How Best To Use The New Sprites In Fortnite Chapter 7 Season 3
In Fortnite Chapter 7 Season 3 sind die Sprites zurück! Diese liebenswerten kleinen Geister, die wir erstmals in Chapter 6 Season 1 kennengelernt haben, sind nach dem katastrophalen Zusammenstoß zwischen dem Ice King und der Foundation im Shattered-Live-Event zurückgekehrt. Jetzt gibt es deutlich mehr von ihnen, und sie werden zu einem zentrale Gameplay-Mechanik in dieser Saison.
Was machen die Sprites?
Diese Sprites sind überall auf der Insel anzutreffen. Du kannst einfach zu einem laufen und ihn aufheben. Dadurch wird ein Inventarplatz belegt, du trägst den Sprite auf dem Rücken und erhältst eine besondere Fähigkeit. Die Sprites haben unterschiedliche Seltenheiten, und seltenere Exemplare sind schwerer zu finden und bieten bessere Boni. Hier ein Überblick über die Fähigkeiten der Sprites, sortiert von am wenigsten bis am meisten selten:
Earth Sprite: Erhöht die Chance auf zusätzliche rare Items beim Öffnen von Truhen.
Fire Sprite: Erzeugt einen feurigen Ausbruch, wenn du ausreichend Schaden an einem Gegner anrichtest.
Water Sprite: Stellt Schilde wieder her, während du im Wasser bist, für dich und dein nahegelegenes Squad.
Duck Sprite: Emotes oder Jamming regeneriert Schilde.
Ghost Sprite: Gewährt für eine bestimmte Zeit Tarnung beim Nachladen.
Demon Sprite: Siphoniert etwas Gesundheit und Schilde, wenn du einen Gegner eliminierst.
King Sprite: Dein Pickaxe verursacht mehr Schaden.
Dream Sprite: Gewährt bei jedem Level ein zufälliges Item, das bei maximaler Stufe legendäre Beute sprengt.
Punk Sprite: Möglicherweise nichts… oder unendlich etwas.
Zero Point Sprite: Lässt eine Schildblase Jr. erscheinen, wenn du ein Heilungsitem auf dich anwendest.
Was machst du mit ihnen?
Die Sprites sind jedoch nicht nur für die Verwendung gedacht. In Chapter 6 brachten die Spieler sie zu einem Schrein, der sie mit Loot belohnte. In Chapter 7 bringst du den Sprite nun zu einem Extraktionspunkt, wo du ihn lagere und eine neue Währung namens Sprite Dust erhältst. Das Extrahieren der Sprites und das Besiegen von Gegnern mit dem Sprite im Inventar lassen auch die Art des Sprites, die du verwendest, aufsteigen. Je höher das Niveau, desto mächtiger die Fähigkeiten. Es gibt zusätzliche Belohnungen, die mit der Beherrschung jedes Sprites verbunden sind.
Du musst jedoch nicht immer zu einem festen Punkt für die Extraktion gehen, da neue Gizmo-Verbrauchsgüter es den Spielern ermöglichen, einen Extraktionspunkt überall zu beschwören.
Was ist der Sinn davon?
Es gibt einen klaren Gameplay-Vorteil bei der Extraktion. Das Extrahieren der Sprites und das Verdienen von Sprite Dust ermöglicht es dir, mit dem Sprite deiner Wahl zu starten. Es ist leicht zu erkennen, wie jeder dieser Sprites den Ausgang eines frühen Duells entscheiden und dein Squad am Leben halten kann.
Allerdings werden die Sprites später im Match weniger nützlich sein als jede gute Beute, die du finden könntest, daher ist es strategisch sinnvoller, in ein zukünftiges Match zu investieren, wenn du wahrscheinlich ohnehin schon bessere Ausrüstung hast.
Zusätzlich zum Gameplay ermöglicht das Extrahieren eines Sprites den Besitzern des Battle Pass, diesen als Anpassungsoption für den Guardian-Skin zu verwenden, einen Mech-Anzug, der von einem Sprite gesteuert wird. Durch das Extrahieren eines Sprites kannst du ihn als Pilot für den Anzug auswählen.
