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Hannover (dpa/lni) –
Niedersachsens AfD-Vize Stephan Bothe sieht hinter der Kritik im eigenen Landesverband persönliche Motive und Interessen. «Es sind aus meiner Sicht einzelne Personen, die ihren Karriereweg nicht so gegangen sind, wie sie es wollten, und nun versuchen, mit einer Empörungskampagne einem erfolgreichen Landesvorsitzenden zu schaden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin überzeugt, dass sie damit nicht durchkommen.»
Am Samstag, 25. April, kommt die AfD Niedersachsen in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) zu ihrem Landesparteitag zusammen. Dort soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Bothe zeigte sich zuversichtlich, dass Landeschef Ansgar Schledde mit großer Mehrheit bestätigt werde. Er selbst wolle erneut als stellvertretender Landesvorsitzender kandidieren.
Doch im Vorfeld des Parteitags sorgen interne Konflikte für Unruhe. Hintergrund sind zwei sogenannte Brandbriefe an den Bundesvorstand der Partei um die Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla, in denen die AfD-Europaabgeordnete Anja Arndt und weitere Parteimitglieder schwere Vorwürfe gegen den niedersächsischen Landesverband erheben.
Zu den Unterzeichnern des ersten Schreibens vom 2. Februar zählt unter anderem der frühere niedersächsische AfD-Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzende Stefan Marzischewski-Drewes.
Im ersten Schreiben ist unter anderem von einem «korrupten System» und einer «Parallelorganisation» die Rede. Man sei in tiefster Sorge um den AfD-Landesverband. Die Unterzeichner fordern den Bundesvorstand auf: «Ohne Ihr zügiges und beherztes Eingreifen ist unsere Partei der Alternative für Deutschland in Niedersachsen verloren.»
Im zweiten Schreiben vom 18. Februar wird unter anderem der Vorwurf erhoben, Bewerber um ein Bundestagsmandat würden gedrängt, Einfluss auf einen Teil der ihnen zustehenden Mitarbeiterstellen abzugeben. Diese würden dann durch den Landesvorstand mit Gefolgsleuten besetzt. So entstehe ein Netzwerk von Abhängigkeiten; Beschäftigte in den Abgeordnetenbüros könnten nach Darstellung des Schreibens auch für Parteiarbeit eingesetzt werden.
Mitarbeiter von Abgeordneten werden aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Sie dürfen während ihrer Arbeitszeit ausschließlich Aufgaben zur Unterstützung der parlamentarischen Arbeit wahrnehmen.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt – unter anderem wegen des Verdachts der Untreue und wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Der Landesvorstand weist die Vorwürfe zurück. Zur Prüfung der Vorwürfe hat der Bundesvorstand eine «Vertrauensgruppe» nach Niedersachsen entsandt, wie Bothe sie nennt.
Gegen Arndt läuft unterdessen ein Parteiausschlussverfahren. Nach einem Beschluss des Landesschiedsgerichts der AfD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen ihr bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren die Mitgliedsrechte entzogen werden.
Durch Arndts Schreiben sei «erheblicher Schaden» für die Partei entstanden, sagte Bothe. «Deshalb sehe ich für sie keine Zukunft in der AfD Niedersachsen.» Wenn es ihr um die Aufklärung von Missständen gegangen wäre, hätte sie sich persönlich an den Bundesvorstand gewandt, statt Brandbriefe zu verfassen.
Zudem äußerte Bothe die Einschätzung, Arndt habe eigene Ambitionen auf den Landesvorsitz und nutze die Situation, um Parteichef Schledde zu schaden. Arndt äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Mit Blick auf den Landtagsabgeordneten Marzischewski-Drewes, der den Brandbrief mitunterzeichnet hatte, sagte Bothe, dies sei «schon enttäuschend». Marzischewski-Drewes habe «möglicherweise nicht alle Hintergründe gekannt und ist hier vielleicht für etwas benutzt worden». Er gehe davon aus, dass es sich um Missverständnisse handele, die sich ausräumen ließen.
Marzischewski-Drewes teilte auf Anfrage mit: «Ich arbeite seit Jahren konstruktiv und gut mit Stephan Bothe im Landtag zusammen. Und das wird auch so bleiben!»
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963696/1
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Hamburg (dpa/lno) –
Ein einzelnes Gänseküken rennt Mitte April an der Außenalster entlang – und wird von einem Raben gejagt. Er steuert immer wieder direkt auf das kleine Tier zu. Dann erwischt er es. Mit dem Gänslein im Schnabel fliegt der große schwarze Vogel davon, Alster-Spaziergänger schreien an dem sonnigen Frühlingstag entsetzt auf. Sie fragen sich: Hätten sie das Tier retten sollen – und können?
