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Heute — 07. Juni 2026

Influencer wettert gegen Crack-Konsum im HVV – so reagiert die S-Bahn

07. Juni 2026 um 10:05

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Es war mitten am Tag in einer Hamburger S-Bahn, neben ihm saßen unter anderem Familien mit Kindern – und zwei Männer, die in dem Waggon offenbar Crack zerkleinerten und rauchten. Die Dämpfe seien durch den ganzen Waggon gezogen, erzählt Ex-GNTM-Teilnehmer Lucas Schwarze seinen 80.000 TikTok-Followern. Das Sicherheitspersonal habe einfach weggesehen, behauptet er. Die S-Bahn reagiert – und erklärt, wie Fahrgäste in solchen Situationen am besten handeln.

„Ich kann nicht in Ruhe mit der Bahn fahren, weil ich immer Angst habe, belästigt zu werden, oder dass mir jemand gleich eine Spritze in den Arm rammt, wenn ich etwas sage“, sagt Lucas Schwarze in seine Kamera. Der 26-Jährige spielte 2023 in der Soap „Köln 50667“ mit und nahm danach an der Sendung „Germany’s Next Topmodel“ teil.

Crack in der S-Bahn? Sicherheitspersonal soll nicht gehandelt haben

Auf der Fahrt sei die S-Bahn an einer Haltestelle vorbeigekommen, an der Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn am Gleis wartete. Die Sicherheitskräfte hätten ins Innere geschaut – und nichts getan. „Wenn Mitarbeiter der Bahn das mit eigenen Augen sehen, wie kann es sein, dass man nicht handelt?“, fragt er.

@lifeoflucas_

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♬ Originalton – Lifeoflucas

„Endlich einer, der es sagt“, kommentiert eine Nutzerin. „Ist echt richtig schlimm geworden in Hamburg. Schon sehr unangenehm und die Angst fährt immer mit“, schreibt eine weitere. Ein anderer merkt an: „Es gibt in jedem Zug einen Notruf – der ist genau für sowas gedacht.“

S-Bahn weist auf Notrufknopf hin

Darauf weist auch eine Sprecherin der Bahn hin: „Wenn ein Fahrgast während der Fahrt Hilfe benötigt, kann er den Zugführer jederzeit ansprechen.“ Wenn der Notrufknopf im Türbereich gedrückt wird, wird sofort eine Verbindung zum Lokführer hergestellt und er kann Hilfe anfordern. Dafür seien auch die Notrufsäulen auf dem Bahnsteig da.

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Der Konsum von Drogen und Alkohol ist in den S-Bahnen verboten. 360 Mitarbeiter der S-Bahn-Wache sollen unter anderem dafür sorgen, dass genau dieses Verbot eingehalten wird. Die Kräfte seien für Konfliktsituationen speziell geschult. Welche konkreten Maßnahmen gegen Drogenkonsum in Bahnen und Bahnhöfen ergriffen werden, bleibt unbeantwortet. Wie häufig Fahrgäste Drogenkonsum in den Zügen melden, teilt die S-Bahn nicht mit. Die Sprecherin betont lediglich: Die Sicherheit der Fahrgäste stehe für die S-Bahn Hamburg „an erster Stelle“.

Influencer wettert gegen Crack-Konsum im HVV – so reagiert die S-Bahn wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)

Messer-Attacke: Weihnachten stand Papas Mörder vor der Tür

07. Juni 2026 um 06:05

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Drei Tage lang standen Menschen nach Taskin Celiks Tod am 23. Dezember 2025 Schlange, um den Angehörigen ihr Beileid auszusprechen. Der 68-Jährige habe immer ein offenes Ohr gehabt, sagt seine Familie im Gespräch mit der MOPO, und geholfen, wo er konnte. Genau das soll ihm zum Verhängnis geworden sein, als ein alter Bekannter plötzlich mit einem Messer vor seiner Tür stand.