Teheran ist nicht an einer Lösung des Konflikts mit Washington interessiert, sondern stellt sich lieber vor seine Terror-Schützlinge im Libanon und im Gazastreifen. Das eigene Volk soll weiter leiden, nur damit die Hisbollah und die Hamas weiter Juden töten können.
Das islamistische Mullah-Regime in Teheran hat die indirekten Kontakte mit den Vereinigten Staaten über Vermittler vorläufig eingestellt. Als Begründung nennt Teheran die jüngsten israelischen Angriffe gegen Hisbollah-Stellungen im Libanon sowie die fortgesetzten Militäroperationen gegen die Hamas im Gazastreifen. Damit macht das islamistische Regime deutlich, worum es ihm tatsächlich geht: nicht um Frieden, nicht um Stabilität und schon gar nicht um Diplomatie, sondern um den Schutz jener Terrororganisationen, die seit Jahrzehnten als verlängerter Arm Teherans im Nahen Osten fungieren.
Die Ankündigung kam nur kurze Zeit nach weiteren israelischen Angriffen auf Hisbollah-Stellungen in den südlichen Vororten Beiruts. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte eine Ausweitung der Operationen gegen die vom Iran finanzierte und bewaffnete schiitische Terrormiliz angeordnet. Israel wirft der Hisbollah (auf Deutsch: Partei Allahs) vor, die Waffenruhe wiederholt verletzt zu haben. Die Aussagen iranischer Regierungsvertreter lassen keinen Zweifel daran, dass das Regime die Konflikte in Gaza, im Libanon, im Irak, im Jemen und im Persischen Golf inzwischen als Teil eines gemeinsamen Machtprojekts betrachtet. Außenminister Abbas Araghchi erklärte laut iranischen Medien, Verstöße gegen Waffenstillstände an einer Front würden die Vereinbarungen auf allen anderen Fronten hinfällig machen.
Teheran bestätigt damit faktisch ganz offiziell, dass die Hisbollah, die Hamas und die Huthi-Milizen (Ansar Allah) im Jemen Teil einer großangelegten iranischen Regionaloperation sind. Gleichzeitig scheint es den Mullahs völlig egal zu sein, dass es deren eigene Verbündete und Stellvertreterkräfte sind, welche durch Angriffe auf Israel den vereinbarten Waffenstillstand immer wieder brechen, und Jerusalem lediglich Vergeltungsaktionen durchführt.
Mehr noch: Vor wenigen Tagen schienen die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zumindest einige Fortschritte zu machen. Sogar ein möglicher Rahmenvertrag, der eine Wiederöffnung der Straße von Hormus, eine Verlängerung der Waffenruhe und erste Schritte zur Beendigung des seit Februar andauernden Krieges ermöglichen sollte, war angeblich in Reichweite. Doch nun stellt sich das Mullah-Regime plötzlich quer. Solange Israel gegen Hisbollah und Hamas vorgeht, sollen die Gespräche nicht weitergeführt werden.
Doch dies ist ein altbekanntes Muster. Teheran nutzt regelmäßig Eskalationsdrohungen, um in Verhandlungen bessere Ausgangspositionen zu schaffen. Schon in der Vergangenheit wurden Angriffe auf Tanker, Drohnenabschüsse, Raketenangriffe oder die Bedrohung internationaler Schifffahrtswege als Druckmittel eingesetzt. Die aktuellen Warnungen aus Teheran hinsichtlich der Straße von Hormus sind eindeutig. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim prüfen Iran und verbündete Terrorgruppen erneut Maßnahmen gegen die wichtigste Energieroute der Welt. Auch die strategisch wichtige Bab-al-Mandab-Meerenge wird genannt. Die Märkte reagierten sofort. Der Ölpreis sprang innerhalb kurzer Zeit um mehr als sechs Dollar pro Barrel nach oben. Händler kalkulieren inzwischen wieder das Risiko einer längerfristigen Blockade ein.
Die Entscheidung, die Kontakte zu Washington auszusetzen, zeigt jedoch weniger eine diplomatische Krise als vielmehr die unveränderte Natur des Systems. Sobald die militärischen Instrumente der iranischen Regionalpolitik unter Druck geraten, reagiert das Regime nicht mit Deeskalation, sondern mit neuen Drohungen. Doch wie lange kann sich Teheran dieses Eskalationsspiel noch leisten? Washington und Jerusalem werden den militärischen und den wirtschaftlichen Druck auf das Regime nämlich noch weiter erhöhen.
