Zur Fußball-WM verwandelt sich die Terrasse der „Bullerei“ zum Fan-Treff: TV-Koch Tim Mälzer veranstaltet hier ein eigenes Public Viewing mit großer Leinwand und Getränken. Ein Gastro-Kollege verkauft seine gefeierte Speise im Foodtruck.
„Wir freuen uns auf beste Stimmung, gute Laune und erstklassigen Fußball“: Das schreibt das Team der „Bullerei“ im Schanzenviertel (Lagerstraße 34b). Auf der Sommer-Terrasse von Star-Koch Tim Mälzer werden viele WM-Spiele übertragen. Los geht es am 11. Juni um 21 Uhr mit Mexiko gegen Südafrika.
Public Viewing vor der „Bullerei“ – mit Bier und Pastrami-Sandwiches
Dazu gibt es frisch gezapftes Bier und Drinks. Für das Essen im Außenbereich sorgt der Hamburger Gastronom Latif Dereli. Er ist der Inhaber des Bistros „Füchse sind keine Rudeltiere“ (FSKR) in der Sternschanze – und versorgt die Gäste vor der „Bullerei“ mit einem Foodtruck. „Ich verkaufe dort mein Pastrami“-Sandwich“, sagt Dereli zur MOPO. „Wir pökeln das Rindfleisch selbst, legen es für eine Woche ein.“
Blick am frühen Abend auf das Restaurant „Bullerei“ auf St. Paulipicture alliance / Jörg Carstensen
Blick am frühen Abend auf das Restaurant „Bullerei“ auf St. Pauli
Das Sandwich mit Sesam-Sauerteigbrot (15 Euro) habe er mal sehr erfolgreich beim Wohlwillstraßenfest angeboten: „Da sind 300 bis 400 Stück weggegangen. Influencer haben es gepostet, es gab etliche Nachfragen“, so Dereli. Es gibt auch ein vegetarisches Sandwich mit Kräuterseitlingen, eingelegten Zwiebeln, Cheddar und einer Estragon-Mayo.
Latif Dereli (36) verkauft vor der „Bullerei“ Pastrami-Sandwiches.Florian Quandt
Latif Dereli (36) verkauft vor der „Bullerei“ Pastrami-Sandwiches.
Außerdem möchte Latif Dereli im Foodtruck Pastrami-Kroketten (10 Euro) anbieten: „Dafür wird das Pastrami gezupft, mit Bechamelsoße vermischt und dann paniert und frittiert. Es sind quasi Fleisch-Pralinen. Dazu gibt es eine Art Cocktailsoße.“ Und als Besonderheit soll es beim Public Viewing auch Pastrami in einem Brötchen aus Croissantteig geben, in limitierter Zahl.
Ausfälle und Umleitungen: In den Hamburger Sommerferien will die Deutsche Bahn bei ihren Bauprojekten Tempo machen. Eine wichtige Strecke zwischen Hauptbahnhof und Altona muss dafür fünf Wochen lang gesperrt werden.
Der direkte Zugverkehr zwischen Berlin und Hamburg soll am 14. Juni wieder aufgenommen werden, doch schon einen Monat später müssen sich Fahrgäste auf neue Bauarbeiten in Hamburg einstellen. Die Deutsche Bahn kündigt eine Sperrung der sogenannten Verbindungsbahn an. Das bedeutet, dass vom 14. Juli bis zum 20. August – die Zeit fällt in die Hamburger Sommerferien – keine Züge zwischen dem Hauptbahnhof und Altona fahren.
Sperrung der Verbindungsbahn: Erneuerung von drei Bahnbrücken
Es werde zu Umleitungen, Ausfällen und Fahrplanänderungen kommen, hieß es. Auch die S-Bahn ist betroffen. Nach Angaben des Verkehrsunternehmens müssen Fahrgäste der Linien S2, S5 und S7 zwischen Altona und Sternschanze vom 17. Juli bis zum 13. August auf Ersatzbusse umsteigen.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag
Während der Sperrpause arbeitet die Deutsche Bahn an der Erneuerung von drei Bahnbrücken. Der Neubau der Eisenbahnüberführungen Schanzen- und Holstenstraße sowie der Sternbrücke läuft bereits seit längerer Zeit. Außerdem sollen wichtige Arbeiten für die Verlegung des Bahnhofs Altona erledigt werden.
