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Heute — 26. Juli 2026Artikel

Ausverkauf an Brüssel: Magyars Windkraft-Wahn zerstört die ungarische Landschaft

26. Juli 2026 um 11:00

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Péter Magyar bringt Ungarn auch energiepolitisch auf Brüssel-Kurs. Nun sollen die Windkraft-Kapazitäten verzehnfacht werden. Der Tisza-Regierung ist der Strom im Land wohl zu billig, so dass man dies nun mit wetter- und subventionsabhängigen Windkraftwerken ändern will. Dabei hat das schon in Deutschland nicht funktioniert.

Jahrelang war Ungarn unter Viktor Orbán ein Fels in der Brandung gegen den ideologiegetriebenen Windkraft-Wahnsinn, der in Deutschland und Österreich Naturlandschaften zerstört und die Menschen mit Infraschall drangsaliert. Doch seit die Tisza-Partei unter dem neuen Premierminister Péter Magyar im Mai 2026 die Macht übernommen hat, weht ein eisiger politischer Wind in Budapest. Um den Eurokraten in Brüssel zu gefallen und an eingefrorene Milliarden zu gelangen, opfert der „Brüssel-Freund“ Magyar nun den Schutz der heimischen Bevölkerung. Die Windkraft-Kapazitäten sollen bis 2030 verzehnfacht werden – der Beginn einer enormen Naturzerstörung.

Die Ankündigung des Wirtschafts- und Energieministeriums gleicht einer Kapitulationserklärung an den europäischen „Green Deal“. Bereits in diesem Jahr sollen die ersten Ausschreibungen starten. Das Volumen wurde wegen des angeblich starken Interesses von Investoren – vulgo: internationalen Subventionsabgreifern – kurzerhand von 700 auf knapp 1.000 Megawatt an installierter Nennleistung erhöht.

Magyar macht damit genau das, wofür er von den Mainstream-Medien und der EU-Kommission gefeiert wird: Er reißt die Schutzwälle ein, die Orbán mühsam aufgebaut hatte, um Ungarn vor dem globalistischen Klima-Diktat zu bewahren. Die schützende Abstandsregel, die die ländliche Bevölkerung vor den rotierenden Vogelschreddern bewahrte, ist Geschichte. Statt zwölf Kilometern Sicherheitsabstand müssen die Bürger nun den Bau der Industrieanlagen in mickrigen 700 Metern Entfernung zu ihren Häusern dulden.

Magyars Regierung rechtfertigt den Ausbau-Wahnsinn mit den Herausforderungen eines stark solargeprägten Stromsystems und verweist auf die 1,5 Milliarden Euro aus der europäischen Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF). Es ist ein offenes Geheimnis: Brüssel hatte diese Gelder unter Orbán als politisches Druckmittel eiskalt blockiert, um das konservative Ungarn auf Linie zu zwingen. Kaum ist der linientreue Magyar im Amt und verspricht ein „neues Kapitel“ für Ungarn, winkt das Geld – als Belohnung für die bedingungslose Unterwerfung unter die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III). Es ist ein schmutziger Deal: EU-Milliarden gegen den Ausverkauf der ungarischen Puszta.

Zwar erlebte Ungarn während der Hitzewelle Ende Juni 2026 Rekordwerte beim Stromverbrauch, was das bewährte Kernkraftwerk Paks aufgrund warmer Flüsse minimal beeinträchtigte, doch die Antwort der neuen Regierung ist ein energiepolitischer Schildbürgerstreich. Statt verlässliche Grundlast zu sichern, setzt man nun nicht nur auf Solaranlagen, sondern auf den ebenso unberechenbaren Wind-Flatterstrom. Begleitet wird das Ganze von „dynamischen Stromtarifen“ und „Smart Metern“. Wer zwischen den Zeilen liest, weiß genau, was das bedeutet: Es sind Kontrollinstrumente, die darauf abzielen, den Verbraucher künftig finanziell abzustrafen, wenn der Strom aufgrund von Dunkelflauten knapp und teuer wird.

