Gut elf Jahre nach dem Verschwinden eines Studenten durchsucht die Polizei ein Waldgebiet in der Nähe von Hamburg. Neue Hinweise lassen auf einen möglichen Fundort der Leiche schließen.
Im Fall eines seit elf Jahren vermissten Studenten sucht die Abteilung für ungeklärte Fälle des Landeskriminalamts seit Dienstag in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster nach der Leiche des Mannes. Der zum Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alte Maschinenbau-Student aus Neumünster wird seit dem 15. Dezember 2014 vermisst, wie Staatsanwaltschaft Kiel und LKA mitteilten. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden. Neue Erkenntnisse der Ermittler deuten den Angaben zufolge nun darauf hin, dass diese sich in dem Waldgebiet befinden könnte.
Freundin meldete ihn vor gut elf Jahren als vermisst
Der junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Das Auto des 28-Jährigen wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von genutzt worden war.
Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten.
Leiche angezündet und dann vergraben?
Im Juli 2015 gingen die Ermittler aufgrund ihrer bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass der 28-Jährige tot war und seine Leiche im Bereich Neumünster erst angezündet und dann vergraben worden sein könnte, teilten LKA und Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Areale wurden mit Spürhunden und einem Bagger in der Folge erfolglos abgesucht.
Cold Case Unit rollt Fall 2024 neu auf
In der Öffentlichkeit sei es danach still um den Fall geworden, doch die Ermittlungen seien weitergelaufen, berichteten die Behörden. 2024 rollte die sogenannte „Cold Case Unit“ den Fall neu auf. Die Ermittler beschäftigten sich den Angaben zufolge intensiv mit den Akten, analysierten die bisherigen Ermittlungsschritte und Erkenntnisse, prüften neue Ansätze und tatrelevante Spuren, nutzten modernste kriminaltechnische Methoden und befragten Zeugen.
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Die neue Spurensuche führte nun in das Wattenbeker Gehege zwischen Neumünster und Bordesholm. Das gesamte Waldgebiet wird für die Dauer der Suche abgesperrt und ist auch für Spaziergänger nicht passierbar, hieß es.
Mann seit elf Jahren vermisst: Auto in Hamburg gefunden – führt neue Spur zur Leiche? wurde gefunden bei mopo.de

