird fallen!“ Das war der erste Schritt, um die Menschen dazu zu bringen, aus der Währung zu fliehen und einen sich selbst erfüllenden Zusammenbruch oder eine Panik auszulösen. Dann erklärt er noch, wie sein Finanzministerium bzw. deren Behörde OFAC, welche diese Sanktionen erzwingt und Tarife über Institutionen auf der ganzen Welt verhängt, um jegliche Geschäfte mit dem Iran zu unterbinden. Absolut normale legale Geschäfte. Die Idee dahinter ist, dass der Iran seine Produkte nicht exportieren und keinen internationalen Handel mehr betreiben kann. Das ist Kriegsführung. [Finanz-]Minister Bessent sagte, dass dies brillant funktioniert hätte und bis Jahresende die Banken und Währung zusammengebrochen seien und deshalb die Menschen auf die Straße gegangen wären:

Keines unserer Mainstream-Medien hat das richtig berichtet!

Sie alle berichteten nur über die offizielle US-Regierungspropaganda, wonach die Menschen auf die Straße gegangen wären, um gegen die Misswirtschaft des iranischen Regimes zu protestieren. So einfach läuft dieses Spiel. Natürlich ist es ein Spiel, bei dem man etwas wissen sollte, doch unsere Journalisten sind generell entweder unwissend, weil sie unaufmerksam sind bzw. nicht recherchieren oder sie werden von ihren Chefredakteuren kuratiert, die mit der CIA, dem Finanzministerium und dem Weißen Haus unter einer Decke stecken, um so an ihre Geschichten und Quellen heranzukommen.

Was in den letzten Wochen im Iran ablief, basiert auf der grundlegenden Tatsache, dass die Vereinigten Staaten einen Wirtschaftskrieg anfingen, um die iranische Wirtschaft zu zerstören und das auch weiterhin tun werden. Herr Bessent sagte dazu: „Es geht alles in eine positive Richtung!“ Mit süffisantem Grinsen verkündete er, wonach „das Ziel ein Regimewechsel“ sei!

Doch, das Ziel der New York Times war, pflichtbewusst zu berichten, dass sich das Volk gegen seine vermeintlich schreckliche Regierung erhoben hätte, ohne ein Wort über die ökonomische Kriegsführung der Vereinigten Staaten zu verlieren. Letztere ist absolut rechtswidrig und katastrophal: Sie zerstört Leben, Lebensgrundlagen, Gesundheit und führt zu einem Massensterben:

Man kennt diese US-Sanktionen, auf solche Weise über viele Länder verhängt, um diese zu zerstören!

Venezuela ist nur ein weiterer Fall in diese Richtung. Das Interessante an dem Interview mit Bessent war, dass er alles so klar und überdeutlich zugegeben hat. Ich habe so etwas in dieser Form noch nie erlebt. Natürlich war es mir bewusst: Deshalb habe ich am Tag zuvor darüber auch einen Artikel verfasst. Aber seine süffisanten Worte, wonach aufgrund besagter Massenunruhen und diesem Chaos alles „in die richtige Richtung“ ginge, sollten dem amerikanischen Volk und Kongress zu denken geben. Sicher gibt es noch einige Kongressabgeordnete und Senatoren, denen unser Land am Herzen liegt und die klarstellen sollten, um was es sich hierbei drehe.

Das passiert nicht nur im Iran: Die USA führen einen außer Kontrolle geratenen Wirtschaftskrieg, völlig unverantwortlich; oft manipuliert von reichen Wahlkampfspendern oder Trumps eigener Familie. Man führt Märkte an, kauft Anlagen oder lässt sie wieder abstoßen. Es sind Spiele und Bessent hat das mit einem Grinsen zugegeben. Es ist absolut schockierend, was da abläuft. Aber noch einmal:

In unserem Land sind die Mainstream-Medien genauso erbärmlich und tot, wie der US-Kongress!

Ich habe mein Bestes versucht und habe den Journalisten der New York Times geschrieben. Natürlich habe ich von ihnen keine Antwort bekommen. Diejenigen, die über den Iran berichten, brachten es nicht über sich, direkt zu berichten, was Bessent [offen] preisgab, doch spielen einfach mit!

Judge Napolitano: Hat Scott Bessent das schon einmal in seinem Berufsleben davor, bevor er – entschuldigen Sie – Finanzminister wurde, getan?

Jeffrey Sachs: Deshalb wurde er dorthin [zum Finanzminister] berufen: Er ist kein Experte für Finanzpolitik oder das Wohlergehen des amerikanischen Volkes. Davon versteht er nichts. Er versteht nichts von Budget – und von makroökonomischer Politik. Aber für die Zeit, als Bessent für George Soros arbeitete und er ein wichtiger Teil des Teams in London war, das 1992 das britische Pfund mit Leerverkäufen zu Fall brachte, konnte er eine Erfolgsbilanz vorweisen.

Über die nächsten 20 Jahre arbeitete er größtenteils für Soros. Er ist ein Hedgefonds-Manager, der versteht, wie man finanziell die Hebel in Bewegung setzt und ausquetscht. Er ist nicht gerade das, was man als ökonomische Staats-Politik erachten wollte, außer in dem Sinne, was er als „Staatskunst“ bezeichnete. Ich habe diesen Begriff noch nie in diesem Zusammenhang gehört: Er meint damit „Kriegsführung“, aber bezeichnet das als „ökonomische Staatskunst – ohne einen Schuss abgefeuert zu haben!“ – voll des Stolzes über sich!

Napolitano: Was passiert also, wenn ein Land – ich verwende hier Keynes‘ berühmten Ausdruck, den Sie gelegentlich zitieren – die Währung eines anderen Landes entwertet?

Jeffrey Sachs: Keynes, der große britische Politökonom des 20. Jahrhunderts – wahrscheinlich der größte Politökonom des letzten Jahrhunderts – schrieb 1919, dass die Entwertung der Währung – also der Zusammenbruch einer Währung – die bestehende Grundlage der Gesellschaft zerstört. Wenn die Währung zusammenbricht, zerfällt die Ordnung in der Gesellschaft und lässt die Menschen verzweifeln. Er schrieb, dass ein Zusammenbruch der Währung alle Kräfte der Wirtschaft auf die Seite der Zerstörung bringe, aber auf eine Weise, die kein Mensch aus einer Million, verstehen könne. Das veröffentlichte Keynes 1919 in „The Economic Consequences of the Peace”. [Anmerkung der Redaktion: Ein Buch mit vernichtender Kritik am Vertrag von Versailles].

Was im Iran geschieht, ist:

  • der vorsätzliche verursachte Zusammenbruch seiner Währung,
  • die vorsätzliche Schaffung von Massenarmut, Arbeitslosigkeit und Unruhen!

Ziel ist es, einen Regimewechsel im Iran zu bewirken. Vielleicht ist es wahr, dass nicht einer aus einer Million Journalisten der New York Times oder solchen der Mainstream-Medien dies verstehen. Doch inzwischen hätten sie zumindest Herrn Bessent, zuhören können, um gegebenenfalls darüber nachzudenken mit dem Versuch, ihre Aufgabe besser zu erfassen, um das zu berichten, was wirklich abgeht:

Die Vereinigten Staaten befinden sich im Krieg!

