Serge Gnabry vom FC Bayern muss um seine WM-Teilnahme bangen. Der 30 Jahre alte Offensiv-Star der deutschen Nationalmannschaft zog sich „einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel“ zu. Das teilte der deutsche Rekordmeister aus München weniger als 24 Stunden vor der möglichen erneuten Titelkrönung in der Bundesliga mit. Mit einem Remis gegen den VfB Stuttgart an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) wäre den Bayern der 35. Meistertitel vier Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr zu nehmen.
Die schwere Verletzung von Gnabry dürfte die Vorfreude auf die Krönung dämpfen. Der FC Bayern München müsse „für längere Zeit“ auf ihn verzichten, hieß es in der Mitteilung am Samstagabend. Wann genau und wie der 59-malige Auswahlspieler die Verletzung erlitten hat, war zunächst nicht klar.
Für die DFB-Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann beginnt die WM-Endrunde am 14. Juni gegen Curaçao. Weitere Gegner sind am 20. Juni die Elfenbeinküste und am 25. Juni Ecuador. Ob Gnabry dann dabei sein kann, ist offen. Am 12. Mai wird Nagelsmann seinen WM-Kader nominieren. Bis dahin wird Gnabry kein Spiel absolvieren können. Entscheidend für die Entscheidung des Bundestrainers dürften daher die Einschätzungen der Ärzte sein, die die Frage beantworten müssen, wann Gnabry wieder einsatzbereit sein könnte.
Ein Brioche-Brötchen, ein Patty, Salat, Gewürzgurken, Tomate (wer’s mag), mal Käse, Sauce: Grob ist das der Baukasten für einen Burger – viele Varianten sind je nach Geschmack möglich. Das A und O ist sicher das Patty. Und davon gibt’s auch ein breites Sortiment aus rein pflanzlichen Zutaten. Die MOPO ließ für diese Kolumne, die ziemlich genau vor zwei Jahren erstmals erschien, Pattys testen.
Zwölf verschiedene Burger-Pattys aus Supermarkt, vom Discounter und aus dem Bioladen habe ich eingekauft – immer zwei Stück in der Packung. Die billigsten kosten umgerechnet 99 Cent für 100 Gramm, die teuersten etwas mehr als das Doppelte. Beim Vergleich der Zutaten oder Hersteller-Adresse fällt später auf, dass zwei Produkte einen Doppelgänger haben (siehe Testergebnis).
Der MOPO-Tester gründete ein Food-Start-up
Arne Ewerbeck, Doktor in Quantenatomphysik, aber schon während des Studiums begeisterter Food-Blogger, ist der Tester. Er ist Co-Betreiber der veganen Kochschulen Kurkuma in Eimsbüttel und Wandsbek. Und Mitgründer von „The Raging Pig“. Das Food-Start-up legte 2022 mit einem veganem Bacon los, „da gab’s noch nichts“, sagt Ewerbeck. „Ein sehr emotionales Produkt, besonders für Fleischesser.“
Dann folgten auf „Erbsenbasis mit Pilz verschiedene Bratwürste“, so Ewerbeck. Und jetzt ganz neu ist ein Smash-Burger-Patty aus Erbsenprotein und Pilz im Sortiment. „Unser Schwerpunkt liegt zu 98 Prozent darin, den Großhandel für die Gastronomie zu beliefern“, sagt Ewerbeck. Die Wurst gibt es aber beispielsweise auch bei Edeka in der Rindermarkthalle (St. Pauli).
Drei der Pattys in der Pfanne – sie sind mit Zahlen gekennzeichnet, der Tester kennt die Produktnamen zunächst nicht./ Florian Quandt
Drei der Pattys in der Pfanne – sie sind mit Zahlen gekennzeichnet, der Tester kennt die Produktnamen zunächst nicht.
Während das Bratöl in zwei Pfannen heiß wird und auf die Pattys wartet, erzählt Arne Ewerbeck von seinen beiden Kochschulen. „Wir bieten so 40 Kurse im Monat an“, sagt er. Und was ist gerade besonders beliebt? Ewerbeck: „Koreanisch. Getränke, Süßkram, Musik, Kimchi – vieles aus Korea ist in Europa gerade angesagt.“ Und eben auch Kochkurse. „Aber auch andere Länderküchen, italienisch, indisch, südamerikanisch, thailändisch oder mexikanisch.“
Die Pattys brutzeln vor sich hin, in jedem steckt ein schwarzes Fähnchen mit einer Zahl – Arne Ewerbeck erfährt erst nach seiner Bewertung, welches Patty in welche Verpackung gehört. Stück für Stück probiert er sich durch die gebratenen Burgerscheiben, bewertet Biss und Geschmack. Am Ende ist klar: Es gibt drei Sieger – „aber fünf Punkte sind nicht dabei.“ Null aber auch nicht.
Und wer keine Lust hat, Burger selber zu machen – hier zwei Gastro-Empfehlungen: „Happenpappen“ (Feldstraße, St. Pauli) oder „The Vegan Eagle“ (Wischhöfen, Langenhorn).
So wurde bewertet: Von 0 (ungenießbar) bis 5 Punkte (sehr lecker) konnte der MOPO-Tester die Burger-Pattys beurteilen.
Diese zwölf Burger-Pattys wurden für die MOPO getestet./ Florian Quandt
Diese zwölf Burger-Pattys wurden für die MOPO getestet.
Beyond Burger Original (TK)
mit Erbsenprotein, 226 g, 3,99 Euro: „Grobe Struktur, schön saftig – man merkt an der Würzung sofort, dass das Beyond Meat ist. Guter Biss, das Patty ist ein bisschen zu dick, kräftig gewürzt mit rauchiger Note, ein guter Burger.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Sensational Burger, Garden Gourmet
aus Sojaprotein, 226 g, 2,49 Euro: „Schöne Färbung und saftig geblieben, aber relativ schwach gewürzt, erinnert geschmacklich eher an Hühnchen, weniger an Rind, aber das ist o.k. Struktur sehr grob, die ist gut fürs Kaugefühl.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Premium Burger (TK), Redefine Meat
aus pflanzlichem Eiweiß (Soja / Erbse), 240 g, 3,99 Euro: „Ist schön gebräunt und saftig, angenehmer Biss und passende Textur. Zurückhaltend gewürzt, aber geschmacklich sehr gut. Das Patty ist relativ hoch, es könnte flacher und breiter sein, aber ein gutes Produkt.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Hack-Tastisch Burger, The Vegetarian Butcher
auf Sojabasis, 160 g, 3,29 Euro: „Sehr kompakt, leider auch sehr trocken, geschmacklich aber gut, rund abgeschmeckt. Konsistenz etwas zäh, aber trotzdem noch gut zu kauen – angenehmer Biss. Auch in Größe und Form o.k.“ Bewertung: 3 von 5 Punkten
No Beef please vegane Burger, Velmondo / Lidl
aus Sojaprotein, 227 g, 2,25 Euro: „Schöne Textur und angenehmes Kaugefühl. Gut gewürzt, schmeckt aber eher nach einer Frikadelle, was nicht schlimm ist. Außen knusprig und innen saftig, das Patty ist etwas dick.“ Bewertung: 3 von 5 Punkten
Take it veggie vegane Burger, Kaufland
aus Sojaprotein, 200 g, 1,99 Euro: Identische Zutaten wie der Patty von Velmondo, nur ein geringeres Gewicht. Bewertung: 3 von 5 Punkten
Bio Cashew-Black-Bean-Burger, Soto
auf Basis schwarzer Bohnen mit Cashew, 160 g, 3,29 Euro (Biomarkt): „Ein klassischer Gemüsebratling mit Paprika und Bohnen. Gut knusprig, die Konsistenz ist aber relativ weich. Die Masse hält nicht richtig gut, ist etwas bröckelig.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
Pilz-Patties, Mush-Roots
auf Basis von Champignons mit Weizenprotein, 170 g, 3,49 Euro (Rewe): „Schön gebräunt, aber relativ trocken. Die Konsistenz ist ein bisschen breiig, teigiges Bissgefühl. Ist geschmacklich nicht schlecht, erinnert aber wenig an einen klassisches Burger.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
MyVay Veganer Burger, Aldi
mit Rapsöl, Soja- und Erbsenprotein 227 g, 2,25 Euro: „Sieht nach einer Frikadelle aus, für ein Burger-Patty zu dick. Aber guter Biss, Würzung etwas lasch, geschmacklich ist das nicht meiner.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
Black Bean Cashew Burger, Alnatura
auf Basis schwarzer Bohnen mit Cashew, 160 g, 2,99 Euro (Biomarkt): Zutaten und Bewertung identisch mit dem Produkt von Soto. Bewertung: 2 von 5 Punkten
MyVeggie vegane Burger (TK), Edeka
aus Erbsenprotein, 230 g, 2,29 Euro: „Das Patty ist sehr dick für einen Burger. Schön gefärbt, leicht rötlich. Sehr kompakt, wie zusammengepresst und ohne Textur. Leider wenig und nicht gut gewürzt.“ Bewertung: 1 von 5 Punkten
Bio Superhero Burger, Wheaty
aus Seitan (Weizeneiweiß), 180 g, 2,99 Euro (Biomarkt): „Als Erstes fällt die Form auf, die nicht ganz rund ist. Der Patty ist teigig, von der Konsistenz erinnert es an einen Bratling, sehr kompakt, man muss lange darauf herumkauen. Intensiv gewürzt, aber nicht das, was man bei einem Burger erwarten würde.“ Bewertung: 1 von 5 Punkten
Ein Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS) ist am Samstag nach einem schockierenden Unfall mit Todesfolge abgebrochen worden. Der schwedische BMW-Fahrer Juha Miettinen (66) verstarb im Medical Center an der Rennstrecke, das teilten die Veranstalter am Samstagabend mit. Das Rennen, an dem auch Formel-1-Star Max Verstappen teilnahm, gehört zum Qualifikationsprogramm für das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife (16./17. Mai).
Kurz nach dem Rennstart kam es auf der dritten Runde zu einem schweren Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen. Um 17.55 Uhr unterbrach die Rennleitung den Lauf mit der Roten Flagge. „Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Piloten Juha Miettinen nicht retten. Der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben“, teilte der Veranstalter am Abend mit: „Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen.“
Sechs Fahrer müssen medizinisch versorgt werden
Die weiteren beteiligten „sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr“, hieß es in der Mitteilung weiter. Verstappen war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht auf der Strecke, auch sein Teamkollege Lucas Auer im gemeinsamen Mercedes war nicht in den Unfall involviert.
Das Rennen am Samstagabend wurde nicht wieder aufgenommen. Der zweite Lauf am Sonntag (13 Uhr) soll wie geplant stattfinden. „Im Rahmen der Startaufstellung wird es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben“, teilte die NLS mit. (sid/dj)
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Sonntag, 19. April 2026
Horoskop morgen: Widder
Sie haben jetzt eine Phase besonderer Kraft und Kreativität vor sich. Bereiten Sie die Umsetzung eines Planes vor. Nachmittags können Sie eine vielversprechende Vereinbarung treffen.