Im zweiten Teil des Gesprächs zwischen Daniel David und Professor John J. Mearsheimer auf dem Podcast Deep Dive geht es um die Sackgasse, in die sich der Westen manövriert hat: Wie könnte es weitergehen?
John Mearsheimer: „Viele Bürger Russlands haben das Gefühl,
dass Putin nicht früh genug ein Machtwort gesprochen hätte!“
Von REDAKTION | „Gefühle“ entspringen emotionalen Ursachen, doch können sich schnell in Narrative verwandeln, die dann jedoch nur auf Scheinwelten und Fiktionen der von diesen Gefühlen getragenen Massen beruhen. Der Spin mit Gefühlen bildet das Grundprinzip auf dem atlantische Propagandisten und Spindoktoren ihre Desinformationen aufmachen. Besagte Propaganda im Westen wird von den atlantischen Kartellmedien verbreitet, um sie dem Volk „voll mit Gefühlen“ als sogenanntes „Narrativ“ unterzuschieben!
So kann das zunehmende Gerede von „russischen Nuklearangriffen“ im Westen sehr schnell dazu beitragen über besagte „Gefühle“ Tatsachen verdrehen zu lassen, wie vor allem in Bezug auf Unterschiede zwischen der US-Nuklearstrategie [US-Nationale Sicherheitsstrategie, Nuclear Posture Review (NPR) und National Defense Strategie der USA] und der Nukleardoktrin Russlands:
Die USA haben sich in ihrer Nuklearstrategie stets geweigert einen nuklearen Erstschlag [No-First-Use] auszuschließen!
Die USA gehen sogar soweit, versteckt hinter semantischen Wortschöpfungen, wie „Präemption“ und „Prävention“, „extreme Umstände“ für einen US-Erstschlag, z.B. wie folgend offiziell definieren zu lassen:
Einen „Feind“ – ohne konkrete Beweise für einen bevorstehenden Angriff – nuklear angreifen zu lassen, bevor er über gefährliche Fähigkeiten verfügte!
Nicht-nukleare Bedrohungen, wie z.B. biologische Chemiewaffen-Potentiale nuklear ausschalten zu lassen, obwohl gerade die USA, was das Thema biologische Giftküchen betrifft, dafür weltweit die führenden Weltmeister sind!
Die Russische Föderation dagegen sieht nukleare Schläge nur für den Fall vor, dass der feindliche Angriff das nukleare Abschreckungspotential oder die Existenz des russischen Staates auszuschalten drohe: Allerdings sprechen Vertreter westlicher Eliten regelmäßig von der Zerschlagung Russlands, doch glücklicherweise unterscheidet die russische Führung zwischen Polit-Geplapper durch Repräsentanten von US-Vasallenstaaten und praktischer Umsetzung, wie z.B. über den Proxy- oder Vertreterstaat Ukraine:
So wartet Russland noch ab!
John Mearsheimer erläuterte im Teil 1 des Interviews die Logik hinter der Theorie des russischen Politikwissenschaftlers Sergei Karaganow, der ein viel radikaleres Eintreten Russlands nach Überschreiten roter russischer Linien durch den kollektiven Westen einmahnt und dabei die nukleare Komponente mit ins Spiel bringt. Hinweis: UNSER MITTELEUROPA veröffentlichte mehrere Artikel zu den Thesen von Sergei Karaganow – siehe Links im Anhang.
Zwischen den Extremen einer Speziellen-Militär-Operation [SMO] – sprich einer Militäroperation mit angezogener Handbremse – und dem Einsatz von Nuklearwaffen, existiert jedoch ein breites Spektrum anderer effektiverer Handlungsmöglichkeiten, die sich Russland anböten: Russland ist nicht nur eine der stärksten Nuklearmächte der Welt, sondern verfügt auch über eine kampfstarke konventionelle Armee auf höchstem Niveau. Dazu verfügt die Russische Föderation über eine Waffentechnik auf dem Gebiet für Hyperschall-Raketen, welchen den Feinden Russlands fehlt.