Krieg ist gemäß unserer Verfassung rechtswidrig, sofern er nicht vom US-Kongress erklärt worden wäre. Krieg ist auch gemäß dem Völkerrecht und der UN-Charta, Artikel 2, Abschnitt 4, die seit der Ratifizierung der UN-Charta im Juli 1945 zum Vertragsrecht der Vereinigten Staaten wurde, rechtswidrig. All das sollte Herr Stephen Miller verstehen [Anmerkung der Redaktion: S. Miller ist Stellvertretender Stabschef im Weißen Haus und Berater für Heimatschutz; er zählt zu den Hardlinern der Administration unter Trump]. Vielleicht tut er das auch. Tatsache ist jedoch, dass er versucht, seinen Chef von einer rechtswidrige Operation zu überzeugen, …

… während wir, das amerikanische Volk, eine konstitutionelle Republik wollen, doch keine Ein-Mann-Herrschaft!

Judge Napolitano: Sind diese Sanktionen und diese seltsamen, mal 500% bzw. mal nur 10% hohen Strafzölle ein Grund dafür, dass andere Länder – ich denke da an die BRICS-Staaten – sich vom US-Dollar als Zahlungsmittel abwenden?

Jeffrey Sachs: Natürlich haben die USA das, was einst als ihr exorbitantes Privileg galt, indem sie den US-Dollar bei den anderen Volkswirtschaften als Zahlungsmittel verwenden ließen, grob missbraucht. Solange die anderen Volkswirtschaften dem folgten, bedeutete dies für die USA, leichter an Kredite heranzukommen und der US-Regierung eine hohe Liquidität zu verschaffen.

Doch es stellte sich heraus, dass meiner Meinung nach die US-Regierung auf absolut katastrophale Weise glaubte, ihr Privileg dazu einsetzen zu können, um gegen andere Länder mit ökonomischen Mitteln Krieg führen zu lassen:

Was Bessent als Staatskunst bezeichnete, ist keine Staatskunst, sondern Krieg!

Doch, der Rest der Welt begreift allmählich, dass die Vereinigten Staaten aggressiv, unzuverlässig, nicht vertrauenswürdig und gefährlich sind. Das bedeutet nicht, dass die USA nicht weiterhin ihre Erpressungs- und Drohmittel und ihre Macht einsetzen werden – schließlich unterhalten die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte in etwa 80 Ländern weltweit. Ich meine, dass sich fast jedes dieser Länder:

  • von den USA zum Teil physisch besetzt fühlt!
  • anfällig für Staatsstreiche oder Unruhen fühlt, wie von Bessent beschrieben!
  • von den USA bedroht fühlt!

Länder, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden, werden dadurch nicht sicherer, sondern unsicherer:

Sie werden zu Vasallenstaaten der Vereinigten Staaten!

Das ist derzeit im gesamten Nahen Osten der Fall. Deshalb buckeln so viele arabische Länder, leider muss ich das sagen, vor den Vereinigten Staaten, weil sie über US-Militärstützpunkte besetzt sind. Aber der Punkt ist, dass der Rest der Welt Schritt für Schritt dazu übergeht zu sagen:

Das wollen wir nicht!

So kommt es, dass sich solche Länder zusammenschließen, um zu signalisieren, dass sie ein normales Leben, doch kein Leben unter Bedrohungen durch Kaiser Donald anstreben. Daher reiste sogar der Premierminister Kanadas, Mark Carney, vor einigen Wochen nach China und schloss eine strategische Partnerschaft mit China für die Bereiche Handel, Technologie und andere ab. Zu Beginn sagte Trump noch: „Nun, das gut für ihn!“ Inzwischen droht er Kanada Strafmaßnahmen, himmelhohe Zölle und dergleichen an. Doch, das wird nicht funktionieren, denn Kanada ist nicht allein. Selbst Großbritannien, das seit dem Zweiten Weltkrieg zum unterwürfigsten Land der Welt gegenüber den Vereinigten Staaten wurde. Es  wurde zum unterwürfigsten Land, doch selbst dessen britischer Premierminister Keir Starmer sagte [zuletzt]:

„Ich werde nach China reisen – die Vereinigten Staaten können mich nicht daran hindern, doch werden nicht darüber bestimmen, ob wir normalen Handel mit China treiben dürfen!“

Tatsache ist, dass die überwiegende Mehrheit der Welt keinen Krieg und auch keine Partei ergreifen möchte. Man will keine „ökonomische Staatskunst“ der USA, die in Wahrheit „Wirtschaftskrieg“ bedeutet. Der Rest der Welt will sein Leben weiterführen und tut dies Schritt für Schritt. Gestern oder heute, ich weiß nicht mehr genau wann, hat Trump mit neuen Zöllen gegen Südkorea gedroht, einem vermeintlichen Verbündeten, bei dem sich US-Militärstützpunkte befinden. Doch, die südkoreanische Führung war erst kürzlich in Peking, um normale Beziehungen zu China herzustellen.

Interessanterweise hat der Handel zwischen den Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten nicht gelitten, obwohl die USA im letzten Jahr ein Land nach dem anderen [mit Tarifen] straften. Es zeigte sich, dass der Handel untereinander gut funktioniert.

Die Vereinigten Staaten sind nicht groß genug, mächtig genug und entscheidend genug, um die Welt künftig so in ihren Händen zu halten, wie es unserem Kaiser Donald vorschwebt. So hat der Rest der Welt einen Anstieg seines Handels verzeichnen können. Chinas Handel ist im letzten Jahr gestiegen. Das also, passiert gerade:

Die Länder finden andere Wege, um miteinander Geschäfte abzuwickeln, ohne sich von den USA einschüchtern zu lassen!

Trotzdem muss gesagt werden, dass die USA immer noch großen Schaden anrichten können, wie die Fälle von Venezuela und Iran zeigen. In den kommenden Tagen könnte es zu einem militärischen Angriff der USA auf den Iran kommen. Eine Flugzeugträger-Taskforce der USA befindet sich Nahe dem Persischen Golf:  

Möglicherweise stehen wir kurz vor einem großen Krieg!

Vielleicht auch nicht und alles war nur ein Bluff – doch die Kriegsgefahr bleibt generell real!

[…]

***

 Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Das ganze Video von Judge Napolitano mit Jeffrey Sachs auf Englisch: HIER




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

The post Wie die USA ihren Angriffskrieg gegen den Iran als «Staatskunst» verpacken appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

(Auszug von RSS-Feed)

Yanis Varoufakis über den Versuch der USA die Vereinten Nationen zu ersetzen

27. Januar 2026 um 21:05

Vorschau ansehen

Amy Goodman und Nermeen Shaikh von “Democracy NOW!” befragen Yanis Varoufakis, welche Politik Donald Trump mit seinem Board of Peace [BoP, Friedensrat] verfolge und welche Rolle EU-Statisten dabei spielten.

Yanis Varoufakis zeigt, wie vor rd. 400 Jahren Kolonialisierung
über Privat-Kompanien begann und wieder hochaktuell ist!