Neuer Bahnhof Altona soll Ende 2029 fertig sein
Der neue Fernbahnhof Altona wird rund zwei Kilometer nach Norden an der S-Bahnstation Diebsteich neu gebaut. Der bisherige Kopfbahnhof wird damit zu einer Durchgangsstation. Der neue Bahnhof soll Ende 2029 in Betrieb genommen werden.
Bereits im vergangenen März war die Verbindungsbahn gesperrt worden. Das hatte zur Folge, dass ein Teil der Fernzüge aus dem Süden und Westen Deutschlands sowie aus Berlin nicht bis zum Hauptbahnhof fahren konnte, sondern schon in Harburg endete beziehungsweise von dort abfuhr. Für Fern- und Regionalzüge aus dem Norden war Pinneberg die Endstation oder der Startbahnhof.
Die für den Sommer geplanten Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf den Bahn- und Straßenverkehr wollen Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Vertreter der Deutschen Bahn am Mittwoch vorstellen. (dpa/mp)
Alle kennen die Situation: Der Verkehr stockt, die vorausfahrenden Fahrzeuge kommen nur langsam in die Gänge, gleich springt die Ampel wieder auf Rot und der Querverkehr stellt die Kreuzung zu. Wie soll ich mich verhalten?
Die gute Nachricht: Viele Autofahrer verhalten sich richtig. Einige leider nicht. Nach § 11 StVO ist das Einfahren in eine Kreuzung bei stockendem Verkehr nicht erlaubt, wenn auf ihr gewartet werden müsste. Das gilt auch an Einmündungen, Zebrastreifen und anderen Querungsstellen. Wenn eine Kreuzung oder Einmündung bereits zugestellt ist oder die Verkehrslage es erfordert, muss auf den Vorrang verzichtet werden.
Benjamin Harders ist viel mit dem S-Pedelec unterwegs. Ihm ist es wichtig, keine Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen.Florian Quandt
Benjamin Harders ist viel mit dem S-Pedelec unterwegs. Ihm ist es wichtig, keine Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen.
Auch wenn es bei stockendem Verkehr schwerfällt, ist das konsequente Freihalten der Kreuzungsbereiche sehr wichtig. Andernfalls behindert der Autoverkehr sich und andere massiv und die Unfallgefahr steigt. Wird der Querverkehr blockiert, pflanzt sich der Stillstand schnell von Kreuzung zu Kreuzung fort. Wer bei stockendem Verkehr in den Bereich einer Kreuzung oder Einmündung einfährt, muss mit einem Bußgeld zwischen 20 und 40 Euro rechnen. Wer dem verständlichen Frust über das Fehlverhalten anderer Ausdruck verschafft und hupt, muss mit einer Geldbuße von 10 bis 20 Euro rechnen. Daher ist es besser, tief durchzuatmen und zu warten.
In einigen US-Bundesstaaten wird das Freihalten von Kreuzungen erfolgreich mithilfe von Schildern mit der Aufschrift „Don’t block the box – up to $500 fine“ (Bußgeld bis zu 500 Dollar) und gelben Markierungen erreicht. Könnten also Hinweisschilder helfen, um Kreuzungen freizuhalten, etwa im Umfeld von Autobahnauffahrten wie in Othmarschen? Die zentrale Hamburger Straßenverkehrsbehörde sagt Nein: Auf die vermeintlich bekannten Verkehrsregeln müsse auch an oft blockierten Kreuzungen nicht extra hingewiesen werden. Wie gut das funktioniert, lässt sich täglich beobachten.
Zahlreiche Menschen in Deutschland warten auf Spenderorgane. Zum Tag der Organspende wird über das Thema breit informiert und diskutiert. Hamburg liegt bei einem Aspekt bundesweit an der Spitze.
In Hamburg leben im Bundesvergleich prozentual die meisten Organspenderinnen und Organspender. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) aus Anlass des Tags der Organspende am 6. Juni herausgegeben hat.