«Für uns Menschen und das Tier ist es schrecklich. Aber das ist Natur», sagt Olaf Nieß vom Hamburger Schwanenwesen über das Geschehen. «Deswegen bekommen Tiere so viele Kinder.» Enten zum Beispiel bekämen 12 bis 14 Küken – und am Ende der Saison bleibe davon nur ein brutfähiges Pärchen übrig. «Die Natur hat es sich so ausgedacht, dass die Schlauesten und Kräftigsten durchkommen», erklärt Nieß der Deutschen Presse-Agentur. «Der Rabe hat die Ausnahme-Situation gesehen und seine Chance genutzt.»
Sollten und könnten Passanten einen Raben in solch einer Situation vertreiben? «Dann ist ja das Küken wieder alleine und kommt in die nächste Gefahrensituation», sagt Nieß. Aber: «Wenn man das Küken greifen kann, dann kann man es in eine Wildtierstation bringen.» Wenn das Jungtier schon verletzt ist, etwa weil ein Rabe es schon körperlich attackiert hat, sei es meist allerdings nicht mehr zu retten.
«Tiere gehen nicht los und verspeisen etwas als Trophäe. Entweder verspeisen sie es selbst – oder versorgen damit ihre Jungtiere», berichtet Nieß. Viele Jungtiere würden deshalb zur Beute. «Wenn der Fuchs junge Hasen fängt oder junge Rehkitze gefressen werden – oft bekommt das der Mensch nicht mit.»
Ob an der Alster oder anderen Gewässern, ob Gänse oder Enten: Meist sind die Küken mit ihren Geschwistern und Eltern unterwegs, immer in der schützenden Nähe der Erwachsenen – und immer piepend. «Elterntiere können nicht zählen. Sie reagieren nur auf Rufe und Bewegung», beschreibt der Vogel-Experte. «Sie ziehen weiter, wenn sie nichts mehr hören.»
Das Hamburger Schwanenwesen, das dem Umweltdezernat des Bezirksamtes Hamburg-Nord angegliedert ist, rettet in Not geratene Wildtiere. Aktuell kümmere es sich schon um 60 bis 70 Küken, sagt Nieß. «Wir ziehen jährlich zwischen 600 und 800 verwaiste Jungtiere auf.» Darunter sind neben Küken von Gänsen, Enten und Schwänen zum Beispiel auch junge Füchse.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963702/1
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Bremen (dpa) –
Nach der verdienten Niederlage im Nordderby war der Frust bei HSV-Coach Merlin Polzin groß. «Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit», sagte der Hamburger Trainer nach dem 1:3 (1:1) beim Erzrivalen Werder Bremen, durch das der Aufsteiger weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz 16 noch fünf Punkte, nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen sind beim HSV aber die Sorgen groß.
Vor allem, weil die Hamburger die hektische und emotionsgeladene Partie im Weserstadion wieder einmal nicht mit elf Spielern beendeten. Dieses Mal sah der erst kurz zuvor eingewechselte Philip Otele wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Es war bereits der achte Feldverweis für einen HSV-Profi in der laufenden Spielzeit. Damit haben die Hamburger nun mehr Platzverweise als Siege (sieben) zu Buche stehen. In Bremen wurde zudem am Ende noch Co-Trainer Loïc Favé auf die Tribüne geschickt.
«Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann hilft es mehr, wenn du mit elf gegen elf antrittst oder vielleicht sogar einer mehr bist, als wenn du einer weniger bist», sagte Polzin zu den vielen Roten und Gelb-Roten Karten. «Mit so vielen Roten Karten kannst du in der Bundesliga kein Spiel gewinnen», sagte auch Nicolai Remberg.
Doch auch ohne Rot für Otele wäre es für den HSV schwer geworden, in Bremen zu gewinnen. Vor allem im zweiten Durchgang fanden die Gäste offensiv fast nicht mehr statt. «Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Werder, uns haben die Torchancen gefehlt», sagte Robert Glatzel, der mit seinem Traumtor zum 1:1 für zwischenzeitliche Hoffnung beim HSV gesorgt hatte.
Doch wie schon beim 0:4 in Stuttgart in der Woche zuvor konnten die Hamburger die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Luka Vuskovic oder Sambi Lokongo nicht verkraften. Angesichts des schweren Restprogramms mit Partien gegen Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen sowie des seit Wochen andauernden Leistungsabfalls ist der einstige Bundesliga-Dino noch lange nicht auf der sicheren Seite.