Amy Goodman (li) und Nermeen Shaikh (re) stellen die Fragen zum scheinbaren Zick-Zack Kurs der US-Aussenpolitik | Quelle: Screenshot Democracy NOW! YouTube

Amy Goodman:  … wir schalten nach Athen, Griechenland, wo wir Yanis Varoufakis begrüßen, den ex-Finanzminister Griechenlands und Autor mehrerer Bücher, darunter „Techno-Feudalism: What Killed Capitalism“ [Techno-Feudalismus: Was den Kapitalismus tötete].

 Yanis, willkommen zurück bei „Democracy NOW!“ Als wir Sie gestern kontaktierten, lautete die Top-Schlagzeile, dass Präsident Trump seine Ankündigung, in Grönland einzufallen zurückgeschraubt und auch die Zölle aufgegeben hätte. Doch in den folgenden Stunden, hat sich gemäß der üblichen Nachrichtenflut viel zugetragen:

 Während wir senden, trat Präsident Trump gerade bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Charta für seinen sogenannten Friedensrat [BoP, Board of Peace] auf. Während der von ihm geführte Friedensrat ursprünglich Gaza betreffen sollte, sagte Trump inzwischen, dass dieser sich auf die Region beziehe, indem er die Welt als Region darstellte.

 Er war umgeben vom argentinischen Präsidenten [Javier] Milei, wie von den Staatschefs aus Belarus, Marokko und Saudi-Arabien. Es ist interessant, dass die Europäische Union mit ihren 27 Nationen unterdessen in Brüssel zusammengetreten ist: Veranlasste diese Zusammenkunft der EU Trump in Davos von der scharfen Kritik der EU gegen seine Politik abzulenken, um die Sanktionen und die Einmarschdrohung gegen Grönland, welches er mit Island verwechselte, inzwischen wieder zurückzuziehen?

Yanis Varoufakis: Nun, was wir hier sehen, ist die geopolitische Version von Steve Bannons berüchtigter Taktik, um die Zone des Polit-Geschehens überladen zu lassen: Erst lässt Trump Maduro aus Venezuela entführen. Bevor wir Zeit haben das zu begreifen, redet er schon über Grönland und droht ggfs. militärisch vorzugehen. Dann nimmt er alles zurück. Er nimmt Abstand vom Friedensrat, doch bringt diesen wieder zurück und schlägt diesen zuletzt als Ersatz für die Vereinten Nationen vor.

Ich denke, es wäre zu einfach, dies nur als das Werk eines Kleinkindes im LSD-Rausch abzutun: Ich meine, hinter dieser Taktik steckt vielmehr die Strategie von Steve Bannon, um uns alle – den Rest der Welt – in einem schwarzen Loch der Unsicherheit zu versenken. Währenddessen arbeitet er daran, seine Macht zu festigen, um sich selbst und die Herrscher-Klasse der Tech-Lords, welche ihn umgeben, bereichern und seine gespaltene MAGA-Bewegung beruhigen zu lassen.

 Nermeen Shaikh: Yanis, schon vor den heutigen Entwicklungen hatten Sie den Friedensrat als „eine der verabscheuungswürdigsten Entwicklungen” in Ihrem Leben bezeichnet. Könnten Sie uns bitte erklären, wie Sie die Lage jetzt einschätzen, da wir schon mehr über die Konturen besagten Rates erfahren konnten, insbesondere über die Tatsache, dass in der Charta selbst kein Wort über Gaza zu finden ist, obwohl es sich [ursprünglich] um einen Friedensrat für Gaza vermeintlich gehandelt hatte?

Yanis Varoufakis: Als ich vor Monaten zum ersten Mal von diesem Gremium zu Gaza erfuhr, dachte ich, dass dies Philip K. Dick [Science-Fiction Autor dystopischer Romane] erfunden hätte – als Teil einer Science-Fiction-Geschichte, die unter starkem Drogen-Einfluss zustande gekommen wäre. Es ist eine monströse Idee – denken Sie mal darüber nach – weil Trumps ursprünglicher Vorschlag, woran er immer noch festhält, darauf hinausläuft, unter seiner lebenslangen Führung ein privates Unternehmen das besetzte Gebiet von Gaza annektieren zu lassen:

Interessanterweise haben die Europäer dem zugestimmt, weil sie dachten, es ginge nur um Gaza!

Doch das war nicht der Fall – die Europäer irrten sich: Es ging um viel mehr als das. Wie wir inzwischen bemerkten, geht es darum, die internationale Ordnung, welche 1945 nach dem Gemetzel des Zweiten Weltkriegs, dem Holocaust und dergleichen eingerichtet worden war, wieder zu ersetzen.

Zweifelsohne haben sich die Vereinten Nationen als besonders schwach erwiesen. Das stellte auch Trump fest und man hörte ihn sagen: „Sie [die UN] haben keinen einzigen Krieg beilegen können!“ Nun, dafür gibt es Gründe:

Weil US-Vertreter im Sicherheitsrat jedes ernsthafte Friedensangebot durch Veto verhindern ließen!

Doch im Grunde geht es Trump darum, eine unheilige Allianz der Großkonzerne zu begründen. Das ist es, was Tech-Lords, wie Peter Thiel und die verschiedenen Vertreter dieser Kabale, die zu seiner zweiten Amtseinführung alle persönlich erschienen waren, anstreben:

Es ist die neue Ideologie von Großkonzernen, die im Rückblick auf vorige Jahrhunderte der Ideologie der Niederländischen Ostindien-Kompanie [VOC oder United East India Company (1602 – 1799)] oder der Britischen Ostindien-Kompanie [BEIC, Britische Ostindien-Kompanie (bis 1707) & EIC English East India Company (1600 – 1874)] ähnelt:

Dieser – wie soll ich es ausdrücken – monströse Albtraum kehrt wieder zurück!

Das Konstrukt erscheint in sehr fadenscheiniger Form, mit einer Charta, die das Papier, auf dem sie geschrieben steht, nicht wert ist. Aber genau das ist die Absicht: Das ist es, wo man uns hinbekommen möchte!

Nermeen Shaikh: Yanis, lassen Sie uns ausführen, wer im Exekutivkomitee dieses Gremiums sitzen soll: Dazu gehören natürlich Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio sowie der ehemalige britische Premierminister Tony Blair. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich geweigert, mitzumachen und warnte, dass dies die Vereinten Nationen untergraben könne. Aber Trump würde nicht nur auf unbegrenzte Zeit Vorsitzender des Gremiums sein, sondern ihm würde auch ein Vetorecht zu allen Entscheidungen des Gremiums zustehen. Was bedeutet das Ihrer Meinung nach, insbesondere angesichts der Kritik von Leuten wie Ihnen, die sagen, dass dies tatsächlich einer Organisation gleiche, welche die Vereinten Nationen ablösen oder sogar völlig überflüssig machen könnte?

