Nächtlicher Großeinsatz in der Hamburger Innenstadt: Am Jungfernstieg gerieten in der Nacht zu Sonntag bis zu 30 Menschen aneinander. Dabei wurden zwei Personen verletzt.
In der Nacht zu Sonntag sind bei einer Massenschlägerei in der Hamburger Innenstadt zwei Menschen verletzt worden.
20 bis 30 Personen prügelten sich am Jungfernstieg
Gegen 0.15 Uhr wurde die Auseinandersetzung gemeldet, wie ein Sprecher des Polizei-Lagediensts sagte. Zeugen berichteten, dass sich am Jungfernstieg 20 bis 30 Personen prügeln würden. Nach ersten Erkenntnissen kam dabei auch eine Flasche als Waffe zum Einsatz.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Als die Einsatzkräfte eintrafen, flüchteten zahlreiche Beteiligte in Richtung U-Bahn. Am Ort des Geschehens blieben zwei Verletzte zurück. Eine verletzte Person kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. MOPO-Informationen zufolge sollen fünf Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort gewesen sein.
Was der Auslöser für die Schlägerei war, ist noch unklar. Auch die geflüchteten Täter konnten nicht mehr gefunden werden. Der Einsatz war nach rund einer halben Stunde beendet. (mwi)
Topfavorit SC Magdeburg ist im Halbfinale des DHB-Pokals sensationell ausgeschieden und hat das Traumfinale gegen die Füchse Berlin verpasst. Im Handball-Kessel von Köln verlor der Tabellenführer der Bundesliga und Champions-League-Sieger gegen den Bergischen HC nach Siebenmeterwerfen mit 30:31. Magdeburg hat damit keine Chance mehr auf das Triple aus Pokalsieg, deutscher Meisterschaft und Königsklasse.
Die Fans des BHC träumen nun vom ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Finale am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Dyn) trifft die Mannschaft aus Wuppertal/Solingen dann auf den deutschen Meister Berlin. Der Sieg gegen Magdeburg ist eine der größten Sensationen im Handball in den vergangenen Jahren und schon jetzt der größte Erfolg in der BHC-Historie.
Triple-Traum geplatzt: Magdeburg ohne Chance auf Titel-Hattrick im Handball
Keeper Christopher Rudeck sprach von einem „wahnsinnigen, unbeschreiblichen“ Gefühl. „Es ist unfassbar. Viele Jungs waren klinisch tot. Das ist an so einem Tag scheißegal. Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen. Wir haben die Chance, mit dem BHC einen Titel zu holen und das ist unfassbar“, schwärmte Rudeck, der mit Noah Beyer zu den besten BHC-Akteuren gehörte.
Vor rund 20.000 Zuschauern hatte es nach der regulären Spielzeit 22:22 (11:11) gestanden, am Ende der Verlängerung 27:27. Auch wenn sich der SCM schon in der Handball-Bundesliga gegen den Aufsteiger schwergetan hatte, rechnete so gut wie niemand mit diesem Coup. „Absolut verdient“, bilanzierte Ikone Stefan Kretzschmar. Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson sprach von „Handball-Geschichte“.
Der SCM schwächelte nicht nur in der Crunchtime vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit hatten die Elbestädter einige Siebenmeter vergeben. „Wir lassen heute vier im normalen Spiel liegen. Da muss ich bei 30:31 nicht viel rechnen, woran es noch gelegen haben könnte“, sagte Trainer Bennet Wiegert.
Finale gegen Füchse Berlin: Bergischer HC vor historischem Erfolg
Die Berliner um Welthandballer Mathias Gidsel hatten sich zuvor mit 39:36 (20:16) gegen den TBV Lemgo Lippe durchgesetzt. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Füchse. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal. Die Füchse hatten zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und lagen früh zurück, Torwart Dejan Milosavljev überzeugte jedoch mit starken Paraden und half dabei, eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung aufzubauen.
Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an, doch durch viele Fehler ließen die Füchse Lemgo wieder herankommen. Am Ende schafften es die Berliner dennoch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. (dpa/dj)
Die furchtbare Bluttat von Flottbek: Ein 15-Jähriger sticht einen 13-jährigen Schüler ab. Das Opfer überlebt mit sehr viel Glück. Eine erschreckende Tat – aber kein Einzelfall. Ein Blick in die aktuellen Polizeistatistiken zeigt, dass die Zahl der Gewalttäter bei Kindern und Jugendlichen steigt – vor allem bei den Unter-14-Jährigen. Nun verlangt die Deutsche Polizeigewerkschaft, dass daraus Konsequenzen gezogen werden. „Da muss eine Strafe her, die weh tut“, sagt Thomas Jungfer, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Hamburg.
In Deutschland sind Jugendliche erst ab 14 Jahren strafmündig. Wer bei einer Tat jünger ist, gilt nach Paragraf 19 Strafgesetzbuch als schuldunfähig und kann strafrechtlich nicht belangt werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft will das ändern. Thomas Jungfer, Chef der DPolG Hamburg, fordert, dass die Strafmündigkeit auf 12 Jahre herabgesetzt wird. Wer mit einem Messer in die Schule gehe und damit eine Straftat begehe, zeige schließlich, dass er sehr wohl schon eigenständig handeln könne. Viele seien heute mit 12 schon reifer, als seine Generation es mit 21 gewesen sei. Da müsse man auch die Gesetze anpassen.
Jugendgewalt in Hamburg: Polizeigewerkschafter fordert Strafmündigkeit ab 12 Jahren
Jungfer argumentiert dabei nicht nur mit Abschreckung, sondern auch mit dem Schutz der Opfer. Dem sei es schließlich egal, wie alt der Täter sei. „Da muss eine Strafe her“, sagt er, „die wirklich wehtut.“ Zugleich beschreibt er die Ursachen als vielschichtig: fehlender Respekt, Defizite in der Erziehung, überforderte Eltern, unbeaufsichtigte Schlüsselkinder, ein falscher Freundeskreis und soziale Netzwerke, in denen Gewalt vorgeführt werde. Innere Sicherheit, so seine Überzeugung, fange in der Familie an.
Vor der Stadtteilschule Flottbek: Mitarbeiter der Kriminaltechnik untersuchen den Tatort nach einem Messerangriff vor der Stadtteilschule Flottbek. Ein 15-Jähriger hat dort kurz zuvor einen 13-jährigen Mitschüler mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Vor der Stadtteilschule Flottbek: Mitarbeiter der Kriminaltechnik untersuchen den Tatort nach einem Messerangriff vor der Stadtteilschule Flottbek. Ein 15-Jähriger hat dort kurz zuvor einen 13-jährigen Schüler mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.
Wie soll die Gesellschaft auf die zunehmende Gewalt reagieren? Mit mehr Konsequenz, findet auch die Hamburger Strafverteidigerin Dr. Christiane C. Yüksel, die früher Dozentin für Jugendstrafrecht an der Uni Hamburg war. Das ist bemerkenswert, denn eigentlich ist es ihr Beruf, für ihre Mandanten möglichst milde Strafen zu erreichen. Sie beobachtet, dass viele jugendliche Täter gerichtliche Weisungen oder Sozialstunden kaum noch fürchten. „Wenn ein Verfahren mit einer Ermahnung oder einer Weisung endet, wird das von vielen Jugendlichen nicht besonders ernst genommen“, sagt sie. Das hänge allerdings auch vom jeweiligen Richter ab. „Einige Jugendrichter sind sehr bemüht, dem Jugendlichen die Konsequenzen seines Verhaltens aufzuzeigen. Andere bekommen das weniger gut hin.“
Die Anwältin Dr. Christiane Yüksel gehört zu den bekanntesten Hamburger Strafverteidigern.Florian Quandt
Die Anwältin Dr. Christiane Yüksel gehört zu den bekanntesten Hamburger Strafverteidigern.
Von härteren Strafen hält das Deutsche Jugendinstitut (DJI) dagegen wenig. Die Fachleute verweisen darauf, dass es für eine Absenkung der Strafmündigkeit keine belastbare empirische Grundlage gibt. Kinder handelten oft impulsiv und spontan; eine abschreckende Wirkung des Strafrechts sei bei ihnen deshalb kaum zu erwarten. Das DJI warnt zudem vor Freiheitsentzug und Strafverschärfung.
Solche Maßnahmen führen bei jungen Menschen oft nicht zu weniger, sondern zu neuer Straffälligkeit und können ihre Entwicklung zusätzlich belasten. Viele frühe Auffälligkeiten blieben vorübergehend und bedeuteten noch keine kriminelle Laufbahn. Helfen könne deshalb vor allem Prävention: also frühes Eingreifen, feste Beziehungen, Erziehung, Jugendhilfe und Unterstützung in Familie, Schule und Freizeit.
Nach seinem Halbfinal-Aus in München erwägt Alexander Zverev, doch nicht alle drei anstehenden Sandplatzturniere als Vorbereitung auf die French Open zu bestreiten. Das könnte bedeuten, dass er das ATP-500-Event in seiner Geburtsstadt Hamburg vom 16. bis 23. Mai auslässt. „Das werden wir sehen“, antwortete Zverev auf die Frage, ob er bei den Masters von Madrid und Rom und dann noch am Rothenbaum starten werde.Eine Zverev-Absage wäre bitter für die Tennis-Fans in der Hansestadt und das ganze Turnier.
Kurz vor seinem 29. Geburtstag am Montag war Zverev bei den BMW Open in der bayerischen Landeshauptstadt im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli ausgeschieden. Er führte dies auch darauf zurück, dass er erschöpft war von den vielen Turnieren und Matches seit Jahresbeginn.
Hamburg-Turnier: Start von Zverev offen
Nun freut er sich auf eine kurze Pause bis zum Beginn des Masters in Madrid. „Ein paar freie Tage werden jetzt auch schon hilfreich. Und die habe ich jetzt, ich glaube sechs Tage bis zu meinem nächsten Match. Das sind mehr, als ich gehabt habe in den letzten paar Monaten“, sagte Zverev.
Der Olympiasieger von 2021 richtet seine Planungen ganz auf die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni aus. „Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen“, unterstrich er. Deshalb gehe es nun darum, seine gute Form zu halten oder gar zu steigern. „Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten.“
Vorbild Alcaraz und Sinner: Weniger Turniere als Strategie
Zverev will sich auch ein Beispiel nehmen an den Branchengrößen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. „Ich glaube, so ein Carlos und so ein Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind.“ Der Spanier Alcaraz etwa lässt Madrid – auch wegen einer Verletzung – aus.
In der spanischen Hauptstadt wird Zverev an den Start gehen. Was er dann in Rom und Hamburg macht, das hängt wohl vom Abschneiden bei den Turnieren davor ab. Kommt er beispielsweise in Madrid bis ins Halbfinale oder Finale, dann ist ein Verzicht in Rom denkbar.
