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Das Kinsey-Dossier: Kinseys enger Kontakt zu pädokriminellem Nazi-Offizier

30. Januar 2026 um 16:00

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Der Sexualforscher Alfred Kinsey bezog seine sogenannten »Forschungsdaten« nicht nur von amerikanischen Pädokriminellen, sondern stand über Jahre hinweg auch in direktem Kontakt mit einem deutschen Nazi-Offizier, der Kinder missbrauchte und ein Ghetto kommandierte. Briefe, Tagebücher und Missbrauchsprotokolle aus dem Umfeld nationalsozialistischer Verbrechen flossen in Kinseys Arbeiten ein – und wurden später als seriöse Wissenschaft ausgegeben. Eine Spurensuche, die sprachlos macht.

Von Guido Grandt

Lesen Sie die vorherigen Teile dieser Artikelserie:

Pädokriminelle und Serien-Pädophile, wie etwa Rex King alias »Mr. Green« (siehe Teil 4), waren nicht die einzigen Verbrecher, die der ehemalige Zoologe, Gallwespen-Spezialist und spätere Sexualforscher Alfred Charles Kinsey (1894-1956) in seine »Forschungen« mit einbezog. 

Von 1936 bis 1956 stand er auch noch in regelmäßigem Briefkontakt mit Friedrich von Balluseck (1908-1989), einem deutschen pädokriminellen Nazioffizier. Nach der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht war Balluseck von Oktober 1939 bis November 1940 Kreishauptmann von Tomaszów Mazowiecki, danach Kreishauptmann von Jędrzejów sowie der verantwortliche Kommandant des dortigen Ghettos. 

Schon damals war bekannt, dass von Balluseck polnische und jüdische Kinder sexuell missbrauchte und ihnen drohte: »Entweder die Gaskammer oder ich.«  Anmerkung: In Jędrzejów überlebte kein einziges jüdisches Kind! 

Quelle Bildzitat/Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=Ok7mXoGjhKc&t=2559s (inzwischen gelöscht, z.B. über Bitchute noch zu sehen)

Nach dem Zweiten Weltkrieg war von Balluseck als Religionslehrer der evangelischen Kirche in Brandenburg tätig. Er missbrauchte deutsche Kinder, darunter auch seine eigene Tochter. 

Den elfjährigen Sohn eines Vikars, den er ebenfalls sexuell misshandelte, zwang er, seine angeblichen »sexuellen Erfahrungen« schriftlich festzuhalten – als Material für Alfred Kinsey. 

Am 16. Oktober 1956 wurde von Balluseck verhaftet. Am 17. Mai 1957 stand er in Berlin wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs sowie wegen Mordverdachts an einem zehnjährigen Mädchen vor Gericht. Der Mordvorwurf konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Als der Vorsitzende Richter ihm vorhielt, er habe Kinder missbraucht, um Alfred Charles Kinsey zu beeindrucken, antwortete von Balluseck: »Kinsey selber hatte mich ja darum gebeten.« 

Friedrich von Balluseck im Gefängnis – Quelle Bildzitat/Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=Ok7mXoGjhKc&t=2559s (inzwischen gelöscht, z.B. über Bitchute noch zu sehen)

Letztlich wurde der Nazi-Offizier zu sechs Jahren Zuchthaus und Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt verurteilt. Im Februar 1971 wurde er bedingt aus der Nervenklinik entlassen und war danach in einem Museum tätig.

Friedrich von Balluseck vor Gericht (ganz rechts) – Quelle Bildzitat/Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=Ok7mXoGjhKc&t=2559s (inzwischen gelöscht, z.B. über Bitchute noch zu sehen)

Nachdem die deutsche Polizei festgestellt hatte, dass von Balluseck regelmäßig mit Kinsey korrespondierte, versuchte sie, diese Briefe über Interpol und das FBI sicherzustellen. In der Folge setzte das FBI Kinsey unter Druck und forderte ihn auf, das sogenannte Sex-Tagebuch von Balluseck herauszugeben. Kinsey verweigerte jedoch die Herausgabe mit der Begründung: »Der arme Pädophile (…) sein guter Ruf war zerstört (…)  und schließlich schrieb er uns keine Briefe mehr.«

Allerdings hatte Balluseck Kinsey über zwanzig Jahre lang mit detaillierten Daten über seine Straftaten und seine sexuellen Opfer versorgt. Dabei waren die Mädchen und Jungen meist zwischen 9 und 14 Jahre alt! 