Yanis Varoufakis: Nun, das ist keine Frage der Interpretation: Ich meine, es ist das, was Trump will. Es ist das, was er sagt und realisieren möchte. Er sagt: „Gut, vielleicht können wir die Vereinten Nationen als Durchwinker-Verein erhalten.“ Schließlich hat er seinen Vorschlag für besagten Friedensrat für Gaza mit Hilfe des Sicherheitsrats durchgebracht. Es erforderte die Komplizenschaft der Franzosen und Briten, die jetzt erkennen, dass es hier nicht nur um Menschen mit brauner Hautfarbe aus den Entwicklungsländern und nicht nur um Palästinenser, welche sie selbst zum Völkermord verdammt haben, geht. Es geht auch um sie selbst:

Es beginnt ihnen zu dämmern, dass sie ihre gerechte Strafe erhalten!

Allerdings sagte beispielsweise Präsident Macron – Sie haben es erwähnt: „Der Friedensrat wird die Vereinten Nationen untergraben!“ Oh, nein: Wo war denn Präsident Macron, als man Israel die Charta der Vereinten Nationen und die Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs, welche Israel zum Rückzug aus den besetzten Gebieten aufforderten, de facto mit Füßen treten ließ?

Die Antwort lautet: Personen wie Präsident Macron, aber auch der britische Premierminister Keir Starmer oder Friedrich Merz, der Kanzler Deutschlands, haben die Zerstörung der Vereinten Nationen unterstützt und dieser Entwicklung Vorschub geleistet. Auf diese Weise wurde Trump die ganze Arbeit bezüglich seiner Politik zur Zerstörung des Völkerrechts von gedankenverlorenen europäischen Zentristen, abgenommen. Sie fanden sich zusammen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, sodass Trump sein privates Unternehmen gründen und von sich sagen könne:

Ich habe die Welt übernommen!

Nermeen Shaikh: Yanis, aber wie verhält es sich mit dieser Milliarde Dollar [um permanentes Mitglied über drei Jahre hinaus zu werden]? Dafür soll jedes Mitglied eine Milliarde Dollar hinlegen. Das ist beispiellos für internationale Organisationen. Welche internationale Organisation verlangt solche Zahlungen von ihren Mitgliedstaaten?

Amy Goodman: Und natürlich will Trump…

Yanis Varoufakis: Nun, das ist nicht beispiellos!

Amy Goodman: … für all dieses Geld verantwortlich zeichnen!

Yanis Varoufakis: Das ist keineswegs beispiellos:

So hat der Kapitalismus seine ersten zaghaften Schritte getan!

Erinnern Sie sich an die Ostindien-Kompanie, sowohl in der niederländischen wie auch der britischen Variante? Wie war es zu diesen gekommen? Im Fall der Britischen Ostindien-Kompanie kamen, während Shakespeare irgendwo in London eines seiner Theaterstücke schrieb, Geschäftsleute zusammen und legten jeweils umgerechnet eine Milliarde Pfund Sterling… zusammen auf den Tisch, um diese Kompanie gründen zu lassen. Die Ostindien-Kompanie war letztlich – das sollten wir nie vergessen:

Der erste Kolonisator mit 200.000 Soldaten unter dem Kommando [einer privaten Gesellschaft]!

Sie übernahmen Ostindien – sie übernahmen Indonesien. Es geschah erst viel später, …

… dass [National-]Staaten auftauchten und Kolonialismus de facto nationalisierten!

Wir haben [für diesen Vergleich] viele Jahrhunderte zurückgeblickt. Es [ein Privat-Konstrukt über dem Staat] wäre heute nur beispiellos, wenn man das falsche Narrativ der letzten 70 Jahre, als permanent ansehen wollte [und die Zeit davor einfach ausblendete].

Im Wesentlichen versucht Trump mit der Komplizenschaft der Europäer, zumindest nach ihren Taten, wenn nicht sogar nach ihren Worten zu schließen, um die amerikanische Hegemonie aufrechtzuerhalten:

Die Hegemonie einer sehr kleinen herrschenden Klasse der USA über die Welt!

Diese [herrschende Oligarchen-Kaste] entspricht nicht dem amerikanischen Volk!

Amy Goodman: Es ist sehr interessant, dass Handelsminister Howard Lutnick Anfang dieser Woche beim Abendessen des Weltwirtschaftsforums ausgebuht wurde und die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, den Saal [früher als vorgesehen] verließ.

Lutnick hatte Anfang dieser Woche in einem Gastbeitrag in der Financial Times geschrieben: „Wir fahren nicht nach Davos, um den Status quo fortzuschreiben. Wir werden dagegen frontal vorgehen. … Wir sind hier in Davos, um eine Sache kristallklar darzulegen:“

Mit Präsident Trump gibt es im Kapitalismus einen neuen Sheriff in der Stadt!

Was sagen Sie dazu?

Yanis Varoufakis: Das ist sehr aufschlussreich – Howard Lutnick sagte:

„Wir sind nicht hier, um uns Ihrer multilateralen Weltordnung anzuschließen, die wir Amerikaner ursprünglich schufen und an der Sie Nutznießer geworden sind. Wir sind hier, um sie [die multilaterale Weltordnung] zu begraben!“

Christine Lagarde verließ zwar den Saal, aber wohin ging sie: Zurück nach Frankfurt, zur Europäischen Zentralbank, die sich standhaft weigert, irgendetwas zu veranlassen, um die Hegemonie des US-Dollars in Frage zu stellen. Denn hier in Europa haben wir seit Jahrzehnten eine Europäische Union mit einer Währungsunion geschaffen, die immer den Vereinigten Staaten untergeordnet blieb und …

… sich immer der Dollarzone und Autorität der Federal Reserve unterworfen hat!

Niemals, niemals haben die Europäer auch nur versucht, etwas [Eigenes] zu schaffen – es ist nicht so, dass sie es auch nur versucht und dann versagt hätten:

Sie wollten nie ein nachhaltiges, unabhängiges Europa haben!

Doch, jetzt rennen sie wie Hühner ohne Kopf herum, verbluten und kriegen Schlaganfälle, aber alles geschieht ohne Plan: So gibt es zum Beispiel auch keinen europäischen Plan zur Ukraine – es gibt nichts!

Was passierte, nachdem Präsident Trump US-Marines befahl, nach Venezuela zu gehen, um Maduro, was immer man auch von ihm halten mag, entführen zu lassen? Haben die Europäer gegen diesen Verstoß des Völkerrechts protestiert: Nein, denn sie dachten, wie im Fall des Friedensrats für Gaza, dass dies nur etwas gegen Menschen brauner Hautfarbe sei, gegen Bewohner aus den Entwicklungsländern. Das macht mich als Europäer noch viel wütender auf unsere eigene Führung, die jetzt [in Davos] protestieren, nachdem es zu spät ist.

Amy Goodman: Es ist sehr interessant zu beobachten, wie Jared Kushner mit seiner PowerPoint-Präsentation zu Gaza im Mittelpunkt stand und darüber sprach, was sie mit Gaza vorhätten – ohne dass dabei Palästinenser berücksichtigt würden!

Dazu kommt Präsident Trump selbst, der heute Gaza als „wunderschönes Stück Land“ sieht und sagt, dass er „im Herzen Immobilienmakler“ sei.