Sollte der Deutsche in Italien dagegen lange dabei sein, dann könnte er sich für eine Absage in Hamburg entscheiden. Das ATP-500-Event in der Hansestadt ist die Generalprobe für Paris – nur einen Tag nach dem Finale am Rothenbaum beginnen die French Open. (dpa/dj)
Der einstige Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo hat Real Sociedad San Sebastián an einem dramatischen Abend zum Triumph in Spaniens Copa del Rey geführt und damit auch einen persönlichen Meilenstein gesetzt. Das Team aus dem Baskenland gewann das Finale gegen den Champions-League-Halbfinalisten Atlético Madrid am Samstag mit 4:3 im Elfmeterschießen.
Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 2:1) gestanden. Torwart Unai Marrero hielt zwei Elfmeter, San Sebastián feierte damit den vierten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte. Für Matarazzo ist es der erste Titel als Chefcoach, er ist zudem der erste US-amerikanische Trainer, der in den europäischen Top-5-Ligen einen Titel gewinnt.
Matarazzo gewinnt mit Real Sociedad San Sebastián die Copa del Rey
Im Olympiastadion von Sevilla legte sein Team einen Rekordstart hin: Ander Barrenetxea traf nach 14 Sekunden per Kopf, es war das schnellste Finaltor in der langen Geschichte der Copa del Rey – der bisherige Rekord aus dem Jahr 1952 hatte bei 17 Sekunden gelegen. Der frühere Leipziger Ademola Lookman (19.) glich für Atlético aus, das sich nur vier Tage zuvor im spanischen Duell mit dem FC Barcelona für das Halbfinale der Königsklasse qualifiziert hatte.
Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo mit dem Pott.IMAGO / NurPhoto
Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo mit dem Pott.
Noch vor der Pause gelang Kapitän Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (45.+1) aber die erneute Führung. Atlético rannte in der zweiten Halbzeit an, Real Sociedad gingen zusehends die Kräfte aus. Matarazzos Team kam phasenweise nicht mehr kontrolliert aus der eigenen Hälfte, dem erlösenden Schlusspfiff aber immer näher – doch der argentinische Weltmeister Julian Alvarez traf doch noch sehenswert zum Ausgleich (83.). Die Verlängerung war teilweise ein offener Schlagabtausch, die Entscheidung fiel erst vom Punkt.
Matarazzo hatte den Job in Spanien kurz vor dem Jahreswechsel angetreten, sein Co-Trainer ist der einstige Bundesligaprofi Ömer Toprak. In der Bundesliga trainierte Matarazzo die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart – nun hat er seinen Platz in der Klubgeschichte von La Real sicher. Der Klub hatte zuletzt 2020 den Pokal während der Corona-Pandemie gewonnen, davor 1987 und 1909. Atlético, bereits zehnmal Pokalsieger, wartet seit 2013 auf den nächsten Triumph. (sid/dj)
Nach Tagen im prallen Rampenlicht hielt sich Marie-Louise Eta zunächst im Hintergrund, als sich ihre Schützlinge gemeinsam mit den Fans auf den Abstiegskampf einschworen. Dann versammelte sie die Profis des 1. FC Union Berlin nach ihrer historischen Premiere als erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer am Mittelkreis. Grund zum Feiern gab es indes nicht: Auch die 34-Jährige hat die Negativserie der Köpenicker beim 1:2 (0:1) gegen den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg zunächst nicht stoppen können.
Die Niedersachsen hingegen feierten den ersten Sieg unter Dieter Hecking und schöpfen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Bis auf zwei Punkte rückte der VfL an den FC St. Pauli heran. Der HSV liegt noch sieben Punkte vor Wolfsburg. Patrick Wimmer (11. Minute) mit einem Traumtor und Dzenan Pejcinovic (46.) erzielten die Treffer für extrem effiziente Gäste. Union vergab zahlreiche Chancen und kam durch Oliver Burke (86.) nur noch zum Anschlusstreffer.
Marie-Louise Eta verliert ihr Debüt als Cheftrainerin
„Wir sind natürlich enttäuscht“, sagte Eta nach ihrem viel beachteten Debüt. Als sie vor Anpfiff aus den Katakomben gekommen war, richtete sich nahezu jedes Objektiv im Stadion auf die Trainerin. „Ich war total im Fokus. Es geht nicht um mich, es geht um Fußball“, stellte die frühere HSV-Spielerin klar.
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Es war das erste Spiel in einer der fünf europäischen Top-Ligen mit einer Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Als „Fußballgöttin“ begrüßte der Großteil der 22.012 Fans die 34-Jährige.
Trimmel spricht von Trainerwechsel-Effekt
Bei noch vier ausstehenden Partien haben die Eisernen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und können trotz der Pleite relativ sicher für ihre achte Bundesliga-Spielzeit planen. „Die Lage ist in Ordnung. Wir sind immer noch in einer sehr guten Ausgangsposition“, befand Eta. Dennoch war es eine Woche nach der Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim der nächste harte Dämpfer.
Kapitän Christopher Trimmel sprach trotzdem von einem Trainerwechsel-Effekt. „Es kommt neue Energie auf den Platz. Wenn du 26-mal versuchst, aufs Tor zu schießen, machst du viel richtig. Die Art und Weise war echt gut heute“, befand der Österreicher.
Union Berlin durch Eta im internationalen Rampenlicht
Etas Beförderung hatte die sonst so unscheinbaren Köpenicker auch aufgrund der gesellschaftlichen Signalwirkung in den internationalen Fokus gerückt. Der Medienauflauf beim Premierentraining und der ersten Pressekonferenz war so groß wie vielleicht noch nie bei Union.
Wolfsburg konnte sich dagegen nahezu ungestört auf das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf vorbereiten. „Es war ein erstes Lebenszeichen. Wir wissen auch, es müssen weitere kommen“, forderte Hecking nach dem Sieg in der Hauptstadt.
Wimmer und Pejcinovic treffen aus der Distanz
Wolfsburg startete stark in die Partie: Wimmer nutzte die Freiräume im Mittelfeld, zog ungestört nach vorn und traf sehenswert mit dem Außenrist zur frühen Führung. Union wirkte davon zunächst wachgerüttelt, ließ durch Ilyas Ansah jedoch zwei klare Chancen ungenutzt. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass bis zur Pause beide Torhüter nur selten eingreifen mussten.
Direkt nach dem Seitenwechsel schlug Wolfsburg erneut zu: Pejcinovic hatte viel Platz und erhöhte – wie schon Wimmer – mit einem Distanzschuss. Danach setzte Union den VfL zunehmend unter Druck, erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und kam durch Burke zum verdienten Anschlusstreffer. In der Schlussphase drängten die Gastgeber weiter, konnten ihre weiteren großen Chancen jedoch nicht nutzen. (dpa/lam)
Jörn Maier meint es ernst. Der neue Sportdirektor verfolgt mit dem Siebtligisten FC Elmshorn aus der Bezirksliga Hamburg das ambitionierte Ziel, in den Profifußball vorzustoßen. Wie soll das gelingen?
Die Footballer der Elmshorn Fighting Pirates führte Jörn Maier bereits in die erste Liga, nun hat er mit dem FC Elmshorn große Pläne. Seit Jahresbeginn ist er Sportdirektor und Leiter Strategie der Fußballer des Klubs. Die Ziele könnten höher kaum sein: „Wir wollen mit dem FCE in den Profifußball.“
FC Elmshorn träumt vom Sprung in die 3. Liga
Aktuell kicken die Elmshorner in der Hamburger Bezirksliga 1, Deutschlands siebthöchster Spielklasse. Dort haben sie in einem Dreikampf mit dem Kummerfelder SV und dem TuS Germania Schnelsen vor dem am Sonntag anstehenden Spiel gegen die zweite Mannschaft des Niendorfer TSV (11 Uhr) die besten Titelchancen.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Der Strategieplan von Maier sieht vor, dass im Mai der Sprung in die Landesliga gelingt; weitere Aufstiege sollen im Zwei-Jahres-Rhythmus folgen. Für 2032 oder 2033 wird demnach der Drittliga-Aufstieg in Elmshorn angepeilt.
Ziel sei es, sich in Schleswig-Holstein mindestens als Nummer drei hinter Holstein Kiel und dem VfB Lübeck zu etablieren. Aktuell suchen die Verantwortlichen gemeinsam mit der Stadt Elmshorn und unterstützt vom Immobilienunternehmer Torben Semmelhaack nach geeigneten Grundstücken für einen Stadionbau. Zudem zeigt sich Maier „offen für Investoren“, wolle aber „nie abhängig von einem Geldgeber werden“. Hier dienen etwa der FC Teutonia 05 oder der ETSV Hamburg als abschreckende Beispiele.
Die Saison von Niklas Süle ist wahrscheinlich vorzeitig beendet. Der Verteidiger von Borussia Dortmund, der den BVB nach der Spielzeit verlassen wird, erlitt am Samstag beim 1:2 (0:1) bei seinem Ex-Klub TSG Hoffenheim eine Knieverletzung. Der 30 Jahre alte Süle hat in seiner bisherigen Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten.
„Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine“, berichtete Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem Abpfiff: „Jetzt müssen wir die weiteren Untersuchungen abwarten.“
Süle verletzt sich und verschuldet Strafstoß gegen BVB
Süle war ohne Fremdeinwirkung gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Defensivaktion ausgerutscht und musste anschließend vom Platz. Zu allem Überfluss spielte der frühere Nationalspieler, dessen Vertrag vom BVB nicht verlängert wurde, in dieser Szene den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) entschied nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß. Andrej Kramaric brachte Hoffenheim in Führung.
„Natürlich ist es immer schön, wenn man bei seinen alten Klubs spielt. Das war auch meine Intention bei Niki“, sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac: „Wir wissen noch nichts Genaues. Er konnte zumindest auftreten. Das ist immerhin ein gutes Zeichen.“ Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Süle in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Da sein Vertrag nicht verlängert wird, war es damit wohl ein ganz bitteres Ende seiner Dortmunder Zeit. (sid/dj)
Getöse mit Tradition, spektakulär, bunt und verdammt laut.Am Freitagabend platzte das dritte und letzte Feuerwerk des diesjährigen Hamburger Frühlings-Doms auf dem Heiligengeistfeld mitten in die umkämpfte Nachspielzeit des St. Pauli-Heimspiels hinein. Bumm! Boom! Bäng!Es war aber nur das zweite große Feuerwerk auf dem Kiez an diesem Abend. Das wirdmal wieder teuerfür den FC St. Pauli, den eine Strafe durch den DFB erwartet, aber deutlich teurer für den 1. FC Köln, dessen Anhang im Millerntorstadion vor dem Anpfiff Silvester feierte.
