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Gestern — 05. Juni 2026

Nach tödlicher Attacke: Rewe-Filialchef mit Trauerbekundung im Netz

05. Juni 2026 um 11:22

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Keine Kerzen, keine Blumen – nichts erinnert im Rewe-Markt an der Stresemannstraße an die tödliche Messerattacke auf einen Mitarbeiter am Montagabend. Nun meldet sich der Filialleiter Ahmad Ahad auf Instagram mit einer Trauerbekundung.

„Ich bin zutiefst erschüttert“, beginnt der Marktleiter seinen Post. „In meinem Rewe-Markt in Hamburg in der Stresemannstraße ist einer unserer Kollegen nach seiner Schicht durch einen Angriff ums Leben gekommen. Meine Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und allen, die das miterleben mussten.“

Rewe-Chef bietet Mitarbeitern psychologische Hilfe an

Er habe seinen Kolleginnen und Kollegen psychologische Hilfe angeboten. „Wir stehen eng zusammen und unterstützen uns gegenseitig“, schließt Ahad seinen Beitrag.


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Am Mittwoch, zwei Tage nach der Bluttat, hatte sich die MOPO in dem Markt umgesehen. Der Betrieb lief weiter, als wäre nichts geschehen. Die MOPO-Reporterin fand keine Anzeichen des Gedenkens an den getöteten Angestellten vor. Auch die Mitarbeiter waren angewiesen worden, keine Fragen zum Geschehen zu beantworten, und verwiesen an die Pressestelle.

Der Rewe an der Stresemannstraße: Nichts erinnert daran, dass hier am Montag ein Mitarbeiter erstochen wurde. Zoe Clausen
Der Rewe an der Stresemannstraße: Nichts erinnert daran, dass hier am Montag ein Mitarbeiter erstochen wurde.
Der Rewe an der Stresemannstraße: Nichts erinnert daran, dass hier am Montag ein Mitarbeiter erstochen wurde.

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Am Montag gegen 21.30 Uhr war ein Streit zwischen dem Mitarbeiter und einem 29-jährigen Kunden eskaliert. Er begann vor dem Markt, verlagerte sich dann nach innen, wo der Kunde schließlich mit einem Messer auf den Oberkörper des 31-Jährigen einstach. Die Verletzungen waren so schwer, dass er kurz darauf im Krankenhaus starb.

Der Verdächtige stellte sich, als die Polizei eintraf. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Seit Dienstag sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. (tst)

Nach tödlicher Attacke: Rewe-Filialchef mit Trauerbekundung im Netz wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)

Drogen im Po in die JVA geschmuggelt: Fünf Männer stehen vor Gericht

05. Juni 2026 um 06:17

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Pikanter Tatvorwurf: Mit hygienisch eher fragwürdigen Methoden sollen fünf Männer in der JVA Fuhlsbüttel einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben. Sie sollen einen Kurier eingesetzt haben, der den Stoff laut Anklage in seinem Po in den Knast geschmuggelt haben soll – und das in beachtlichen Mengen. Ab Freitag stehen die fünf mutmaßlichen Dealer vor Gericht.

Den Angeklagten A. (41), F. (35), S. (34) und Z. (28) wird vorgeworfen, in vier Fällen gemeinsam mit Cannabis in nicht geringer Menge gehandelt zu haben. A. und S. müssen sich außerdem zusammen mit dem Angeklagten G. (38) wegen eines weiteren Falls verantworten: Dabei geht es neben Cannabis auch um Kokain und den psychoaktiven Stoff „Spice“.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sollen sich die Männer im Jahr 2022 zusammengeschlossen haben. Ihr Plan: Haschisch, Kokain und synthetische Cannabinoide sollten in die JVA Fuhlsbüttel gebracht und dort mit Gewinn verkauft werden. Kurier sollte ein Mann namens Gr. sein, der die Drogen während seiner Ausgänge in Empfang nahm. Gr. wird gesondert strafrechtlich verfolgt.

Vorwurf: Drogen in Kondomen anal eingeführt

Bis auf S. saßen damals alle Angeklagten sowie Gr. in der JVA. Im Juni 2022 soll S. an Gr. auf dem Gelände der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll zwei Haschischriegel übergeben haben. Sie waren jeweils in Kondome verpackt und wogen zusammen rund 100 Gramm.


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Gr. soll sich die Kondome anal eingeführt und den Inhalt bei seiner Rückkehr unbemerkt in die JVA gebracht haben. Dort soll er das Haschisch an F. und Z. übergeben haben. Die beiden sollen es – abzüglich von 30 Gramm als Lohn für Gr. – an A. zum Verkauf weitergegeben haben.

Angeklagte sollen 266,7 Gramm Haschisch verkauft haben

Zwischen Ende Juni und Mitte August 2022 soll das noch drei weitere Male nach demselben Muster passiert sein. Wieder sollen jeweils etwa 100 Gramm Haschisch in die JVA Fuhlsbüttel gebracht worden sein. Nach Abzug des Anteils für Gr. sollen insgesamt 266,7 Gramm verkauft worden sein – in der Regel für 20 Euro pro Gramm.