Zum Abschluss noch Ihr Kommentar dazu, was dies für Israel und Gaza bedeutet, sowie zur Tatsache, dass Netanjahu nicht nach Davos kommen konnte, um seinem Freund, Präsident Trump, beizustehen, weil er befürchten musste, bei seiner Einreise in die Schweiz wegen Kriegsverbrechen verhaftet zu werden?

Yanis Varoufakis: Das ist der einzige Lichtblick, dass ihn etwas nachts wachhält. Er ist ein Kriegsverbrecher und das soll ihn nachts nur wachhalten! Aber um auf Ihre Frage direkt zu antworten:

Dieser Friedensplan für Gaza ist die Vollendung des Völkermords!

Das ist die logische Konsequenz dessen, was Israel bisher getan hat, nämlich Gaza als ein Stück Immobilie abzutun. Palästinenser existieren [für sie] nicht. Sie können [für sie] nur als Knechte existieren, so wie unter der Apartheid in Südafrika die Schwarzen, welche sich ihren Wohnort nicht aussuchen durften, in Bantustane [ethnisch definierte Gebiete in Südafrika, gemäß dem Bantu Authorities Act von 1951, in welche man schwarze Bevölkerungen zwangsumsiedelte] eingesperrt wurden. Man schlug sie, wenn immer sie versuchten, ihr Recht auf eine eigene Existenz und ihr eigenes Leben als Menschen geltend machen zu wollen.

Nermeen Shaikh: Zum Schluss, Yanis, könnten Sie bitte etwas zu den jüngsten Äußerungen Trumps zu Grönland sagen: Zu seiner Rücknahme der Drohung bezüglich der Zölle gegen Europa und den letzten Entwicklungen nach Gesprächen, wobei er von einem Rahmenabkommen der NATO zum Status Grönlands sprach?

Yanis Varoufakis: Mir scheint, dass Trump sich aus taktischer Sicht von seiner Aussage – „Grönland wird mir gehören!“ – so wie einst Alaska von Russland an die Vereinigten Staaten verkauft worden war – etwas zurückgenommen hat. Jetzt sagt er stattdessen: „Ich werde Eigentumsrechte – etwas in der Art von Guantánamo Bay erhalten“, das hieße ein dauerhaftes Eigentums- oder Pachtrecht von Dänemark. Doch wir sollten das Gespräch dazu künftig noch fortsetzen, da es sich noch nicht um eine endgültige Vereinbarung handelt.

Amy Goodman: Wir möchten Ihnen ganz herzlich für Ihre Teilnahme an unserer Sendung danken. Wir beenden die Sendung mit Aussagen des kanadischen Premierministers Mark Carney, die er in Davos an die Staats- und Regierungschefs der Welt gerichtet hat:

Mark Carney ist über die aggressive Politik der USA gegen Kanada nicht „amused“! | Quelle: Screenshot Democracy NOW! YouTube

Premierminister Mark Carney: Lassen Sie es mich ganz offen sprechen: Wir befinden uns mitten in einem Umbruch, nicht in einer Übergangsphase. In den letzten zwei Jahrzehnten hat eine Reihe von Krisen in den Bereichen Finanzen, Gesundheit, Energie und Geopolitik die Risiken extremer globaler Integration offenbart:

In jüngerer Zeit haben Großmächte jedoch begonnen, wirtschaftliche Integration als Waffe zu instrumentalisieren!

Amy Goodman: Yanis Varoufakis, wir haben nur noch 30 Sekunden Zeit. Wie kommentieren Sie seine Ausführungen zum großen Umbruch an dieser Stelle?

Yanis Varoufakis: Eine brillante Rede, eine sehr gute Diagnose unserer aktuellen Lage, doch ein schreckliches Rezept für das, was wir tun sollten.

Amy Goodman: Wir möchten Yanis Varoufakis, dem ex-Finanzminister Griechenlands, vielmals für seine Teilnahme hier danken. Ihr neuestes Buch trägt den Titel „Raise Your Soul: A Personal History of Resistance” (Erhebe Deine Seele: Eine persönliche Geschichte des Widerstands). Wir werden Sie, den Mitbegründer von Progressive International, wieder einladen, um über dieses Buch zu sprechen.

Als Nächstes gehen wir nach Lewiston, Maine, wo ICE die Operation „Catch of the Day” gestartet hat, die sich gegen die somalisch-amerikanische Gemeinschaft richtet. Bleiben Sie dran!

***

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Das Interview mit Yanis Varoufakis auf «Democracy NOW!» auf Englisch: HIER




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

The post Yanis Varoufakis über den Versuch der USA die Vereinten Nationen zu ersetzen appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

(Auszug von RSS-Feed)

Scott Ritter: „Europa ist inzwischen der schwächste Ort der Welt!“ – Teil 2

26. Januar 2026 um 21:57

Vorschau ansehen

Im zweiten und letzten Teil des Interviews schildert Scott Ritter, was EU-Europa und USA voneinander unterscheidet, doch auch Parallelen fataler Gesellschaftsprobleme, die beiden Seiten des Atlantiks gemeinsam sind.

 Scott Ritter über „dunkle Zeiten“, die den Westen erwarten!

 Gegenpol: Die Grönland-Krise und die sich abzeichnende Abwendung der USA von West-Europa löst eine geopolitische Kehrtwende aus: In Brüssel, aber auch in Paris und Berlin. So hatte Bundeskanzler Merz vergangene Woche auf einmal die Erkenntnis, dass Russland zu Europa gehörte, dass man in Frieden zusammenleben müsse — „auch über das Jahr 2026 hinaus“ … Längst läuft eine Debatte, ob man nicht wieder mit Russland direkt verhandeln müsse, ob nicht gar Merz mit Putin telefonieren sollte. Wie siehst Du diese Wende in der europäischen Geopolitik? Braucht Deutschland so eine krasse Abfuhr aus Washington, um wieder mit Moskau in den Dialog zu kommen?

 Scott Ritter: Ja, das ist ein Weckruf! Daran besteht kein Zweifel. Aber die andere Frage ist: Wie wollte Merz das Gespräch führen? Stellen wir uns einmal vor, er würde Wladimir Putin ans Telefon bekommen:

„Sascha, Wladimir, wie geht’s? All das, was ich zum Aufbau der deutschen Armee gesagt habe, die ausrücken und kämpfen sollte – das habe ich nicht wirklich so gemeint. Nein, nein, nein: Wir rüsten nicht wieder auf. Nein, nichts davon ist wahr. In Bezug auf die Taurus-Marschflugkörper: Nein, das waren nicht wir – das waren nur die Vereinigten Staaten, die durch mich sprachen. Es war Donald Trump, der dafür KI eingesetzt hat!“

Ich meine, hierzu fehlt jede Basis: Denn vor nur sechs Monaten, hat Merz nur Hass gegen Russland geschürt: Er sprach davon, …

… Russland zu vernichten! Russland zu besiegen! Russland in die Knie zu zwingen!

Glauben Sie, die Russen haben das nicht registriert? Ich meine, das ist doch unglaublich! Glaubt Deutschland wirklich, die Russen wären taub und hätten all das überhört oder wären blind und hätten die deutsche Panzer übersehen, die in der Ukraine Russen töten?