Dennoch schwieg die US-Presse. Judith Ann Reisman, US-amerikanische Kommunikationswissenschaftlerin, ehemalige Präsidentin des Institute for Media Education sowie Beraterin mehrerer US-amerikanischer Justiz-, Bildungs- und Gesundheitsbehörden, stellte zu Recht die Frage, was wohl geschehen wäre, wenn der amerikanische Bürger wenige Jahre nach den Nürnberger Prozessen erfahren hätte, dass Kinsey sich über Jahre hinweg die Missbrauchsdaten eines deutschen Nazikommandeurs aus einem polnischen Ghetto zusenden ließ, um sie als angeblich »wissenschaftliche Daten« auszugeben?

»Amoralisch und kriminell« – das Eingeständnis des Kinsey-Instituts

Ohnehin wussten Kinsey und sein Team ganz genau, dass sie sich durch ihr Verhalten auch strafbar machten. Kein anderer als Paul Gebhard, der zweite Direktor des Kinsey-Instituts, gab später zu: »Wir (…) [waren] zumindest amoralisch, wenn nicht gar kriminell. Amoralisch war zum Beispiel unsere Weigerung, eine Ehefrau darüber zu informieren, dass ihr Mann (…) an einer akuten Geschlechtskrankheit litt. Oder dass wir nicht bereit waren, den Eltern eines Kindes zu sagen, dass wir bei ihm ein ernstes abweichendes Verhalten festgestellt hatten.«

Und: »Kriminell war, dass wir uns weigerten, mit Behörden zusammenzuarbeiten, die einen von uns zuvor interviewten Pädophilen festnehmen wollten, der wegen Sexualmords gesucht wurde.«

Bis heute prägt Kinseys pädokriminelle Forschung die Sexualerziehung

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) fragt deshalb zu Recht (eine Frage, auf die noch einmal zurückzukommen sein wird): »Wieso wurden Kinseys menschenverachtende Aussagen über sexuellen Missbrauch nicht öffentlich kritisiert? Wieso haben die Medien nicht entlarvt, dass Kinsey Kinderschänder unterstützte und sich so mitschuldig machte an den jahrelangen Qualen unzähliger Kinder? Warum gab es auch nach Reisman keine öffentliche Auseinandersetzung über Kinseys Daten? (Eine Ausnahme bildete die angesehene medizinische Zeitschrift Lancet vom 2. März 1992, S. 547).« 

Weiter: »Wieso werden diese vielmehr weiterhin unkritisch wiederholt und als repräsentative Daten ausgegeben, etwa in einer Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)? Stattdessen kam 2005 der mit Starbesetzung gedrehte, mehrfach ausgezeichnete Hollywoodfilm ‚Kinsey – Die Wahrheit über Sex‘ in die deutschen Kinos. Die Wahrheit brachte er nicht, nur das alte Lied, dass Kinsey dem Westen endlich die sexuelle Befreiung gebracht habe.« 

Und: »Fast alle heutigen Sexualerziehungsprogramme beziehen sich direkt oder indirekt auf Kinsey. So unglaublich es klingen mag: Sie geben damit seiner auch auf Kinderopfern aufgebauten ‚Forschung‘ den Nimbus der Seriosität und schützen den Täter. Sie verhindern eine ehrliche Prüfung der Stichhaltigkeit der Schlussfolgerungen Kinseys. Gerade der Nationalsozialismus hat uns gelehrt, dass es alles andere als egal ist, wie ‚wissenschaftliche Forschungsergebnisse‘ zustande kommen. Wann wird sich unsere Gesellschaft endlich von Kinsey und seiner menschenverachtenden Forschung verabschieden und sich den Opfern zuwenden?«