Die sportlich bedeutsame Partie gegen die Kölner war auch in beiden Fankurven zum Pyro-Wettstreit geraten. Während sich die St. Pauli-Ultras auf der Südtribüne beim Einmarsch beider Mannschaften auf das Entzünden roter Bengalos beschränkt hatten, um die eigene Kurve zu erleuchten, waren im Gästeblock gegenüber auch noch Rauchtöpfe gezündet und Raketen abgeschossen worden – und das nicht zu knapp.
St. Pauli gegen 1. FC Köln mit viel Pyro – Anpfiff verspätet
Dicke Rauchschwaden hingen über der Spielfeldhälfte vor der Nordtribüne und zogen nur langsam ab, denn es war fast windstill. Die schlechte Sicht sorgte dafür, dass erst mit fünfminütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte. Die Spieler beider Mannschaften hielten sich mit kurzen Sprints und anderen Übungen warm.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Es war auch diese Verzögerung, die dafür sorgte, dass das um 22.30 Uhr beginnende Dom-Feuerwerk ins laufende Spielgeschehen platzte und nicht erst nach Anpfiff des Spiels ertönte.
Mehr als 50 Bengalos in der Südkurve von St. Pauli
Das gesamte Spiel über war in beiden Kurven immer wieder Pyrotechnik gezündet worden, und jedes Mal hatte der Stadionsprecher gebetsmühlenartig verlesen, dass dies nicht erlaubt sei, was auch auf der Anzeigetafel zu lesen war. Allein: beides blieb – wenig überraschend – total wirkungslos.
Während in der Kurve der Köln-Fans immer wieder mal nur ein Bengalo gezündet wurde – vielleicht ein ökonomischer Ansatz der Sparsamkeit, oder aber sie hatten das Pulver schon gleich am Anfang nahezu komplett verschossen –, leuchtete es in der Südkurve der St. Pauli-Ultras mehrmals üppig. In der 23. Spielminute, in der 57. und 70. Minute sowie in der Nachspielzeit (90.+2) wurden jeweils rund ein Dutzend rote Fackeln gezündet.
Köln in Strafentabelle Zweiter hinter HSV, St. Pauli Neunter
Das Abbrennen von Pyrotechnik wird vom DFB pauschal mit 1000 Euro Geldstrafe pro Gegenstand sanktioniert, bei abgeschossenen Pyros sind es jeweils 3000 Euro. Eine Spielunterbrechung oder Verzögerung des Anpfiffs wird je nach Dauer noch härter bestraft: Ab einer Minute erhöht sich die Gesamtsumme um 50 Prozent, ab fünf Minuten um 100 Prozent. Das wird in diesem Fall den 1. FC Köln treffen. Die hohe Anzahl an Bengalos bei den St. Pauli-Ultras dürfte mit 50.000 bis 60.000 Euro zu Buche schlagen dürfte.
In der Strafentabelle der Bundesliga sind die Fans des 1. FC Köln mit einer Gesamtsumme von 604.000 Euro bislang übrigens Zweiter hinter dem HSV (634.400). St. Pauli liegt in diesem Ranking mit vergleichsweise bescheidenen 147.600 Euro auf Rang neun.
Wenn ein Schiedsrichter beim Fußball während des Spiels zu sehr im Mittelpunkt steht und auch nach dem Abpfiff noch ein großes Streitthema ist, dann ist das in der Regel kein gutes Zeichen. So war es bei der 1:3-Derbypleite der Hamburger in Bremen. Gleich vier Rote Karten verteilte Referee Florian Exner. Hinterher wurde auf beiden Seiten mit dem Kopf geschüttelt.
Richtig wild wurde es im Weserstadion zu Beginn der Nachspielzeit. Cameron Puertas hatte gerade das 3:1 für Werder geschossen. Zum Jubeln ging es auch vor die Gästekurve. Das gefiel den Hamburgern gar nicht. Es folgte eine Rudelbildung, in die auch beide Trainerbänke involviert waren. Die Folge: Exner zeigte beim HSV dem Physiotherapeuten Tim Roussis und kurz darauf auch Co-Trainer Loic Favé die Rote Karte. Bei Werder erwischte es Co-Trainer Jan Hoepner.
Auch Werder-Coach Thioune sieht den Referee kritisch
„Ich war mittendrin, habe aber wenige Dinge in dieser Rangelei gesehen, wo eine Rote Karte nötig gewesen wäre. Ich fand es ein Stück weit übertrieben, auch dann noch mal die Karten zu verteilen“, sagte Merlin Polzin. Werder-Coach Daniel Thioune war ebenfalls nicht einverstanden. Sein Kommentar: „Es ist sicherlich streitbar, wie man mit so einer Situation umgeht. Es war ein wenig überhöht. Vielleicht lässt sich das auch anders lösen.“
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Pikant: Favé soll zu dem Referee lediglich gesagt haben: „Du bist nervös, wie auf Pauli.“ Der Co-Trainer spielte damit auf Exners Auftritt zum Ende der vergangenen Saison bei einer 0:1-Niederlage der Kiezkicker gegen den VfB Stuttgart an. Damals hatte der Schiedsrichter gleich zwei St.-Pauli-Profis vom Platz gestellt und reichlich Kritik für seinen Auftritt bekommen. Dass diese Aussage nun direkt zu einer Roten Karte geführt haben soll, wirft Fragen auf. Zu sehen war, dass Exner nach Favés Worten keine Sekunde zögerte, sondern sofort Rot zückte.
Ärger über Rote Karte gegen HSV-Profi Philip Otele
Für den HSV war es im Nordderby nicht der einzige Schiri-Ärger. Auch dass vor Werders 2:1 kein Foul gegen Warmed Omari gepfiffen wurde, machte die Hamburger wütend. Hinter vorgehaltener Hand sprach man beim HSV von einer Konzessionsentscheidung, weil es auch vor dem HSV-Tor zum 1:1 einen härteren Zweikampf gegeben hatte. Auch die Rote Karte gegen Philip Otele, die es erst nach VAR-Einsatz gab, war diskutabel. Die Entscheidung sei „zu 100 Prozent“ falsch, sagte Polzin und hatte auch den Sky-Experten Martin Harnik auf seiner Seite, während mit Didi Hamann ein anderer Sky-Experte von einer klaren Rote Karte sprach.
„Diese Situationen und Entscheidungen haben sicherlich nicht dazu beigetragen, dass wir heute als Sieger vom Feld gehen können“, sagte Polzin, der allerdings auch betonte, dass die Gründe für die Niederlage in erster Linie in den eigenen Reihen gesucht werden müssen. Denn klar ist auch: Der HSV kassiert in dieser Saison viel zu viele Platzverweise.
Bayern gilt als Biergarten-Hochburg – doch auch der Norden kann offenbar ganz vorne mitspielen. In einem neuen, bundesweiten Biergarten-Ranking hat es auch ein Biergarten bei Hamburg unter die besten 25 Deutschlands geschafft.
Dabei handelt es sich um den Biergarten „Willkomm-Höft“ in Wedel (Kreis Pinneberg). Der beliebte Spot an der Elbe landet im aktuellen Ranking von „Tui“ auf Platz 12. An der Spitze des bundesweiten Rankings stehen das Hofbräuhaus München (Bayern), die Burg Hohenzollern (Baden-Württemberg) und das Bräustüberl Tegernsee (Bayern). Zunächst berichtete „t-online“.
Ranking von Tui: Biergarten bei Hamburg unter Top 25
Für die Auswertung hat „Tui“ nach eigenen Angaben mehr als 7800 Biergärten in ganz Deutschland anhand ihrer Google-Bewertungen verglichen. In den sogenannten Biergarten-Score flossen die durchschnittliche Sternebewertung und der Anteil der Fünf-Sterne-Bewertungen ein. Am Ende schafften es mehr als 5400 Betriebe in das große Ranking.
Dass ausgerechnet Wedel so weit oben auftaucht, kommt für viele Ausflügler im Norden wohl nicht überraschend. Das Willkomm-Höft kommt laut dem Ranking im Schnitt auf 4,7 Sterne bei Google. Besonders stark: 66,4 Prozent der 7457 Google-Bewertungen entfallen auf fünf Sterne. In der separaten „Tui“-Liste der besten Biergärten außerhalb Bayerns liegt das Willkomm-Höft sogar auf Rang sieben.
Wedel: Biergarten an der Elbe mit Blick aufs Wasser
Der Reiz des Biergartens liegt vor allem in seiner Lage. Das Willkomm-Höft gehört zum Neuen Schulauer Fährhaus und liegt direkt an der Elbe, eingebettet in die bekannte Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel. Gäste sitzen dort mit freiem Blick aufs Wasser, während Container- und Kreuzfahrtschiffe vorbeiziehen. Wer also ein kühles Bier mit Elbblick sucht, findet jetzt nicht nur einen Klassiker im Umland – sondern offiziell auch einen der beliebtesten Biergärten des Landes. (aba)
Abgelegene Orte, klare Nächte und Geduld: Wer Sternschnuppen sehen will, sollte am 22. April früh aufstehen, sagt ein Experte aus dem Planetarium Hamburg. Spielt das Wetter auch mit?
Es ist wieder Sternschnuppenzeit: Wie jedes Jahr schießt rund um den 20. April ein wahrer Sternschnuppenstrom über den Himmel, die sogenannten Lyriden. In der zweiten Hälfte des Aprils kommt es nun wieder zu dem auffälligen Sternschnuppenstrom, wie der Direktor des Planetariums Hamburg, Björn Voss, erklärt. Chancen auf einen wolkenfreien Himmel sind im Norden durchaus vorhanden.
Wolkenfreier Himmel in den Sternschnuppennächten
Von Dienstag (21. April) an, also einen Tag vor dem Höhepunkt des großen Sternschnuppenstroms, soll der Himmel über Deutschland zunehmend wolkenfrei werden, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Wer sich die Sternschnuppen anschauen will, sollte sich allerdings warm anziehen: Die Temperaturen können in der Nacht auf bis zu minus 2 Grad Celsius sinken.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Und wann sind die Chancen am höchsten?
Die meisten Sternschnuppen sollen in den frühen Morgenstunden des 22. Aprils zu sehen sein, also in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Planetariumsdirektor Voss empfiehlt, auf dem abgelegenen Land in klaren, dunklen Gebieten nach den Sternschnuppen Ausschau zu halten. Rund 20 Schnuppen pro Stunde seien durchaus drin. Die sandkorngroßen Himmelskörper seien mit etwa 49 Kilometern pro Sekunde unterwegs.
30 Minuten Handypause, um Sternschnuppen sehen zu können
Um das Himmelsschauspiel sehen zu können, müssen sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Deshalb gelte es, den Augen gut 30 Minuten Zeit zu lassen, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen, sagt Voss. Der Experte empfiehlt, während dieser 30 Minuten weder auf das Handy noch auf den Mond zu schauen.