Horoskop morgen: Stier
Stellen Sie heute keine zu hohen Forderungen an Ihren Partner, lassen Sie ihm Freiraum! Am späten Abend sollten Sie einen Vorsatz verwirklichen. Machen Sie sich Ihre Stärken bewusst!
Sie können aus eigener Kraft schöne Fortschritte machen, haben aber von außen weniger zu erwarten. Verlieren Sie sich abends nicht in unbegründeten Hoffnungen!
Horoskop morgen: Krebs
Ein sehr guter Tag für gemeinsame Vorhaben. Am späten Vormittag treffen Sie jemanden, der Ihnen eine wichtige Anregung geben kann. Holen Sie sich Rat!
Horoskop morgen: Löwe
Sie kommen mit der Unruhe, die dieser Tag mit sich bringen kann, nicht immer gut zurecht. Halten Sie Abstand, lassen Sie sich nicht überfordern. Gehen Sie geduldiger mit anderen um!
Horoskop morgen: Jungfrau
Vormittags haben Sie eine Erfolgschance, die Sie entschlossen nutzen sollten. Am frühen Abend können Sie ein Problem lösen. Setzen Sie sich ernsthaft damit auseinander.
Horoskop morgen: Waage
Heute ist Ihr Tag zum Handeln! Sie haben die Chance zu einem Neuanfang oder zur Verwirklichung eines Vorhabens. Nehmen Sie mittags ruhig die Hilfe eines Freundes in Anspruch.
Horoskop morgen: Skorpion
Lassen Sie sich heute emotional nicht unter Druck setzen. Bleiben Sie auch in schwierigen Situationen sachlich und objektiv. Abends werden Sie mit einer Belastung fertig.
Horoskop morgen: Schütze
Verwirklichen Sie vormittags ein Vorhaben. Sie haben die richtigen Einfälle und können die passenden Kontakte herstellen. Handeln Sie am frühen Nachmittag nicht unter Zwang.
Horoskop morgen: Steinbock
Fordern Sie heute von einem anderen ein Bekenntnis. Zögern Sie nicht, die Konsequenzen zu ziehen, wenn Sie nicht gebraucht werden! Nehmen Sie sich abends Zeit zur Erholung.
Horoskop morgen: Wassermann
Morgens kann es Unruhe und Aufregung geben. Verhalten Sie sich defensiv, auch wenn andere Anlass zum Streit bieten würden. Abends finden Sie wieder Ihr Gleichgewicht.
Horoskop morgen: Fische
Freuen Sie sich vormittags am Glück eines anderen mit. Neid ist unnötig. Nachmittags bekommen Sie die Möglichkeit, eine offene Angelegenheit in Ihrem Sinn in Ordnung zu bringen.
Die DFB-Frauen kommen in Österreich nur zu einem 0:0. Das WM-Ticket ist dennoch zum Greifen nah.
Christian Wück vergrub nach der enttäuschenden Nullnummer seine Hände tief in den Hosentaschen, dann versammelte er die deutschen Fußballerinnen noch auf dem Rasen zu einer ersten Aufarbeitung. Nach dem überraschenden Dämpfer in Österreich war die Laune nicht nur beim Bundestrainer sichtlich getrübt. Die Gastgeberinnen feierten das 0:0 in der WM-Qualifikation dagegen wie einen Sieg.
Janina Minge sieht die Rote Karte gegen Österreich
„Wir sind alle unzufrieden, wir hatten uns etwas anderes vorgenommen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber es ist ja nicht viel passiert, wir haben alles noch in der eigenen Hand. Wir müssen uns jetzt einmal schütteln“, sagte Wück nach dem zweiten Nachbarschaftsduell mit Österreich innerhalb weniger Tage in der ARD.
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Nach dem Remis geht die deutsche Mannschaft aber deutlich angeschlagen in ihr erstes Matchball-Spiel der WM-Qualifikation. Am kommenden Spieltag (5. Juni) kann die DFB-Auswahl gegen Norwegen in Köln mit einem Sieg eines der begehrten Tickets für die Endrunde 2027 in Brasilien lösen. Fehlen wird dann Janina Minge, die am Samstag in der Schlussphase die Rote Karte sah (79.).
Sjoeke Nüsken: „Es hat vorn und hinten nicht gepasst“
Gerade offensiv ließ die deutsche Mannschaft einiges zu wünschen übrig und liegt in der Gruppe A4 bei noch zwei ausstehenden Partien nur noch einen Zähler vor Norwegen, das am Samstag 3:2 in Slowenien gewann. „Wir sind noch immer Tabellenerster“, sagte Nationalspielerin Sjoeke Nüsken, gab aber auch zu: „Damit habe ich nicht gerechnet, ehrlich gesagt. Es hat heute vorn und hinten nicht gepasst.“
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Schon nach dem 5:1 gegen Österreich am vergangenen Dienstag in Nürnberg hatte Wück Kritik an seiner Mannschaft geübt. Es seien „nur sehr wenige an ihre Leistungsgrenze gekommen“, sagte der Trainer. Entsprechend forderte er vor dem schnellen Wiedersehen mehr Souveränität und Stabilität „in den Basics“ – und nahm wie angekündigt einige Änderungen an seiner Startelf vor.
Minge und Dallmann mit Chancen in der Endphase
Wück betrachtete an der Seitenlinie dann eher stoisch, wie sich seine Spielerinnen in der Offensive ein ums andere Mal verrannten. Gerade die Präzision im letzten Drittel dürfte beim Bundestrainer Fragen aufgeworfen haben, aber immerhin defensiv stand seine Mannschaft bei den wenigen Konterchancen der Österreicherinnen stabil.
Dennoch: Zufrieden konnte Wück auf keinen Fall sein, spätestens in der zweiten Halbzeit wurde das auch deutlich. Der 52-Jährige schimpfte deutlich hörbar und schüttelte immer wieder den Kopf, noch immer strahlte die DFB-Elf so gut wie keine Gefahr aus – bis zur 72. Minute. Minge traf mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nicht das leere Tor, sondern die Latte – und flog wenig später nach einer Notbremse vom Platz. In Unterzahl wäre Linda Dallmann fast noch das Siegtor (90.+4) gelungen. (sid/dj)
Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises und die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC.
Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, hieß es.
Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die „MSC Euribia“ fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der „Euribia“ ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.
Straße von Hormus angeblich wieder zu
Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.
Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff „Celestial Discovery“ – die ehemalige „Aida aura“ – am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.
Die „MSC Euribia“ saß in Dubai fest, „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten. (mp/dpa)
Er war überhaupt nicht zu bremsen, dabei war das Derby doch schon 20 Minuten lang vorbei. Weit nach Abpfiff der aus Hamburger Sicht so bitter verlaufenen Partie stürmte Jordan Torunarigha plötzlich aus der HSV-Kabine durch die Katakomben des Weserstadions wieder in Richtung Spielfeld und legte sich dort auf die Lauer, um einen Bremer abzupassen. Auch Teamkollegen und Mitarbeiter der HSV-Presseabteilung konnten den erbosten Abwehrmann zunächst nicht bremsen. Was genau war passiert?
Ausgangspunkt der Wut des HSV-Profis waren die Szenen nach dem Treffer zu Werders 3:1 (90.+1). Bei den heftigen Rangeleien vor der HSV-Ersatzbank, die zu drei Roten Karten für HSV-Assistent Loic Favé, Hamburgs Physio Tim Roussis und Bremens Co-Trainer Jan Hoepner führten, fiel auch zumindest ein Satz, der Torunarigha komplett auf die Palme brachte. Bereits da war er schon außer sich vor Wut. Emotionen, die nach Abpfiff dann aus ihm herausplatzten. Offenbar hatte Torunarigha noch eine Rechnung offen.
HSV-Profi Torunarigha hatte nach Abpfiff eine Rechnung offen
Zunächst positionierte sich der 28-Jährige am Ausgang des Spielertunnels und wartete dort auf einen Bremer. Die Werder-Profis und Offiziellen feierten zu diesem Zeitpunkt noch mit ihren Fans. Nach einiger Zeit des Wartens wanderte Torunarigha zusammen mit HSV-Sportdirektor Claus Costa in Richtung Werder-Kabine. Dort sollte die Angelegenheit dann geklärt werden.
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Darüber, welche Worte den Abwehrmann so außer Rand und Band brachten, herrschte hinterher Rätselraten. „Was bei Jordan genau an Worten gefallen ist, weiß ich nicht“, so HSV-Trainer Merlin Polzin. „Man kann es sich vielleicht vorstellen, weil er ansonsten eher ein ruhiger Charakter ist. Das war sicherlich etwas, was ihm weniger Freude gemacht hat.“
HSV-Profi Remberg unterstützt seinen Kollegen Torunarigha
Mittelfeldmann Nicolai Remberg ergänzte: „So, wie Jordan reagiert hat, war es etwas, das nicht korrekt war. Emotionen hin und her – es war irgendetwas, was ihm überhaupt nicht gefallen hat. Schon auf dem Platz, während des Spiels in der Situation, und auch danach.“
Zuletzt erlebte man Torunarigha derart aufgebracht vor mehr als sechs Jahren. Im Februar 2020, damals noch im Dress von Hertha BSC, wurde er während der Pokalpartie der Berliner auf Schalke rassistisch beleidigt.
Die Popband Die Prinzen („Millionär“, „Alles nur geklaut“) will kommendes Jahr auf Abschiedstournee gehen. Unter dem Motto „Tschüssi, macht’s gut!“ kündigte die Leipziger Band rund um Frontmann Sebastian Krumbiegel für 2027 eine Tour mit rund 20 Terminen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.
Der Auftakt ist laut einer Mitteilung am 22. Oktober in Hof (Saale) in Bayern geplant. Dann folgen Konzerte unter anderem in Berlin, Dresden, München, Köln, Leipzig und Hamburg, bevor die Tournee am 16. Dezember in Zürich enden soll.
Tickets für Abschiedstournee der Prinzen ab Dienstag
Karten seien ab Dienstag (21. April) um 10.00 Uhr online beim Ticketvermarkter CTS Eventim erhältlich sowie ab Donnerstag (23. April) an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Die Abschiedstournee soll ein „großes Dankeschön an das Publikum“ sein, das sich auf „besondere Arrangements, persönliche Momente und vielleicht auch die eine oder andere Überraschung freuen“ dürfe, hieß es.
Für die Band sei nach mehr als drei Jahrzehnten der Moment gekommen, Abschied zu nehmen. Der Bild sagte die Band, man hätte gemeinsam „nach reiflicher Überlegung“ beschlossen, „unsere Karriere zu einem würdigen Abschluss zu bringen“.
„Wenn es am schönsten ist, hör auf“, sagte Sebastian Krumbiegel der Zeitung. Band-Mitglied Wolfgang Lenk ergänzte: „Lieber jetzt an dieser Stelle eine Traurigkeit spüren, als irgendwann eine Peinlichkeit erleben. Nichts wäre schlimmer für uns, als wenn die Menschen irgendwann fragen würden, wann wir endlich abtreten als Band. Deswegen haben wir den Schlusspunkt freiwillig gesetzt.“
Die Prinzen gehören zu den bekanntesten deutschen Bands. In diesem Jahr ist eine gemeinsame Tour mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach geplant. (dpa/mp)
Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen – und warum die Polizei noch wenig bekannt gibt.
Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit. „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“, warnte es. „Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff“, sagte ein Sprecher von Hipp.
Hipp ruft Babynahrung in Österreich zurück
Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berührt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher.
Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte der Polizeisprecher im Burgenland südöstlich von Wien, Helmut Marban. Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden. Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.
Manipulierte Hipp-Gläschen? Hintergrund noch unklar
Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist, wie viele Gläschen betroffen sind oder welcher Art die Manipulation ist. Für besorgte Eltern in Österreich stand am Wochenende ein telefonischer Hipp-Beratungsdienst zur Verfügung.
Die Ursprünge des in Pfaffenhofen in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden. (dpa/mp)
Als der Schlusspfiff ertönte, war das Derby noch lange nicht vorbei. Und was dann passierte, war genauso unschön wie überflüssig: Erst flogen Raketen aus dem HSV-Fanblock in Richtung Werder-Anhang, dann kam es im Hamburger Block zu massiven Schlägereien mit der Polizei.
Die aufgestaute Wut und der Frust des HSV-Anhangs entluden sich zügig nach dem Spiel. Als der Werder-Sieg feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den mit Bremer Zuschauern gefüllten benachbarten Tribünenblock. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten und entsetzt zurückwichen. „Das ist brutal gefährlich“, erklärte Werder-Abwehrmann Amos Pieper: „Krasse Geschosse! Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet.“
HSV-Trainer Polzin verurteilte das Verhalten der Fans
Auch die Trainer der beiden Vereine verurteilten das Vorgehen der HSV‑Fans. „Ich habe es nicht gesehen, wir waren schon in der Kabine“, sagte HSV-Coach Merlin Polzin zwar, gab aber zu bedenken: „Das Derby steht für Emotionen. Aber es sollte immer darum gehen, dass das alles fair und vor allem verletzungsfrei abläuft. Wenn das scheinbar nicht gegeben war, wollen wir das natürlich in keiner Weise unterstützen oder gutheißen.“ Sein Bremer Kollege Daniel Thioune stellte fest: „Irgendwo sind Grenzen. Wenn die überschritten werden, gehört das auf keinen Platz und in keine Kabine.“
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Heftig ging es in den Minuten nach den Pyro-Vergehen im HSV-Block zu. Mit zahlreichen Einsatzkräften marschierte die Polizei in den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr voll besetzten Hamburger Fan-Bereich. Dabei kam es zu Schlägereien. Schlimme Bilder, die niemand brauchte. Die Polizei stürmte aber offenbar nicht wegen der gefährlichen Pyro-Aktionen der HSV-Fans in den Block. Ein Brand auf einer Toilette im Gästeblock sei der Auslöser für den Einsatz gewesen, teilten die Bremer Beamten dem „Abendblatt“ mit. Daraufhin sei die Feuerwehr in Begleitung von Polizisten in den Block gegangen. Das vorrangige Ziel war es demnach, das Feuer zu löschen.
„Es war klar, dass es in der Situation, in der beide Vereine stecken, aufgeheizt sein wird“, sagte Pieper. „Trotzdem sollten gewisse Grenzen nicht überschritten werden.“ Auch diesbezüglich wird das Derby ein Nachspiel haben. Die Polizei bestätigte, dass Beamte von HSV-Fans angegriffen worden seien. Es habe unter den Ordnungskräften allerdings keine Verletzten gegeben. Ob es Verletzte unter den HSV-Anhängern gab, ist aktuell noch nicht bekannt.
Das tat Altona 93 so richtig gut! Im Kellerduell gegen Blau-Weiß Lohne konnte der AFC einen wichtigen 3:2-Sieg feiern. Damit schaffte das Team unter Interimstrainer André Trulsen einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Die Partie hatte alles, was das Fußballerherz braucht: Tore, Comebacks, Emotionen, Feuerwerk – und vor allem eine dramatische Schlussphase.
„Wir wussten, wenn wir noch mitreden wollen, war das hier eins von sechs Endspielen“, gab Trulsen, der nach dem Aus von Andreas Bergmann erst sein zweites Spiel als Cheftrainer leitete, nach dem Spiel zu. Es war das Duell des Letzten gegen den Vorletzten, und für Altona 93 wohl das erste richtige Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Vergangene Woche unterlag Altona 93 noch deutlich mit 0:4 beim VfL Oldenburg. Vor Anpfiff baten die AFC-Fans um Unterstützung in Oldenburg. Dabei ging es jedoch nicht um die anstehende Partie zwischen Oldenburg und der U23 von St. Pauli, die ein direkter Konkurrent im Keller sind. Die Botschaft war eine weitaus bedeutsamere. „Morgen 14.00 Uhr – Pferdemarkt Oldenburg – Ein Jahr ohne Lorenz“, stand auf einem gezeigten Banner. Hintergrund ist der Todesfall von Lorenz A., der sich am 20. April jährt. Der 21-Jährige wurde damals von drei Schüssen eines Polizisten tödlich getroffen. Die Initiative „Gerechtigkeit für Lorenz“ spricht von strukturellem Rassismus.
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Auf dem Platz erwischte Altona 93 den besseren Start. Erstmals gefährlich wurde es, als Moritz Göttel vor Lohne-Keeper Marko Dedovic auftauchte, den Ball jedoch nicht richtig traf (9.). Anschließend waren es vor allem Standardsituationen, durch die der AFC Gefahr ausstrahlen konnte. Dabei handelte es sich keineswegs nur um Ecken und Freistöße. Speziell die Einwurf-Schleuder von Moritz Grosche brachte das Heimteam zu aussichtsreichen Chancen. Dreimal katapultierte er den Ball binnen weniger Minuten in den gegnerischen Strafraum, zweimal scheiterte Michael Ambrosius nur knapp mit seinen Kopfbällen (12., 15.).
Rasmus Tobinski erzielt erstes Tor seit November 2025
Für den großen Jubel sorgte dann aber doch ein Freistoß. Aus dem Halbfeld flankte Gianluca Prondziono den ruhenden Ball auf Ambrosius, der die Übersicht behielt und auf Rasmus Tobinski ablegte, der zum 1:0 einschob (24.). Es war das erste Tor seit Anfang November für den AFC‑Stürmer. Lohne kam in der ersten Hälfte hingegen kaum vor das Tor der Altonaer. Und wenn, dann war stets ein Bein des Gastgebers im Weg. So ging es mit der verdienten 1:0-Führung für Altona 93 in die Halbzeit.
„Wir haben die Zeit nach der Pause ein wenig verschlafen“, sagte Rasmus Tobinski nach dem Spiel. So war es, und natürlich waren es die Standardsituationen, die erneut im Fokus standen. In der 51. Minute schlug Tom Kankowski eine Ecke in den Strafraum, wo der Ball im Chaos verschwand, unglücklich abgefälscht wurde und im Tor landete. Offiziell wurde der Treffer als Eigentor von Gideon Baur gewertet.
Aus 1:0 wird 1:2! Lohne dreht das Spiel bei Altona 93
Doch es kam noch schlimmer für Altona 93. Nur wenige Minuten später war es quasi die identische Szene wie schon beim vorherigen Ausgleich. Dieses Mal herrschte nach einem Freistoß Chaos im Strafraum von Altona (63.). Lohne-Verteidiger Luke Schierenbeck war entscheidend dran und sorgte dafür, dass der Ball langsam über die Linie kullerte. Das 1:2: ein Schock für den AFC, der die Punkte im Abstiegskampf so dringend benötigte.
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Dass sich die Altonaer dessen bewusst waren, zeigten sie in den anschließenden Aktionen. In der 68. Minute der Ausgleich zum 2:2, resultierend aus einer Standardsituation – natürlich. Tatsächlich war es dieses Mal ein Einwurf von Grosche, der durch die gesamte Defensive von Lohne rutschte. Und wieder war es Tobinski, der die Kugel im Netz versenkte.
Ekstase und Zittern: Wahnsinn in der Nachspielzeit
In den letzten Minuten wurde es dann völlig wild. In der 90. Minute kam Moritz Göttel an der Seitenlinie an den Ball, legte quer auf Tobinski, der zum dritten Mal traf. Ekstase auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Pure Erleichterung auf und neben dem Platz. Alle herzten sich und ließen den Frust der letzten Wochen heraus. Es folgte ein Feuerwerk hinter den Altona-Fans, Raketen schossen in den Himmel. Nichts konnte die Party mehr zerstören. Oder etwa doch?
Sechs Minuten Nachspielzeit zeigte Schiedsrichter Benjamin Schmidt an. In der 90.+10 wurde es dann noch einmal richtig laut auf den Rängen. Schmidt gab noch einen Freistoß für Lohne, Entfernung vom Tor: 18 Meter. Die Aufregung wurde abgelöst von einem kurzen Moment der Stille. Alle AFC-Fans hielten den Atem an. Der Ball flog, und flog, und flog – an die Unterkante der Latte! Von dort aus prallte der Ball auf den Boden. Lohne forderte das Tor, doch das Schiedsrichterteam hat den Ball nicht hinter der Linie gesehen. Schluss. Jubel. Erleichterung.
Lohne-Trainer Neidhart zweifelt Entscheidung an
„Da sind dann einfach alle Dämme gebrochen“, beschrieb Matchwinner Tobinski die Szene. „Ich bin Stürmer und hatte eine lange Durststrecke. Dann direkt drei zu machen, das ist das beste Gefühl gerade. Das war super wichtig.“ Lohne-Trainer Christian Neidhart wurmte die letzte Szene nach Abpfiff: „Ich habe mir das Video jetzt ein paar mal angesehen. Brutal schwer für den Schiedsrichter, das zu entscheiden“, zeigte er zunächst Verständnis. „Der Ball springt nicht gerade runter, sondern geht nach hinten weg und springt dann auch wieder so zurück. Insofern muss ich schon sagen, dass der Ball drin war, das ist meine Sicht der Dinge.“
Auf der anderen Seite war Altona-Coach Trulsen sichtlich erleichtert: „Es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wir sind erleichtert, dass wir gewonnen haben.“ Den Sieg widmete er unter anderem den Fans. 2089 Zuschauende fanden sich an der Adolf-Jäger Kampfbahn zum Kellerduell ein. Und das trotz des parallel laufenden Nordderbys zwischen dem HSV und Werder Bremen.
„Unsere Fans sind einfach fantastisch“, zeigte sich Trulsen dankbar. „Das haben wir auch vorher angesprochen, dass wir alle Fans glücklich machen wollen, die mit uns mitgelitten haben – ein toller Tag. Alle, die ein AFC-Herz haben, haben wir heute glücklich gemacht“, so der Bergmann-Nachfolger.
Nach dem Sieg herrschte pure Erleichterung bei den Fans und Spielern von Altona 93.IMAGO/Niklas Heiden
Nach dem Sieg herrschte pure Erleichterung bei den Fans und Spielern von Altona 93.