Kinseys »menschliches Tier«: Sexualität ohne jede Grenze

Letztlich kannte der Eugeniker Kinsey keine Grenzen der Sexualität. Für ihn gab es weder gut noch böse, sondern lediglich häufigere und seltenere sexuelle Praktiken. Der Mensch war für ihn ein »human animal«, ein »menschliches Tier«, das seiner »bloßen Natur« und seinen angeblich »natürlichen« Trieben folgte. Welche Kosten dieses Denken für andere hatte, blendete er aus.

Und dennoch wirken diese Prämissen bis heute fort: Sowohl Sexualpädagogen als auch Pädophile und deren Sympathisanten berufen sich regelmäßig auf jene sogenannten ›Daten‹, um zu behaupten, Kinder verfügten über homosexuelle, heterosexuelle oder bisexuelle Bedürfnisse und benötigten deshalb eine entsprechende ›Safer-Sex‹-Erziehung. Dieselben Daten werden zudem immer wieder herangezogen, um zu behaupten, Kinder seien bereits von Geburt an sexuell. 

Wo kamen die Kinder für Kinseys pädokriminelle Experimente her – und wo waren die Eltern?

Völlig zu Recht fragte Reisman: »Wie war es möglich, dass ein trockener, wissenschaftlicher Wälzer zu einem weltweiten Bestseller wurde und weder kritische Reporter noch Wissenschaftler nachfragten, wo denn die Kinder für die sexuellen Experimente herkamen? In seinem Buch über Männer deutet  Kinsey die Qualen der Säuglinge, die noch nicht sprechen können (‚schreien‘, ‚sich vor Schmerzen krümmen‘, ‚ohnmächtig werden‘, ‚Weinkrampf‘ usw.), als ‚Orgasmen‘. Wer hat diese sexuellen Experimente an den Kindern durchgeführt? Wo waren die Eltern?«

Und weiter: »In keiner der tausend und mehr nationalen und internationalen Buchbesprechungen wurde Kinsey jemals dazu befragt. Stattdessen nannte Gore Vidal ihn ‚den berühmtesten Mann des Jahrzehnts‘. Er war der Mann, dem die Homosexuellen- und die Pädophilenbewegung viel für ihren Vormarsch zu verdanken haben.«

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Reismans Untersuchungen zu Kinsey und sexualisiertem Kindesmissbrauch systematisch angegriffen und unterdrückt werden sollten.

FORTSETZUNG FOLGT IN TEIL 6

Guido Grandt (geb. 1963) ist investigativer Journalist, Publizist, TV-Redakteur und freier Produzent. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf Recherchen zu organisierter Kriminalität, Geheimgesellschaften sowie auf brisanten Themen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär und Sicherheit. Darüber hinaus widmet er sich der Aufdeckung verborgener oder tabuisierter Hintergründe zeitgeschichtlicher Ereignisse. Guido Grandt veröffentlichte bisher über 40 Sachbücher und verfasste rund 6.000 Artikel. 

Quellen

  • https://www.zeit.de/2009/36/A-Deutsche-Herrenmenschen
  • Reisman, Kinsey: Crimes and Consequences, 1998
  • „Kinsey hätte Balluseck anzeigen sollen“ in: Berliner Morgenpost v. 16.05.1957
  • „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.95.1957
  • Die Tagebücher und Korrespondenz zwischen Kinsey und von Balluseck sind bis heute nicht vom Kinsey Institut freigegeben, heißt es in der BBC Dokumentation
  • https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/alfred-c-kinsey-report/
  • Gebhard, P.: Designated Discussion, in: Masters, W.H., et al.: Ethical Issues in Sex Therapy and Research, Little. Brown and Company, Boston 1977
  • https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/
  • Biography (Arts and Entertainment Network broadcast Aug. 14, 1996) (Interview mit Gore Vidal in einem Dokumentarvideo über Alfred C. Kinsey, das ursprünglich vom BBC unter dem Titel:  “Reputations” hergestellt wurde)
  • „Long Road to Freedom: Advocate History of the Gay and Lesbian Movement“ 1994, (Buch, das die Geschichte der Homosexuellenbewegung aus einem prohomosexuellen Standpunkt beschreibt) , S. 102 (“Für homosexuell Lebende sind Kinseys arbeiten besonders wichtig, weil sie der eigentliche Beginn einer sympathisierenden und wissenschaftlich genauen Untersuchung der Homosexualität sind.“) Kinsey’s wissenschaftliche Glaubwürdigkeit wird im Kapitel  “Homosexuality” der aktuellen Enzyklopädieausgabe Encarta von John Gagno wiederholt
  • “Kinsey’s Pedophiles”: https://www.bitchute.com/video/AYkSPEmG1YQN
(Auszug von RSS-Feed)