Der Ausstrahlungspunkt des Sternschnuppenstroms ist das Sternenbild Leier. Der lateinische Name dafür ist Lyra, daher auch der Name Lyriden. Das Sternenbild besteht aus vier Sternen, die verbunden ein Parallelogramm ergeben und dem vergleichsweise hellen Hauptstern Wega, der oberhalb des Rechtecks zu finden ist. Wenn das Sternenbild Leier nach Mitternacht hoch am Firmament steht, sind die Chancen für die Sichtung von Sternschnuppen am höchsten.
Tipps für das Fotografieren von Sternschnuppen
Wer die Sternschnuppen fotografieren will, sollte laut Björn Voss ein stabiles Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit hohen Iso-Werten verwenden.
Mit einer langen Belichtungszeit von 15 bis 20 Sekunden sollte nicht erst beim Sichten einer Schnuppe fotografiert werden. Stattdessen sei es sinnvoll, im Intervall-Modus regelmäßig Fotos machen. Daher empfiehlt der Experte: „Die Powerbank nicht vergessen!“ (dpa/mp)
Picasso, der Titan der Kunst, der nimmermüde Superschöpfer. Es ist gar nicht so einfach, über ihn zu schreiben und nicht in Klischees zu verfallen. Doch ist die Faszination des spanischen Meisters bis heute ungebrochen. Neben seinem malerischen Werk begeistert vor allem sein Schaffen als Zeichner und Plakatkünstler. Seine grafischen Arbeiten fassen die großen Themen des Künstlers zusammen: die Liebe zur Kunst der Antike und Afrikas, zum Theater, zu Zirkus und Stierkampf, aber auch zu den alten Meistern und Erotik.
Doch Pablo Picasso konnte auch anders. Wie seine Tierzeichnungen zeigen: Sein kleiner Pinguin aus dem Jahr 1907 entstammt einer ganzen Reihe von Tierbildern und machte als Poster oder Massenedition eine Riesenkarriere: Ganz schnell, mit einem einzigen Strich zu Papier gebracht, zeigt Picasso hier, was für ein minimalistischer Zauberer er sein konnte. „Le Pingouin“ ist eine seiner bekanntesten Zeichnungen, aber auch seine anderen Tierbilder, etwa des Dackels „Lump“ oder einer Eule, sind weltweit bekannt.
Mehr als 80 Originalwerke
Mehr als 80 seiner Originalplakate und Lithografien aus Privatsammlungen sind nun unter dem Titel „Die Picassos kommen!“ in der Fabrik der Künste zu sehen: Werke eines Meisters, der in der Zeichnung und Grafik stets ein wichtiges Experimentierfeld gesehen hat. Diese Arbeiten wirken in besonderer Weise auf den Betrachter. „Um zu wissen, was man will, muss man anfangen zu zeichnen“, hat Picasso selbst die Bedeutung seines grafischen Werks beschrieben.
Die Plakatkunst entsteht bei Picasso oft mit nur wenigen schnellen Strichen. Und die Ausstellung führt die handwerkliche Präzision eines Künstlers vor Augen, der sich immer wieder mit dem Medium Plakat auseinandergesetzt hat – und das in einer beeindruckenden Stilvielfalt, bei der er zwischen Farblithografie und Linolschnitt, zwischen Schrift, Zeichnung und Motiv wechselte – und sich um klassische Gestaltungsregeln herzlich wenig scherte – „Die Picassos kommen!“ muss man sehen!
Fabrik der Künste: Bis 26.4., Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 12-18 Uhr, Kreuzbrook 12, Eintritt frei; „Collector’s Talk“ am 18.4., 17 Uhr, fabrikderkuenste.de
Der Plan7 vom 17. April 2026MOPO
Der Plan7 vom 17. April 2026
Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.
Nicht nur die Fahrt mit dem Auto wird wegen der aktuell horrenden Spritkosten zum Luxusvergnügen: Auch die Kerosinpreise haben sich infolge des Krieges im Nahen Osten fast verdoppelt – was sich wiederum auf die Ticketpreise von Flugreisen niederschlägt. Wer diesen Sommer einen Urlaub außerhalb von Balkonien plant, wird also tiefer in die Tasche greifen müssen. Mit welchen Auswirkungen des Iran-Krieges noch zu rechnen ist, ob die Urlaubsplanung zusätzlich durch Streiks gefährdet wird und wie man noch ein Urlaubsschnäppchen ergattern kann, das erfahren Sie hier.
Kommt es in den Sommerferien zu Streiks?
Vergangene Woche haben sowohl die Piloten als auch das Kabinenpersonal der Lufthansa an mehreren Tagen gestreikt. Die Folge: Am Flughafen Hamburg wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Auch bei Eurowings legten die Piloten ihren Dienst nieder – obwohl ein Sprecher auf MOPO-Anfrage sich bezüglich der Tarifverhandlungen zuversichtlich gezeigt hatte. Mit dem Ausstand fordern die Piloten eine Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge und höhere Löhne für die Beschäftigten der Lufthansa Cityline, während die Flugbegleiter für bessere Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag kämpfen. Ein erster Schlichtungsversuch am Mittwoch scheiterte – eine Einigung ist nicht in Sicht. Daher können auch für die kommenden Monate keine Streiks ausgeschlossen werden. Übrigens auch in den Nachbarländern: Aktuell kam es in Italien und Spanien zu Fluglotsenstreiks.
Wie teuer werden die Ticketpreise?
Durch den Nahostkrieg ist der Öltransport in der Straße von Hormus zum Erliegen gekommen. Das Kerosin wird knapp und daher teuer. Das wird sich auf die Ticketpreise von Flugreisen niederschlagen. Während der Osterreisezeit haben viele Airlines in Europa zwar noch auf bestehende Terminkontrakte verwiesen, mit denen sie sich auf längere Sicht günstigere Treibstoffpreise gesichert haben. Die Preise ziehen trotzdem an: Die Mitarbeiterin eines Hamburger Reisebüros spricht von deutlichen Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Medienberichten zufolge hat sich der Kerosinpreis seit Ausbruch des Krieges mehr als verdoppelt!
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Die Lufthansa teilt auf Anfrage mit: „Weil das geopolitische Umfeld weiterhin sehr volatil und von kurzfristigen Veränderungen sowie Marktschwankungen geprägt ist, können sich die Ticketpreise weiter erhöhen. Derzeit ist jedoch eine unverändert hohe Nachfrage nach Reisen zu verzeichnen, obwohl bereits Ticketpreiserhöhungen durchgeführt werden mussten.“ Experten gehen von bis zu 26 Prozent Steigerung aus.
Für die Preiserhöhung nutzen die Fluggesellschaften auch das altbekannte Instrument von Kerosinzuschlägen. Diese verstecken sich bei den Airlines der Lufthansa Group und anderen in dem Posten „International Surcharge“, der je nach Ziel stark variieren kann.
Ist mit Flugstreichungen zu rechnen?
Aufgrund des Konflikts im Nahen Osten hat die Lufthansa-Gruppe alle Flüge vom Hamburger Flughafen in den Nahen Osten bis zum 30. April gestrichen. Außerdem werden aus „operationellen Gründen“ mehrere Fluglinien in die Kriegsregion bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Das betrifft Destinationen wie Abu Dhabi, Beirut, Riad und Teheran. Flüge nach Tel Aviv und Dubai sind bis zum 31. Mai ausgesetzt.
An dem seit März veröffentlichten Sommerflugplan gibt es darüber hinaus zurzeit keine Änderungen, so eine Sprecherin des Hamburg Flughafens.
Wird ein gebuchter Flug gestrichen, hat man nach europäischem Recht das Recht auf die Erstattung des Ticketpreises oder kann auf die Umbuchung auf einen anderen Flug verlangen. Das gilt dann, wenn die Airline ihren Sitz in der EU hat oder der Flug von einem EU-Flughafen starten soll.
Welche Urlaubsziele werden jetzt beliebter?
Die Nachfrage nach bewährten Reisezielen steigt in Krisensituationen. Dazu gehören etwa Spanien, Portugal und Griechenland. Auch aufgrund der erhöhten Nachfrage können hier die Ticketpreise steigen. Und bei zusätzlichen Flügen heißt es: schnell sein. Denn diese sind aktuell fix ausgebucht.
Wo kann ich noch ein Schnäppchen machen?
Ja, das geht! Eine Mitarbeiterin eines Hamburger Reisebüros verrät, wie: „Seit Ausbruch des Krieges merkt man eine deutliche Verschiebung der Reisepräferenzen von Ost nach West.“ Daher lockten gerade die Urlaubsregionen, die relativ nahe am Krisengebiet im Nahen Osten liegen, nun mit attraktiven Preisen. Darunter Ägypten und die Türkei. Für diese Regionen hat das Auswärtige Amt (AA) keine Reisewarnung ausgesprochen. Es ist allerdings ratsam, bei der diesjährigen Reiseplanung die Warnungen des AA im Auge zu behalten.
Und wer kann, sollte seine Urlaubsplanung auf die Zeit außerhalb der Sommerferien schieben. Wem nichts anderes übrig bleibt, rät sie zum regelmäßigen Preisvergleich. Denn: Die Kosten für Flüge ändern sich täglich.
Ein weiterer Geheimtipp für alle, die günstig verreisen wollen: Auf das Flugzeug verzichten und Urlaubsziele unweit der deutschen Grenze ins Auge fassen. „Vor allem Dänemark, die Niederlande und Polen sind gerade im Kommen“, verrät sie.
Urlaub in den Nachbarländern lohnt sich dieses Jahr: Dänemark, die Niederlande und Polen sind besonders beliebt.Imago
Urlaub in den Nachbarländern lohnt sich dieses Jahr: Dänemark, die Niederlande und Polen sind besonders beliebt.
Lohnt sich Urlaub in Deutschland?
Das Mittelmeer ist schön, keine Frage. Doch auch Nord- und Ostsee haben was zu bieten und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Hamburger FeWo-Anbieter Travanto hat ein Ranking der beliebtesten Küstenorte für die Sommersaison 2026 herausgegeben: Ferienwohnungen auf den Nordseeinseln Norderney und Föhr sind demnach bereits zu 62 Prozent belegt! Teuer wird es vor allem, man ahnt es, auf Sylt. Rund 1634 Euro für einen einwöchigen Aufenthalt in einer Ferienwohnung für vier Personen.
Wesentlich günstiger und damit ein echter Geheimtipp ist nach Travanto-Auswertung die Nordseeinsel Föhr. Hier liegt der Durchschnittspreis bei gleichen Konditionen bei nur 990 Euro. Auch Ferienwohnungen in den Ostseebädern Rerik und Dahme sind für gut 1000 Euro zu haben und bieten somit eine preiswerte Alternative zu den teureren Nordseeinseln. Nach einer internen Analyse seien die Preise für Unterkünfte im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gestiegen.
Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.