Ein weiterer Fall soll sich am 25. Januar 2023 abgespielt haben. S. soll Gr. im Auftrag von A. und G. auf dem Klo eines Fastfood-Restaurants an der Langenhorner Chaussee erneut Rauschmittel übergeben haben: zwei in Kondome verpackte Haschischriegel, vier Plastiküberraschungseier mit 40,24 Gramm des synthetischen Cannabinoids „Spice“ sowie 4,83 Gramm Kokain.

Mutmaßlicher Kurier übergibt Drogen an Polizei

Dieses Mal landeten die Drogen laut Staatsanwaltschaft aber nicht in der JVA, wo sie demnach durch den gesondert strafrechtlich verfolgten P. verkauft werden sollten. Stattdessen übergab Gr. die Rauschmittel an die Polizei.

Das Verfahren hatte ursprünglich am 14. Januar 2025 begonnen. Am ersten Prozesstag gab es aber einen Eklat, der Prozess wurde daraufhin ausgesetzt. Am Freitag um 9.30 Uhr beginnt die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht neu. (tst)

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34-Jähriger betrügt während der Pandemie die Bundesagentur für Arbeit

05. Juni 2026 um 05:18

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Ein Hamburger Unternehmer soll in der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld in großem Stil erschlichen haben. Die Staatsanwaltschaft hat den 34-jährigen Angeklagten F. wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges in drei Fällen angeklagt. In zwei Fällen blieb es demnach beim Versuch.

F. soll im Mai 2020 als Geschäftsführer einer GmbH über eine Lohnabrechnungsgesellschaft gegenüber der Bundesagentur für Arbeit falsche Angaben gemacht haben. Laut Anklage simulierte er einen pandemiebedingten vollständigen Arbeitsausfall für 250 Arbeitnehmer.

Auf dieser Grundlage beantragte er Kurzarbeitergeld sowie die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen. Für den Monat Mai 2020 zahlte die Bundesagentur für Arbeit nach einem Antrag vom 13. Juli 2020 rund 190.000 Euro aus.

Kurzarbeitergeld: Behörde lehnte weitere Zahlungen ab

Weitere Anträge betrafen die Monate Juni und Juli 2020. Dabei ging es um knapp 174.000 Euro und rund 190.000 Euro Kurzarbeitergeld sowie um etwa 128.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen.

Diese Zahlungen lehnte die Bundesagentur für Arbeit ab. Der Grund: Die Behörde hatte laut Staatsanwaltschaft erkannt, dass es sich mutmaßlich nur um vorgetäuschte Anträge handelte.

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Erst im Juli 2020 soll F. 201 angebliche Arbeitnehmer rückwirkend zur Sozialversicherung angemeldet haben. Diese Personen sollen jedoch gar nicht für die GmbH gearbeitet haben. Ab Freitag (13 Uhr) muss sich F. vor Gericht verantworten. (tst)

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Rassistischer Vorfall in Ottensen: Polizei fahndet – aber nicht nur nach den Tätern

10. Februar 2025 um 15:34

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Die „Ausländer raus!“-Rufe in Ottensen vom vergangenen Freitag hatten offenbar ein Nachspiel: Nach dem rassistischen Vorfall sollen Unbekannte die mutmaßlichen Täter angegriffen und deren Auto beschädigt haben.

Der Vorfall in der Nacht zum Freitag hatte das tendenziell linke Ottensen schockiert: Kurz nach 0 Uhr waren junge Männer mit einer tragbaren Lautsprecherbox auf der Ottenser Hauptstraße in Höhe der Nölting- und Rothestraße unterwegs. Aus der Box dröhnte Gigi D’Agostinos Disco-Hit „L’amour toujours“, dazu grölten die Männer die Parole „Ausländer raus“.

So berichtet es eine Zeugin der MOPO. Es gibt auch Videos in den sozialen Medien, die diese Darstellung stützen. Laut einem Social-Media-Post sollen die Männer, denen offenbar ein VW-SUV gehörte, später sogar Passanten rassistisch beleidigt und mit Pfefferspray angegriffen haben. Die Polizei schildert die Vorwürfe ähnlich und bittet Zeugen darum, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen: „Betroffene oder Zeugen hatten sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet“, so ein Polizeisprecher.

Unbekannte stellen rassistische Gröler zur Rede

Kurz darauf, so die Zeugin zur MOPO, seien zwei Männer aus Richtung Bahnhof Altona dazugekommen und hätten die Schreihälse zur Rede gestellt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, lief dieses „zur Rede stellen“ wohl nicht nur verbal ab. Auf der Ottenser Hauptstraße seien die Unbekannten „mit Schlagstöcken bewaffnet“ unvermittelt an „zwei Nutzer des grünen VW Touareg herangetreten“ und hätten diese mutmaßlich mit Pfefferspray attackiert, nachdem sie etwas aus dem Wagen geholt hatten.

Die beiden Geschädigten (21/23) seien geflüchtet und hätten die Polizei alarmiert. Die Beamten stellten später Schäden an dem VW fest.

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Eine Fahndung nach den beiden Unbekannten brachte kein Ergebnis. Sie werden wie folgt beschrieben: männlich, 25 bis 30 Jahre alt, breite Statur, laut Polizei ein „südländisches“ Erscheinungsbild, schwarze Haare, schwarzer Bart, komplett schwarz gekleidet. Einer der beiden trug eine Brille mit goldenem Rahmen.

Geschädigte sowie Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. (mp)

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