Neulich stand Serkan Celik auf dem Heimweg wieder an dieser einen Kreuzung. Automatisch zuckte sein Finger Richtung Freisprechanlage. Früher rief er von hier aus immer seinen Vater an. Jetzt würde niemand mehr rangehen. Nie wieder.

Taskin Celik wurde am 23. Dezember 2025 erstochen

Am 23. Dezember 2025 wurde sein Vater erstochen. Mindestens elf Mal soll laut Staatsanwaltschaft auf den 68-Jährigen eingestochen worden sein, Halsschlagader und Halsvene wurden durchtrennt. Taskin Celik starb noch am Tatort in Rahlstedt.

Taskin Celik arbeitete in Ahrensburg als Busfahrer, auch als Rentner fuhr er weiter. hfr
Taskin Celik arbeitete in Ahrensburg als Busfahrer, auch als Rentner fuhr er weiter.
Taskin Celik arbeitete in Ahrensburg als Busfahrer, auch als Rentner fuhr er weiter.

„Er hat eine riesige Lücke hinterlassen“, sagt Serkan Celik im Gespräch mit der MOPO. „Er war für uns Vater und Freund. Er hat uns den Weg gezeigt.“ Er zückt sein Handy, scrollt durch Selfies, die sein Vater ihm geschickt hat. Ein Bild zeigt ihn neben einem Linienbus. Er war Busfahrer in Ahrensburg, auch nach der Rente. An seinem Todestag trank er mittags noch einen Kaffee mit seinem Chef. Sie dachten, es wäre der letzte des Jahres. Es wurde der letzte des Lebens. 

Ältester Sohn: „Wenn der Vater weg ist, wird man erwachsen“

„Erst wenn der Vater weg ist, wird man wirklich erwachsen“, sagt Serkan Celik. Der älteste Sohn redet viel, seine beiden Geschwister hören zu, nicken, ergänzen Details. Auch beim Prozessauftakt am vergangenen Donnerstag ging er voran in den Saal, seine jüngeren Geschwister folgten ihm. 


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
  • Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
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  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
  • 28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag

Sie alle treten als Nebenkläger auf, auch Martina Celik, die Ehefrau des Toten. 43 Jahre lang waren sie verheiratet. Ihretwegen blieb Taskin Celik in Deutschland, obwohl er Ende der 1970er Jahre eigentlich nur zum Arbeiten gekommen war.

Messer-Attacke in eigener Wohnung: „Oh, Mustafa, komm rein“ – dann war überall Blut

Als es am Tattag gegen 21.20 Uhr klingelte, ging Martina Celik zur Tür. Sie dachte, ein Nachbar wolle noch ein Paket abholen, einen Tag vor Heiligabend. Doch der Mann vor der Wohnung wollte ihren Ehemann sprechen. Taskin Celik kam aus dem Wohnzimmer, er trug bereits einen Pyjama. „Oh, Mustafa, komm rein“, habe er laut seiner Frau noch freudig gesagt. Dann war überall Blut.

Mitarbeiter der Spurensicherung waren bis tief in die Nacht in der Wohnung am Neuköllner Ring beschäftigt. Christoph Seemann/HamburgNews
Mitarbeiter der Spurensicherung waren bis tief in die Nacht in der Wohnung beschäftigt.
Mitarbeiter der Spurensicherung waren bis tief in die Nacht in der Wohnung am Neuköllner Ring beschäftigt.

Täter und Opfer kannten sich aus der Centrum-Moschee in St. Georg. Taskin Celik soll dort für seine guten Ratschläge bekannt gewesen sein. Vor etwa zehn Jahren wandte sich auch Mustafa O. wegen Eheproblemen an ihn.