Sonntag, 19. April 2026
Sterntaler – Vom Universum belohnt
Musikalisches Märchen für Kinder ab 4 Jahren als Planetarium-Inszenierung nach den Gebrüdern Grimm. Ort & Uhrzeit: Planetarium Hamburg, Linnering 1, 22299 Hamburg · 12:30 Uhr Preis: Kinder 7,70 €; Erwachsene 12,30 €
Vorlesen für Kinder
Vorlesestunde für Kinder von 4 bis 10 Jahren in der Kinderbibliothek der Zentralbibliothek. Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 15:30–16:30 Uhr Preis: kostenlos
Verpassen war gestern! Der MOPOP-Kulturnewsletter weiß Bescheid. Musik, Theater und Kino, Ausstellungen, Festivals und Literatur: Wir haben die besten Tipps und sagen Ihnen, was sich wirklich lohnt. Immer donnerstags. Immer persönlich. Immer kurz und knapp. Und immer direkt in Ihr Postfach. Natürlich kostenlos.Hier klicken und anmelden.
Flohmarkt – Innenstadt Altona
Großer Straßenflohmarkt zwischen Bahnhof Altona und IKEA mit rund 150 Ständen (Secondhand, Möbel, Bücher, Krimskrams). Ort & Uhrzeit:Neue Große Bergstraße 22, 22767 Hamburg · 10:00–17:00 Uhr Preis: kostenlos
Theater – Der Überläufer
Schauspielabend in den Hamburger Kammerspielen (Vorstellung am Sonntagabend). Ort & Uhrzeit:Hamburger Kammerspiele, Hartungstraße 9–11, 20146 Hamburg · 18:00 Uhr Preis: ab 24 €
Theaterpremiere – Deutschstunde: Biller in Flammen
Anlässlich seines 100. Geburtstages zeigt das Ohnsorg-Theater diesen Klassiker nach Siegfried Lenz als plattdeutsche Erstaufführung. Ort & Uhrzeit:Ohnsorg-Theater (Großes Haus), Heidi-Kabel-Platz 1, 20099 Hamburg · 18:00 Uhr Preis: ab 34,60 €
Planetarium – Cosmic Jazz
Jazz-Klassiker treffen auf Sternenbilder und Weltraumvisuals in der Kuppelprojektion. Ort & Uhrzeit:Planetarium Hamburg, Linnering 1, 22299 Hamburg · 19:30 Uhr Preis: 12,30 €
Fahrradflohmarkt – HausDrei
Markt rund ums Fahrrad (Kauf/Verkauf von Rädern und Zubehör) vor dem HausDrei. Ort & Uhrzeit:HausDrei, Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg · 10:00–15:00 Uhr Preis: kostenlos
Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seiteund auf MOPOP.
Comedy-Bingo
Bingo-Show mit Comedy-Moderation und Musik (laut Veranstalterinfo: „frivolste Comedy-BINGO-Show der Welt“). Ort & Uhrzeit:Anleger 15, Davidstraße 15, 20359 Hamburg · 17:00 Uhr Preis: 22 €
Dokumentarisches Theaterprojekt über Armut in Deutschland – erzählt aus Stimmen, Geschichten und Perspektiven Betroffener. Ort & Uhrzeit:LICHTHOF Theater, Mendelssohnstraße 15, 22761 Hamburg · 18:00 Uhr Preis: 20 €
Rätselhafte Zahlen über der Elbe, am Fernsehturm und nun auf der Elbphilharmonie: In Hamburg sorgen ungewöhnliche Licht-Aktionen seit Tagen für Aufsehen – und werfen Fragen auf.
Am Dienstagabend staunten Spaziergänger und Nachtschwärmer nicht schlecht: Um 20.30 Uhr erschien an den Docks im Hamburger Hafen ein riesiger Countdown. In leuchtend weißen Ziffern tickte die Uhr, beginnend mit 160 Stunden, im Sekundentakt rückwärts – mehrere Meter groß, direkt über dem Wasser sichtbar.
Der Countdown als Projektion auf den Docks im HafenPrivat.
Der Countdown als Projektion auf den Docks im Hafen
Zwei Tage später, am Donnerstag, ein ähnliches Schauspiel am Fernsehturm: Um 20.46 Uhr erschien ein Countdown mit riesigen Zahlen. Er startete bei 111 Stunden, 43 Minuten und 47 Sekunden. Die Projektion endete um 22.10 Uhr bei 110 Stunden, 19 Minuten und 27 Sekunden.
Am Donnerstagabend erstrahlt ein riesiger Countdown am Fernsehturm. Was steckt dahinter?Privat.
Am Donnerstagabend erstrahlt ein riesiger Countdown am Fernsehturm. Was steckt dahinter?
Am Samstagabend lief der Countdown wieder. Schlag 21 Uhr tauchten die Zahlen auf der Elbphilharmonie auf. Von 63 Stunden, 29 Minuten und 35 Sekunden wurde heruntergezählt. Schluss war um 21.58 Uhr bei nun 62 Stunden, 31 Minuten und 28 Sekunden.
Viel spricht dafür, dass es sich um eine gezielte Guerilla-Marketing-Aktion handelt. Solche Aktionen tauchen meist überraschend an prominenten Orten auf – ohne offizielle Ankündigung, dafür mit maximaler Aufmerksamkeit.
Mysteriöser Countdown: Logo oder Hinweis auf Urheber fehlen
Woher die Projektionen kamen, blieb unklar. Weder ein Logo noch Hinweise auf den Urheber waren zu sehen. Nach einiger Zeit verschwanden die Installation so plötzlich, wie sie aufgetaucht waren. Doch eines fiel auf: Der Countdown läuft offenbar auf den Dienstag in der kommenden Woche hinaus.
Auffällig: Genau zu der finalen Uhrzeit ist auf dem Hamburger Rathausmarkt eine größere Aktion der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ geplant. Hintergrund ist der sogenannte „Meat Exhaustion Day“ – also der Tag, an dem die empfohlene Jahresmenge an Fleisch rechnerisch bereits erreicht ist.
Serge Gnabry vom FC Bayern muss um seine WM-Teilnahme bangen. Der 30 Jahre alte Offensiv-Star der deutschen Nationalmannschaft zog sich „einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel“ zu. Das teilte der deutsche Rekordmeister aus München weniger als 24 Stunden vor der möglichen erneuten Titelkrönung in der Bundesliga mit. Mit einem Remis gegen den VfB Stuttgart an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) wäre den Bayern der 35. Meistertitel vier Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr zu nehmen.
Die schwere Verletzung von Gnabry dürfte die Vorfreude auf die Krönung dämpfen. Der FC Bayern München müsse „für längere Zeit“ auf ihn verzichten, hieß es in der Mitteilung am Samstagabend. Wann genau und wie der 59-malige Auswahlspieler die Verletzung erlitten hat, war zunächst nicht klar.
Für die DFB-Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann beginnt die WM-Endrunde am 14. Juni gegen Curaçao. Weitere Gegner sind am 20. Juni die Elfenbeinküste und am 25. Juni Ecuador. Ob Gnabry dann dabei sein kann, ist offen. Am 12. Mai wird Nagelsmann seinen WM-Kader nominieren. Bis dahin wird Gnabry kein Spiel absolvieren können. Entscheidend für die Entscheidung des Bundestrainers dürften daher die Einschätzungen der Ärzte sein, die die Frage beantworten müssen, wann Gnabry wieder einsatzbereit sein könnte.
Ein Brioche-Brötchen, ein Patty, Salat, Gewürzgurken, Tomate (wer’s mag), mal Käse, Sauce: Grob ist das der Baukasten für einen Burger – viele Varianten sind je nach Geschmack möglich. Das A und O ist sicher das Patty. Und davon gibt’s auch ein breites Sortiment aus rein pflanzlichen Zutaten. Die MOPO ließ für diese Kolumne, die ziemlich genau vor zwei Jahren erstmals erschien, Pattys testen.
Zwölf verschiedene Burger-Pattys aus Supermarkt, vom Discounter und aus dem Bioladen habe ich eingekauft – immer zwei Stück in der Packung. Die billigsten kosten umgerechnet 99 Cent für 100 Gramm, die teuersten etwas mehr als das Doppelte. Beim Vergleich der Zutaten oder Hersteller-Adresse fällt später auf, dass zwei Produkte einen Doppelgänger haben (siehe Testergebnis).
Der MOPO-Tester gründete ein Food-Start-up
Arne Ewerbeck, Doktor in Quantenatomphysik, aber schon während des Studiums begeisterter Food-Blogger, ist der Tester. Er ist Co-Betreiber der veganen Kochschulen Kurkuma in Eimsbüttel und Wandsbek. Und Mitgründer von „The Raging Pig“. Das Food-Start-up legte 2022 mit einem veganem Bacon los, „da gab’s noch nichts“, sagt Ewerbeck. „Ein sehr emotionales Produkt, besonders für Fleischesser.“
Dann folgten auf „Erbsenbasis mit Pilz verschiedene Bratwürste“, so Ewerbeck. Und jetzt ganz neu ist ein Smash-Burger-Patty aus Erbsenprotein und Pilz im Sortiment. „Unser Schwerpunkt liegt zu 98 Prozent darin, den Großhandel für die Gastronomie zu beliefern“, sagt Ewerbeck. Die Wurst gibt es aber beispielsweise auch bei Edeka in der Rindermarkthalle (St. Pauli).
Drei der Pattys in der Pfanne – sie sind mit Zahlen gekennzeichnet, der Tester kennt die Produktnamen zunächst nicht./ Florian Quandt
Drei der Pattys in der Pfanne – sie sind mit Zahlen gekennzeichnet, der Tester kennt die Produktnamen zunächst nicht.
Während das Bratöl in zwei Pfannen heiß wird und auf die Pattys wartet, erzählt Arne Ewerbeck von seinen beiden Kochschulen. „Wir bieten so 40 Kurse im Monat an“, sagt er. Und was ist gerade besonders beliebt? Ewerbeck: „Koreanisch. Getränke, Süßkram, Musik, Kimchi – vieles aus Korea ist in Europa gerade angesagt.“ Und eben auch Kochkurse. „Aber auch andere Länderküchen, italienisch, indisch, südamerikanisch, thailändisch oder mexikanisch.“
Die Pattys brutzeln vor sich hin, in jedem steckt ein schwarzes Fähnchen mit einer Zahl – Arne Ewerbeck erfährt erst nach seiner Bewertung, welches Patty in welche Verpackung gehört. Stück für Stück probiert er sich durch die gebratenen Burgerscheiben, bewertet Biss und Geschmack. Am Ende ist klar: Es gibt drei Sieger – „aber fünf Punkte sind nicht dabei.“ Null aber auch nicht.
Und wer keine Lust hat, Burger selber zu machen – hier zwei Gastro-Empfehlungen: „Happenpappen“ (Feldstraße, St. Pauli) oder „The Vegan Eagle“ (Wischhöfen, Langenhorn).