Französische Neo-Nazis in der Ukraine gegen Russland im Einsatz

30. Januar 2026 um 06:00
ELA

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Im Jahr 2025 war eine neue Einheit französischer Kämpfer für die Ukraine, um einen Kern von Neonazis aufgebaut worden, mit dem Ziel, Rekruten zu gewinnen. Unter diesen Freiwilligen hatten sich selbstredend auch ehemalige französische Soldaten befunden.

Entschlossen gegen Russland zu kämpfen

In der Ukraine sind also französische Neo-Nazis und Ex-Soldaten fest entschlossen, gegen Russland zu kämpfen und stoßen dort offenbar auf „ideologisch fruchtbaren Boden“.

Etwa zwanzig Männer, bewaffnet und in Uniform, posieren um ein gepanzertes Fahrzeug, das Foto, das im September 2025 auf einem Instagram-Account eines Neo-Nazis veröffentlicht worden war, zeigt angeblich eine Gruppe französischer Freiwilliger, die in der Ukraine kämpfen, wie auch StreetPress berichten konnte.

Die Gesichter mögen verschwommen bzw. verpixelt zu sein, aber diese „Söldner“ scheinen sichtbar stolz auf ihr Engagement zu sein. Neben Emojis, die die französische und ukrainische Flagge repräsentieren, kommentiert einer von ihnen dazu, „Einsatzgruppen.“ Der Name, den Nazi-Deutschland den Einheitengegeben hatte, die während des Zweiten Weltkriegs für die Vernichtung von Juden, Zigeunern und politischen Gegnern an der Ostfront verantwortlich gezeichnet hatten.

Der Neo-Nazi Gwendal D. war beispielsweise bereits 2022 in die Ukraine gereist. Auf einem Foto, das er auf Instagram gepostet hatte, hatte er die Gruppe von Freiwilligen mit den „Einsatzgruppen“ klar benannt.

Französische Neo -Nazis, die in der Ukraine kämpfen, rekrutieren aktiv und haben ihre eigene Einheit, die sogenannte „Piratenlegion“, gegründet. Ihr Logo ist inspiriert vom Totenkopf, dem Emblem, das von SS-Einheiten im Zweiten Weltkrieg verwendet worden war, begleitet von drei Lilien.

Die Präsenz französischer Neo-Nazis, die gemeinsam mit Kiew gegen den „russischen Invasor“ kämpfen, ist nichts Neues. Laut Informationen hatte diese Gruppe ihre Reihen im Jahr 2025 weitgehend verstärkt und rekrutiert seitdem weiterhin höchst aktiv.

Es wurde nacheinander die Bataillone „Aggressiver Krieg“ und wenig später „Piratenlegion“, sowie „Rache“, einer ukrainischen Formation zugeordnet, die mit der ultranationalistischen orthodoxen Partei „Ordnung und Tradition“ verbunden ist. Ein echtes „faschistisches Bataillon“, so ein Franzose, der sich Selbigem anschloss.