35 Organspender auf eine Million Hamburger Bürger
Demnach kommen in der Hansestadt rechnerisch 35 Organspender auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 13,1 Organspendern auf eine Million. Mecklenburg-Vorpommern liegt bei einem Wert von 18,5, Schleswig-Holstein bei 17,2.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag
Die Zahl der in Hamburg von Januar bis Ende Mai transplantierten Organe lag nach den Zahlen der DSO bei 105, das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als es 86 Transplantationen waren, 2024 lag die Zahl Ende Mai bei 50.
Zahl der gespendeten Organe leicht gestiegen
Die Zahl der in Hamburg bis Ende Mai gespendeten und entnommenen Organe, die bundesweit oder im Ausland transplantiert wurden, stieg leicht auf 66, im Vorjahreszeitraum waren es 62, 2024 waren es 44. Insgesamt zählt Hamburg jetzt 27 Organspender, 2025 waren es 17 und 2024 nur 14 Organspender. 158 Menschen in Hamburg warten derzeit auf eine Organspende, 159 Organe werden benötigt, davon 150 Nieren.
Bundesweit ist die Zahl der Organspender von Januar bis Ende Mai um 6,1 Prozent auf 452 gestiegen, 2024 waren es zu diesem Zeitpunkt 426, 2024 waren es 382. Die Anzahl der gespendeten Organe liegt bei 1405, ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2025 (1253). 2024 waren es Ende Mai 1140. Auch die Zahl der transplantierten Organe stieg bundesweit um 8,3 Prozent auf 1464, vor einem Jahr waren es 1352, vor zwei Jahren 1231 Organe.
Sozialsenatorin für Widerspruchslösung
Der bundesweite Tag der Organspende findet unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“ statt. Mit zahlreichen Aktionen beteiligen sich Institutionen des Gesundheitswesens, um über das Thema aufzuklären und alle, die noch keinen Organspendeausweis besitzen, zu einer persönlichen Entscheidung zu motivieren.
„Ich setze mich für die Widerspruchslösung ein“, sagt Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD). Viele Menschen in Deutschland würden Organspenden befürworten, hielten ihre Entscheidung aber nicht verbindlich fest. In einer ohnehin schweren Situation müssten dann die Angehörigen eine Entscheidung treffen – und diese falle häufig gegen eine Spende aus, obwohl der oder die Verstorbene es vielleicht anders gewollt hätte. „Lassen Sie uns den Tag nutzen, um über das Thema ins Gespräch zu kommen“, erklärte die Senatorin.
Im Bundestag wird erneut die Einführung einer Widerspruchsregelung diskutiert, nach der alle Bürgerinnen und Bürger als Organspenderinnen und Organspender gelten, sofern kein Widerspruch vorliegt. Die zentrale bundesweite Veranstaltung zum Tag der Organspende findet am 6. und 7. Juni 2026 in Leipzig statt. (dpa)
Zweimal im Jahr kommen die Justizministerinnen und -minister zu einer Konferenz zusammen. Momentan liegt der Vorsitz in Hamburg. Und dort sieht man vor allem im Sexualstrafrecht Handlungsbedarf.
Zehn Jahre nach der Reform des Sexualstrafrechts sollen die Justizministerinnen und -minister der Länder weiter bestehende Schutzlücken schließen. Bei ihrer Frühjahrstagung in der kommenden Woche in Hamburg liegen dazu allein aus dem Vorsitzland drei Beschlussvorschläge vor. Für die Vorsitzende, Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne), ist das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen ein Schwerpunkt der Konferenz.
Insgesamt gebe es für das Treffen am Donnerstag und Freitag in der historischen Speicherstadt 60 Beschlussvorschläge mit einer großen Bandbreite. „Von den Themen zur sexuellen Selbstbestimmung über organisierte und extremistisch motivierte Kriminalität bis hin zur Resilienz des Rechtsstaats und zur Beschleunigung von Verfahren ist alles dabei“, sagte Gallina.
Sexualstrafrecht: Von „Nein heißt Nein“ zu „Nur Ja heißt Ja“
Die Grünen-Politikerin sieht vor allem im Sexualstrafrecht Handlungsbedarf. Gemeinsam mit ihrem nordrhein-westfälischen Kollegen Benjamin Limbach (Grüne) hat sie einen Vorschlag für ein sogenanntes „Nur Ja heißt Ja“-Modell eingebracht, das das seit der Reform 2016 geltende „Nein heißt Nein“-Modell ablösen soll.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag
Vorgesehen ist, dass künftig das Fehlen einer freiwilligen und erkennbaren Zustimmung zu einer sexuellen Handlung als zentrales Kriterium für deren Strafbarkeit gilt.