So wurde bewertet: Von 0 (ungenießbar) bis 5 Punkte (sehr lecker) konnte der MOPO-Tester die Burger-Pattys beurteilen.
Diese zwölf Burger-Pattys wurden für die MOPO getestet./ Florian Quandt
Diese zwölf Burger-Pattys wurden für die MOPO getestet.
Beyond Burger Original (TK)
mit Erbsenprotein, 226 g, 3,99 Euro: „Grobe Struktur, schön saftig – man merkt an der Würzung sofort, dass das Beyond Meat ist. Guter Biss, das Patty ist ein bisschen zu dick, kräftig gewürzt mit rauchiger Note, ein guter Burger.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Sensational Burger, Garden Gourmet
aus Sojaprotein, 226 g, 2,49 Euro: „Schöne Färbung und saftig geblieben, aber relativ schwach gewürzt, erinnert geschmacklich eher an Hühnchen, weniger an Rind, aber das ist o.k. Struktur sehr grob, die ist gut fürs Kaugefühl.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Premium Burger (TK), Redefine Meat
aus pflanzlichem Eiweiß (Soja / Erbse), 240 g, 3,99 Euro: „Ist schön gebräunt und saftig, angenehmer Biss und passende Textur. Zurückhaltend gewürzt, aber geschmacklich sehr gut. Das Patty ist relativ hoch, es könnte flacher und breiter sein, aber ein gutes Produkt.“ Bewertung: 4 von 5 Punkten
Hack-Tastisch Burger, The Vegetarian Butcher
auf Sojabasis, 160 g, 3,29 Euro: „Sehr kompakt, leider auch sehr trocken, geschmacklich aber gut, rund abgeschmeckt. Konsistenz etwas zäh, aber trotzdem noch gut zu kauen – angenehmer Biss. Auch in Größe und Form o.k.“ Bewertung: 3 von 5 Punkten
No Beef please vegane Burger, Velmondo / Lidl
aus Sojaprotein, 227 g, 2,25 Euro: „Schöne Textur und angenehmes Kaugefühl. Gut gewürzt, schmeckt aber eher nach einer Frikadelle, was nicht schlimm ist. Außen knusprig und innen saftig, das Patty ist etwas dick.“ Bewertung: 3 von 5 Punkten
Take it veggie vegane Burger, Kaufland
aus Sojaprotein, 200 g, 1,99 Euro: Identische Zutaten wie der Patty von Velmondo, nur ein geringeres Gewicht. Bewertung: 3 von 5 Punkten
Bio Cashew-Black-Bean-Burger, Soto
auf Basis schwarzer Bohnen mit Cashew, 160 g, 3,29 Euro (Biomarkt): „Ein klassischer Gemüsebratling mit Paprika und Bohnen. Gut knusprig, die Konsistenz ist aber relativ weich. Die Masse hält nicht richtig gut, ist etwas bröckelig.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
Pilz-Patties, Mush-Roots
auf Basis von Champignons mit Weizenprotein, 170 g, 3,49 Euro (Rewe): „Schön gebräunt, aber relativ trocken. Die Konsistenz ist ein bisschen breiig, teigiges Bissgefühl. Ist geschmacklich nicht schlecht, erinnert aber wenig an einen klassisches Burger.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
MyVay Veganer Burger, Aldi
mit Rapsöl, Soja- und Erbsenprotein 227 g, 2,25 Euro: „Sieht nach einer Frikadelle aus, für ein Burger-Patty zu dick. Aber guter Biss, Würzung etwas lasch, geschmacklich ist das nicht meiner.“ Bewertung: 2 von 5 Punkten
Black Bean Cashew Burger, Alnatura
auf Basis schwarzer Bohnen mit Cashew, 160 g, 2,99 Euro (Biomarkt): Zutaten und Bewertung identisch mit dem Produkt von Soto. Bewertung: 2 von 5 Punkten
MyVeggie vegane Burger (TK), Edeka
aus Erbsenprotein, 230 g, 2,29 Euro: „Das Patty ist sehr dick für einen Burger. Schön gefärbt, leicht rötlich. Sehr kompakt, wie zusammengepresst und ohne Textur. Leider wenig und nicht gut gewürzt.“ Bewertung: 1 von 5 Punkten
Bio Superhero Burger, Wheaty
aus Seitan (Weizeneiweiß), 180 g, 2,99 Euro (Biomarkt): „Als Erstes fällt die Form auf, die nicht ganz rund ist. Der Patty ist teigig, von der Konsistenz erinnert es an einen Bratling, sehr kompakt, man muss lange darauf herumkauen. Intensiv gewürzt, aber nicht das, was man bei einem Burger erwarten würde.“ Bewertung: 1 von 5 Punkten
Ein Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS) ist am Samstag nach einem schockierenden Unfall mit Todesfolge abgebrochen worden. Der schwedische BMW-Fahrer Juha Miettinen (66) verstarb im Medical Center an der Rennstrecke, das teilten die Veranstalter am Samstagabend mit. Das Rennen, an dem auch Formel-1-Star Max Verstappen teilnahm, gehört zum Qualifikationsprogramm für das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife (16./17. Mai).
Kurz nach dem Rennstart kam es auf der dritten Runde zu einem schweren Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen. Um 17.55 Uhr unterbrach die Rennleitung den Lauf mit der Roten Flagge. „Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Piloten Juha Miettinen nicht retten. Der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben“, teilte der Veranstalter am Abend mit: „Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen.“
Sechs Fahrer müssen medizinisch versorgt werden
Die weiteren beteiligten „sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr“, hieß es in der Mitteilung weiter. Verstappen war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht auf der Strecke, auch sein Teamkollege Lucas Auer im gemeinsamen Mercedes war nicht in den Unfall involviert.
Das Rennen am Samstagabend wurde nicht wieder aufgenommen. Der zweite Lauf am Sonntag (13 Uhr) soll wie geplant stattfinden. „Im Rahmen der Startaufstellung wird es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben“, teilte die NLS mit. (sid/dj)
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Sonntag, 19. April 2026
Horoskop heute: Widder
Sie haben jetzt eine Phase besonderer Kraft und Kreativität vor sich. Bereiten Sie die Umsetzung eines Planes vor. Nachmittags können Sie eine vielversprechende Vereinbarung treffen.
Horoskop heute: Stier
Stellen Sie heute keine zu hohen Forderungen an Ihren Partner, lassen Sie ihm Freiraum! Am späten Abend sollten Sie einen Vorsatz verwirklichen. Machen Sie sich Ihre Stärken bewusst!
Sie können aus eigener Kraft schöne Fortschritte machen, haben aber von außen weniger zu erwarten. Verlieren Sie sich abends nicht in unbegründeten Hoffnungen!
Horoskop heute: Krebs
Ein sehr guter Tag für gemeinsame Vorhaben. Am späten Vormittag treffen Sie jemanden, der Ihnen eine wichtige Anregung geben kann. Holen Sie sich Rat!
Horoskop heute: Löwe
Sie kommen mit der Unruhe, die dieser Tag mit sich bringen kann, nicht immer gut zurecht. Halten Sie Abstand, lassen Sie sich nicht überfordern. Gehen Sie geduldiger mit anderen um!
Horoskop heute: Jungfrau
Vormittags haben Sie eine Erfolgschance, die Sie entschlossen nutzen sollten. Am frühen Abend können Sie ein Problem lösen. Setzen Sie sich ernsthaft damit auseinander.
Horoskop heute: Waage
Heute ist Ihr Tag zum Handeln! Sie haben die Chance zu einem Neuanfang oder zur Verwirklichung eines Vorhabens. Nehmen Sie mittags ruhig die Hilfe eines Freundes in Anspruch.
Horoskop heute: Skorpion
Lassen Sie sich heute emotional nicht unter Druck setzen. Bleiben Sie auch in schwierigen Situationen sachlich und objektiv. Abends werden Sie mit einer Belastung fertig.
Horoskop heute: Schütze
Verwirklichen Sie vormittags ein Vorhaben. Sie haben die richtigen Einfälle und können die passenden Kontakte herstellen. Handeln Sie am frühen Nachmittag nicht unter Zwang.
Horoskop heute: Steinbock
Fordern Sie heute von einem anderen ein Bekenntnis. Zögern Sie nicht, die Konsequenzen zu ziehen, wenn Sie nicht gebraucht werden! Nehmen Sie sich abends Zeit zur Erholung.
Horoskop heute: Wassermann
Morgens kann es Unruhe und Aufregung geben. Verhalten Sie sich defensiv, auch wenn andere Anlass zum Streit bieten würden. Abends finden Sie wieder Ihr Gleichgewicht.
Horoskop heute: Fische
Freuen Sie sich vormittags am Glück eines anderen mit. Neid ist unnötig. Nachmittags bekommen Sie die Möglichkeit, eine offene Angelegenheit in Ihrem Sinn in Ordnung zu bringen.
Die DFB-Frauen kommen in Österreich nur zu einem 0:0. Das WM-Ticket ist dennoch zum Greifen nah.
Christian Wück vergrub nach der enttäuschenden Nullnummer seine Hände tief in den Hosentaschen, dann versammelte er die deutschen Fußballerinnen noch auf dem Rasen zu einer ersten Aufarbeitung. Nach dem überraschenden Dämpfer in Österreich war die Laune nicht nur beim Bundestrainer sichtlich getrübt. Die Gastgeberinnen feierten das 0:0 in der WM-Qualifikation dagegen wie einen Sieg.
Janina Minge sieht die Rote Karte gegen Österreich
„Wir sind alle unzufrieden, wir hatten uns etwas anderes vorgenommen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber es ist ja nicht viel passiert, wir haben alles noch in der eigenen Hand. Wir müssen uns jetzt einmal schütteln“, sagte Wück nach dem zweiten Nachbarschaftsduell mit Österreich innerhalb weniger Tage in der ARD.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Nach dem Remis geht die deutsche Mannschaft aber deutlich angeschlagen in ihr erstes Matchball-Spiel der WM-Qualifikation. Am kommenden Spieltag (5. Juni) kann die DFB-Auswahl gegen Norwegen in Köln mit einem Sieg eines der begehrten Tickets für die Endrunde 2027 in Brasilien lösen. Fehlen wird dann Janina Minge, die am Samstag in der Schlussphase die Rote Karte sah (79.).