Mustafa O. spricht vor Gericht von psychischer Abhängigkeit

Vor Gericht sagt Mustafa O., daraus habe sich eine jahrelange psychische Abhängigkeit entwickelt. Er habe geglaubt, Celik könne ihn von seiner Depression befreien. Auch im Streit um das Sorgerecht für seine drei Kinder habe er sich auf dessen Rat verlassen. Das sei ein Fehler gewesen, sagt der Angeklagte. Dann erhebt er schwere Vorwürfe: Celik habe ihm zweimal geraten, sich umzubringen.

Er soll Taskin Celik erstochen haben: Mustafa O. (43) bei Prozessbeginn am vergangenen Donnerstag. Zoe Clausen
Er soll Taskin Celik erstochen haben: Mustafa O. (43) bei Prozessbeginn am vergangenen Donnerstag.
Er soll Taskin Celik erstochen haben: Mustafa O. (43) bei Prozessbeginn am vergangenen Donnerstag.

„Wie bitte? Das wird ja immer schlimmer“, sagt Martina Celik, als sie mit den Vorwürfen konfrontiert wird. Auf der Flucht soll Mustafa O. ihr den Finger gebrochen haben. Sie wird ihn wohl nie wieder knicken können. Die Richterin fragt, ob ihr Mann sie am Tatabend aufgefordert habe, eine Waffe zu holen. „Wie denn? Er konnte nicht mal mehr sprechen. Er war doch schon fast tot“, antwortet sie. Ihre Stimme bricht, sie weint. Ihre Anwältin legt den Arm um sie. 

Urteil soll noch im Juni fallen: „Wir wollen Gerechtigkeit“

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Mustafa O. psychisch krank und zur Tatzeit schuldunfähig war. Vor Gericht sagte der Angeklagte, er habe nach der Tat gesagt, dass er Stimmen höre, weil eine Polizistin ihm dazu geraten habe.

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Das Urteil könnte am 17. Juni fallen. Die Kinder wollen zu jedem Verhandlungstag erscheinen. „Wir müssen stark sein, für Papa“, sagt Serkan Celik. Sein Vater habe nie etwas Schlimmes getan. „Wir wollen Gerechtigkeit.“

Messer-Attacke: Weihnachten stand Papas Mörder vor der Tür wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)
Gestern — 06. Juni 2026

Völlig überraschend: Warum das Lehmitz doch zurück ist

06. Juni 2026 um 18:02

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Ende vergangenen Jahres machte es dicht, jetzt hat es überraschend wieder geöffnet: das Lehmitz auf der Reeperbahn 22. Gefeiert wurde am Donnerstagabend nicht nur die Wiedereröffnung, sondern auch der 50. Geburtstag von Geschäftsführer Marco Apfler. Das Lehmitz, ein Symbol für den Kiez, der sich ständig verändert. Und das, was am Ende trotzdem bleibt.

Eine Frau im schwarzen Schlauchkleid schiebt sich durch die Menge ins Innere des Lehmitz, in der linken Hand ein Glas Wein, in der rechten ein Bier. Man weiß ja nie. Alle Glastüren sind geöffnet, trotzdem nimmt einem die dichte, rauchige Luft schon beim ersten Schritt in den Raum den Atem.

Marco Apfler: Geburtstag auf dem Tresen

Die Band steht schon auf dem charakteristischen u-förmigen Tresen bereit. Sie muss noch einen Moment warten, erst gibt es eine Rede und ein Geschenk. Gefeiert werden zugleich die Wiedereröffnung und der runde Geburtstag von Chef Marco Apfler.

Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen. Marius Röer
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.

Sein Freund Fabian Zahrt, Kiez-Guide und Mitglied der „Bambi Boys“, schnappt sich das Mikrofon. „Mit 50 werden die meisten ruhiger und erwachsener“, sagt er, „wie gut, dass dir das niemand erzählt hat!“ Die Gäste grölen lachend. „Mögen die Tattoos nicht verblassen und das Lehmitz immer voll sein“, ruft er.