Zwar hatte schon das „Nein heißt Nein“-Modell die Opferposition gestärkt, weil sexuelle Handlungen grundsätzlich bestraft werden können, wenn sie gegen den erkennbaren Willen einer Person vorgenommen werden.
Viele Opfer sexualisierter Gewalt können Willen nicht äußern
Das Problem sei nur, dass nicht alle Opfer in der Lage seien, ihren Willen zu äußern. „Wir haben die Situation, dass viele Opfer einer solchen Straftat in Schockstarre verfallen“, sagte Gallina. Manche Studien gingen von bis zu 40 Prozent aus. „Das ist dann der Moment, in dem ich keinen entgegenstehenden Willen äußern kann, weil es mir einfach nicht möglich ist. Und darin sehen wir noch eine erhebliche Schutzlücke.“
Auch an die Verjährungsfristen für Sexualstraftaten müsse man noch mal ran, sagte Gallina. Damit auch bei erst spät bekannt gewordenen Taten sexualisierter Gewalt der Opferschutz gestärkt und eine effektive Strafverfolgung gewährleistet werden könne.
„Seit der Reform des Sexualstrafrechts vor zehn Jahren ist es zu Fallkonstellationen gekommen, in denen auch schwerwiegende sexuelle Übergriffe – insbesondere unter Ausnutzung der Unfähigkeit der Opfer, ihren Willen zu äußern – nicht mehr verfolgt werden konnten“, sagte Gallina. Vor allem, wenn die Opfer keinen Widerstand hätten leisten können und selbst erst später von den Taten erfahren hätten – wie im Fall der Französin Gisèle Pelicot.
Unter Umständen verjährten solche Taten – auch wenn dabei in den Körper des Opfers eingedrungen wurde – bereits nach fünf Jahren, weil sie nur als Vergehen verfolgt werden konnten. Vor der Reform galt eine solche Tat immer als Verbrechen mit einer Verjährungsfrist von 20 Jahren. „Ich kann mir vorstellen, dass man bei der Reform solche Fallkonstellationen, wie wir sie jetzt vor Augen haben, noch gar nicht gesehen hat“, sagte Gallina.
Inzwischen wisse man, dass es auch in Deutschland Netzwerke gibt, in denen sich zu Taten verabredet wird, bei denen die Opfer sediert werden. „Es ist natürlich besonders dramatisch, wenn das Opfer erst durch die Aufklärungsarbeit von Strafverfolgungsbehörden oder durch Zufall von der Tat erfährt und dann keine Chance mehr auf Strafverfolgung hat, weil die Taten schon länger zurückliegen.“
So wurde in Hamburg nach Angaben der Behörde beispielsweise im vergangenen Jahr ein Verfahren gegen einen Mann geführt, dem die Staatsanwaltschaft vorwarf, in 67 Fällen sexuelle Handlungen an seiner zur Willensbildung und -äußerung nicht fähigen Ehefrau vorgenommen zu haben. 65 der 67 Taten wurden trotz umfangreicher Beweislage wegen Verjährung eingestellt.
Anzeigepflicht für schwere Sexualstraftaten
Ein dritter Hamburger Beschlussvorschlag zielt darauf ab, künftig auch die Nichtanzeige von geplanten schweren Sexualstraftaten unter Strafe zu stellen. Bei anderen schweren Straftaten wie Hoch- oder Landesverrat, Mord oder räuberischer Erpressung ist das in Paragraf 138 Strafgesetzbuch geregelt: Wer von solchen geplanten Taten zu einer Zeit Kenntnis erlangt, in der sie noch abgewendet werden könnten, und sie nicht anzeigt, dem drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.