Die Russen wollen ein stabiles Europa und mit einem stabilen Europa zusammenarbeiten. Aber, wie könnte Russland jemals wirklich mit derartigen Politikern aus Europa partnerschaftlich zusammenarbeiten? Doch, genau das sucht Merz verzweifelt: Eine Art Partnerschaft, um nicht nur Deutschland zu retten, sondern auch Merz selbst. Er ist schließlich Politiker. Ich weiß nicht, wie er sich das vorstellt?

Russland ist ein sehr pragmatisches Land und sucht keinen Konflikt. Aber ich denke, Deutsche müssen verstehen, dass jene Beziehung, die sie sich mit Russland vorstellen, möglicherweise nicht den Vorstellungen Russlands entspricht! Vor allem nicht mit der derzeitigen Führung Deutschlands. Ich meine, Deutschland müsste sich von diesen politischen und wirtschaftlichen Eliten befreien, welche …

… diese Abhängigkeit von den USA und dieses Chaos, das derzeit ganz Deutschland erfasst, produziert haben!

Ich kann nicht für Russland sprechen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Russland sich derzeit verbiegen wollte, um Merz oder anderen deutschen Politikern, die derzeit an der Macht sind, entgegenzukommen.

Gegenpol: Der russische Präsident Putin hat sich in den letzten Jahren wiederholt Europa zugewandt und seine Hand gereicht – insbesondere in Richtung Deutschland. Welche Vision verfolgt Russland für die Zusammenarbeit mit Europa?

Scott Ritter: Man ist Nachbar. Ich meine, Deutschland hat zwar [mit Russland] keine gemeinsame Grenze, aber Russland grenzt an Europa. Es ist unerlässlich, dass Russland gute Beziehungen zu Europa unterhält – das ist unerlässlich! Doch das versteht Europa einfach nicht. Vor nur acht Jahren sagte Russland noch:

„Wir sind der beste Partner zur Energieversorgung, den man sich vorstellen kann. Wir sind zuverlässig. Wir verkaufen zu fairen Konditionen und wir handeln im Rahmen der Gesetze. Wenden Sie sich nicht von uns ab!“

Das war zu einer Zeit, als die Vereinigten Staaten Europa aufforderten, sich von russischer Energie zu trennen, weil es sonst unter die Kontrolle Russlands fiele und die Russen diese Kontrolle ausnutzen würden.

Europa hat nie die Tatsache respektiert, dass es mit Russland benachbart ist. Es scheint fast so, als habe Europa gedacht, dass man durch die Loslösung von Russland irgendwie eine Mauer aufziehen und das Land abblocken und eindämmen könne. Das geht nicht:

Russland ist eine Realität und ist vorhanden!

Es ist Nachbar Europas und die Russen verstehen das. Auch wenn Russland jedes Recht hätte, nachtragend zu sein, wird es das nicht sein. Russland wird Stabilität anstreben. Die beste Stabilität entsteht durch Nachbarn, die verantwortungsbewusst und respektvoll miteinander umgehen. Ja, ich bin absolut zuversichtlich, dass es irgendwann wieder Handel zwischen Europa und Russland geben werde. Aber die politischen und wirtschaftlichen Eliten, die dieses Problem verursacht haben, …

… werden wahrscheinlich an diesem Prozess nicht beteiligt sein!

Gegenpol: Wenn es nach Trump geht, soll sich Europa völlig aus der Grönland-Debatte heraushalten und sich lieber auf den Krieg in der Ukraine konzentrieren. Es wirkt dabei fast so, als würden die USA das Gemetzel in der Ukraine am Laufen halten, um Europa bei der Stange zu halten… Wie siehst Du das? Wie lange werden die USA die Ukraine noch unterstützen? Ohne US-Aufklärungsdaten, ohne US-Satellitenbilder usw. wären die ukrainischen Streitkräfte doch längst aufgeschmissen. Welches Ziel verfolgen die USA aktuell mit ihrer Unterstützung?

Scott Ritter: Ich glaube, wir erleben hier die Chaostheorie in Jetztzeit. Trump sucht nicht nach einem Ergebnis, das gut für Europa wäre. Trump sucht nach einem Ergebnis, das gut für Trump ausfiele. Deshalb hält er Mechanismen aufrecht, die diejenigen schwächen, die sich ihm möglicherweise widersetzten:

Trump strebt kein starkes Europa an, doch ein Europa, das sich den Vereinigten Staaten vollständig unterordne!

Lesen Sie nur das Dokument der „Nationalen Sicherheitsstrategie“ [NSS 2025], welches im November letzten Jahres veröffentlicht wurde: Was steht dort über Europa? Ich meine, Europa wird darin als strategisches Problem beschrieben, nicht als strategischer Partner. Europa, so Donald Trump, befände sich auf einem Weg, …

… der zur kulturellen Auslöschung führte und hätte seine Politik zu ändern!

Donald Trump stellte fest, dass es Nationen in der NATO gebe, die aufgrund ihrer Einwanderungspolitik und dergleichen inzwischen demografisch nicht mit der NATO vereinbar wären:

Liest Europa diese Dokumente nicht oder versteht es nicht, was Donald Trump sagt?

Alles, was er tut, um seine politische Agenda voranzutreiben, dient nicht dazu auch Wohlstand in Europa zu fördern. Er zielt darauf ab, Europa zu schwächen, Europa zu zerstören:

Der Ukraine-Konflikt ist das perfekte Mittel dazu!

Er hat Europa den Mantel der Verantwortung umgehängt, doch Europa erwies sich als unfähig, dem nachzukommen und tappte in die Falle! Jetzt macht Trump sich an Grönland zu schaffen, was die Aufmerksamkeit Europas von der Ukraine ablenken soll, doch Europa schwächt. Das ist alles Absicht! Ich habe es schon einmal gesagt, aber niemand hört mir zu, also sage ich es noch einmal: Amerika ist nicht euer Freund:

Wir mögen Euch nicht – wir brauchen Euch nicht – wir wollen Euch nicht – wir wollen Euch nur kontrollieren!

Solange ihr glaubt, dass wir Eure Freunde wären, seid Ihr anfällig, um von jemandem, der nicht euer Freund ist, missbraucht zu werden. Wir verlieren keinen Schlaf wegen Europa: Das tun wir nicht – Ihr seid uns egal – wir kümmern uns nicht wirklich um Euch!

Früher waren wir echte Freunde. Es gab eine Zeit, in der wir alles stehen und liegen gelassen hätten, um Europa zu helfen, aber das ist vorbei. Ihr passt nicht mehr in Donald Trumps Welt. Denn ihr wisst nicht einmal, wofür ihr steht und ich möchte noch einmal auf die Realität verweisen: Donald Trump verabscheut Schwäche! Sowie er Schwäche ausmacht, wird er zum Rabauken:

Doch, Europa ist derzeit einfach der schwächste Ort der Welt!

Also werden wir Euch weiterhin schikanieren, bis ihr entweder lernt, stark zu werden oder aber zusammenbricht!