Was die neue Regierung in Budapest ihren Bürgern als technologische Weiterentwicklung und Rückkehr zu europäischen Zielen verkaufen will, ist in Wahrheit der gnadenlose Import der ohnehin schon gescheiterten deutschen Energiewende, die schon in der Bundesrepublik zu Rekordpreisen für Strom geführt hat. Während Viktor Orbán sein Land jahrelang erfolgreich vor dem Öko-Fanatismus beschützte, öffnet Péter Magyar nun Tür und Tor für grüne Ideologien. Die ländliche Bevölkerung Ungarns wird auf die harte Tour lernen müssen, was es bedeutet, wenn die eigene Regierung nicht mehr den Bürgern, sondern den Herren in Brüssel dient.

(Auszug von RSS-Feed)
Gestern — 25. Juli 2026Artikel

Wind und Sonne kapitulieren vor KI: Der freie Markt setzt auf Erdgas – die Linke tobt

25. Juli 2026 um 15:45

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Die politische Linke schäumt vor Wut. Der gigantische Energiehunger neuer Rechenzentren – überlebenswichtig im Kampf um die technologische Vorherrschaft gegen China – wird vor allem durch den Bau neuer Gaskraftwerke gestillt. Die grüne Utopie prallt auf die harte Realität des freien Marktes.

In Ohio sprießen zehn neue Gaskraftwerke aus dem Boden, um neue Datenzentren zuverlässig und planbar mit Strom zu versorgen. Ein KI-Startup in West Virginia plant den Einsatz von Hunderten Gasgeneratoren bis 2028. Tech-Milliardär Elon Musk kaufte kurzerhand eine Gasturbinen-Firma, um die Server für seine KI „Grok“ in Tennessee am Laufen zu halten. Im ganzen Land wiederholt sich laut einem aktuellen Bericht dieses Schauspiel: Big Tech, lange Zeit ein treuer Vasall der Anti-Fossil-Lobby, wird von der Wirklichkeit eingeholt.

Erdgas ist schnell verfügbar und liefert problemlos jene gewaltigen Strommengen, die Amerika braucht, um im KI-Rennen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dabei werden auch die Bedenken von Anrainern wegen des Strom- und Wasserverbrauchs dieser Rechenzentren geflissentlich ignoriert, anstatt diese dorthin zu stellen, wo es genügend Kühlwasser und eine ausreichend starke Stromversorgung gibt. Die Künstliche Intelligenz ist nun einmal da. Die einzige Frage lautet: Wer diktiert die Regeln – Washington oder Peking? Und die Antwort aus der US-Hauptstadt ist klar.

Die Klimafanatiker prallen nun jedoch ungebremst auf ihren größten Feind: die Realität. Statt sich dem freien Markt zu stellen, rufen die Verfechter der „Erneuerbaren“ reflexartig nach dem Staat und fordern neue Zwangsverordnungen. Sogar die Nachrichtenagentur AP musste zähneknirschend eingestehen: Der Energiebedarf der Tech-Giganten ist derart gigantisch – einige Rechenzentren schlucken mehr Strom als eine mittelgroße Stadt -, dass der Bau von Wind- und Solaranlagen diesen Stromhunger einfach nicht decken kann. Der Markt regelt das Problem mit Erdgas. Für die Klima-Panikmacher ist das natürlich ein „Foulspiel“.

Deshalb wird das übliche Verbots-Playbook gespielt. Michigan, Oregon und Minnesota peitschten Gesetze durch, um ihre utopischen „Emissionsfrei bis 2040“-Ziele zu retten. Kalifornien, Illinois, New Jersey, Pennsylvania und Virginia ziehen nach. Die absolute Spitze des staatlichen Zwangs markiert einmal mehr New York: Hier sollen Rechenzentren ab einer bestimmten Größe per Gesetz gezwungen werden, bis 2040 90 Prozent ihres Stroms aus sogenannten erneuerbaren Energien zu beziehen.

Die Arroganz dieser Planwirtschaftler offenbart sich perfekt in den Worten der New Yorker Staatssenatorin Kristen Gonzalez (Demokraten). Sie fordert rotzfrech: Die reichsten Unternehmen der Welt hätten gefälligst das Geld, erneuerbare Energien auszubauen, wenn sie schon in New York investieren wollen. Anderen vorzuschreiben, was sie mit ihrem Geld zu tun haben, ist und bleibt die Kernkompetenz von Sozialisten.