Gallina will erreichen, dass der Straftatenkatalog des Paragrafen 138 um schwere Sexualdelikte erweitert wird und deren Planung dann ebenfalls unter Strafandrohung angezeigt werden muss – „insbesondere solche zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“, wie es in ihrem Beschlussvorschlag heißt. (dpa)
Gesuchter 28-Jähriger am Bahnhof Hamburg-Rahlstedt festgenommen
Hamburg (ots) – Am 06.06.2026 gegen 00.30 Uhr nahmen Bundespolizisten einen per Haftbefehl gesuchten 28‑Jährigen am Bahnsteig im Bahnhof Hamburg‑Rahlstedt fest, nachdem eine Zeugin telefonisch gemeldet hatte, dass sich eine Person im Gleisbereich befinde.
Die Einsatzzentrale ordnete zunächst eine Fahrt auf Sicht für den Zugverkehr an. Bundespolizisten erreichten den Bahnhof und stellten am Bahnsteig vier junge Männer fest; im Gleisbereich waren keine Personen mehr auffindbar, daraufhin wurde die Maßnahme aufgehoben. Bei der anschließenden Überprüfung der Personalien ergab sich eine Ausschreibung zur Festnahme des gebürtigen Hamburgers; er wurde seit Anfang Mai 2026 mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aurich gesucht.
Der Gesuchte war wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis eines PKW verurteilt worden und hatte noch eine Restfreiheitsstrafe von 35 Tagen (ursprünglich 80 Tage) zu verbüßen; zudem war eine geforderte Geldstrafe zuzüglich Verfahrenskosten von rund 2.500 Euro nicht gezahlt. Er wurde am Bahnsteig festgenommen, zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof gebracht; ein Atemalkoholtest ergab 1,16 Promille, ein Arzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit fest. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann einer Haftanstalt zugeführt.
Aus der Personengruppe hatte sich ein junger Mann in den Gleisbereich begeben, um nach eigenen Angaben Videoaufnahmen mit seinem Handy zu machen. Sein Alter ist nicht bekannt. Er wurde über die Gefahren im Gleisbereich aufgeklärt, zeigte sich einsichtig und erhielt eine mündliche Verwarnung vor Ort. Die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg wies darauf hin, dass der Aufenthalt im Gleisbereich lebensgefährlich und verboten ist.
Bildunterschrift: Funkstreifenwagen der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof- Quelle Symbolfoto: Bundespolizei-
Der 50-Jährige wurde leicht verletzt, der 52-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu; beide Männer wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht.
Die A 7 in Fahrtrichtung Hamburg bleibt voll gesperrt. Bergungs- und Reinigungsarbeiten sollen nach derzeitiger Einschätzung bis in die späten Abendstunden dauern. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Westenholz abgeleitet; in Fahrtrichtung Hannover ist der linke Fahrstreifen gesperrt.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Original-Content: Polizeiinspektion Heidekreis, übermittelt durch news aktuell
Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.
Samstag, 6. Juni 2026
Harburger Binnenhafenfest – Familienfest
Maritimes Stadtteilfest mit Mitmachprogramm, Schiffen, Musik und Aktionen für Kinder rund um den Harburger Binnenhafen. Ort & Uhrzeit:Kanalplatz, 21079 Hamburg-Harburg · ab 13 Uhr Preis: kostenlos
Medien-Kids – Mitmachprogramm
Kostenloses Mitmachprogramm in der Kinderbibliothek, für Kinder ab 4 – Robotik/Programmieren/Technik-Tüfteln. Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11 Uhr Preis: kostenlos
Verpassen war gestern! Der MOPOP-Kulturnewsletter weiß Bescheid. Musik, Theater und Kino, Ausstellungen, Festivals und Literatur: Wir haben die besten Tipps und sagen Ihnen, was sich wirklich lohnt. Immer donnerstags. Immer persönlich. Immer kurz und knapp. Und immer direkt in Ihr Postfach. Natürlich kostenlos.Hier klicken und anmelden.
Bücherflohmarkt – Zentralbibliothek
Flohmarkt mit gespendeten Büchern und aussortierten Exemplaren (Bücher ab 1 €). Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11-17 Uhr Preis: kostenlos
Elphi – „5 Seasons“ – Hamburger Kammerballett
Ballettabend „5 Seasons“ als Uraufführung im Großen Saal. Ort & Uhrzeit:Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg · 16 Uhr o. 20 Uhr Preis: 10–119 €
Landgang Jamsession
Offene Jam-Session: erst Opener-Band, danach Bühne frei für alle Musikstile. Ort & Uhrzeit:Landgang Brauerei, Beerenweg 12, 22761 Hamburg · ab 18 Uhr Preis: kostenlos
Theater – „No Body”
Theaterabend von Mable Preach mit Popkultur- und Comic-Referenzen rund um Solidarität und Verantwortung. Ort & Uhrzeit:Thalia in der Gaußstraße, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg · 19 Uhr Preis: ab 28 € (erm. ab 11 €)
Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seiteund auf MOPOP.
