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Landkreise Verden & Osterholz (ots) – Die Polizei meldet einen Einbruch in Ottersberg und mehrere Verkehrsunfälle in den Landkreisen Verden und Osterholz, bei denen Menschen leicht verletzt wurden.
In Ottersberg brachen Unbekannte am frühen Donnerstagmorgen gegen 02:45 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Breslauer Straße ein. Nach bisherigen Erkenntnissen gelangten zwei Täter über eine Kellertür ins Haus und durchsuchten es. Ein Nachbar bemerkte die Bewegungen, woraufhin die Täter zu Fuß flüchteten. Eine Fahndung blieb erfolglos; die Polizei bittet Zeugen um Hinweise.
In Verden stürzte am Mittwochmorgen eine 61-jährige Radfahrerin alleinbeteiligt auf dem Geh- und Radweg in der Memelstraße, nachdem sie beim Blick nach hinten vom Weg abkam und in eine Böschung fiel. Sie erlitt leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus. Am Mittwochvormittag übersah an der Anschlussstelle Verden-Nord ein 27-jähriger Pkw-Fahrer eine vorfahrtsberechtigte 71-jährige Pedelec-Fahrerin; sie stürzte und wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. An den Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden.
Im Landkreis Osterholz kollidierten am Mittwoch gegen 07.50 Uhr auf der Bremer Heerstraße ein 48-jähriger Opel-Fahrer und eine 58-jährige BMW-Fahrerin beim Abbiegen; der 48-Jährige wurde leicht verletzt, der BMW musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf etwa 8.000 Euro geschätzt. In Worpswede stieß am Mittwochabend gegen 18 Uhr eine 33-jährige Autofahrerin beim Abbiegen mit einem 30-jährigen Radfahrer zusammen; der Radfahrer zog sich leichte Verletzungen zu, an Fahrrad und Pkw entstand geringer Schaden.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Original-Content: Polizeiinspektion Verden / Osterholz, übermittelt durch news aktuell
Der Artikel Einbruch in Ottersberg: Nachbar überrascht Täter, Zeugen gesucht erschien zuerst auf Nordische Post
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Mehrere hochsubventionierte Fahrradparkhäuser stehen vor dem Aus, die Betreiberfirma hat Insolvenz angemeldet – nur wenige Wochen nach der Eröffnung eines teuer geförderten Parkturms in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und trotz millionenteurer Unterstützung. Die automatisierten Anlagen sind weitgehend außer Betrieb.
Der Betreiber der Fahrradparkhäuser V-Locker hat kürzlich seinen Kunden per E-Mail mitgeteilt, dass das Schweizer Unternehmen wegen Überschuldung Insolvenz beantragt hat. Seitdem herrscht Funkstille: Störungen werden nicht mehr bearbeitet, die technischen Systeme nicht mehr gewartet. Die App, über die Nutzer ihre Plätze buchen konnten, ist weitgehend nutzlos geworden. Betroffen sind laut dem WDR Anlagen in mehreren deutschen Städten sowie in der Schweiz – Projekte, die mit erheblichen öffentlichen Geldern aus EU-, Landes- und Kommunalprogrammen realisiert wurden.
In Bonn müssen Radfahrer ihre Räder jetzt dringend aus den vier Parkhäusern holen: Die Einrichtungen in Beuel, der Innenstadt und am Frankenbad in der Altstadt bieten Platz für 280 Fahrräder und galten als größtes automatisches Projekt dieser Art in Deutschland. Die Stadtwerke Bonn als Eigentümer wurden von der Pleite völlig überrascht. „Alle Kontaktversuche scheiterten bislang“, erklärte dazu ein Sprecher. Die Stadtwerke prüfen derzeit, ob ein neues Betriebssystem die Anlagen retten kann, und erstatten vorerst die Gebühren für die Ausfallzeit. Der Bau der vier Standorte verschlang drei Millionen Euro – etwa die Hälfte kam aus EU-Fördertöpfen. Rechnerisch hätte sich jeder Parkplatz bei voller Auslastung erst nach 75 Jahren amortisiert, tatsächlich lag die Belegung zuletzt bei nur etwa 30 Prozent.
Das Projekt in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) – ein elf Meter hoher Parkturm am Hauptbahnhof – wurde erst Ende Mai 2026 in Betrieb genommen und bietet Platz für fast 100 Räder. Die Stadt als Eigentümerin hat knapp 1,3 Millionen Euro investiert, davon trug das Land Rheinland-Pfalz mit 1,25 Millionen Euro den Löwenanteil aus dem Kommunalen Investitionsprogramm für Klimaschutz und Innovation. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Schuff gibt sich im Gespräch mit der BILD zuversichtlich: „Ich bin ganz sicher, dass sich eine Nachfolgegesellschaft findet, die den Fahrrad-Turm weiterbetreibt. Alles andere wäre völlig unsinnig. Ich bin da guter Dinge.“
Ob die Anlagen doch noch erhalten bleiben oder zu teuren Ruinen werden, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Eines ist jedenfalls jetzt schon sicher: Für die Steuerzahler war dieses verkehrspolitische Abenteuer ziemlich teuer.
Die Umbaumaßnahmen an der Kreuzung Tangente / Hannoversche Heerstraße gehen dem Ende zu, die neu gestaltete Kreuzung ist kurz vor der Fertigstellung. Vor den ursprünglichen zwei Fahrspuren Richtung Innenstand wurde auf der Länge von ca. 60-70 Metern direkt ab der Kreuzung die zweite Fahrspur zu Gunsten eines Fahrradweges geopfert. Merkwürdig erscheint es aber, dass der dort installierte neue Fahrradweg plötzlich mitten auf der Straße endet, so dass man die Frage stellen muss, ob die Stadtverwaltung beabsichtigt, auch im weiteren Verlauf der Hannoverschen Heerstraße den Fahrradweg auszubauen und dafür die komplette zweite Fahrspur Richtung Innenstadt zu opfern.
Dazu erläutert der AfD-Fraktionsvorsitzende Anatoli Trenkenschu:
„Den Sachverhalt wollen wir erstmal von der Verwaltung geklärt haben: soll die Stadtverwaltung tatsächlich vorhaben die zweite Fahrspur zugunsten eines überdimensionierten Fahrradweges zurück zubauen wird die AfD-Fraktion das definitiv ablehnen. Das wäre eine absolute Fehlplanung – in der jetzt schon verkehrstechnisch stark beanspruchen Strecke wären zukünftig dann noch mehr Staus vorprogrammiert. Die Stadt soll sich endlich abgewöhnen immer auf Kosten der Autofahrer – die schließlich auch die Steuern zahlen – die anderen Verkehrsteilnehmer zu begünstigen. Stattdessen sollen lieber die Lösungen gefunden werden, bei den die Interessen von allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen berücksichtig werden“.