Um den absurden Subventionswahn für Wind und Sonne zu rechtfertigen, feuert die linke NGO-Maschinerie pünktlich bestellte „Studien“ ab. Das „Environmental Integrity Project“ (EIP) warnt hysterisch, die geplanten Gaskraftwerke würden so viele Treibhausgase ausstoßen wie ganz Australien oder Frankreich. EIP-Direktorin Jen Duggan faselt von „schmutzigen Brennstoffen der Vergangenheit“. EPA-Chef Lee Zeldin konterte darauf mit Pragmatismus: „Ich denke, die meisten Amerikaner stimmen zu, dass wir dieses Rennen gegen China gewinnen sollten, um die KI-Hauptstadt der Welt zu werden.“

Europa ist auf diesem geopolitischen Schauplatz zwar ohnehin nur ein Nebenschauspieler, doch auch auf dem „Alten Kontinent“ wächst die Zahl der Rechenzentren weiter an. Wie lange wird es wohl dauern, bis auch hier die berechtigten Anliegen der Anwohner, die Interessen von Big Tech und von der Politik, sowie die Grenzen von Wind- und Solarenergie aufeinanderknallen? Das Google-Rechenzentrum Kronsdorf in Österreich beispielsweise ist solch ein Fall: Es soll bei einem Vollausbau eine maximale Leistung von bis zu 500 Megawatt (1,5 bis 4,4 Terawattstunden Verbrauch pro Jahr) haben. Zum Vergleich: Das Bundesland Oberösterreich selbst verbraucht derzeit etwa 14 Terawattstunden pro Jahr. Doch woher soll der für das Datenzentrum benötigte Strom eigentlich kommen?

(Auszug von RSS-Feed)
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Schweden stoppt elf Offshore-Windparks wegen Militärbedenken

22. Juli 2026 um 13:00

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Nur zwei von insgesamt 13 geplanten Offshore-Windkraftprojekten in Schweden wurden genehmigt. Offiziell werden seitens der schwedischen Regierung Sicherheitsbedenken des Militärs als Grund angeführt. Für die Betreiber sind das weitere Unsummen an verschwendeten Geldern.

Die schwedische Regierung hat elf von 13 geplanten Offshore-Windparks die Genehmigung verweigert. Lediglich zwei Meeres-Windparks sowie eine Erweiterung an Land erhielten grünes Licht. Stockholm begründet dieses Durchgreifen mit der nationalen Verteidigung und massiven militärischen Sicherheitsbedenken im strategisch sensiblen Ostsee- und Nordseeraum. Die großflächige Schädigung der Meeresbiologie für die Flatterstromproduktion spielt demnach weniger eine Rolle als die allgegenwärtige Panikmache vorm bösen Iwan.

Genehmigt wurde demnach lediglich das Projekt „Fyrskeppet“ im südlichen Bottnischen Meerbusen – allerdings nur mit rund der Hälfte der ursprünglich beantragten 187 Turbinen. Ebenfalls durchgewunken wurde das schwimmende Projekt „Vidar“ an der schwedischen Westküste mit 75 Windrädern. An Land darf der norwegische Staatskonzern Statkraft die Erweiterung „Hästliden“ umsetzen. Zusammen sollen diese Anlagen in der Theorie jährlich bis zu 19 Terawattstunden Strom liefern. Natürlich nur dann, wenn auch tatsächlich der Wind weht, oder die Anlagen nicht zwangsabgeregelt werden müssen.

Für elf weitere gigantische Vorhaben im Bottnischen Meerbusen sowie vor Westschweden bedeutete der Regierungsbeschluss das endgültige Aus. Die Absage setzt einen Trend fort: Bereits im November 2024 blockierte die schwedische Regierung 13 geplante Ostsee-Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 30 Gigawatt. Das schwedische Militär warnt seit Langem eindringlich vor den Auswirkungen dieser gigantischen Turbinenfelder. Diese Anlagen stören nämlich die Radaraufklärung, erschweren Einsätze der Marine und schwächen das Frühwarnsystem im Umfeld der russischen Exklave Kaliningrad.