Für Altona 93 stehen jetzt noch fünf Endspiele an. „Das wird eine enge Gesichte“, war sich Trulsen der Sache nach dem Spiel bewusst. Trotz des Sieges bleibt Altona 93 Tabellenletzter. Nur ein Punkt fehlt ihnen auf das rettende Ufer. Die letzten fünf Team trennen nur zwei Punkte voneinander. Von den unmittelbaren Konkurrenten spielt Altona lediglich noch gegen die Zweitvertretung des FC St. Pauli.
Am Samstagnachmittag kam es zu einem schrecklichen Unfall auf der B207: Ein Wohnmobil kam von der Straße ab und krachte gegen einen Baum – der Fahrer konnte nur noch tot geborgen werden.
Um kurz vor 16 Uhr waren der 70-jährige Fahrer und seine 53-jährige Lebensgefährtin aus dem Landkreis Rosenheim mit ihrem Wohnmobil auf der B207 Richtung Ratzeburg unterwegs. Laut eines Sprechers des Polizei-Lagedienstes sei das Fahrzeug auf Höhe Buchholz in einer leichten Rechtskurve dann plötzlich von der Fahrbahn abgekommen.
Unfall Buchholz: Wohnmobil kracht gegen Baum – Fahrer stirbt
Das Wohnmobil fuhr in den Graben und knallte gegen einen Baum. Der 70-jährige Fahrer wurde dabei eingeklemmt und konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Seine Lebensgefährtin konnte das Wohnmobil mit leichten Verletzungen selbstständig verlassen und kam vorsorglich in ein Krankenhaus.
Mit dabei im Wagen war auch der Hund des Paares. Ein Pressevertreter vor Ort nahm diesen an sich und brachte ihn in eine Tierklinik zur Erstversorgung. Das Tier soll ebenfalls nur leichte Verletzungen erlitten haben.
Die Feuerwehr räumte die Unfallstelle auf, klemmte die Batterie ab, nahm die Gasflaschen aus dem Fahrzeug, streute ab und sammelte die Trümmerteile ein. Die Straße war bis kurz nach 18 Uhr vollgesperrt. (aba)
Vor ihrem geplanten Bühnen-Comeback hat Céline Dion am Freitag ihren ersten Originalsong seit mehr als sechs Jahren veröffentlicht. Google nahm das zum Anlass, um die schwer erkrankten Kanadierin zu feiern.
Wer den Namen der 58-jährigen Sängerin in die Google Suchleiste eingibt, bei dem erscheint plötzlich ein blauer Ballon. „Welcome back Céline“ – Willkommen zurück Céline – steht dort.
Wer nach Céline Dion googlet, bekommt diesen Gruß von Google angezeigt.Screenshot Google
Wer nach Céline Dion googlet, bekommt diesen Gruß von Google angezeigt.
2022 hatte die Kanadierin öffentlich gemacht, dass sie am Stiff-Person-Syndrom leidet, einer seltenen Autoimmunerkrankung. Seitdem war sie nur noch selten aufgetreten. Ob sie verreisen oder auftreten konnte, hing jeweils von ihrer Tagesform ab. Einen großen Auftritt hatte sie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris, bei der sie vor dem Eiffelturm „Hymne à l’amour“ von Édith Piaf sang.
Céline Dion: Google feiert Comeback der Sängerin
Jetzt meldete sich Dion mit ihrer neuen Single „Dansons“ (Lasst uns tanzen) zurück. In der Ballade geht es um Lebensfreude, Resilienz und das Überwinden von schwierigen Zeiten durch Tanz und Liebe.
Ihr Bühnen-Comeback will sie im Herbst in der „La Défense“ Arena in Paris feiern. Auch das greift Google auf, in einer kleinen Notiz, die unter dem Ballon erscheint. „Bon Retour Paris 2026“ steht dort – Willkommen zurück. Und weiter: „The high note we’ve all been waiting for“ – eine Anlehnung an die hohen Noten, die Dion traditionellerweise immer trifft. Ihre Stimme ist aufgrund der Autoimmunerkrankung allerdings auch in Mitleidenschaft gezogen. (aba)
Der Druck im Abstiegskampf, dazu das besondere Jubiläum – nach dem erlösenden Erfolg des VfL Wolfsburg übermannten Maximilian Arnold die Emotionen. Zunächst bezeichnete der Kapitän der Wölfe das 2:1 (1:0) bei Union Berlin als „brutal wichtig“, bei der Frage nach seinem 400. Bundesliga-Spiel kamen ihm dann die Tränen.
„Es fällt mir richtig schwer, die richtigen Worte zu finden. In den letzten Wochen haben wir nur auf die Fresse bekommen“, sagte der 31-Jährige, der 2009 zum VfL gekommen war, über das Spiel bei Sky. Der VfL stehe als Tabellenvorletzter „mit dem Rücken zur Wand“, deshalb sei er „sehr stolz“ auf den ersten Sieg nach zwölf Spielen ohne Erfolg.
Maximilian Arnold richtet Dank an seine Frau
Und das 400. Ligaspiel im Wolfsburger Trikot? Arnold überlegte lange. Es sei „brutal“, sagte die Identifikationsfigur, er atmete tief durch und wischte sich eine Träne aus dem Auge. „Schon besonders, ja“, sagte der sichtlich angefasste Anführer des VfL. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte alle genossen, das stimmt nicht.“
Arnold blieb emotional und richtete einen Dank an seine Frau. Sie sei die wichtigste Person in all den Jahren gewesen. „Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Und sie nimmt mich so, wie ich bin. Sie ist mein Fels in der Brandung“, sagte Arnold. „Sie nimmt mich so, wie ich bin. Und ich bin schon schwierig zu Hause.“ (mp/sid)
Mit großen Hoffnungen waren sie die 125 Kilometer vom Volkspark rüber nach Bremen gedüst. Doch frustrierender hätte das Nordderby für den HSV nicht verlaufen können. Ohne die verletzten Leistungsträger Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga verlor der Aufsteiger nicht nur die Partie mit 1:3 (1:1), sondern auch die Nerven und kassierte insgesamt drei Platzverweise. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien beginnt plötzlich wieder das Zittern um den Klassenerhalt. Trainer Merlin Polzin fasste zusammen: „Das war ein Scheiß-Tag für uns!“
Sie schäumten vor Wut – und das aus vielerlei Gründen. Der HSV war sauer auf Schiedsrichter Florian Exner und sich selbst, noch lange nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen. Denn diese Pleite, begleitet vom Jubel, Hohn und Spott des Werder-Anhangs, tat richtig weh. „Heute muss sich jeder von uns schlecht fühlen“, erklärte Mittelfeldmann Nicolai Remberg. „Wir tragen eine große Wut in uns“, ergänzte Trainer Polzin.
Glatzel glich für den HSV vor der Pause aus
Vorangegangen war eine Partie voller Emotionen, packender Szenen und reichlich Derby-Folklore. Nachdem Jens Stage Werder in Führung geköpft (37.) und Robert Glatzel sehenswert ausgeglichen hatte (41.), nahm der Wahnsinn in Hälfte zwei seinen Lauf. Und das vor allem zum Nachteil für den HSV.
MOPO
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Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
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16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Abermals Stage brachte die Bremer per Traumtor mit 2:1 in Front (57.). Was in den Minuten danach geschah, dürfte auch in den nächsten Tagen noch für allerlei Diskussionen sorgen. Zunächst wurde Philip Otele des Feldes verwiesen, nachdem der VAR einschritt und Exner vor den Bildschirm bat. Nach Ansicht der Bilder wertete der Referee Oteles Einsteigen gegen Cameron Puertas als rotwürdig (79.). Eine harte Entscheidung.
Der Platzverweis für HSV-Profi Jatta wurde zurückgenommen
Weiter ging’s mit dem Wahnsinn an der Weser. Auch Bakery Jatta wurde nach seinem Einsteigen gegen Marco Grüll des Feldes verwiesen (85.), diesmal aber kassierte Exner die Rote Karte nach Ansicht der Bilder ein, zückte stattdessen Gelb.
Nachdem Puertas kurz darauf dann das 3:1 für Werder (90.+1) erzielte und die Partie entschied, kam es noch richtig dicke für den HSV. Nach dem Bremer Treffer spielten sich vor der HSV-Bank tumultartige Szenen und Handgemenge ab, in deren Verlauf HSV-Physio Tim Roussis und Assistenzcoach Loic Favé Rot sahen. Auch Werders Co-Trainer Jan Hoepner wurde von Exner nicht verschont, sah ebenfalls Rot.
Remberg kritisierte seine HSV-Kollegen
Reichlich was los – doch Remberg war weit davon entfernt, dem Schiedsrichter die Schuld geben zu wollen. „Es ist nicht fair, dem Schiri irgendetwas anzukreiden“, so der 25-Jährige, der sich allenfalls über die Kommunikation mit Exner ärgerte: „Ich habe oft das Gefühl, dass er denkt, er wäre etwas Besseres.“
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Grundsätzlich aber nahm Remberg seine Kollegen und sich in die Verantwortung. Niemals zuvor in der Vereinsgeschichte sah der HSV so oft Rot wie in dieser Spielzeit, Oteles Feldverweis war bereits der achte dieser Saison (dreimal Rot, fünfmal Gelb-Rot). „Ich verstehe nicht, wie man so viele Rote Karten sehen kann“, schimpfte Remberg. Und weiter: „Ich will hier keinen anzählen, aber das ist dann oft fehlende Cleverness und einfach doof. Wir rennen dann wieder mit einem Mann weniger hinterher.“
HSV-Fans benahmen sich in Bremen daneben
Äußerst doof war auch das Benehmen einiger HSV-Fans, die sich als schlechte Verlierer präsentierten und nach dem Spiel Raketen in den gegenüberliegenden Bremer Fanblock schossen. Wenig später kam es im Hamburger Block zu heftigen Schlägereien mit Einsatzkräften der Polizei. Schlimme Bilder, die dem HSV nicht gut taten.
Im Endeffekt ein Tag zum Vergessen an der Weser. Bei noch fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang steigt der Druck vor den abschließenden vier Saison-Spieltagen. Der HSV muss dringend wieder punkten, um ein mögliches Drama nicht weiter zu forcieren. „Wir wollen am 34. Spieltag gegen 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben“, bekannte Polzin, wusste vor der Abreise aus Bremen aber: „Es wird eine unruhige Nacht, soviel steht fest.“
Die Teenager sind zu zweit auf dem Scooter unterwegs. Als sie die Straße überqueren, kommt es zu einem tödlichen Zusammenstoß.
Die gemeinsame Fahrt zweier Mädchen auf einem E-Scooter durch Berlin-Neukölln endet dramatisch: Die 14 Jahre alte Fahrerin stirbt nach dem Zusammenstoß mit einem Auto, ihre gleichaltrige Beifahrerin kommt mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus.
Berlin: Auto erfasst Mädchen auf E-Scooter – 14-Jährige stirbt
Die Jugendlichen wurden am Freitagabend von einem Auto erfasst, als sie zwischen Britz und Buckow den Buckower Damm überqueren wollten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.
Die Scooter-Fahrerin wurde zunächst noch reanimiert und kam in eine Klinik. Dort starb die 14-Jährige jedoch. Auch ihre Beifahrerin kam ins Krankenhaus. Bei ihr bestehe nach aktuellem Kenntnisstand keine Lebensgefahr mehr, sagte die Polizeisprecherin.