Unter russischen Raketen der letzten Generation fallen z.B. die Typen Oreshnik, Kinzhal, Zircon oder Iskander. Die US-Patriot-Raketenabwehr wäre heute nur in der Lage Iskander-Kurzstrecken-Raketen abzufangen. Westliche Experten sind sich über die eklatanten militärischen Schwächen des konventionellen Bereichs voll und ganz bewusst. Dabei geht es nicht nur um unterlegene Waffentechnik an sich, sondern ergänzend dazu um weitere zusätzlich Defizite, die ähnlich fatal klingen:
fehlende Produktionskapazitäten für Waffenarsenale generell, wie z.B. 155 mm Artilleriegranaten, die dem kollektiven Westen in der Ukraine ausgingen!
fehlende Rohstoffe im Westen, wie gegenwärtig Wolfram und Seltene Erden, was westliche Produktionsbänder hier und heute stillstehen lässt!
fehlende militärische Logistik und Infrastruktur, welche den westlichen Streitkräften aufgrund ihres kaputten Wirtschafts- & Finanzsystems immer stärker fehlen!
Die US-Streitkräfte verfügten noch nie über eine ernst zu nehmende Landarmee, doch verließen sich stets auf ihre Luftstreitkräfte und Marine:
Doch selbst damit ist es inzwischen vorbei, wie der Konflikt um die Straße von Hormuz zeigte!
Daraus lässt sich die russische Strategie gegenüber dem westlichen „Drang nach Osten“ ableiten – insbesondere für die Bereiche:
Verhandlungslösungen: Solche können nur erfolgen, solange sich auch die Gegenseite dazu bereit fände. Das war bis Alaska Mitte 2025 bei der USA noch der Fall gewesen, die jedoch im Anschluss von London an die Leine gelegt wurden: Die vermeintlich allmächtigen Vereinigten Staaten durften ihren eigenen Vorschlag von Alaska, nachdem Russland diesen akzeptiert hatte, nicht mehr umsetzen!
Die Briten selbst fallen als Verhandlungspartner aus, nachdem sie sich auf ihre hyper-aggressive Kriegspolitik verlegten. Die EU-Festlandstaaten hingegen bleiben politisch irrelevant, nachdem sie zu atlantischen Protektoraten verkommen und damit handlungsunfähig geworden sind. Das heißt, für Russland gibt es in Bezug auf den Ukrainekonflikt keine Verhandlungspartner mehr:
Es bleibt nur noch die militärische Option!
Militärische Lösungen: Es ist jene Option, welche der Russischen Föderation bleibt, nachdem die USA nicht mehr verhandeln dürfen und London die Rolle des obersten globalen Kriegstreibers vertritt.
Vor dem Hintergrund, dass es im Westen inzwischen für Russland keine Verhandlungspartner mehr gibt, wären russische Militäraktionen, wie Vergeltungsschläge und/oder (nukleare) Abschreckungsationen nur Zeichen der Schwäche im Sinne verfehlter militärischer Symbolpolitik und/oder Analyse, um eine Verhandlungsbereitschaft, die im Westen nicht mehr existiert, beim Gegner dann militärisch durchzusetzen.
In der gegenwärtigen Phase des West/Ost Konfliktes wäre es eine Fehleinschätzung bzw. das Ergebnis falscher Analysen auf eine Politik der Signale und Warnungen zu setzen: Vielmehr hat Russland jetzt das Militär sprechen zu lassen, um die Ziele der Speziellen Militär-Operation [SMO] voll und ganz durchzusetzen.
Das russische Ziel muss heißen, im nächsten Schritt dem Westen die „Angriffsbasis Ukraine“ als Sprungbrett-West gegen Ost mit konventionellen militärischen Mitteln endgültig und vollständig zu entziehen:
Russland braucht dabei aufgrund ihrer militärischen Dominanz gegenüber dem Westen auf keine Atomwaffen zurückgreifen!
Russische Schläge gegen Ziele in EU-Staaten würde in dieser Situation heute gleichermaßen keinen Sinn ergeben – sie könnten vielmehr nur London erfreuen!