Live-Musik – „Blues Road“
Livemusik-Abend mit Bluesrock/Rock/Blues in der Kneipe. Ort & Uhrzeit:Chattahoochee, Meiendorfer Straße 34, 22145 Hamburg · 20 Uhr Preis: kostenlos
Theater-Premiere – „The Boys Are Kissing“
Komödie über den Ausnahmezustand nach einem Kuss zweier Jungen auf dem Schulhof. Ort & Uhrzeit:Thalia Theater, Alstertor 1, 20095 Hamburg · 20 Uhr Preis: ab 34 € (erm. ab 17 €)
Bibel TV verzeichnet positive Entwicklung auf Gesellschafterversammlung
Hamburg (ots) – Auf der Gesellschafterversammlung von Bibel TV am 5. Juni 2026 wurde die stabile Entwicklung des Medien- und Missionshauses festgestellt. Die Relevanz christlicher Inhalte in der Gesellschaft wurde durch den Erhalt des Public Value Status der Medienanstalten unterstrichen.
Gesellschaftliche Relevanz
In einer Zeit, in der globale Kriege, Klimawandel und wirtschaftliche Krisen zu Unsicherheiten führen, suchen viele Menschen Orientierung. Bibel TV bietet mit seinem wertebasierten Content Zugang zum christlichen Glauben, auch für Personen, die bislang keiner Kirche angehörten oder diese verlassen haben. Die Gemeinschaft umfasst über 66.000 katholische, evangelische und freikirchliche Unterstützer.
Nächste Mission
Die zentrale Frage der Aktivitäten ist, wie Medien Menschen einen einfachen Zugang zu Gott ermöglichen können. Ziel ist die NEXT MISSION, zu der unter anderem große Plakatkampagnen gehören. Diese sollen durch die Unterzeile „Mehr in deiner Kirche oder bei Bibel TV“ den Glauben in der Gesellschaft sichtbar machen.
Finanzielle Entwicklung
Obwohl das Spendenvolumen mit einem leichten Rückgang von -0,59 % im Vorjahr stagnierte, unterstützt die Spendergemeinschaft Bibel TV weiterhin verlässlich. Das Spendenvolumen betrug im letzten Geschäftsjahr 12.579.480,68 EUR. Die Werbeeinnahmen beliefen sich 2025 auf 1.824.845,58 EUR, was in einem Gesamterlös von 14.404.326,26 EUR resultierte.
Wachstum im On-Air-Bereich
Die Werbeerlöse im On-Air-Bereich wuchsen um 9,12 %. Dies wird auf Investitionen in neue Inhalte und das Vertrauen der Werbepartner zurückgeführt. Zu den neuen Inhalten zählen Serien wie „God Friended Me“ und die Fortsetzung von „Don Matteo“ sowie neue Predigtreihen.
Public Value Status
Im Jahr 2025 erhielt Bibel TV den Public Value-Status von den Medienanstalten in Deutschland. Diese Auszeichnung würdigt den Beitrag von Bibel TV zur gesellschaftlichen Wertschöpfung im Rundfunk, indem die Inhalte Orientierung und Toleranz fördern sowie den Dialog zu ethischen, sozialen und spirituellen Fragen anregen.
Reichweitenentwicklung
Die Reichweite blieb im letzten Geschäftsjahr stabil, während der Marktanteil im Gesamtmarkt gesteigert werden konnte. Dies wird den Investitionen in neue Inhalte und Angebote zugeschrieben.
Über Bibel TV
Bibel TV ist ein nach christlichen Werten orientiertes Medienhaus mit Sitz in Hamburg und bietet ein 24-stündiges TV-Programm, eine umfangreiche Mediathek sowie verschiedene Apps und Social Media-Kanäle an. Die Streaming-Plattform ermöglicht Live-Gottesdienste für über 120 Partner-Gemeinden.