Tödlicher Unfall mit E-Scooter: Autofahrer alkoholisiert?
Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden zunächst auf einem Fahrradweg unterwegs. Gegen 20.45 Uhr wollten sie dann die Straße überqueren. Dabei sollen sie nach Polizeiangaben bei Rotlicht über eine Fußgängerampel gefahren sein. Der 42 Jahre alte Fahrer konnte demnach nicht mehr rechtzeitig bremsen und sein Auto erfasste die Mädchen. Nach den Angaben beobachteten mehrere Menschen den Unfall.
Der Mann soll unter Alkoholeinfluss gestanden haben, wie die Polizeisprecherin sagte. Ihm wurde Blut abgenommen. Auto und E-Scooter wurden sichergestellt zur Ermittlung des genauen Unfallhergangs.
Immer wieder Unfälle mit E-Scootern
Nach Zahlen der Polizei sind in diesem Jahr (Stand: 7. April) bislang bei Verkehrsunfällen auf Berlins Straßen sieben Menschen gestorben – die 14-Jährige dürfte demnach das achte Todesopfer sein. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 137.373 Verkehrsunfälle. Dabei starben 37 Menschen.
Immer wieder kommt es wie auch in anderen deutschen Städten teils zu schweren Unfällen mit E-Scootern. So ist Mitte März in Frankfurt/Main ein 18-Jähriger gestorben, nachdem er von einer Tram erfasst wurde. Sein gleichaltriger Mitfahrer wurde schwer verletzt.
In Berlin hat in der vergangenen Woche laut Polizei ein betrunkener Vater seine neunjährige Tochter auf einem E-Scooter mitgenommen und dann in Spandau einen Unfall gebaut. Vater und Tochter wurden bei dem Sturz verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach jüngsten Angaben der Berliner Polizei gibt es etwa 70.000 E-Scooter in der Hauptstadt.
Trotz Verbot häufig zu zweit auf E-Scootern unterwegs
Wie in den vorliegenden Fällen sind häufig zwei Menschen gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs – obwohl dies verboten ist. Wer elektrische Tretroller zu zweit benutzt, riskiert eine Geldbuße – und seine Gesundheit.
Wie eine Studie der Björn-Steiger-Unfallforschung zeigt, die im vergangenen Oktober vorgestellt wurde, gingen fast die Hälfte der Unfälle mit schwer verletzten oder getöteten Scooter-Fahrern auf Alleinunfälle zurück. Und bei 43 Prozent dieser Alleinunfälle – also ohne Beteiligung oder Schuld eines anderen Verkehrsteilnehmers – war Alkohol im Spiel. Weitere 14 Prozent dieser Unfälle hatten Ursachen wie einhändiges Fahren, Ablenkung oder starkes Abbremsen.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle allein 2024 bundesweit im Vorjahresvergleich um mehr als ein Viertel auf fast 12.000 erhöht. 27 Menschen kamen demnach ums Leben. (dpa/mp)
Sie sind traurig und wütend. Zahlreiche Menschen werden zu einer Demonstration in Oldenburg erwartet. Grund ist ein Polizeieinsatz, bei dem der 21-jährige Lorenz vor einem Jahr erschossen wurde.
Unter dem Titel „Ein Jahr ohne Lorenz“ wollen sich am Sonntag um 14 Uhr zahlreiche Menschen zu einer Demonstration in der Oldenburger Innenstadt versammeln. Sie erinnern an den 21-jährigen Lorenz, der bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum 20. April 2025 in der Fußgängerzone erschossen wurde.
„Ein Jahr ohne Lorenz“: Demo in Oldenburg geplant
Die Initiative „Gerechtigkeit für Lorenz“ ruft zum Gedenken und Protest auf. Ihr zufolge haben auch Menschen aus Bremen, Hamburg, Osnabrück und Hannover ihr Kommen angekündigt. Möglicherweise werden auch Angehörige von Lorenz sprechen. An der Kundgebung beteiligen sich auch Gruppen, die an andere durch Polizeigewalt ums Leben gekommene Menschen erinnern wollen.
Die Initiative „Gerechtigkeit für Lorenz“ und andere Aktivisten befürchten, dass die Schüsse einen rassistischen Hintergrund haben. Sie fordern Aufklärung und Gerechtigkeit. (dpa/mp)
Viele Infos zum Fortschritt der Aktion gibt es nicht – das hat dem Team zufolge auch einen Grund.
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich in die Länge – der tonnenschwere Meeressäuger wird zunächst weiter in der Bucht vor der Insel Poel ausharren müssen. „Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen“, sagte die an dem privaten Rettungsversuch beteiligte Tierärztin für Kleintiere, Janine Bahr-van Gemmert, bei einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag im Hafen von Kirchdorf.
Interner Zeitplan soll nicht veröffentlicht werden
Über den konkreten Zeitplan der Aktion des Wals wollte die Veterinärin, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, zunächst nichts sagen. Hintergrund sei, dass das Team von außen nicht unter Druck stehen wolle. Intern gebe es durchaus einen Zeitplan. „Wir sind jetzt gut dabei“, sagte Bahr-van Gemmert.
Das Team gebe jetzt alles für den Wal. Sie gestand aber auch ein: „Wir wären gerne noch schneller.“ Dass der Rettungsversuch langsamer als geplant vorangehe, liege vor allem an den Behörden, sagte die Tierärztin weiter. „Es ist aber sehr, sehr schwierig, weil jeder Schritt tatsächlich genehmigt werden muss.“ Es müsse alles, was nicht dem geplanten Konzept entspreche, schriftlich genehmigt werden. „Und das verzögert es natürlich durchaus.“
Zuvor hatte bereits die Unternehmerin und Mit-Geldgeberin der Aktion, Karin Walter-Mommert, kritisiert, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden teils schwierig sei. Nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen würden intern für viel Arbeit sorgen. So müsse etwa das Aufbringen von Tüchern mit Zinksalbe gegen die Hautprobleme des Wals jeden Tag neu beantragt und genehmigt werden. Walter-Mommert und der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanzieren die private Rettungsaktion für den Buckelwal.
Ministerium: Wir bemühen uns um schnelle Abstimmungen
Eine Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums wies die „pauschalisierte Behördenkritik“ zurück. „Es braucht grundsätzlich keine Genehmigung für irgendetwas, also die haben da vor Ort quasi Behandlungsfreiheit, aber sie müssen halt alles mit uns abstimmen, was sie vorhaben, gerade wenn sie von ihrem ursprünglichen Konzept abweichen», sagte sie der dpa. „Wir sind hochgradig flexibel, aber natürlich hat das Ganze auch Grenzen.“ Zum Beispiel bei Eingriffen direkt am Tier – wie der Behandlung mit speziellen Salben – gelten laut Sprecherin Vorgaben. „Unsere Tierärzte müssen davon wissen und die müssen dabei sein.“
Die Behörden bemühten sich demnach grundsätzlich um schnelle Abstimmungen. So habe etwa die von der Initiative aus Hawaii hinzugezogene Tierärztin Jenna Wallace zwar keine Berufserlaubnis in Deutschland. Dieses Problem habe man aber schnell gelöst. Sie habe eine vorübergehende Erlaubnis zur Ausübung des tierärztlichen Berufes erhalten. Dabei handle es sich um eine Sonderregelung für Tierärzte aus dem Ausland.
Walretter-Team soll in Ruhe arbeiten
Details zum aktuellen Stand der Aktion wollten weder die Mitglieder der Initiative noch die beiden Geldgeber am Samstag nennen – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz. Walter-Mommert sagte der dpa: „Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können.“
Tierärztin: Wal hat eine reelle Chance
Janine Bahr-van Gemmert sagte, sie und die anderen Experten im Team seien davon überzeugt, dass die Rettungsaktion die beste Lösung sei für den Wal. Es bestehe „eine reelle Chance (..), dass er das gut schafft“. Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Tier aufgrund von zu wenig Nahrung verhungern könnte. „Natürlich ist man nach zwei, drei Wochen nicht mehr fit, aber ein Buckelwal braucht im Winter eigentlich keine Nahrung.“ Gerade im Winter fresse ein Buckelwal in der Regel nicht viel, sagte die Tierärztin weiter. Das Hauptproblem ist, dass er dort in seinem Gefängnis hängt.“
Wal am Samstag weitgehend regungslos
Am Samstag wollten die Helfer auch das Maul des Tieres kontrollieren. „Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist“, sagte die Veterinärin während der Pressekonferenz. Das sei jedoch nicht gelungen. Werde noch etwas entdeckt, würde es nach Möglichkeit entfernt, sagte sie.
Im Gegensatz zu Freitag, als der Buckelwal nach der Annäherung eines Tauchers plötzlich mit starken Bewegungen reagiert hatte, blieb das Tier am Samstag weitgehend regungslos. Gelegentlich buckelte der Wal leicht. Zudem stieß er in regelmäßigen Abständen Wasserfontänen aus.
Seit drei Tagen laufen die Arbeiten der privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte. Ursprünglich war für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs des Rettungsplans für Freitag der Transport gen Nordsee geplant gewesen.
Kaum Details zu Rettungsarbeiten bekannt
Am Samstag befanden sich den gesamten Tag lang wieder Helfer in der Nähe des Wals. Sie legten am Morgen erneut Tücher auf den Rücken des Wals und beobachten das Tier.
Währenddessen näherte sich eine schwimmende Arbeitsplattform teils ein Stück dem Wal an, blieb aber noch auf einigem Abstand. Der Greifarm des Baggers bewegte sich. Am Nachmittag wurde eine Art großer Schlauch ins Wasser gelassen, Lärm war zu hören und Wasser wurde aufgewirbelt. Offenbar handelt es sich um probeweise Spülungen. Nach früheren Angaben soll im Bereich des Wals weggespült werden, um diesen dann mit Luftkissen anzuheben.
Der beauftragte Tauchunternehmer Fred Babbel hatte bereits am Freitag angekündigt, dass Pumpen zu Wasser gelassen werden, um damit zu beginnen, zu spülen. Dies sollte demnach zunächst in etwas weiterer Entfernung erfolgen. Damit sollte laut Babbel die Reaktion des Tieres getestet werden. „Wenn das alles gut läuft, werden wir uns dann dichter nähern.“
Plane soll unter Wal geführt werden
Geplant ist nach früheren Angaben der Initiative, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden.
Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Etliche Fachleute: Heimreise des Wals unmöglich
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
Bei ihrer Landesmitgliederversammlung in Wandsbek haben Hamburgs Grüne am Samstag gleich zu mehreren zentralen Themen Beschlüsse gefasst. Die Partei stellte sich hinter eine Olympia-Bewerbung der Stadt, beschloss eine umfassende Agenda gegen Gewalt an Frauen und will ihr eigenes Versammlungssystem reformieren.
Die Mitglieder verabschiedeten einstimmig einen umfangreichen Antrag gegen Gewalt an Frauen. Darin fordern die Grünen unter anderem ein digitales Gewaltschutzgesetz, strengere Regeln gegen die Verbreitung von Vergewaltigungs- und Voyeurvideos sowie Reformen im Familien- und Sexualstrafrecht.