Netzwerk für potentielle Rekruten aufgebaut

Die Beteiligung dieser französischen Neo-Nazis an den Kampfhandlungen in der Ukraine und ihre Strukturierung vor Ort bewirkt, dass dadurch auch ein Netzwerk für potenzielle Rekruten entsteht. In den letzten Monaten haben sich die Aufrufe auf den sozialen Netzwerken der Mitglieder der „Piratenlegion“ vervielfacht. Auf dem Papier ist die Einheit dem GUR, dem ukrainischen Militärgeheimdienst, zugeordnet. Genug, um sich damit brüsten zu können, indem man verlautet, ein Teil der „Spezialeinheiten“ der örtlichen Armee zu sein. Tatsächlich ist es jedoch nahezu unmöglich, mehr über die Details ihrer Einsätze zu erfahren. Den Soldaten zu Folgeführen sie hauptsächlich „Aufklärungsmissionen“ durch.

Einer der ehemaligen französischen Soldaten, der im 13. Bataillon der Alpenjäger gedient hatte, nannte sich selbst „Karl der Große“, eine Anspielung auf eine Division der Waffen-SS, die aus französischen Freiwilligen während des Zweiten Weltkriegs bestanden hatte.

Seit seiner Ankunft in der Ukraine hatte sich „Karl der Große“ ein Hakenkreuz auf die Brust tätowieren lassen, das mit demselben Symbol auf seiner Uniform zu sehen ist.

Unter diesen neu rekrutierten „Söldnern“ für die „ukrainische Sache“ sind auch einige ehemalige Soldaten, die in der französischen Armee gedient hatten, wie Ylian F., der im 2. Fremdenfallschirmjägerregiment (2e REP) gedient hatte. Andere wiederum sind selbsternannte Neo-Nazis wie „Malo“, der das SS-Wappen auf seinem Helm trägt.

Auf den Uniformen mehrerer Kämpfer, wie César Aujard, ist unter anderem auch das Emblem des Adlers des Dritten Reiches zu finden. Die rechtsextremen Freiwilligen haben aber auch manches Mal nur das Hakenkreuz gegen den Dreizack der Ukraine ersetzt. Der französische Freiwillige namens „Roque“, der in der Fremdenlegion gedient hatte, trägt in der Ukraine ein Hakenkreuz und SS-Embleme auf seiner Uniform.

Auf Nachfrage zu besagten „Fällen“ hatte sich das französische Verteidigungsministerium allerdings geweigert, sich zu den Einzelpersonen zu äußern und bestätigte lediglich, dass sie „nicht mehr in der französischen Armee dienen“

Die Frage der Rückkehr

All diese Profile werfen schließlich die Frage einer möglichen Rückkehr nach Frankreich auf und die Bedrohung, die sie dort mit ihrer Erfahrung im Umgang mit Waffen und im Kampf darstellen könnten. Auf Nachfrage bestätigte das Innenministerium gegenüber StreetPress, dass man diesen Personen „besondere Aufmerksamkeit“ schenke, wahrscheinlich um eine Bedrohung für die innere Sicherheit ausschließen zu können.

Bereits im März 2022, kaum einen Monat nach Beginn der Kampfhandlungen in der Ukraine „vernahm man“ Bedenken der französischen Behörden zu diesem Thema und deren Angst vor einem ähnlichen Szenario wie es sich während des Krieges in Syrien offenbarte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Geheimdienste bereits 150 Franzosen vor Ort gezählt, darunter etwa dreißig Profile der radikalen extremen Rechten, was die Dienste „die Ultra-Rechte“ nennen. Im April 2023 waren zwei französische Neo-Nazis bei ihrer Rückkehr von der ukrainischen Front in Paris verhaftet worden. Dabei wurden Sturmgewehrmagazine und Zieloptiken als „Kriegswaffen“ sichergestellt.

Nach einem kurzen Haftaufenthalt kehrten die beiden in die Ukraine zurück und sind dort bis heute im „Einsatz“.

Sowohl die relative Nähe zwischen Frankreich und der Ukraine sowie die Freizügigkeit innerhalb des Schengen-Raums bieten einigen dieser französischen Neo-Nazis die Möglichkeit, auch „permanent“ hin und her zu reisen.




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