Das Lehmitz hat eine lange Geschichte

Ein bisschen Ruhe gibt es dann doch, in Form des Geschenks: ein großes Papp-Kreuzfahrtschiff, symbolisch für eine Reise mit Frau und Geschäftspartnerin Anneliese und dem gemeinsamen Sohn. „Dann ist das kein Urlaub“, schreit jemand noch dazwischen. Dann fängt die Band an zu spielen, erst „Happy Birthday“, danach Bob Marley.

Die Musik schallt nach draußen auf die Reeperbahn. Touristengruppen und Partyvolk quetschen sich mit irritierten Blicken an den Gästen vorbei, die vor dem Lehmitz stehen. Der Name hat auf St. Pauli eine lange Geschichte. An der Wand am Eingang hängen Fotos aus dem alten „Café Lehmitz“, darüber eine Geburtstagsgirlande.

In den 1960er Jahren war das Lehmitz noch eine Stehbierhalle, in der Hafenarbeiter, Prostituierte, Zuhälter, Kleinkriminelle und Nachtschwärmer zusammenkamen. Der schwedische Fotograf Anders Petersen fotografierte dort die Gäste. Sein Bildband „Café Lehmitz“ erschien 1978 und gilt heute als Klassiker der sozialdokumentarischen Fotografie. Petersen zeigte die Menschen nicht als Kuriositäten, sondern als Teil eines Milieus, das damals noch zum Alltag auf St. Pauli gehörte.

Wiedereröffnung des Lehmitz im Mai angekündigt

1987 wurde das alte Gebäude abgerissen. Später machte auf der Reeperbahn 22 wieder ein Lehmitz auf. Ende vergangenen Jahres sollte es dann schließen: Der Mietvertrag lief aus, über einen Abriss sei bereits gesprochen worden, erzählt Apfler, seine Stimme kratzt. Nach mehreren Gesprächen hätten sich die Beteiligten schließlich einigen können.

Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.). Marius Röer
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).

Im Mai wurde die Wiedereröffnung angekündigt. „Das Lehmitz wurde gerettet, bevor sie hier den nächsten Kiosk aufmachen konnten“, sagt Apfler. Der neue Mietvertrag läuft erst einmal für zehn Jahre. Alles soll weitergehen wie bisher. „Was anderes auf der Reeperbahn? Das will doch keiner!“, meint er.

Und doch gibt es Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen. Direkt neben dem Lehmitz mahnt das frühere Sausalitos, wie schnell es auf der Reeperbahn vorbei sein kann. Im vergangenen Jahr musste die Kette Insolvenz anmelden, Filialen wurden geschlossen. Die alten Kaktus-Leuchtschilder hängen noch blass an der Fassade, aber der Blick fällt auf die royalblauen Schilder des neuen Ladens, der inzwischen eingezogen ist.

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung“

So schnell wie ein Laden schließt, öffnet der nächste. So schnell, wie einer gewinnt, verliert er wieder – wie Lehmitz-Barmann Thomas König, Spitzname „Mütze“. Im Jahr 2000 gewann er bei „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro. Von dem Geld konnte er seine Schulden bezahlen. Drei Jahre später war er seinen Job trotzdem los, weil er mit 850 Gramm Haschisch erwischt wurde.

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Solche Geschichten gehören zum Lehmitz, wie die Menschen, die hier zusammenkommen: „Vom Obdachlosen bis zur Milieu-Größe sitzen hier alle friedlich zusammen, trinken, schnacken. Vor allem dummes Zeug“, erzählt Fabian Zahrt etwas abseits der Partygäste. „Das ist der Kiez in seiner ursprünglichsten Form, obwohl St. Pauli sich so verändert hat“, sagt er. „Nichts ist so beständig wie die Veränderung.“ Und doch gibt es Namen, die bleiben.

Völlig überraschend: Warum das Lehmitz doch zurück ist wurde gefunden bei mopo.de

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