Femizide sollen grundsätzlich als Mord gewertet werden
Auch bei Femiziden drängt die Partei auf schärfere Konsequenzen: Tötungen von (Ex-)Partnerinnen sollen nach dem Willen der Grünen künftig grundsätzlich als Mord gewertet werden. Außerdem sprechen sie sich für das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht aus und fordern den weiteren Ausbau psychosozialer Prozessbegleitung. In dem Antrag heißt es, geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei in Deutschland ein massives strukturelles Problem.
Grüne stellen sich hinter Hamburgs Olympia-Bewerbung
Mit deutlicher Mehrheit stellte sich die Parteibasis außerdem hinter eine mögliche Olympia-Bewerbung Hamburgs. Beschlossen wurde ein Leitantrag des Landesvorstands für „grüne und nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg“.
Zwar gab es in der Debatte auch deutliche Kritik aus den eigenen Reihen, ein Gegenantrag fand jedoch keine Mehrheit. Am 31. Mai können die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum darüber abstimmen, ob sich die Hansestadt um Olympische Spiele bewerben soll. Im Gespräch sind Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.
Grüne: Nehmen Sorgen um steigende Mieten ernst
Es sei aus politischer und grüner Sicht wichtig, erneut für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg zu werben, sagte Hamburgs Grünen-Vorsitzende Selina Storm. Sie könne Gegenargumente wie zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nachvollziehen. „Die fehlende Transparenz, Korruption und Lobbyskandale der Vergangenheit vergisst man nicht so schnell. Auch ich nicht“, sagte Storm. Doch das IOC habe sich inzwischen geändert. Das Komitee verfolge eine Agenda, die zwar nicht perfekt sei, aber überwiegend in die richtige Richtung gehe.
Es gebe keinen Grund, sich klein zu machen Die Sorgen um steigende Mieten nähmen die Grünen ernst. Und was die Sorge vor Großprojekten angehe: „Ich finde, es muss unsere Haltung als selbstbewusste Regierungspartei sein, dass wir Hamburg und uns das zutrauen“, sagte Storm. Es gebe keinen Grund, sich klein zu machen, sagte sie mit Blick auf den Bau der U-Bahnlinie U5. Ähnlich äußerten sich die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Verkehrssenator Anjes Tjarks und der Bundestagsabgeordnete und frühere Justizsenator Till Steffen.
Wiebke Apitzsch von den Bergedorfer Grünen verwies wiederum auf grüne Werte für eine nachhaltige, positive Zukunft für die Welt, auf soziale Gerechtigkeit und Fairness. „Diese Werte gehen konträr zu den Werten des IOC.“ Es könne doch nicht sein, „dass wir uns mit einer Organisation verbinden, die so viele Skandale hat, dass selbst Menschen, die sich für Nachrichten nicht interessieren, davon mitbekommen.“
Mögliche Verabschiedung von einer grünen Tradition
Zugleich brachten die Grünen eine mögliche Reform ihrer eigenen Parteistruktur auf den Weg. Der Landesvorstand wurde mit großer Mehrheit beauftragt, bis spätestens Frühjahr 2027 zu prüfen, ob das bisherige System der offenen Landesmitgliederversammlung (LMV) durch Delegiertenkonferenzen ersetzt werden soll. Das heißt, dann wären bei den Zusammenkünften auf Landesebene nur noch etwa von Kreisverbänden entsandte Mitglieder teilnahme- und abstimmungsberechtigt.
Hintergrund ist das starke Wachstum des Landesverbands auf inzwischen fast 6700 Mitglieder. Hamburg inzwischen ein Sonderfall: „Alle anderen Landesverbände der Grünen haben heute keine LMVen mehr oder sind im Begriff, diese in Delegiertenkonferenzen umzuwandeln“, heißt es im Antrag des Landesvorstandes.
Nach Vorstellung des Vorstands könnte ein Delegiertensystem die Parteibasis repräsentativer abbilden und verhindern, dass wichtige Entscheidungen am Ende langer Versammlungen nur noch von einem kleinen Teil der Mitglieder getroffen werden. Die endgültige Entscheidung darüber soll allerdings erneut eine Landesmitgliederversammlung treffen. (dpa/mp)
Das 1:3 (1:1) bei Werder Bremen wird für viele HSV-Fans eines der bittersten Erlebnisse dieser Saison gewesen sein. Drei Rote Karten kassierte der HSV, zwei davon gegen die Bank. Aber nicht nur daran lag es, dass die Hamburger verdient beim Erzrivalen verloren. Viele HSV-Profis kamen nicht an ihre Normalform heran. Die MOPO-Noten:
Heuer Fernandes: Lange Zeit sicher und ohne Probleme. Bei den ersten beiden Gegentoren war nichts zu halten. Vor dem 1:3 patzte dann auch der Torhüter und ging so am Ende mit unter. Note 4,5
Capaldo: Zurück in der Startelf. Brauchte ein bisschen Zeit, um das richtige Energielevel zu finden. Danach wurde geliefert. Hinten und vorn sehr aktiv. Starke Vorlage zum 1:1. Note 3
83. Downs: Kam für die Schlussphase, hatte aber kaum Einfluss auf das Spiel. –
Torunarigha: Begann stabil und gewann viele Zweikämpfe. Beim 0:1 fehlte dem Abwehrchef im Zentrum der Überblick. Note 4
Omari: Rückte auf die linke Seite in der Dreierabwehrkette. Konzentrierte sich vor allem auf die Abwehrarbeit. Überzeugte erneut nicht. Vor dem 1:2 erst hart attackiert, danach kann er entschlossener verteidigen. Auch andere Szenen kann er besser lösen. Weiterhin nicht in Topform. Note 5
Mikelbrencis: Kam ganz schwer in die Partie. Fehlerhaft in der Defensive und auch auf dem Weg nach vorn wollte zunächst kaum etwas gelingen. In der zweiten Halbzeit etwas besser unterwegs. Note 5
Remberg: Ordentlich am Ball, vernünftig in den Zweikämpfen. Seinen Stempel konnte er dem Spiel allerdings nicht aufdrücken. Note 3,5
Vieira: In diesem Derby war mehr Kampf als spielerische Klasse gefragt. Entsprechend gering war auch der Einfluss des Portugiesen auf das Spiel. Holte ein paar Freistöße heraus. Mit dem Ball am Fuß kann er deutlich mehr bewegen. Note 5
Grønbæk: Hatte ein paar Standprobleme und konnte die Flanke vor dem 0:1 nicht verhindern. Im Spiel nach vorn bemüht, aber ohne entscheidende Akzente. Note 5
66. Otele: Sollte für Schwung in der Offensive sorgen und flog 13 Minuten nach seiner Einwechslung mit Rot vom Platz. Eine harte Entscheidung. –
Muheim: Feierte sein Comeback nach Rot-Sperre. Defensiv immer wieder gefordert und zum Teil auch überfordert. So auch vor dem 0:1, als er mit seinem Fehler den Gegentreffer einleitete. Musste verletzt den Platz verlassen. Note 4,5
75. Jatta: Auch er sah wie Otele nur kurz nach seiner Einwechslung Rot. Diese Entscheidung wurde allerdings vom VAR zu Recht zurückgenommen. Zumindest der Einsatz stimmte. –
Königsdörffer: Viel Laufarbeit, aber in 74 Minuten nur mit 18 Ballkontakten. Auch nur an einem Torschuss beteiligt. Ein schwacher Auftritt. Note 5
75. Stange: Kurz nach seiner Einwechslung spielte der HSV nur noch in Unterzahl. Bewegen konnte er auf dem Platz nichts mehr. –
Glatzel: Haute sich von der ersten Minute an voll rein und musste teilweise ordentlich einstecken. Gewann sehr viele Zweikämpfe. Knallte den Ball mit 117 km/h zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Netz. Sein drittes Tor im dritten Nordderby. Gereicht hat es diesmal allerdings nur zum Ehrentreffer. Note 3
Wieder keine weiße Weste, wieder nicht zu null. Nimmt man die 0:5-Klatsche des FC St. Pauli gegen Bayern in der Woche zuvor als Maßstab, dann war das 1:1 gegen Köln ein großer Fortschritt, aber ein 1:0-Sieg war für die Kiezkicker absolut möglich und wäre verdient gewesen. Besonders bitter für Keeper Nikola Vasilj: der Elfmeter der Gäste, der in der Schlussphase den Ausgleich brachte, war einer von nur zwei wirklich gefährlichen Schüssen auf sein Tor.
Wenig zu tun, kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, und am Ende trotzdem nicht Sieger. Der Straßstoß von Luca Waldschmidt in der 86. Spielminute war das erste Eins-gegen-eins-Duell von Vasilj gegen einen Kölner im ganzen Spiel gewesen. Das sagt einiges über das Spiel und alles über das manchmal sehr bittere Los des letzten Mannes.
Torhüter Nikola Vasilj: „Es ist natürlich nervig“
„Es ist sehr frustrierend, aber in meinem Leben als Torhüter gewöhnst du dich daran“, versuchte der bosnische Nationaltorwart, es einigermaßen gelassen hinzunehmen. „Manchmal ist das so und du kannst nicht wirklich etwas tun. Es war auch ein guter Schuss, wenngleich ich in die andere Ecke gesprungen bin. Es ist natürlich nervig, aber das ist Fußball. Das wird sich wieder ändern, da bin ich sicher.“
Das achte Unentschieden der „Boys in Brown“ fühlte sich auch für Vasilj „mehr nach zwei verlorenen Punkten an, wenn du ein spätes Tor wie dieses kassierst. Aber es ist, wie es ist. Jetzt ist es zu spät, das zu bedauern“. Er selbst hatte ein tadelloses Spiel gemacht, sicher und souverän agiert.
St. Pauli kann „positive Dinge mitnehmen“
Bei aller Enttäuschung über den verpassten Dreier vergaß der 30-Jährige nicht, „viele gute Dinge“ im Spiel seiner Mannschaft zu erwähnen. „Wir sind als Team aufgetreten, hatten eine gute Balance, wann wir pressen und wann wir uns ein bisschen fallen lassen und dann immer noch aktiv bleiben. Denn selbst, als wir im tieferen Block standen, konnten sie nicht wirklich etwas kreieren“, erläuterte er die defensive Leistung. „Das Gefühl auf dem Feld war gut und die Chancen waren da. Wir können einige positive Dinge aus diesem Spiel mitnehmen.“
Wie Trainer Alexander Blessin freut sich auch Vasilj, dass mit dem gegen Köln gelbgesperrten Joel Chima Fujita, dem zuletzt verletzten Eric Smith und Manolis Saliakas, der am Freitagabend mit der Einwechslung sein Comeback gegeben hatte, drei starke Kräfte wieder zur Verfügung stehen und das Team insgesamt stärker machen.