Es genügte vollauf, dem Regime der Ukraine eine vollständige militärische Niederlage mit rein konventionellen militärischen Mitteln zuzufügen. In Konsequenz würden die Nationalisten der Ukraine zusammen mit den noch verbliebenen Hard-Core-Bandera-Verbänden ins westliche Exil zu ihren Mentoren, Kuratoren und Gesinnungsgenossen vertrieben.
Nach dem angekündigten Abzug von US-Kräften aus Europa könnten dann die in die EU transferierten Bandera-Wehrverbände unter verdecktem Kommando aus London die neuen atlantischen Besatzungstruppen für EU-Europa abgeben. Dazu könnte man sie ggfs. in neu geschöpfte EU-Uniformen stecken. Das würde auch deren stolze Tätowierungen dem Blick der Verwunderten „dahoam“ vorläufig noch entziehen…
Das Interview von John J. Mearsheimer durch Daniel Davies als Transkript in deutscher Übersetzung – Teil 2
Daniel Davies: Ich meine, das ist eine ziemlich ernüchternde Aussage. Ihre Einschätzung besagt, dass die derzeitigen europäischen Staats- und Regierungschefs – ob wir von Starmer, Merz, Macron, Ursula von der Leyen, Mark Rutte usw. sprechen – sich nicht abschrecken ließen und der Ukraine weiterhin unterstützen würden, ungeachtet:
einer großen Bombardierungskampagne auf Kiew,
russischer Drohungen gegen europäische Ziele!
Die Europäer glauben einfach nicht, dass Russland auch außerhalb der Ukraine zuschlagen könnte? Wie sehen Sie das?
John Mearsheimer, Professor für politische Wissenschaften an der Chicago Universität | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“
John Mearsheimer: Wenn ich die Äußerungen europäischer und US-Eliten höre, gewinne ich den Eindruck, dass diese nicht ganz begreifen, dass man bezüglich Russland einem atomar bewaffneten Gegner gegenüber steht, doch das eine extrem gefährliche Situation darstellt. Mein Eindruck ist, dass wir während des Kalten Krieges viel vorsichtiger waren, wenn immer es um einen kriegerische Handlungen gegen die damalige Sowjetunion ging:
Wir waren während des Kalten Krieges in unserem Verhalten viel vorsichtiger als heute!
Ich finde es bemerkenswert, in welchem Ausmaß wir uns bereit zeigen, der Ukraine dabei zu helfen, militärische Gewalt ins russische Hinterland zu tragen. Ich meine, wir sprechen hier heute über die Drohnenkampagne, die auf Infrastruktur und zivile Ziele, wie zuletzt das Studenten-Wohnheim in Starobilsk/Russland, zielt.
Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Man sollte sich daran erinnern, dass die Ukraine im August 2024 mit Unterstützung der Vereinigten Staaten und Großbritanniens in Russland einmarschiert war. Denken Sie nur einmal darüber nach:
Die Ukraine ist damals in Russland [Kursk] einmarschiert!
Es wäre im Kalten Krieg unvorstellbar gewesen, dass wir einem Verbündeten bei einem Angriff auf die Sowjetunion geholfen hätten. Denken Sie auch daran, dass …
… die Ukrainer die [strategische] Bomberflotte als Teil der russischen nuklearen Triade angegriffen haben!
Zu Zeiten des Kalten Krieges wäre das unvorstellbar gewesen! Aber wir – damit meine ich vor allem die Vereinigten Staaten und Großbritannien, wie auch den Westen im Allgemeinen – fanden es in Ordnung, dass die Ukraine einen Teil der russischen strategischen nuklearen Triade ins Visier nahm. Ich fand das damals schon ziemlich schockierend und empfinde es auch heute noch so.
Das bringt mich zurück zum Argument von Karaganow und anderen in der russischen Elite, wonach Leute im Westen nicht daran glaubten, dass für Russland bedeutende rote Linien existierten. Der Westen respektiert nicht die Tatsache, dass Russland eine Atommacht ist. Sie verstehen nicht, dass man 2024 keine ukrainischen Truppen nach Kursk hätte schicken dürfen! Das hätte ein No-Go sein müssen! Die Russen glauben – meiner Meinung nach zu Recht – dass sie damals im Jahr 2024 es nicht deutlich genug gemacht hätten, dass das, was der Westen und die Ukrainer taten, inakzeptabel gewesen sei. Mit anderen Worten:
Viele Menschen in Russland haben das Gefühl, dass Putin nicht früh genug ein Machtwort gesprochen hätte!