Gegenpol: Wird eine anhaltende Unterstützung der USA für die Ukraine weitere Probleme verursachen? Wie kann sich Trump gegenüber Russland als ernstzunehmender Verhandlungspartner präsentieren und gleichzeitig die Ukraine unterstützen?

Scott Ritter: Wer sagt das? Ich meine, als ich das letzte Mal checkte, wollte sich Kirill Dmitriev, ein Frontmann Putins, in Davos mit Kushner und Witkoff treffen. Ich meine, wenn man es mit den Verhandlungen nicht ernst meinte, warum trifft man sich dann? Und sie treffen sich. Doch, es ist alles ein Spiel: Trump spielt ein riesiges und tragisches Spiel. Denn Russland hat klar gemacht – denken Sie mal kurz darüber nach – dass es diesen Krieg militärisch beenden kann. Alles, was Donald Trump macht, ist sicherzustellen, …

… dass Russland die Möglichkeit erhält, diesen Krieg militärisch zu beenden!

Was würde eine Verhandlung bedeuten – ein ausgehandelter Friede? Was für ein dummes Konzept! Bedeutet es, dass die Ukraine weiter existieren würde? Es ist vorbei! Die Ukraine ist ein terroristisches Konstrukt, das von terroristischen Führern, die 91 Drohnen losließen, um Wladimir Putin zu töten, angeführt wird. Und man hat sie mit deutscher Ausrüstung ausstatten lassen:

Habt Ihr etwa nie daran gedacht?

Habt Ihr nie darüber nachgedacht, dass Ihr Euch im Übermut mit der Ukraine zusammengetan und ihrem riesigen Drohnenprogramm angeschlossen habt, wobei besagte Drohnen mit deutschen Leitsystemen ausgestattet wurden und von Euch an die Ukraine geliefert werden. Habt Ihr nie daran gedacht habt, dass die Ukrainer sie tatsächlich benutzen könnten, …

… um den Präsidenten Russlands zu ermorden und dass die Russen sich dessen bewusst sein würden!

Ihr sollt wissen, warum Russland Euch hasst? Genau deshalb: Weil ihr versuchtet, ihren Präsidenten zu töten. Und jetzt glaubt ihr, es werde Verhandlungen geben:

Es wird keine Verhandlungen geben – Russland wird einfach den Krieg gewinnen!

Genau das tun sie gerade. Donald Trump sorgt nur dafür, dass Russland den Krieg gewinnt. Ich meine, er hat gerade einen Friedensrat [Peace Council] aus der Taufe gehoben: Einen Friedensrat zu dem er Wladimir Putin eingeladen hat. Wow – Moment mal: Sie reden doch gar nicht miteinander, oder? Es gibt doch keine Verhandlungen – wie kann man da überhaupt verhandeln?

Verstehen Sie nicht, was mit Ihnen gespielt wird? Es ist ein riesiges Spiel. Ich meine, wie dumm kann Europa nur sein? Es tut mir leid: Ich will nicht zu direkt werden, aber wie dumm kann man eigentlich nur sein? Die Antwort lautet:

Ziemlich fundamental dumm!

Es gibt keine Verhandlungen und es wird keine Verhandlungen geben! Es ist nur ein riesiger Trick, um Europa zu schwächen und die Niederlage der Ukraine zu besiegeln!

Wenn sie in gutem Glauben verhandelt hätten, hätte es vielleicht eine Chance gegeben. Wladimir Putin hat die Bedingungen im Juni 2025 festgelegt. Wäre man dem gefolgt, wäre dieser Krieg vorbei und die Ukraine könnte existieren. Aber das war nicht das, was Europa wollte, oder? Nein: Kommt schon, Leute – schaltet mal Euer Hirn ein: Was habt Ihr Euch damals gedacht?

„Oh, wir dachten, Russland sei schwach. Wir dachten, wir könnten Russland besiegen. Also wollten wir diese Sache so lange hinauszögern, bis Russland in winzige Teile zerfallen und Wladimir Putin zusammenbrechen würde. Die russische Wirtschaft würde zusammenbrechen und mit ihrem Militär wäre es vorbei. Sie könnten keine Raketen mehr produzieren, weil sie Chips aus Waschmaschinen brauchten!“

Ihr lasst van der Leyen immer noch durch die Straßen Europas laufen, nachdem sie solche Dummheiten verzapfte. Ihr behandelt sie immer noch mit Respekt. Warum? Warum behandeln Sie diese Idioten, welche die Probleme verursachten, in denen Sie gerade stecken, mit Respekt? Es wird keine Verhandlungslösung für den Konflikt geben:

Es wird eine bedingungslose Kapitulation geben!

Diese wird durch den Zusammenbruch der Ukraine herbeigeführt, durch ihren:

  • politischen Zusammenbruch!
  • wirtschaftlichen Zusammenbruch!
  • militärischen Zusammenbruch!
  • gesellschaftlichen Zusammenbruch!

Das geschieht gerade vor unseren Augen in Echtzeit. Ich meine, weiter auf Verhandlungen zu bestehen, das wäre nur verrückt!

Gegenpol: Unter Geopolitik-Experten auf den sozialen Medien kursieren Karten, wonach die Welt aufgeteilt in drei große Einflusssphären wird: Eine von Trump, eine von Putin und eine von Xi. Wie einst das Triumvirat in Rom sollen diese drei Staatsoberhäupter die Welt unter sich aufgeteilt haben. Trump erhält die westliche Hemisphäre – sprich ganz Amerika inklusive Grönland. Putin erhält Europa und Nordafrika bis zur Sahelzone. Xi erhält Südostasien und Südafrika. Was sagst Du zu diesen Spekulationen? Gibt es so eine Art von Agreement: Stimmen Russland und China einer US-Annexion von Grönland zu, wenn sich die USA dafür aus der Ukraine und Taiwan heraushielten und den Iran in Ruhe ließen?

Scott Ritter: Nun, ich vermute, solche Karten gesehen zu haben. Sie stammen in der Regel aus dem Westen – von westlichen Analysten! Doch, ich betrachte Wladimir Putin und Xi Jinping als ernstzunehmende Staatsmänner. Ich betrachte sie als Männer, die erkennen, dass ihre Worte als Staatsmänner ihres Landes Gewicht haben und nur dann glaubwürdig wären, falls sie von Taten untermauert würden: Ihre Handlungen haben konsistent zu sein und sollten mit einer Art grundlegender Philosophie oder Ideologie, die ihren Vorstellungen von der Welt und ihrem Handeln entsprächen, übereinstimmen. Denn:

Ohne einer solchen Übereinstimmung würde man ihnen nicht vertrauen können!

Wenn die Welt so wäre, wie diese Kartografen sich das ausmalen, hätten Donald Trump und Wladimir Putin hinter den Kulissen zu konspirieren, um all die brillante Diplomatie Sergej Lawrows der letzten Jahre, wieder nichtig werden zu lassen.

Es würde bedeuten, herumzufliegen, sich mit Leuten zu treffen, Verträge und Abkommen abzuschließen und Verpflichtungen einzugehen, um am Ende alles wieder umzuwerfen, nur weil drei Staatschefs hinter den Kulissen auf einer Karte Linien gezogen und gesagt hätten: „Das gehört uns!“ Das wäre absurd!