Startelf: Vasilj hat kein Interesse, „der Trainer zu sein“
Auf die Frage, ob er froh sei, angesichts der sich verschärfenden Konkurrenzsituation nicht entscheiden zu müssen, wer im kommenden Spiel in Heidenheim in die Mannschaft kommt und wer auf die Bank muss, zuckte Vasilj die Schultern und entgegnete leicht belustigt: „Ich weiß nicht. Ich mache nur meinen Job. Das ist keine Frage für mich. Ich bin nicht daran interessiert, der Trainer zu sein, um ehrlich zu sein.“
Sein Fokus ist nicht auf die Aufstellung, sondern die Einstellung auf die kommende Aufgabe und letztlich die Leistung gerichtet. „Es geht ums nächste Spiel in Heidenheim und darum, dort drei Punkte zu holen.“
Der Wal-Rettungsversuch vor Poel sorgt für Betrieb auf und vor der Insel. Viele Infos zum Fortschritt der Aktion gibt es nicht – das hat dem Team zufolge auch einen Grund.
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte. „Es läuft eigentlich soweit ganz gut“, sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert. „Wir sind ja am Beginn des Prozesses.“ Ursprünglich war jedoch für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs des Rettungsplan für Freitag der Transport gen Nordsee geplant gewesen.
Wal-Rettung in der Ostsee: Kaum Details bekannt
Am Samstag befanden sich wieder Helfer in der Nähe des Wals. Eine schwimmende Arbeitsplattform näherte sich teils ein Stück dem Wal an, blieb aber noch auf einigem Abstand. Der Greifarm des Baggers bewegte sich. Am Nachmittag wurde eine Art großer Schlauch ins Wasser gelassen, Lärm war zu hören und Wasser wurde aufgewirbelt. Offenbar handelt es sich um probeweise Spülungen. Nach früheren Angaben soll im Bereich des Wals weggespült werden, um diesen dann mit Luftkissen anzuheben.
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Der beauftragte Tauchunternehmer Fred Babbel hatte bereits am Freitag angekündigt, dass Pumpen zu Wasser gelassen werden, um damit zu beginnen, zu spülen. Dies sollte demnach zunächst in etwas weiterer Entfernung erfolgen. Damit sollte laut Babbel die Reaktion des Tieres getestet werden. „Wenn das alles gut läuft, werden wir uns dann dichter nähern.“
Details zum Fortschritt nannten die beiden Geldgeber am Samstag zunächst nicht – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz.
Wal-Rettung: Unternehmerin verweist auf aufwendige Abstimmungen
Unternehmerin Walter-Mommert sagte der dpa: „Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können.“ Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit. So müsse etwa das Aufbringen von Tüchern mit Zinksalbe gegen die Hautprobleme des Wals jeden Tag neu beantragt und genehmigt werden.
Nach Aussage einer Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Abstimmungen. So habe etwa die von der Initiative aus Hawaii hinzugezogene Tierärztin Jenna Wallace zwar keine Berufserlaubnis in Deutschland. Dieses Problem habe man aber schnell gelöst. Sie habe eine vorübergehende Erlaubnis zur Ausübung des tierärztlichen Berufes erhalten. Dabei handle es sich um eine Sonderregelung für Tierärzte aus dem Ausland.
Plane soll unter Wal geführt werden und so gerettet werden
Geplant ist nach früheren Angaben der Initiative, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen werden. und später Richtung Nordsee gebracht werden.
Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Wal am Samstag weitgehend regungslos
Nach Angaben der „Bild“-Zeitung wollten die Helfer erneut das Maul des Tieres kontrollieren und prüfen, ob dort noch Reste eines Netzes zu finden sind. Einem dpa-Fotografen zufolge waren die Helfer am Nachmittag am Maul des Tieres beschäftigt.
Im Gegensatz zu Freitag, als der Buckelwal nach der Annäherung eines Tauchers plötzlich mit starken Bewegungen reagiert hatte, blieb das Tier am Samstag weitgehend regungslos. Gelegentlich buckelte der Wal leicht. Zudem stieß er in regelmäßigen Abständen Wasserfontänen aus.
Etliche Fachleute: Heimreise des Wals unmöglich
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
Seit Wochen beschäftigt die Rettung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals die Öffentlichkeit – und das in Zeiten vieler globaler Krisen. Doch während andere Krisen lähmen, macht das tonnenschwere Tier einige Menschen handlungsfähig, meint der Deutsche Ethikrat.
Das Drama rund um den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal sorgt nach Ansicht des Deutschen Ethikrats bei einigen Menschen für mehr Handlungsfähigkeit statt Ohnmacht.
Ohnmachtsgefühl durch Vielzahl and Krisen
Einige bekämen das Gefühl, „hier noch irgendwas machen zu können, irgendwas tun zu können, irgendwas noch zu tun, weil alle anderen Krisen, sei es die Klimakrise, sei es die Kriege, ja doch in ein gewisses Ohnmachtsgefühl führen“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Ethikrats in einem am Freitag aufgezeichneten Interview mit dem Sender News5. „Wir fühlen uns ohnmächtig und da können wir jetzt was tun.“ Das erkläre die Reaktion vieler, die sonst keine Nähe zu Walen gehabt hätten.
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Das Phänomen, dass so eine Mensch-Tier-Beziehung wichtiger erscheine als alle Kriegsszenarien um uns herum, sei auch ein Zeichen der Zeit, sagte sie. „Und es ist sehr interessant, dass in diesen großen Krisenzeiten diese, in Anführungszeichen, kleine, für manche sehr große Krise, ja alles andere überschattet.“
Ethische Abwägungen bei der Frage der Rettung
Die Frage nach der richtigen Hilfe sowie dem Umfang müsse stets neu beurteilt werden. „Ich würde immer sagen, maximal viel für das Tier, aber auch nicht unverhältnismäßig für den Menschen.“ Dieses Abwägen mache es schwierig, eine Seite für die richtige zu beurteilen. „Es ist ein Prozess, immer wieder zu entscheiden, jeden Tag.“
Die Meinung der Fachwissenschaft sei elementar. „Ich würde immer Meeresforscher, diejenigen, die sich wirklich mit den Walen auskennen, fragen, weil die können es am besten beurteilen“, sagte sie. Sie sprach sich gegen sogenannte Quasiexperten aus. Der sehr spezifische Fall des Buckelwals sei sowohl eine tierethische, als auch eine medienethische Frage
Eine gewisse Verpflichtung der Menschen bestehe aber: „Der menschliche Eingriff in die Natur ist so stark, also wir sind so invasiv, dass wir immer mehr moralische Verantwortung tragen, auch solche Arten zu retten.“ (dpa/mp)
Sie galten als eines der Traumpaare im Sport, jetzt gehen Fußball-Idol Megan Rapinoe (40) und Basketball-Legende Sue Bird (45) getrennte Wege. Die Nachricht vom Ende ihrer zehn Jahre dauernden Liebesbeziehung verkündeten die beiden US-Topstars auf besondere Weise. In ihrem gemeinsamen Podcast „A Touch More“ wendeten sich die beiden mit einer emotionalen Erklärung an ihre Fans.
„Es ist eine Entscheidung, die wir gemeinsam getroffen haben. Wir werden weiterhin für euch alle und füreinander da sein. Es wird nur ein bisschen anders aussehen und sich anders anfühlen“, sagte Rapinoe. Die ehemalige Weltfußballerin gilt auch mit ihrem politischen Engagement für Gleichberechtigung und gegen Rassismus als Vorbild. Sie hatte als erste prominente US-Fußballerin 2012 öffentlich über ihre Homosexualität gesprochen.
Die fünfmalige Olympiasiegerin Bird, die als eine der besten Basketballerinnen der Geschichte gilt, hatte sich 2017 geoutet und die Beziehung zu Rapinoe bestätigt. 2020 verlobten sich die beiden, geheiratet haben sie danach nicht. „Wir haben so viel von unserem Leben, so viel von unserer Beziehung mit euch geteilt, deshalb wollten wir hierherkommen und auch das mit euch teilen“, sagte die 45-Jährige nun, als das einstige Traumpaar seine Trennung bekanntgab.
„Wir entwickeln uns wirklich zu etwas Neuem – füreinander, für uns selbst und für euch alle“, fügte Bird hinzu. Den gemeinsamen Podcast wollen sie nach sechs Spezialfolgen auslaufen lassen. Auf Instagram schrieben Bird und Rapinoe in einer gemeinsamen Erklärung: „Wir haben in den letzten zehn Jahren unser ganzes Leben miteinander geteilt, in großen wie in stillen Momenten, und das ist etwas, das wir immer in uns tragen werden.“ (dpa/dj)
Schalke 04 hat beste Aussichten auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga – und bekommt dabei Rückendeckung von unerwarteter Stelle. Trainer Niko Kovac vom Erzrivalen Borussia Dortmund wünscht den Königsblauen den Aufstieg, um das Revierderby endlich wieder aufleben zu lassen.
„Das ist das, was mir viele hier erzählen. Das ist etwas Besonderes“, sagte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim. „Bayern München ist sicherlich groß. Aber wenn es zu einem Derby kommt zwischen dem BVB und Schalke 04, das ist das, was letzten Endes alle hier elektrisiert. Und ich würde das gerne auch mal erleben.“
2. Bundesliga: Schalke auf Aufstiegskurs
Die Königsblauen liegen als Tabellenführer der 2. Liga vor dem 30. Spieltag mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Paderborn aussichtsreich im Rennen um die direkte Rückkehr ins Oberhaus. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) empfängt die Mannschaft von Trainer Miron Muslic Abstiegskandidat Preußen Münster.
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„Schalke ist auf einem guten Weg. Große Klubs mit Tradition sind immer herzlich willkommen“, sagte Kovac. „Und deswegen drücke ich die Daumen.“
Das bislang letzte Revierderby liegt mehr als drei Jahre zurück. Am 11. März 2023 trennten sich beide Klubs in Gelsenkirchen 2:2 – wenige Wochen später stieg Schalke als Tabellenvorletzter ab. (sid/dj)
Taktikfuchs Pep Guardiola weiß ganz genau, wie er seinen Gegnern schlaflose Nächte bereitet. Für die vielleicht letzte Chance im Titelrennen griff der Katalane schon weit vor dem Anpfiff in die Trickkiste. „Wenn sie uns schlagen, ist es vorbei. Wenn wir unentschieden spielen auch“, sagte der Starcoach von Manchester City und erhöhte vor dem wegweisenden Gigantenduell der Premier League den Druck auf Tabellenführer FC Arsenal noch einmal ganz bewusst.
Die Rechnung vor dem Spiel der Gunners mit Nationalspieler Kai Havertz bei ManCity am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) ist einfach: Gewinnt City (64 Punkte) gegen Arsenal (70) und auch das Nachholspiel gegen Crystal Palace, haben die Skyblues den Titel in der eigenen Hand und benötigen „nur“ noch die bessere Tordifferenz. Während sich der sechsmalige Meister Guardiola auf ein „Finale“ im Heimspiel freut, weckt das Szenario bei seinem einstigen Lehrling Mikel Arteta die Angst vor einem Déjà-vu.