Schweden ist damit keineswegs allein. Auch in den USA und Großbritannien geraten diese Projekte zunehmend unter Beschuss oder werden wegen der Bedenken der Militärs gestoppt. Die US-Regierung fror unlängst Pachtverträge für im Bau befindliche Offshore-Großprojekte aufgrund von Gefahren für die nationale Sicherheit ein. Das Pentagon blockiert landesweit über 150 Windkraftanlagen, da die riesigen Rotorblätter auf den Radarschirmen für gefährliches Rauschen sorgen und die Erkennung von feindlichen Drohnen unmöglich machen. Die massiven Stahltürme und drehenden Rotoren reflektieren elektromagnetische Strahlung derart stark, dass die militärischen Radarsysteme regelrecht geblendet werden und echte Bedrohungen auf den Bildschirmen nicht mehr erkannt werden können.

Für die Windkraftindustrie bedeutet der späte Stopp einen enormen finanziellen Verlust. Die abgelehnten Projekte befanden sich seit Jahren in der Entwicklung. Die Investoren verbrannten zweistellige Millionenbeträge für nutzlose Machbarkeitsstudien und Umweltprüfungen. Die verantwortlichen Minister räumten in einem Beitrag für die Tageszeitung Expressen freimütig ein, dass das bisherige Modell der Genehmigungsverfahren einer Lotterie glich und völlig unbrauchbar war. Die Unternehmen wählten Standorte bislang eigenständig aus und ignorierten sicherheitspolitische Bedenken. Künftig soll der Staat im Rahmen von Auktionen vorab diktieren, in welchen Zonen überhaupt noch gebaut werden darf.

Drastisch gestiegene Baukosten, Lieferkettenengpässe und schrumpfende Fördergelder bzw. Preisstützungen machen solche Offshore-Projekte ohnehin längst unrentabel. Branchengrößen mussten bereits Milliardenbeträge abschreiben. Denn auch wenn der Wind vielleicht kostenlos weht – die gesamte Infrastruktur rund um solche Windparks kostet Unsummen. Und dafür, dass die tatsächliche Stromausbeute am Ende bei etwa 20 bis 25 Prozent der theoretischen Maximalkapazität liegt und die Windkraftwerke bei Überproduktion einfach abgeregelt werden müssen, um die Stromnetze stabil zu halten, sind die Ertragsaussichten ohne Mindestpreisgarantien ziemlich düster.

(Auszug von RSS-Feed)

Sikkim, das alte Wissen der Schamanen (Video)

21. Juli 2026 um 11:00

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In Sikkim, dem kleinen indischen Bundesstaat hoch oben im Himalaja, lebt das Volk der Lepcha.

Das Jahrhunderte alte Wissen um die Heilkraft der Pflanzen

Das 78 Quadratkilometer kleine Gebiet hat Sikkims ehemaliger König vor fast 50 Jahren den Lepcha geschenkt, damit sie dort ihrer eigenen Kultur und Sprache nachgehen können. Und noch etwas anderes haben sie in ihrem Reservat bis heute bewahren können: Ihr einzigartiges Wissen um Heilpflanzen und Kräutermedizin. 360°- GEO Reportage ist in den Dorfalltag der Lepcha eingetaucht, um mehr über die Heilmedizin seiner Schamanen zu erfahren.

Das isolierte Dort in einer Hochgebirgsregion des Himalayas

Bis 1975 war Sikkim ein unabhängiges Königreich. Nach militärischen Auseinandersetzungen verkündete Indira Ghandi das Ende der Monarchie und den Eintritt Sikkims als 22. Staat in die indische Union. Noch heute sind weite Teile Sikkims militärisches Sperrgebiet. So auch das Dzongu, eine Hochgebirgsregion im Norden Sikkims, wo nur die Lepcha siedeln dürfen. Saffu, ein Dorf am steilen Berghang auf 2500 Metern gelegen, ist die Heimat des Schamanen Dechen Lepcha und des Knochendoktors Mandela. Beide kümmern sich seit vielen Jahren um die Gesundheit der rund 200 Einwohner von Saffu.