Sjoeke Nüsken: „Es hat vorn und hinten nicht gepasst“
Gerade offensiv ließ die deutsche Mannschaft einiges zu wünschen übrig und liegt in der Gruppe A4 bei noch zwei ausstehenden Partien nur noch einen Zähler vor Norwegen, das am Samstag 3:2 in Slowenien gewann. „Wir sind noch immer Tabellenerster“, sagte Nationalspielerin Sjoeke Nüsken, gab aber auch zu: „Damit habe ich nicht gerechnet, ehrlich gesagt. Es hat heute vorn und hinten nicht gepasst.“
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Schon nach dem 5:1 gegen Österreich am vergangenen Dienstag in Nürnberg hatte Wück Kritik an seiner Mannschaft geübt. Es seien „nur sehr wenige an ihre Leistungsgrenze gekommen“, sagte der Trainer. Entsprechend forderte er vor dem schnellen Wiedersehen mehr Souveränität und Stabilität „in den Basics“ – und nahm wie angekündigt einige Änderungen an seiner Startelf vor.
Minge und Dallmann mit Chancen in der Endphase
Wück betrachtete an der Seitenlinie dann eher stoisch, wie sich seine Spielerinnen in der Offensive ein ums andere Mal verrannten. Gerade die Präzision im letzten Drittel dürfte beim Bundestrainer Fragen aufgeworfen haben, aber immerhin defensiv stand seine Mannschaft bei den wenigen Konterchancen der Österreicherinnen stabil.
Dennoch: Zufrieden konnte Wück auf keinen Fall sein, spätestens in der zweiten Halbzeit wurde das auch deutlich. Der 52-Jährige schimpfte deutlich hörbar und schüttelte immer wieder den Kopf, noch immer strahlte die DFB-Elf so gut wie keine Gefahr aus – bis zur 72. Minute. Minge traf mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nicht das leere Tor, sondern die Latte – und flog wenig später nach einer Notbremse vom Platz. In Unterzahl wäre Linda Dallmann fast noch das Siegtor (90.+4) gelungen. (sid/dj)
Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises und die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC.
Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, hieß es.
Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die „MSC Euribia“ fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der „Euribia“ ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.
Straße von Hormus angeblich wieder zu
Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.
Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff „Celestial Discovery“ – die ehemalige „Aida aura“ – am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.
Die „MSC Euribia“ saß in Dubai fest, „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten. (mp/dpa)
Er war überhaupt nicht zu bremsen, dabei war das Derby doch schon 20 Minuten lang vorbei. Weit nach Abpfiff der aus Hamburger Sicht so bitter verlaufenen Partie stürmte Jordan Torunarigha plötzlich aus der HSV-Kabine durch die Katakomben des Weserstadions wieder in Richtung Spielfeld und legte sich dort auf die Lauer, um einen Bremer abzupassen. Auch Teamkollegen und Mitarbeiter der HSV-Presseabteilung konnten den erbosten Abwehrmann zunächst nicht bremsen. Was genau war passiert?
Ausgangspunkt der Wut des HSV-Profis waren die Szenen nach dem Treffer zu Werders 3:1 (90.+1). Bei den heftigen Rangeleien vor der HSV-Ersatzbank, die zu drei Roten Karten für HSV-Assistent Loic Favé, Hamburgs Physio Tim Roussis und Bremens Co-Trainer Jan Hoepner führten, fiel auch zumindest ein Satz, der Torunarigha komplett auf die Palme brachte. Bereits da war er schon außer sich vor Wut. Emotionen, die nach Abpfiff dann aus ihm herausplatzten. Offenbar hatte Torunarigha noch eine Rechnung offen.
HSV-Profi Torunarigha hatte nach Abpfiff eine Rechnung offen
Zunächst positionierte sich der 28-Jährige am Ausgang des Spielertunnels und wartete dort auf einen Bremer. Die Werder-Profis und Offiziellen feierten zu diesem Zeitpunkt noch mit ihren Fans. Nach einiger Zeit des Wartens wanderte Torunarigha zusammen mit HSV-Sportdirektor Claus Costa in Richtung Werder-Kabine. Dort sollte die Angelegenheit dann geklärt werden.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Darüber, welche Worte den Abwehrmann so außer Rand und Band brachten, herrschte hinterher Rätselraten. „Was bei Jordan genau an Worten gefallen ist, weiß ich nicht“, so HSV-Trainer Merlin Polzin. „Man kann es sich vielleicht vorstellen, weil er ansonsten eher ein ruhiger Charakter ist. Das war sicherlich etwas, was ihm weniger Freude gemacht hat.“
HSV-Profi Remberg unterstützt seinen Kollegen Torunarigha
Mittelfeldmann Nicolai Remberg ergänzte: „So, wie Jordan reagiert hat, war es etwas, das nicht korrekt war. Emotionen hin und her – es war irgendetwas, was ihm überhaupt nicht gefallen hat. Schon auf dem Platz, während des Spiels in der Situation, und auch danach.“
Zuletzt erlebte man Torunarigha derart aufgebracht vor mehr als sechs Jahren. Im Februar 2020, damals noch im Dress von Hertha BSC, wurde er während der Pokalpartie der Berliner auf Schalke rassistisch beleidigt.
Die Popband Die Prinzen („Millionär“, „Alles nur geklaut“) will kommendes Jahr auf Abschiedstournee gehen. Unter dem Motto „Tschüssi, macht’s gut!“ kündigte die Leipziger Band rund um Frontmann Sebastian Krumbiegel für 2027 eine Tour mit rund 20 Terminen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.
Der Auftakt ist laut einer Mitteilung am 22. Oktober in Hof (Saale) in Bayern geplant. Dann folgen Konzerte unter anderem in Berlin, Dresden, München, Köln, Leipzig und Hamburg, bevor die Tournee am 16. Dezember in Zürich enden soll.
Tickets für Abschiedstournee der Prinzen ab Dienstag
Karten seien ab Dienstag (21. April) um 10.00 Uhr online beim Ticketvermarkter CTS Eventim erhältlich sowie ab Donnerstag (23. April) an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Die Abschiedstournee soll ein „großes Dankeschön an das Publikum“ sein, das sich auf „besondere Arrangements, persönliche Momente und vielleicht auch die eine oder andere Überraschung freuen“ dürfe, hieß es.
Für die Band sei nach mehr als drei Jahrzehnten der Moment gekommen, Abschied zu nehmen. Der Bild sagte die Band, man hätte gemeinsam „nach reiflicher Überlegung“ beschlossen, „unsere Karriere zu einem würdigen Abschluss zu bringen“.
„Wenn es am schönsten ist, hör auf“, sagte Sebastian Krumbiegel der Zeitung. Band-Mitglied Wolfgang Lenk ergänzte: „Lieber jetzt an dieser Stelle eine Traurigkeit spüren, als irgendwann eine Peinlichkeit erleben. Nichts wäre schlimmer für uns, als wenn die Menschen irgendwann fragen würden, wann wir endlich abtreten als Band. Deswegen haben wir den Schlusspunkt freiwillig gesetzt.“
Die Prinzen gehören zu den bekanntesten deutschen Bands. In diesem Jahr ist eine gemeinsame Tour mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach geplant. (dpa/mp)
Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen – und warum die Polizei noch wenig bekannt gibt.
Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit. „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“, warnte es. „Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff“, sagte ein Sprecher von Hipp.
Hipp ruft Babynahrung in Österreich zurück
Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berührt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher.
Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte der Polizeisprecher im Burgenland südöstlich von Wien, Helmut Marban. Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden. Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien. Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.
Manipulierte Hipp-Gläschen? Hintergrund noch unklar
Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist, wie viele Gläschen betroffen sind oder welcher Art die Manipulation ist. Für besorgte Eltern in Österreich stand am Wochenende ein telefonischer Hipp-Beratungsdienst zur Verfügung.
Die Ursprünge des in Pfaffenhofen in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden. (dpa/mp)
Als der Schlusspfiff ertönte, war das Derby noch lange nicht vorbei. Und was dann passierte, war genauso unschön wie überflüssig: Erst flogen Raketen aus dem HSV-Fanblock in Richtung Werder-Anhang, dann kam es im Hamburger Block zu massiven Schlägereien mit der Polizei.
Die aufgestaute Wut und der Frust des HSV-Anhangs entluden sich zügig nach dem Spiel. Als der Werder-Sieg feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den mit Bremer Zuschauern gefüllten benachbarten Tribünenblock. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten und entsetzt zurückwichen. „Das ist brutal gefährlich“, erklärte Werder-Abwehrmann Amos Pieper: „Krasse Geschosse! Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet.“
HSV-Trainer Polzin verurteilte das Verhalten der Fans
Auch die Trainer der beiden Vereine verurteilten das Vorgehen der HSV‑Fans. „Ich habe es nicht gesehen, wir waren schon in der Kabine“, sagte HSV-Coach Merlin Polzin zwar, gab aber zu bedenken: „Das Derby steht für Emotionen. Aber es sollte immer darum gehen, dass das alles fair und vor allem verletzungsfrei abläuft. Wenn das scheinbar nicht gegeben war, wollen wir das natürlich in keiner Weise unterstützen oder gutheißen.“ Sein Bremer Kollege Daniel Thioune stellte fest: „Irgendwo sind Grenzen. Wenn die überschritten werden, gehört das auf keinen Platz und in keine Kabine.“
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Heftig ging es in den Minuten nach den Pyro-Vergehen im HSV-Block zu. Mit zahlreichen Einsatzkräften marschierte die Polizei in den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr voll besetzten Hamburger Fan-Bereich. Dabei kam es zu Schlägereien. Schlimme Bilder, die niemand brauchte. Die Polizei stürmte aber offenbar nicht wegen der gefährlichen Pyro-Aktionen der HSV-Fans in den Block. Ein Brand auf einer Toilette im Gästeblock sei der Auslöser für den Einsatz gewesen, teilten die Bremer Beamten dem „Abendblatt“ mit. Daraufhin sei die Feuerwehr in Begleitung von Polizisten in den Block gegangen. Das vorrangige Ziel war es demnach, das Feuer zu löschen.
„Es war klar, dass es in der Situation, in der beide Vereine stecken, aufgeheizt sein wird“, sagte Pieper. „Trotzdem sollten gewisse Grenzen nicht überschritten werden.“ Auch diesbezüglich wird das Derby ein Nachspiel haben. Die Polizei bestätigte, dass Beamte von HSV-Fans angegriffen worden seien. Es habe unter den Ordnungskräften allerdings keine Verletzten gegeben. Ob es Verletzte unter den HSV-Anhängern gab, ist aktuell noch nicht bekannt.
Das tat Altona 93 so richtig gut! Im Kellerduell gegen Blau-Weiß Lohne konnte der AFC einen wichtigen 3:2-Sieg feiern. Damit schaffte das Team unter Interimstrainer André Trulsen einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Die Partie hatte alles, was das Fußballerherz braucht: Tore, Comebacks, Emotionen, Feuerwerk – und vor allem eine dramatische Schlussphase.
„Wir wussten, wenn wir noch mitreden wollen, war das hier eins von sechs Endspielen“, gab Trulsen, der nach dem Aus von Andreas Bergmann erst sein zweites Spiel als Cheftrainer leitete, nach dem Spiel zu. Es war das Duell des Letzten gegen den Vorletzten, und für Altona 93 wohl das erste richtige Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt.