Vor drei Jahren schien Arsenal auf dem besten Weg zu sein, endlich in die Fußstapfen der legendären „Invincibles“ um Jens Lehmann, Patrick Vieira oder Thierry Henry zu treten, die 2004 unbesiegt zur 13. Meisterschaft gestürmt waren. Artetas Mannschaft lag 248 Tage lang vorne, bis tief in den April 2023 – dann kostete sie ein Duell mit City (1:4) den Titel. Die Durststrecke der Jahre ohne Meisterschaft ging weiter. „Es steht viel auf dem Spiel“, gestand Arteta nun vor dem Showdown, aber „wir sind immer noch in einer guten Position“.
Vor ManCity-Spiel: Formdelle bei den Gunners sorgt für Zweifel
Die Gunners wanken jedoch wieder einmal zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Bei der 1:2-Pleite gegen den AFC Bournemouth am vergangenen Wochenende kassierte Arsenal einen schmerzhaften „Schlag ins Gesicht“ (Arteta). Das biedere 0:0 in der Champions League gegen Sporting Lissabon reichte zwar zum Weiterkommen, nährte aber die Zweifel an der Titelreife. Auch die erste Runde im Machtkampf der Schwergewichte im League-Cup-Finale vor vier Wochen war an Manchester (2:0) gegangen. Immerhin verlor Arsenal aber keines der letzten fünf Ligaduelle.
Das weiß auch Guardiola und warnte: „Arsenal einmal zu schlagen, ist schwer, das haben sie die ganze Saison über bewiesen. Sie innerhalb von drei Wochen zweimal zu schlagen, ist also noch schwieriger.“ Der AFC zeigte sich dagegen nach der Königsklassen-Nullnummer eher trotzig ob der aufkommenden Zweifel. „Was kümmert es uns, was andere denken?“, fragte Mittelfeldstar Declan Rice rhetorisch.
Vielleicht hilft Rice und seinen Kollegen auch die prominente Unterstützung aus der Downing Street? „Wir müssen uns einfach bewusst machen, dass wir gut dastehen, und mit Selbstvertrauen weitermachen“, sagte Premierminister Keir Starmer, Edelfan der Londoner, der sich sich auf „ein entscheidendes Spiel für beide Vereine“ freut. Am liebsten mit dem besseren Ende für seine Gunners. (sid/dj)
Boykottaufrufe und politische Debatten prägen den ESC 2026. Michael Schulte erklärt, warum ihn das traurig macht und was er vom deutschen Beitrag hält.
Sänger Michael Schulte (35) findet die diesjährige Debatte um einen möglichen Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest (ESC) schade. „Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt“, sagte Schulte. „Aber vielleicht wäre es an dieser Stelle besser gewesen, wenn Israel mal aussetzt, auch im eigenen Interesse und für den Künstler, weil es natürlich automatisch zu einem sehr großen Thema wird.“
Boykott beim ESC: Debatte um Teilnahme von Israel
Der in der Nähe von Buxtehude lebende Schulte landete 2018 mit seiner rührenden Ballade „You Let Me Walk Alone“ auf dem vierten Platz – die seitdem beste ESC-Platzierung für Deutschland. In diesem Jahr boykottieren einige Länder den ESC, darunter die Niederlande, Irland und Spanien, weil der israelische Sänger Noam Bettan (27) trotz der israelischen Angriffe in Nahost antreten darf.
„Auf der anderen Seite nervt es mich auch, dass es zu so einem Thema gemacht wird. Am Ende sollte es um die Musik gehen. Und je mehr die in den Hintergrund gerät, desto trauriger macht mich das“, ergänzte Schulte.
Das hält Schulte vom deutschen ESC-Beitrag
Insgesamt sieht der Musiker, der sein neues Album „Beautiful Reasons“ veröffentlichte, einen starken ESC-Jahrgang mit einer bunten Mischung. Der deutsche Song „Fire“ von Sarah Engels sei für ihn „keine Neuerfindung, sondern ein klassischer ESC-Song, wie man ihn in den letzten Jahren hier und da auch schon mal in so einer Art gehört hat“. Er wünsche sich, dass er in den Top 10 landet. Das ESC-Finale wird am 16. Mai in Wien ausgetragen. (dpa/mp)
Es ist die Musicalrolle seines Lebens: Benét Monteiro, der in Hamburg in den Titelrollen von „Hamilton“ und „Hercules“ begeisterte, verkörpert seit der Premiere im Dezember 2024 Michael Jackson im „MJ“-Musical im Stage Theater an der Elbe. Klar, dass er auch dem Film „Michael“, der nächste Woche in den Kinos startet, entgegenfieberte und zur Weltpremiere in Berlin eingeladen war. Der MOPO erzählt er von dem besonderen Abend und seiner eigenen Reise als Michael-Jackson-Darsteller.
MOPO: Wie sehr haben Sie dem „Michael“-Biopic entgegengefiebert, das nun in die Kinos kommt?
Benét Monteiro: Ich habe die Tage gezählt, bis ich den Film sehen konnte, und mich riesig drauf gefreut. Denn ich war mir sicher, dass das super wird. Der Abend war etwas ganz Besonderes – man war Teil von etwas Einzigartigem. Ich hatte das Gefühl, auf eine Weise mit Michael verbunden zu sein, die sich kaum in Worte fassen lässt. Es war wunderschön zu sehen, dass alle Menschen dort die Intention hatten, diesen außergewöhnlichen Künstler für sein Lebenswerk zu feiern. Jeder Moment war magisch und außergewöhnlich, was ich zuvor bei keiner anderen Premiere oder Veranstaltung erlebt habe. Und Jaafar Jackson ist unglaublich gut in der Rolle. Seine Energie kommt der von Michael sehr nahe. Er bringt auch die sanftmütige Art rüber.
In gewisser Weise haben Sie dieselbe Reise gemacht wie Jaafar, um sich der Figur Michael Jacksons zu nähern. Nur hat man auf der Musicalbühne keinen zweiten Take wie im Film.
Wir hatten auch weniger Zeit. Aber es gibt Parallelen: Für die Choreografien hat Jaafar Jackson mit den Talauega-Brüdern gearbeitet. Das waren Michaels Choreografen, und sie sind auch die zwei Dance Supervisors für die „MJ“-Moves. Sie sind also auch verantwortlich für uns und die Musicalproduktion. Zu sehen, wie Jaafar bei null angefangen hat und es so gut hinkriegt – wirklich Respekt. Es ist nicht einfach, wie Michael Jackson zu tanzen. Das ist so speziell. Zum Beispiel wie er die Drehungen macht. Es sieht nur stimmig aus, wenn es genauso gemacht wird, wie er es gemacht hat. Sonst ist es nicht Michael Jackson.
Große Ähnlichkeit: Jaafar Jackson in einer Szene des Films „Michael“Glen Wilson/Lionsgate
Große Ähnlichkeit: Jaafar Jackson in einer Szene des Films „Michael“
Glauben Sie, es ist ein Vorteil, dass Jaafar der Neffe von Michael Jackson ist?
Ich denke ja. Seine Stimme ist schon im Normalzustand so ein bisschen wie die von Michael. Das liegt wohl in der Familie. Er wird viel von seinem Onkel gehört und ihn kennengelernt haben. Er kann sein ganzes Wissen in die Rolle einfließen lassen.
Ein Trailer-Slogan lautet: „The Making of a King“. Haben Sie während der Probenphase zum Musical auch das Gefühl gehabt, ein König zu werden?
Nein, überhaupt nicht. Aber ich spiele jetzt „The Greatest of all Time“. Und jeden Tag, selbst nach anderthalb Jahren, habe ich immer noch das Gefühl, dass ich noch nicht ganz da bin, wo ich sein muss. Das wird sich nie ändern. Selbst Michael sagte, dass er ein ewiger Student ist. Er hat nie aufgehört zu lernen. Also können wir MJs des Musicals es nicht anders sehen.
Hat sich Ihr Gefühl auf der Bühne und wie Sie über Michael Jackson als Person denken seit der Premiere von „MJ“ verändert?
Ja, es ist ganz anders. Ich habe mehr Sicherheit. Ich bin tiefer drin in der Rolle. Es macht mehr Spaß. Es gibt Tage, da kämpft man gegen die Müdigkeit, ich muss dann durchziehen und die Geschichte erzählen, und das schaffe ich. Oftmals sind es sogar die besten Shows, wenn ich etwas erschöpft bin, vermutlich weil der Fokus dann noch mal größer ist. Und was ihn als Person betrifft: Ich habe das Gefühl, dass Michael und ich uns nahestehen. Und wenn in einem Gespräch das Thema auf ihn kommt, dass ich ihn vielleicht sogar beschützen muss. Das hatte ich noch bei keiner anderen Rolle! Und auch die Liebe, die man vom Publikum bekommt, habe ich so noch nie erlebt.
Wie wirkt sich die Rolle auf Ihr Privatleben aus?
Meine Freunde sagen manchmal: „Benét, könntest du jetzt bitte mit deiner Stimme sprechen? Du sprichst mit deiner Michael-Stimme.“ Und das stimmt. Jeden Tag spricht man so leise – das hört dann im Privatleben nicht auf. Als ich neulich etwas Eigenes im Tonstudio einsingen sollte, hörte ich es wieder: „Benét, kannst du mit deiner Stimme singen und nicht mehr wie Michael?“ Doch für mich ist das ein Kompliment.
„MJ – Das Musical“: Di-So, diverse Zeiten, Theater an der Elbe, ab 77 Euro;
Vor 81 Jahren wurden in Hamburg 20 jüdische Kinder von SS-Männern ermordet. Damit diese Schreckenstat nicht in Vergessenheit gerät, hat ein Verein zusammen mit Schülern aus Hamburg und Mecklenburg eine Gedenkfeier organisiert.
Mit einer Gedenkfeier erinnert der Hamburger Verein „Kinder vom Bullenhuser Damm“ am Montag an die Ermordung von 20 jüdischen Kindern vor 81 Jahren.
Kultursenator Brosda zu Ansprache erwartet
Das Programm der Gedenkfeier wird von Mädchen und Jungen von drei Schulen gestaltet. Beteiligt sind Schüler des Gymnasiums Am Tannenberg in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg), Schüler des Hamburger Gymnasiums Dörpsweg sowie der Fritz-Schumacher-Schule Langenhorn. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) wird zu einer Ansprache erwartet, Rabbiner Shlomo Bistritzky werde zum Abschluss ein Gebet sprechen, teilte der Verein mit.
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Wenige Tage vor dem Einmarsch britischer Truppen in Hamburg wollte die SS die Zeugen ihrer Verbrechen beseitigen. In derselben Nacht wurden auch zwei inhaftierte französische Mediziner und zwei als Pfleger der Kinder eingesetzte niederländische Gefangene umgebracht. Außerdem hängte die SS mindestens 24 sowjetische Häftlinge.
Nach dem Krieg im Jahr 1946 wurden sechs der Täter in den sogenannten Curiohaus-Prozessen von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Heißmeyer konnte bis 1964 unerkannt als Lungenarzt in der DDR praktizieren. 1966 wurde er vom Bezirksgericht Magdeburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Nur der SS-Mann Arnold Strippel, nach Aussagen im Curiohaus-Prozess ein Mittäter, musste nie für das Verbrechen büßen, obwohl er wegen anderer Morde im KZ viele Jahre im Gefängnis saß. (dpa)