Im Dzongu forscht auch Bharat Pradhan vom Institut für Umwelt und Entwicklung des Himalajas. Gemeinsam mit Biologen und Medizinern der Universität Gangtok will er das umfangreiche Wissen der Lepcha dokumentieren. Bharat Pradhan ist nach Saffu gekommen, um von Dechen und Mandela mehr über die einmalige Heilkunst der Lepcha zu erfahren. Und er will im Dschungel, der gleich hinter den Häusern von Saffu beginnt, die artenreiche Pflanzenwelt des Dzongu studieren. Auf kleinstem Raum gedeihen hier weit über 4000 verschiedene Pflanzenarten. Ein Paradies für Botaniker, die erstaunliche Heilprozesse bei den Lepcha beobachten können. Möglicherweise kann die westliche Schulmedizin hier noch etwas lernen?

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Indiens Atom-Offensive lässt den weltweiten Uranmarkt heißlaufen

21. Juli 2026 um 10:00

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Indiens Premierminister Narendra Modi unterstützt den Ausbau der Kernenergie im Land. Innerhalb der nächsten 10 Jahre soll die Atomstromproduktion mehr als verzehnfacht werden. Das erhöht den Druck auf die globalen Uranmärkte. Wer sich keine langfristigen Lieferungsgarantien sichert, wird bald schon enorme Probleme bekommen.

Indien braucht mehr verlässlichen und steuerbaren Strom. Die Wirtschaft des Subkontinents wächst unaufhaltsam weiter und damit auch der Energiebedarf. Doch wie auch in den Industriestaaten ist der Flatterstrom aus Wind- und Solarenergie keine praktikable Lösung für das mittlerweile bevölkerungsreichste Land der Welt. Denn die Stromnetze Indiens sind noch weniger dafür ausgelegt als jene in Europa. Weil aber die Verbrennung von Kohle wegen des global grassierenden Klimawahns zusehends verpönt ist, soll der Atomstrom dies regeln.

Zur Erreichung des Ziels von 100 Gigawatt an nuklearer Kraftwerksleistung (derzeit sind es gerade einmal 8 Gigawatt) bis zum Jahr 2047 betreibt die indische Regierung deshalb eine aktive Rohstoffdiplomatie. Bei einem Besuch in Australien hat die Regierung in New Delhi die letzten bürokratischen Hürden genommen, um australisches Uran zu importieren – auf Basis eines Abkommens von 2014. Unter Aufsicht der IAEO fließt der dringend benötigte Kernbrennstoff künftig nach Südasien. Für Australien ist das ein Riesengeschäft, schließlich sitzt das Land auf knapp 28 Prozent der weltweiten Uranreserven.

Doch man verlässt sich in New Delhi nicht auf einzelne Lieferanten. Erst im März schloss Indien einen Mega-Vertrag mit dem kanadischen Branchenriesen Cameco. Fast 22 Millionen Pfund U3O8 wurden für die Jahre 2027 bis 2035 gesichert. Der Marktwert liegt bei rund 2,6 Milliarden kanadischen Dollar. Dazu kommen bestehende Lieferungen aus Russland und Usbekistan sowie eine überschaubare heimische Förderung.

Doch die indischen Ambitionen in Sachen Kernenergie stoßen auch auf Limits. Denn der Weltmarkt ist bereits jetzt schon überhitzt – und der anhaltende Nuklearboom in immer mehr Ländern erhöht den Druck. Die globale Minenförderung kann mit dem wachsenden Bedarf durch neue Atomkraftwerke nicht mehr mithalten. Analysten von Goldman Sachs mussten ihre Modelle kürzlich anpassen, weil der globale Boom bei kleinen modularen Reaktoren (SMR) die Nachfrage zusätzlich anheizt. Die Versorgungslücken wachsen.

Die Rohstoffsicherung wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Staatliche Käufer sichern sich weltweit Volumina, solange der Markt überhaupt noch Material hergibt. Selbst der weltgrößte Förderer Kasachstan baut inzwischen eigene strategische Reserven auf, in der Hoffnung, diese in Zukunft zu deutlich höheren Preisen verkaufen zu können. Gleichzeitig betreiben viele Betreiber bestehender Reaktoren kaum eine langfristige Vorsorge, so dass diese künftig mit Versorgungsschwierigkeiten rechnen müssen.

Gerade in Zeiten wie diesen wird deutlich, dass mit dem Bau von neuen Atomkraftwerken die gleichzeitige Sicherung von langfristigen Lieferverträgen unerlässlich ist. Ohne ausreichend Brennstäbe nützt nämlich auch das modernste Kernkraftwerk nichts.

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