Inzwischen wäre es höchste Zeit auf die Bremse zu treten. Zugleich stellt sich die Frage, was dies in Konsequenz bedeutet? Wie Sie richtig anmerkten, sprechen Russen, so wie es scheint, inzwischen davon Kiew auf eine Art und Weise bombardieren zu lassen, wie es in der Vergangenheit nicht vorkam. Die Schläge am vergangenen Wochenende, waren die ersten Schritte in eine solche Richtung.
Meine Antwort dazu lautet: Ich bin mir nicht sicher, ob das ausreichen wird. Ich glaube nicht, dass dies einen großen Eindruck auf die Menschen im Westen hinterlassen würde. Hingegen könnten Sie damit richtig liegen, dass dies [verstärkte Schläge gegen Kiew] den Westen vielmehr dazu veranlassen könnte, seine Unterstützung für die Ukraine noch weiter zu verstärken, was einen gegenteiligen Effekt ergäbe.
Nun, falls das herauskäme, würden die Russen weiter eskalieren: Es könnte bedeuten, dass sie ein Ziel innerhalb Europas mit konventionellen Waffen angreifen ließen. Falls das nicht aufginge, würden sie [die Russen] weiter eskalieren. Das wäre der Stand der Dinge:
Wir stiegen die Eskalationsleiter hoch!
Daniel Davies: Lassen Sie uns dazu die nächste Phase analysieren, nachdem Russland Kiew stark angegriffen haben würde: Das Ganze würde mit vielen Videoaufnahmen einhergehen – dazu käme Selenskyj, der vor die Kameras treten würde, um nach Hilfe zu flehen. Sodann würden wütende Europäer nicht nachgeben, doch ihre Unterstützung an die Ukraine nur noch weiter verstärken.
In Gegenzug könnte Russland zur nächsten Phase übergehen, um sich Ziele gemäß der von Russland veröffentlichten Liste mit Unternehmen für Drohnen, Raketen, die sich bis Großbritannien erstrecken, vorzunehmen. Doch falls auch das nicht bewirkte, könnte die nächste Stufe den Einsatz taktischer Atomwaffen bedeuten. Würde das die Aufmerksamkeit Westeuropas zuletzt erwecken können?
John Mearsheimer: Ich glaube schon! Ich meine, die Frage, die man sich zu stellen hat, wäre: Falls Russland Atomwaffen einsetzte, wie würde der Westen an dieser Stelle reagieren?
Falls der Westen mit eigenen Atomwaffen zurückschlüge, würden die Russen aller Voraussicht nach ebenfalls zurückschlagen und man begäbe sich hinauf auf der nuklearer Eskalationsleiter. Man könnte argumentieren: Falls die Russen mit konventionellen Waffen ein europäisches Land angriffen und gleichzeitig klipp und klar nach Europa kommunizierten, dass Angriffe aufs russische Hinterland ein Überschreiten der roten Linie bedeuteten, was Russland als Nächstes zu Atomwaffen greifen ließe. Denn das Töten einer großen Zahl russischer Zivilsten wäre für Russland kategorisch inakzeptabel. Russland wäre bereit hart durchzugreifen – bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. Wenn sie das kommunizierten, vielleicht bräuchte man dann gar keine Atomwaffen mehr einzusetzen.
Doch man sollte nicht unterschätzen, wie gefährlich sich eine solche Situation entwickeln könnte. Übrigens ist einer der Gründe dafür die Rhetorik im Westen – eine Rhetorik, die ich für töricht halte: Ich glaube nicht, dass Russland eine große Bedrohung für Europa darstellt: Punkt – Ende der Durchsage! Aber was ich denke, spielt keine Rolle.
Was hier zählt ist, was die europäischen Staats- und Regierungschefs denken. Ich meine, man kann argumentieren, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs sich selbst davon überzeugt hätten, dass – entschuldigen Sie den Vergleich – Russland die Wiederkehr der Sowjetunion oder die des Dritten Reiches wäre und dass wir im Westen alles tun müssten, um dieses Monster abzuwehren und falls die Abschreckung versagte, es in einem Krieg zu besiegen hätten. So reden die europäischen Eliten tatsächlich!
