
Anstieg psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen in Deutschland
Hamburg (ots) – Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge sind psychische Erkrankungen im Jahr 2024 für 18,9 Prozent der stationären Krankenhausbehandlungen bei 10- bis 19-Jährigen verantwortlich, was einen Anstieg von 3,4 Prozent im Vergleich zu 2023 darstellt.
Risiken und Anlass
Besonders häufig sind Depressionen, Angststörungen und Essstörungen betroffen, was auf eine zunehmende psychische Belastung von Jugendlichen hindeutet. PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh, Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken Gruppe, betont den dringenden Handlungsbedarf:
„Diese alarmierenden Zahlen spiegeln eine gesellschaftliche Herausforderung wider, die wir nicht ignorieren können.“ – PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh
Position und Zitate
Sie führt weiter aus, dass Asklepios, als einer der führenden Klinikbetreiber Deutschlands mit über 160 Standorten, gut positioniert ist, um durch ganzheitliche Ansätze zu helfen. Ihr Fokus liegt hierbei auf Prävention, digitaler Unterstützung und einer umfassenden Versorgungskette.
„Wir fordern eine stärkere Finanzierung präventiver Maßnahmen in der Gesetzlichen Krankenversicherung und einen Bürokratieabbau, damit wir die notwendigen Ressourcen haben, um den betroffenen Kindern und Jugendlichen noch besser zu helfen.“ – PD Dr. med. Sara Sheikhzadeh
Angebote und Hintergrund
Asklepios betreibt mehrere auf Psychiatrie spezialisierte Fachkliniken sowie psychiatrische Tageskliniken, Medizinische Versorgungszentren und Ambulanzen für Kinder und Jugendliche. Hierzu zählt auch das Fürstenberg Institut, das seit über 35 Jahren Beratung rund um mentale Gesundheit anbietet.
In Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Unterstützung gründete das Fürstenberg Institut im Jahr 2024 die Fürstenberg Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die gezielt die mentale Gesundheit von Jugendlichen fördert und Unterstützung anbietet.
„Jugendliche sind die Säulen unserer Zukunft. Nur wenn psychisch erkrankte junge Menschen rechtzeitig Hilfe bekommen, können sie zu starken Erwachsenen werden.“ – Reinhild Fürstenberg
Des Weiteren betreibt Asklepios die digitale Plattform Minddistrict, die altersangepasste Online-Therapieprogramme anbietet, die bereits an vielen Standorten der Gruppe im Einsatz sind. Diese Programme reduzieren den Bedarf an stationären Behandlungen.
Diverse Module stehen zur Verfügung, darunter spezifische Angebote für Jugendliche mit depressiven Symptomen sowie für Kinder ab 11 Jahren, um verschiedene psychische Belastungen zu adressieren.
Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash
Original-Content: news aktuell
Der Artikel Anstieg psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen auf 18,9 Prozent in Deutschland erschien zuerst auf Nordische Post