Vergangene Woche unterlag Altona 93 noch deutlich mit 0:4 beim VfL Oldenburg. Vor Anpfiff baten die AFC-Fans um Unterstützung in Oldenburg. Dabei ging es jedoch nicht um die anstehende Partie zwischen Oldenburg und der U23 von St. Pauli, die ein direkter Konkurrent im Keller sind. Die Botschaft war eine weitaus bedeutsamere. „Morgen 14.00 Uhr – Pferdemarkt Oldenburg – Ein Jahr ohne Lorenz“, stand auf einem gezeigten Banner. Hintergrund ist der Todesfall von Lorenz A., der sich am 20. April jährt. Der 21-Jährige wurde damals von drei Schüssen eines Polizisten tödlich getroffen. Die Initiative „Gerechtigkeit für Lorenz“ spricht von strukturellem Rassismus.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Auf dem Platz erwischte Altona 93 den besseren Start. Erstmals gefährlich wurde es, als Moritz Göttel vor Lohne-Keeper Marko Dedovic auftauchte, den Ball jedoch nicht richtig traf (9.). Anschließend waren es vor allem Standardsituationen, durch die der AFC Gefahr ausstrahlen konnte. Dabei handelte es sich keineswegs nur um Ecken und Freistöße. Speziell die Einwurf-Schleuder von Moritz Grosche brachte das Heimteam zu aussichtsreichen Chancen. Dreimal katapultierte er den Ball binnen weniger Minuten in den gegnerischen Strafraum, zweimal scheiterte Michael Ambrosius nur knapp mit seinen Kopfbällen (12., 15.).
Rasmus Tobinski erzielt erstes Tor seit November 2025
Für den großen Jubel sorgte dann aber doch ein Freistoß. Aus dem Halbfeld flankte Gianluca Prondziono den ruhenden Ball auf Ambrosius, der die Übersicht behielt und auf Rasmus Tobinski ablegte, der zum 1:0 einschob (24.). Es war das erste Tor seit Anfang November für den AFC‑Stürmer. Lohne kam in der ersten Hälfte hingegen kaum vor das Tor der Altonaer. Und wenn, dann war stets ein Bein des Gastgebers im Weg. So ging es mit der verdienten 1:0-Führung für Altona 93 in die Halbzeit.
„Wir haben die Zeit nach der Pause ein wenig verschlafen“, sagte Rasmus Tobinski nach dem Spiel. So war es, und natürlich waren es die Standardsituationen, die erneut im Fokus standen. In der 51. Minute schlug Tom Kankowski eine Ecke in den Strafraum, wo der Ball im Chaos verschwand, unglücklich abgefälscht wurde und im Tor landete. Offiziell wurde der Treffer als Eigentor von Gideon Baur gewertet.
Aus 1:0 wird 1:2! Lohne dreht das Spiel bei Altona 93
Doch es kam noch schlimmer für Altona 93. Nur wenige Minuten später war es quasi die identische Szene wie schon beim vorherigen Ausgleich. Dieses Mal herrschte nach einem Freistoß Chaos im Strafraum von Altona (63.). Lohne-Verteidiger Luke Schierenbeck war entscheidend dran und sorgte dafür, dass der Ball langsam über die Linie kullerte. Das 1:2: ein Schock für den AFC, der die Punkte im Abstiegskampf so dringend benötigte.
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Dass sich die Altonaer dessen bewusst waren, zeigten sie in den anschließenden Aktionen. In der 68. Minute der Ausgleich zum 2:2, resultierend aus einer Standardsituation – natürlich. Tatsächlich war es dieses Mal ein Einwurf von Grosche, der durch die gesamte Defensive von Lohne rutschte. Und wieder war es Tobinski, der die Kugel im Netz versenkte.
Ekstase und Zittern: Wahnsinn in der Nachspielzeit
In den letzten Minuten wurde es dann völlig wild. In der 90. Minute kam Moritz Göttel an der Seitenlinie an den Ball, legte quer auf Tobinski, der zum dritten Mal traf. Ekstase auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Pure Erleichterung auf und neben dem Platz. Alle herzten sich und ließen den Frust der letzten Wochen heraus. Es folgte ein Feuerwerk hinter den Altona-Fans, Raketen schossen in den Himmel. Nichts konnte die Party mehr zerstören. Oder etwa doch?
Sechs Minuten Nachspielzeit zeigte Schiedsrichter Benjamin Schmidt an. In der 90.+10 wurde es dann noch einmal richtig laut auf den Rängen. Schmidt gab noch einen Freistoß für Lohne, Entfernung vom Tor: 18 Meter. Die Aufregung wurde abgelöst von einem kurzen Moment der Stille. Alle AFC-Fans hielten den Atem an. Der Ball flog, und flog, und flog – an die Unterkante der Latte! Von dort aus prallte der Ball auf den Boden. Lohne forderte das Tor, doch das Schiedsrichterteam hat den Ball nicht hinter der Linie gesehen. Schluss. Jubel. Erleichterung.
Lohne-Trainer Neidhart zweifelt Entscheidung an
„Da sind dann einfach alle Dämme gebrochen“, beschrieb Matchwinner Tobinski die Szene. „Ich bin Stürmer und hatte eine lange Durststrecke. Dann direkt drei zu machen, das ist das beste Gefühl gerade. Das war super wichtig.“ Lohne-Trainer Christian Neidhart wurmte die letzte Szene nach Abpfiff: „Ich habe mir das Video jetzt ein paar mal angesehen. Brutal schwer für den Schiedsrichter, das zu entscheiden“, zeigte er zunächst Verständnis. „Der Ball springt nicht gerade runter, sondern geht nach hinten weg und springt dann auch wieder so zurück. Insofern muss ich schon sagen, dass der Ball drin war, das ist meine Sicht der Dinge.“
Auf der anderen Seite war Altona-Coach Trulsen sichtlich erleichtert: „Es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wir sind erleichtert, dass wir gewonnen haben.“ Den Sieg widmete er unter anderem den Fans. 2089 Zuschauende fanden sich an der Adolf-Jäger Kampfbahn zum Kellerduell ein. Und das trotz des parallel laufenden Nordderbys zwischen dem HSV und Werder Bremen.
„Unsere Fans sind einfach fantastisch“, zeigte sich Trulsen dankbar. „Das haben wir auch vorher angesprochen, dass wir alle Fans glücklich machen wollen, die mit uns mitgelitten haben – ein toller Tag. Alle, die ein AFC-Herz haben, haben wir heute glücklich gemacht“, so der Bergmann-Nachfolger.
Nach dem Sieg herrschte pure Erleichterung bei den Fans und Spielern von Altona 93.IMAGO/Niklas Heiden
Nach dem Sieg herrschte pure Erleichterung bei den Fans und Spielern von Altona 93.
Für Altona 93 stehen jetzt noch fünf Endspiele an. „Das wird eine enge Gesichte“, war sich Trulsen der Sache nach dem Spiel bewusst. Trotz des Sieges bleibt Altona 93 Tabellenletzter. Nur ein Punkt fehlt ihnen auf das rettende Ufer. Die letzten fünf Team trennen nur zwei Punkte voneinander. Von den unmittelbaren Konkurrenten spielt Altona lediglich noch gegen die Zweitvertretung des FC St. Pauli.
Am Samstagnachmittag kam es zu einem schrecklichen Unfall auf der B207: Ein Wohnmobil kam von der Straße ab und krachte gegen einen Baum – der Fahrer konnte nur noch tot geborgen werden.
Um kurz vor 16 Uhr waren der 70-jährige Fahrer und seine 53-jährige Lebensgefährtin aus dem Landkreis Rosenheim mit ihrem Wohnmobil auf der B207 Richtung Ratzeburg unterwegs. Laut eines Sprechers des Polizei-Lagedienstes sei das Fahrzeug auf Höhe Buchholz in einer leichten Rechtskurve dann plötzlich von der Fahrbahn abgekommen.
Unfall Buchholz: Wohnmobil kracht gegen Baum – Fahrer stirbt
Das Wohnmobil fuhr in den Graben und knallte gegen einen Baum. Der 70-jährige Fahrer wurde dabei eingeklemmt und konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Seine Lebensgefährtin konnte das Wohnmobil mit leichten Verletzungen selbstständig verlassen und kam vorsorglich in ein Krankenhaus.
Mit dabei im Wagen war auch der Hund des Paares. Ein Pressevertreter vor Ort nahm diesen an sich und brachte ihn in eine Tierklinik zur Erstversorgung. Das Tier soll ebenfalls nur leichte Verletzungen erlitten haben.
Die Feuerwehr räumte die Unfallstelle auf, klemmte die Batterie ab, nahm die Gasflaschen aus dem Fahrzeug, streute ab und sammelte die Trümmerteile ein. Die Straße war bis kurz nach 18 Uhr vollgesperrt. (aba)
Vor ihrem geplanten Bühnen-Comeback hat Céline Dion am Freitag ihren ersten Originalsong seit mehr als sechs Jahren veröffentlicht. Google nahm das zum Anlass, um die schwer erkrankten Kanadierin zu feiern.
Wer den Namen der 58-jährigen Sängerin in die Google Suchleiste eingibt, bei dem erscheint plötzlich ein blauer Ballon. „Welcome back Céline“ – Willkommen zurück Céline – steht dort.
Wer nach Céline Dion googlet, bekommt diesen Gruß von Google angezeigt.Screenshot Google
Wer nach Céline Dion googlet, bekommt diesen Gruß von Google angezeigt.
2022 hatte die Kanadierin öffentlich gemacht, dass sie am Stiff-Person-Syndrom leidet, einer seltenen Autoimmunerkrankung. Seitdem war sie nur noch selten aufgetreten. Ob sie verreisen oder auftreten konnte, hing jeweils von ihrer Tagesform ab. Einen großen Auftritt hatte sie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris, bei der sie vor dem Eiffelturm „Hymne à l’amour“ von Édith Piaf sang.
Céline Dion: Google feiert Comeback der Sängerin
Jetzt meldete sich Dion mit ihrer neuen Single „Dansons“ (Lasst uns tanzen) zurück. In der Ballade geht es um Lebensfreude, Resilienz und das Überwinden von schwierigen Zeiten durch Tanz und Liebe.
Ihr Bühnen-Comeback will sie im Herbst in der „La Défense“ Arena in Paris feiern. Auch das greift Google auf, in einer kleinen Notiz, die unter dem Ballon erscheint. „Bon Retour Paris 2026“ steht dort – Willkommen zurück. Und weiter: „The high note we’ve all been waiting for“ – eine Anlehnung an die hohen Noten, die Dion traditionellerweise immer trifft. Ihre Stimme ist aufgrund der Autoimmunerkrankung allerdings auch in Mitleidenschaft gezogen. (aba)