Noch einmal: Ich denke, es gibt gute Argumente dafür, dass sie ihre eigene Rhetorik ernsthaft glauben. Falls sie das tatsächlich täten und man sich zugleich die russische Position, wie von uns beiden dargelegt, vergegenwärtigte und diese beiden Dinge miteinander verbindet, …
… so ergibt das in der Tat eine sehr beängstigende Situation!
Fortsetzung folgt
Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
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Teil 1 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien. HIER:
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Während geopolitische Spannungen wachsen und die Sicherheitslage in Europa unsicherer wird, intensivieren Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Zusammenarbeit.
Nach aktuellen Berichten haben Berlin und Paris bereits konkrete Gespräche über eine engere Kooperation aufgenommen. Im Fokus stehen gemeinsame Strategien, militärische Übungen und die Rolle Frankreichs als einzige Atommacht innerhalb der Europäischen Union.
Macron und Merz starten nukleare Lenkungsgruppe
Bereits im März initiierten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine sogenannte „nukleare Lenkungsgruppe“. Ziel des Gremiums ist es, Details einer vertieften deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Sicherheit auszuarbeiten.
Laut Medienberichten traf sich der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Merz, Günter Sautter, in Paris zu ersten Gesprächen mit französischen Partnern. Ein weiteres Treffen zwischen Deutschland und Frankreich soll noch vor der Sommerpause stattfinden.
„Vorwärtsgerichtete Abschreckung“
Im Zentrum der Diskussion steht ein neues sicherheitspolitisches Konzept, das Präsident Macron Anfang März auf dem Militärstützpunkt Île-Longue in der Bretagne vorgestellt hatte: die „vorwärtsgerichtete Abschreckung“.
Macron kündigte an, dass künftig Elemente der französischen strategischen Streitkräfte stärker innerhalb Europas eingebunden werden könnten. Damit signalisiert Frankreich seine Bereitschaft, eine aktivere Rolle für die europäische Kriegstauglichkeit und Wehrtüchtigkeit zu übernehmen.
Vielleicht hat man besonders in Deutschland erkannt, dass man in der konventionellen Kriegsführung mit Männern, die über Jahre zu politisch korrekten Softies erzogen wurden und aus denen nur schwer ritterkreuzträgerartige Haudegen zu formen sind, in Kriegsfall gegen Russland nicht gerade die besten Karten haben könnte. Und aus den von Kriegen traumatisierten und jetzt eingebürgerten Schutzsuchenden werden sich ebenfalls kaum in glühenden Vaterlandsverteidiger wandeln. Da müssen dann schon Atombomben her um das Manko auszugleichen!
Deutsch-französische Nuklearübungen geplant
Ein Bestandteil der deutsch-französischen Kooperation sind offenbar gemeinsame Manöver zur Vorbereitung auf Krisen- und Ernstfälle.
Demnach soll die Bundeswehr erstmals mit Frankreich an Nuklearübungen durchführen. Geplant ist zunächst eine Beteiligung an den sogenannten „Poker“-Übungen, möglicherweise bereits im September dieses Jahres.
In Ermangelung eigener Atomwaffen könnte die Bundeswehr vorläufig „nur“ unterstützende Aufgaben übernehmen, die nicht direkt mit Atomwaffen verbunden sind. Dazu zählen beispielsweise:
Begleitschutz durch Kampfflugzeuge
Luftbetankung
konventionelle militärische Unterstützung
Darüber hinaus soll Deutschland Einblicke in französische Atomstandorte und nukleare Einsatzstrukturen erhalten. Ob die französischen Atomwaffen irgendwann dann auch offiziell zu „gemeinsamen“ Waffen gehören werden wir wahrscheinlich von der deutschen Finanzierung in diese Richtung abhängen. Bei den Kernkraftwerken soll das ja recht gut klappen – eine ganze Reihe französische Anlagen arbeiten nur mehr für den deutschen Energie bedarf, nachdem man den (auch lt. Merz-Zitat allerdings noch vor den Wahlen) Wahnsinn, die sichersten Kernkraftwerke abzudrehen durchgezogen hat.
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