Wladimir Putin traf sich am 4. Februar 2022 in Peking mit Xi Jinping. Sie gaben eine gemeinsame Erklärung von über 5.000 Wörtern ab, wonach sie die regelbasierte internationale Ordnung ablehnten. Die regelbasierte internationale Ordnung ist nur für eine Gruppe von Männern mit Zigarren in Hinterzimmern, die Linien auf einer Karte ziehen, gedacht. Das ist es, was die regelbasierte internationale Ordnung ausmacht.

Sie fragten mich, ob diese Männer, welche die regelbasierte internationale Ordnung ablehnen, in Wahrheit darin eine zentrale Rolle spielten? [Die Antwortet lautet]: Nein! Sie [Putin & Xi] glauben an …

…  eine internationale Ordnung, die auf Recht basiert und von Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen geleitet wird!

Wladimir Putin hat gerade erst eine Rede gehalten, in der er genau das gesagt hat! Warum sollte der russische Staatschef öffentlich etwas sagen, nur um hinter den Kulissen Linien auf einer Karte zu ziehen?

Das entspricht nur einer Projektion [von Leuten] im Westen, wie sie andere Staatschefs sehen [um von sich auf andere zu schließen]!

Ich glaube nicht, dass Russland und China das anstreben. Denn, das widerspräche allem, wofür sie stehen und allem, was sie beim Aufbau von Beziehungen [bisher] taten. Bei der Belt and Road Initiative geht es nicht darum, Linien auf einer Karte zu ziehen. Es geht darum, dass China gute wirtschaftliche Beziehungen zu Menschen auf der ganzen Welt aufbaut. Doch, nun wollte man unterstellen: „China wird sich davon abwenden, weil Donald Trump eine Linie auf einer Karte gezogen hat!“ Nein!

Gegenpol: Lass uns abschließend einen Blick auf die USA selbst werfen. Jüngst warnte der kalifornische Gouverneur Newsom davor, Trump stürze die USA in einen neuen Bürgerkrieg. Er hob dabei die zersetzende Rolle der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hervor. Dies patrouilliert mittlerweile durch die Straßen, etwa in Minneapolis oder Portland. Wie siehst Du das? Wird ICE als neue interne Streitmacht eingesetzt, um die Bevölkerung in Schach zu halten? Werden gezielt die Städte aufgesucht, wo es Widerstand gegen die Trump-Führung gibt? Droht tatsächlich eine Gefahr für die Einheit der USA?

Scott Ritter: Nun, es besteht kein Zweifel, dass ICE eine Besatzungsmacht darstellt: Sie wurde geschaffen, um Städte und Regionen, die sich der Vision von Donald Trump widersetzten, politisch zu unterwerfen. Daran besteht kein Zweifel! Wir sind eine Nation, die inzwischen besetzt ist! Das ist eine traurige Wahrheit! Könnte das zu einem Bürgerkrieg führen? Nein!

Erinnern Sie sich, was ich über Europa gesagt habe? Ein Haufen schwacher Feiglinge, die für nichts einstehen – die für nichts kämpfen. Ich meine, „Komm schon, Europa: Sie lassen die Ukraine für ihre Sache sterben! Sie sind die größten Feiglinge der Welt! Jetzt, wo es darum geht, die Souveränität Grönlands zu verteidigen, tut Ihr nichts“:

15 Soldaten aus Deutschland. Mein Gott war das beeindruckend. Dann habt Ihr sie gleich wieder ins Flugzeug verfrachtet, nur weil das Wetter schlecht wurde. Ich meine, mein Gott, Ihr macht eine Militärübung auf Grönland, um Euch auf die Realität vorzubereiten. Aber sobald das Wetter eintrübt, sucht Ihr das Weite, weil Ihr bei schlechtem Wetter nicht kämpfen könnt. Wie könnten Ihr auch – mit 15 Mann! Ihr seid Feiglinge. Ihr kämpft und steht für nichts!

Auch im heutigen Amerika sind sowohl die Amerikaner wie auch die amerikanischen Gouverneure Feiglinge. Sie werden sich nicht gegen Donald Trump stellen. Er hat bereits gesagt, dass die Verfassung keine Rolle spiele. ICE unterdrückt einfach alles brutal. Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es einen Gouverneur bräuchte, der die Nationalgarde anweisen würde, auf Bundesbeamte zu schießen, um es mit diesem Präsidenten aufzunehmen. Das wird jedoch nicht passieren:

Das ist zugleich das Ende Amerikas und das Ende der konstitutionellen Republik!

Dasselbe, was in Europa passiert, geschieht auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir lassen zu, dass die konstitutionelle Republik von einem Personenkult ersetzt wird. Das ist sehr traurig!

Nein: Es wird keinen Bürgerkrieg in Amerika geben, weil das amerikanische Volk nicht das Zeug dazu hat! Dies ist nicht das Zeitalter der Konföderation. Damals hatten wir tatsächlich eine Verfassung, die gewaltsam reformiert werden musste, weil sie die Sklaverei zuließ. Wir hatten Staaten, die jahrzehntelang die Institution der Sklaverei verteidigten und bereit waren, dafür zu kämpfen und zu sterben, um sie aufrechtzuerhalten. Was verteidigt Kalifornien? Illegale Einwanderung? Man kann illegale Einwanderung nicht verteidigen! Also, nein! Es bedeutet nur, dass die konstitutionelle Republik tot ist, genauso wie die Europäische Union tot ist. Die Dinge [der Verfassung] können nicht mehr für etwas stehen, weil niemand bereit ist, dafür einzustehen und dafür zu kämpfen!

Gegenpol: Wie sieht die Zukunft der USA aus? Wird Donald Trump sich einfach durchsetzen? Was wird aus den Amerikanern? Wie schätzt du die Chancen auf Widerstand ein? Und was kommt nach Trump?

 Scott Ritter: Nun, ich weiß nicht: Wissen Sie, was nach Caligula kam? Letztendlich zerfiel das Römische Reich, weil es für nichts mehr stand. Was kommt nach Trump? Ein Personenkult überlebt selten die Person, um die herum dieser aufgebaut wurde. Sobald die Person nicht mehr da ist, bricht der Kult zusammen. Das, was die Vereinigten Staaten nachhaltig machte, war ihre Verfassung. Sie überlebte alle Präsidenten. Sie sorgte für Kontinuität zwischen den Generationen. Sie war das, was Amerika ausmachte. Wenn ein Präsident sich von der Verfassung abwendet und das Volk sich nicht dagegen wehrt, bedeutet das, dass es nicht mehr bereit ist, für das zu kämpfen, wofür die Verfassung einst stand. Was wird aus Amerika werden? Ich weiß es nicht. Aber es wird kein Krieg sein. Ich meine, …

… uns stehen dunkle Zeiten bevor!

Ende der Serie.

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

***

Das Video von Gegenpol mit Scott Ritter mit deutschen Untertiteln: HIER
Teil 1 erschien: HIER




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

The post Scott Ritter: „Europa ist inzwischen der schwächste Ort der Welt!“ – Teil 2 appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

(Auszug von RSS-Feed)
❌