Doch bei aller Niedergeschlagenheit über das verpatzte Nordderby ist Remberg weiter absolut davon überzeugt, dass es auch in der kommenden Saison zwei Duelle mit dem großen Rivalen aus Bremen geben wird. «Wir gehen nicht in die Zweite Liga. Das kann ich hier felsenfest sagen», versprach Remberg.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963684/1
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Berlin (dpa) –
Für Wolfsburgs Patrick Wimmer war der Tag beim 1. FC Union Berlin rundum perfekt. Eine neue Frisur, ein Traumtor mit dem Außenrist und ein ganz spezieller Liebestag mit Ehefrau Sarah. «Mit meiner Frau habe ich heute einen besonderen Tag, wie lange wir schon zusammen sind. Es ist witzig, dass ich die ganz genauen Zahlen weiß. Es sind 400 Wochen genau und 2800 Tage genau. Es sind alles gerade Zahlen», verriet der Österreicher nach dem 2:1 beim 1. FC Union Berlin mit einem Grinsen.
Dass er diese Zahlen so exakt parat hatte, kommt nicht von ungefähr. «Es kommt immer von mir. Kein Spaß», erklärte der Bundesliga-Stürmer und gab zu: «Ich muss sagen, ich habe schon eine App, die mitzählt.» Das besondere Datum habe ihm zusätzliche Energie verliehen.
Wimmer hatte den Tabellenvorletzten, der bis auf zwei Punkte an St. Pauli auf Platz 16 heranrückt, sehenswert in Führung gebracht. Der 24-Jährige nutzte die Räume im Mittelfeld, zog nahezu unbedrängt bis vor die Strafraumgrenze und schlenzte den Ball aus der Distanz mit dem Außenrist ins Eck. «Ich habe mich selber gewundert, dass ich den Ball treffen kann mit dem Außenrist. Bin selber froh, dass der dann so reingerutscht», sagte Wimmer ungläubig.
Auch der neue, kürzere Haarschnitt hatte nach Meinung des Offensivspielers Anteil am Erfolgstag. «Heute kommt alles zusammen. Vor allem in Bielefeld und erste Saison in Wolfsburg hatte ich die Frisur», berichtete Wimmer. Die Idee kam aber nicht von ihm. «Die Frau hat das Machtwort. Wenn die Frau ja oder nein sagt, dann habe ich das so zu machen», scherzte der Wolfsburger.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963678/1
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Löningen (dpa/lni) –
Bei dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Baum ist ein junger Autofahrer ums Leben gekommen. Der 23-Jährige kam mit seinem Wagen bei Löningen (Kreis Cloppenburg) von der Straße ab und prallte gegen den Baum, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch die Wucht der Kollision fing der Wagen in der Nacht Feuer und brannte vollständig aus.
Der Fahrer habe nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, berichtete der Sprecher weiter. Für ihn sei jede Hilfe zu spät gekommen. Warum er mit dem Wagen von der Straße abkam, war zunächst unklar.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963617/1
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München (dpa) –
Nach seinem Halbfinal-Aus in München erwägt Tennisprofi Alexander Zverev, doch nicht alle drei anstehenden Sandplatzturniere als Vorbereitung auf die French Open zu bestreiten. Das könnte bedeuten, dass er das ATP-500-Event in seiner Geburtsstadt Hamburg vom 16. bis 23. Mai auslässt. «Das werden wir sehen», antwortete Zverev auf die Frage, ob er bei den Masters von Madrid und Rom und dann noch in Hamburg starten werde.
Kurz vor seinem 29. Geburtstag am Montag war Zverev bei den BMW Open in der bayerischen Landeshauptstadt im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli ausgeschieden. Er führte dies auch darauf zurück, dass er erschöpft war von den vielen Turnieren und Matches seit Jahresbeginn.
Nun freut er sich auf eine kurze Pause bis zum Beginn des Masters in Madrid. «Ein paar freie Tage werden jetzt auch schon hilfreich. Und die habe ich jetzt, ich glaube sechs Tage bis zu meinem nächsten Match. Das sind mehr, als ich gehabt habe in den letzten paar Monaten», sagte Zverev.
Der Olympiasieger von 2021 richtet seine Planungen ganz auf die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni aus. «Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen», unterstrich er. Deshalb gehe es nun darum, seine gute Form zu halten oder gar zu steigern. «Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten.»
Zverev will sich auch ein Beispiel nehmen an den Branchengrößen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. «Ich glaube, so ein Carlos und so ein Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind.» Der Spanier Alcaraz etwa lässt Madrid – auch wegen einer Verletzung – aus.
In der spanischen Hauptstadt wird Zverev an den Start gehen. Was er dann in Rom und Hamburg macht, das hängt wohl vom Abschneiden bei den Turnieren davor ab. Kommt er beispielsweise in Madrid bis ins Halbfinale oder Finale, dann ist ein Verzicht in Rom denkbar. Sollte der Deutsche in Italien dagegen lange dabei sein, dann könnte er sich für eine Absage in Hamburg entscheiden. Das ATP-500-Event in der Hansestadt ist die Generalprobe für Paris – nur einen Tag nach dem Finale am Rothenbaum beginnen die French Open.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-963607/1
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